Jemand ne Ahnung, wenn man nach dem Mutterschutz wohl gekündigt wird?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sansdouleur 04.11.10 - 14:18 Uhr

Ihr Lieben,

wir haben mal so paar Fragen. Also wir beide sind festangestellt, ich bin wg BV daheim. Mein Chef ist nen schlimmer Choleriker, er will, dass ich nächstes jahr direkt nach der Entbindung quasi wieder Arbeiten komme, sonst wird es auf eine Kündigung hinauslaufen.

Nun meine Fragen:

1. Wenn ich nicht unter seinen Bedingungen zurückkommen will und er sich quer stellt, weil er mich unbedingt wieder will (aber nur unter seinen Bedingungen und er denkt auch, er bekommt es hin) muss ich dann kündigen oder muss er mich kündigen?

2. Wenn ich das Elterngeld mir auf ein jahr auszahlen lasse und ja danach wohl erstmal arbeitslos bin (werde in der Elternzeit schon ne Halbtagsstelle suchen, aber mit kleinen Zwillingen wird es sicher dauern), bekomme ich dann Geldsperre vom Amt, weil ich kündigte?

3. Bekomme ich dann nach der Elternzeit erstmal ALG 1 oder müsste ich gleich ALG 2 beantragen?

Liebe Grüße

Beitrag von onlyheaven 04.11.10 - 14:26 Uhr

Hi Du,

also wenn Du selbst kündigst, bekommst Du drei Monate lang kein Arbeitslosengeld.
Dein Chef kann Dich während der Mutterschutzzeit nicht kündigen und muß Dich nach der Elternzeit wieder einstellen, wenn Du nur 1 Jahr weg bist muß er Dir auch die gleiche Position wieder geben. Danach kann er Dich nur Kündigen wenn Du gegen Deinen Arbeitsvertrag verstößt oder 3 Abmahnungen wegen der gleichen Sache bekommen hast, ansonsten greift das Arbeitsschutzgesetz, da kann er sich auf den Kopf stellen.

Ich würde mich da nicht so einfach raus ekeln lassen und wenn dann sorge dafür, dass Du erst eine neue Stelle hast bevor Du gehst. Kannst Dich ja auch während Deiner Elternzeit schonmal bewerben, wenn Du da weg willst.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen.

Viele Grüße und alles Gute

Beitrag von ea73 04.11.10 - 14:29 Uhr

Hallo,

mit ALG1 und 2 kenne ich mich leider nicht aus, ABER:

1. Ist es äußerst schwer jmd. in der Elternzeit zu künden => würde im Fall des Falles sofort klagen

2. Auf keinen Fall selbst kündigen, sonst gibt es nachher evt. Probleme mit dem ALG1/2.

Stell Dich stur, und warte auf das was da wohl so kommen mag, und wenn hart auf hart kommt, Anwalt, Klage, Abfindung.

VG und Dir alles Gute!

Andrea

Beitrag von choirqueen 04.11.10 - 14:30 Uhr

Hallo,

also dein Chef kann dich nicht kündigen, weder im Mutterschutz, noch in der Elternzeit. Er kann zwar wollen, dass du sofort wieder arbeitest, aber im Mutterschutz darfst du nicht arbeiten, sonst macht er sich strafbar. Er muss deinen Arbeitsplatz für die Dauer der Elternzeit frei halten. (bis zu drei Jahre).
Du kannst innerhalb der drei Jahre jederzeit wiederkommen und deinen Arbeitsplatz verlangen.
Wenn er dir nach der Elternzeit kündigt, dann hast du natürlich keine Sperre vom Amt. Du hast auch Anspruch auf eine Teilzeitstelle nach einem Jahr Elternzeit, wenn er das nicht leisten kann, dann kann er mit dir einen Aufhebungsvertrag schließen, so dass du eine Entschädigung von ihm bekommst.

LG Cathrin

Beitrag von sansdouleur 04.11.10 - 15:03 Uhr

Ach danke, gerade jetzt der letzte Teil ist für mich das wichtigste!

Würde sonst nach einem Jahr dort wieder anfangen wollen, aber könnte nicht Vollzeit, da ich eine Stunde Fahrtweg jeweils hab und wäre dann MIND 11 h weg und das macht ja kein Kita-Platz mit.

Er würde mir eben nur eine Vollzeitstelle wohl geben, aber mehr als halbzeit kann ich ja wohl erstmal nicht und ich frage mich halt, ob ich dann kündigen muss, weil er mich ja nur zu den alten Bedigungen einstellen muss (dachte ich)...

Beitrag von ellewoods 04.11.10 - 16:57 Uhr

Tut mir leid, wenn ich meinen Vorrednerinnen zum Teil widersprechen muss. Das mit dem Kündigungsschutz in der Elternzeit stimmt. Einen Anspruch auf Teilzeitarbeit hast Du aber nur unter bestimmten Voraussetzungen: der Teilzeitbeschäftigung dürfen keine wichtigen betrieblichen Gründe entgegenstehen. Hier kommt es sicher auf die Argumentation des Arbeitgebers an, aber einfach davon ausgehen, einen gesetzlichen Anspruch auf eine Teilzeitstelle zu haben ist leider nicht 100% korrekt, erst recht nicht, wenn Du auch sehr spezielle Wünsche zu Deinen Arbeitszeiten hast.
Überlege Dir, was für Dich nach der Elternzeit möglich ist (Wochenstunden und Arbeitszeitverteilung) und versuche einzuschätzen, ob der Betrieb diese Wünsche mehr oder weniger gut umsetzen kann. Wenn Du das bejahen kannst stehen die Chancen auf einen Teilzeitanspruch vielleicht gar nicht so schlecht.

VG, ellewoods

Beitrag von supermutti8 04.11.10 - 18:17 Uhr

er kann dich weder im Muschu noch in der Elternzeit kündigen,er kann dir die Elternzeit auch nicht verwehren ...

selber kündigen sperrt deinen Anspruch auf ALG1 ,das würde Hartz4 bedeuten...also lass ihn reden und machen...

reiche ganz normal deine Elternzeit(wunsch) ein ..ob nun 1 oder 2 (oder 3..) Jahre ist dir überlassen ...du solltest aber bei DEINEM Chef bedenken,das du anch Möglichkeit gleich deine gewünschte Elternzeit auf einmal beantragst,denn ner eventuellen Nachverlängerung müsste er wohlwollend zustimmen (was er sicher nicht tun würde)...

sollte er also dir ne Kündigung schicken, so geh in widerspruch und zum Arbeitsgericht :-) ......du wirst gewinnen ..nur ja keiner Kündigung zustimmen oder gar selebr kündigen (es gibt egal wann auf jeden fall ne komplette sperre von ALG1!!!!!)

Lg Annett