Unerfüllter Kinderwunsch - eine Schuldfrage?

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Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 15:19 Uhr

Hallo Zusammen,

ich bin neu hier und wüsste gern, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt.

Mein Mann und ich sind nun seit 3 Jahren verheiratet und es war immer klar, dass wir Kinder möchten. Vor knapp 2 Jahren habe ich auch nach 16 Jahren die Pille abgesetzt, was in den ersten 6 Monaten danach für ein ziemliches Mens-Chaos und dieverse FA Besuche gesorgt hat. Dabei habe ich mich auch komplett durchchecken lassen, um sicher zu gehen, dass das mit dem KiWu auch klappt.

Nun sind seitdem fast eineinhalb Jahre verganen und NICHTS. Das ist allerdings nur die eine Hälfte des Übels. Mein Mann ist seitdem immer zickiger und oftmals auch total kleinlich und nicht fair. Da wir beide in einem Alter sind (33), bei dem es in unserem Freudeskreis nahezu Kinder "regnet", hat er oftmals über Tage total schlechte Laune, sobald andere Pärchen, die wir kennen Eltern werden. Die schlechten Launen lässt er dann regelmäßig an mir aus und gibt Kommentare von sich wie "das ist total Peinlich, sogar die Idioten kriegen das hin...", "wie stehe ich denn vor meinen Arbeitskollegen da..." oder "wir sollten uns das Kinderkriegen abschminken, Du (also ich) bist langsam sowieso zu alt dafür...".

Die gesamte Schuld für den unerfüllten Kinderwunsch, wie auch die für unser mittlerweile mäßiges Sexualleben, wird mir zugeschrieben. Andererseits lacht er mich regelmäßig aus, wenn ich ihm vorschlage, dass wir eine Paartherapie machen sollten oder dass er sich mal untersuchen lassen könnte.

Ich weiss mir mittlerweile nicht mehr zu helfen. Er lässt keinerlei konstruktive Lösung zu, von externer Hilfe gar nicht erst zu sprechen.

Ich bin derweil total frustriert, zumal ich zumindest medizinisch von meiner Seite schon einiges versucht habe und meine Mens und mein ES auch total zuverlässig kommen.

Wart Ihr in einer ähnlichen Situation? Wie seid Ihr damit umgegangen?

Hoffe von Euch zu hören.

Grüße,
lunaaqua

Beitrag von ahsihabibi 04.11.10 - 15:26 Uhr

Hi Du!

Also, Schuldfrage ist glaub der falsche Ansatz! Aber ich weiß genau, was bei Euch los ist, bzw wie Du Dich fühlst!

Wir freuen uns auch über jedes bekanntes Päärchen, das wieder mal Eltern wird. Aber da kommen auch ganz andere Gefühle hoch, mein Mann ist auch oft traurig, genauso wie ich.
Aber wir bauen uns gegenseitig auf, funktioniert gut!

Hat sich denn Dein Männe schonmal untersuchen lassen? Und welche Untersuchungen hast Du schon durch?

Redet doch mal ganz offen miteinander! Das wird schon!

Wünsch Euch alles Gute!
#liebdrueck

Beitrag von a-fire-inside 04.11.10 - 15:29 Uhr

also so was hab ich hier im forum noch nie gelesen...
wie unfair von deinem mann. der spinnt wohl. sorry...
vielleicht solltest du dich von deiner gyn in eine kiwu überweisen lassen und deinen mann zum erstgespräch mitnehmen. die werden ihm dann schon sagen das es zwei seiten gibt und beide sich abklären lassen müssen...
wenn eure beziehung aber jetzt schon schwierig ist weiß ich nicht ob sie einen evtl langen kinderwunschweg überstehen wird.
paartherapie finde ich einen super ansatz für euch, vorausgesetzt dein mann zieht mit.
ich wünsche dir alles alles gute und viel kraft auf deinem/euren weg
liebe grüße

Beitrag von tamil1975 04.11.10 - 15:35 Uhr

Hallo!

Oh Schreck, da sträuben sich bei mir gerade alle Nackenhaare!!! Kann ja wohl nicht sein!!! Du hast schon den einen oder anderen Test gemacht? Und er weigert sich? Bist Du suicher, dass das der richtige Mann für Dich ist? Ganz ehrlich, er sollte Dich unterstützen, bzw Ihr solltet die Sache gemeinsam angehen und nicht gegeneinander arbeiten. Aber was macht mit so einem Mann, die ANtwort weiss cih leider acuh nicht.....

Beitrag von fallingstar19 04.11.10 - 15:43 Uhr

Hey,

das hat sich ja echt hochgeschaukelt bei dir und deinem Mann.
Ich frage mich, warum er so reagiert? Vielleicht hat er Angst, dass es an ihm liegt, dass der Kinderwunsch unerfüllt ist und er für sich weiß, dass er damit nicht klar käme...mhmm...

Ich für meinen Teil würde mir solche Sprüche nicht gefallen lassen, das sind ja teilweise sehr gemeine Anschuldigungen.
Wie stehst du deinem Mann denn da gegenüber?
Wie geht es dir damit?

Nehm dir doch einfach mal alleine einen Termin bei einer KIWU- Praxis, lass dich beraten, den Zyklus überwachen...
Du kannst auch alleine ein paar Mal zu einem Therapeute gehen, einfach nur für ein paar Inputs. Wenn du der Sache anders gegenüber stehst, wird es dein Mann zwangsläufig auch.

Liebe Grüße

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 16:01 Uhr

Vielen Dank für Eure bisherigen Antworten.

Ich glaube aber nicht, dass ich meinen Mann dazu bewegen kann, mich zu einer Untersuchung zu begleiten, um ihn so eventuell dazu zu bewegen, sich vielleicht auch untersuchen zu lassen.

Er hat bereits ausgeschlossen, dass er selbst zu einer Untersuchung geht, da es schließlich wörtlich "nicht an ihm liegt und er lässt es sich auch nicht einreden". Auch hinsichtlich der Paartherapie ist er der Meinung, dass ich einen Therapeuten brauche, er aber sicherlich nicht.

Wenn er manchmal nichts aus der KiWu Ecke zu meckern hat, schafft er es auch wegen einer Jacke, die ich über den Stuhl hänge oder wegen einer Zeitschrift, die ich auf dem Tisch liegen lasse, richtig schlechte Stimmung zu machen.

Ich habe wirklich Schwierigkeiten zu ihm durchzudringen, da er seit einiger Zeit überhaupt nicht selbstkritikfähig ist.

Beitrag von fallingstar19 04.11.10 - 16:07 Uhr

Mhmm, vielleicht schaust du einfach mal mehr nach dir, denke du musst dir das nicht gefallen lassen, auch wenn ihr verheiratet seid.
Nimm du dir doch Hilfe, es gibt gute Therapeuten in Richtung Verhaltenstherapie, damit du mal Abstand von der jetzigen Situation bekommst und für dich einen Weg findest zu leben.
Eine Ehe auf Dauer so zu führen zerrt an den Kräften und letztendlich leidest du noch mehr.

Liebe Grüße #liebdrueck

Beitrag von cwallace 04.11.10 - 15:52 Uhr

Hallo Lunaaqua!

Ich bin auch sehr erschrocken, über das was ich lese!!! Für mich klingt das NICHT nach einer intakten Partnerschaft... Klar streuben sich manche Männer davor ein SG machen zu lassen, aber wenn ich Deinen Text richtig gelesen habe, zieht Dein Mann das nicht mal in Erwägung?!

Ich musste meinen Mann auch echt zum Urologen hin treten, aber er hat das nicht kategorisch abgelehnt, sondern vor sich her geschoben... habe ihm gesagt, dass ich das extrem unfair finde von ihm, da ich mich ja auch hab durchchecken lassen und mich vor allem beruflich "parke" wegen dem Kinderwunsch...

Wenn Dein Mann sich jetzt schon so negativ äußert und anscheinend auf allen Ebenen... wird er wohl nie ein Spermiogramm machen lassen...bzw. falls es wirklich dazu kommen sollte, Dir nicht bei etwaigen Behandlungen zur Seite stehen bzw "mitmachen" ...

Der Ratschlag in eine KiWu Klinik zu gehen, wird er wohl eh ablehnen...

Meine Frauenärztin hat irgendwann keine weiteren Untersuchungen gemacht, weil sie sagte, dass sie zuerst das SG meines Mannes sehen will...

Überleg Dir gut, was Du mit einem Mann willst, der jetzt schon so reagiert?! Auch eine Paartherapie ablehnt... will er eigentlich nur ein Kind, weil er es seinem Umfeld "beweisen" muss, dass er zeugungsfähig ist? Und was ist nun wenn dem nicht so ist?

Ich wünsche Dir viel viel Glück und den Mut richtige Entscheidungen zu treffen!!! Oder willst Du Kinderlos bleiben nur weil Dein Mann sich sperrt?

viele Grüße #winke

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 16:05 Uhr

Vielen Dank für Eure bisherigen Antworten.

Ich glaube aber nicht, dass ich meinen Mann dazu bewegen kann, mich zu einer Untersuchung zu begleiten, um ihn so eventuell dazu zu bewegen, sich vielleicht auch untersuchen zu lassen.

Er hat bereits ausgeschlossen, dass er selbst zu einer Untersuchung geht, da es schließlich wörtlich "nicht an ihm liegt und er lässt es sich auch nicht einreden". Auch hinsichtlich der Paartherapie ist er der Meinung, dass ich einen Therapeuten brauche, er aber sicherlich nicht.

Wenn er manchmal nichts aus der KiWu Ecke zu meckern hat, schafft er es auch wegen einer Jacke, die ich über den Stuhl hänge oder wegen einer Zeitschrift, die ich auf dem Tisch liegen lasse, richtig schlechte Stimmung zu machen.

Ich habe wirklich Schwierigkeiten zu ihm durchzudringen, da er seit einiger Zeit überhaupt nicht selbstkritikfähig ist.

Beitrag von tritratrullalala 04.11.10 - 17:58 Uhr

Hallo,
es ist natürlich immer schwierig, so etwas aus der Ferne zu beurteilen, aber mir scheint es so, als hättet Ihr noch ganz andere Probleme als den unerfüllten Kinderwunsch. Krisen zeigen einem sehr viel - über sich, über andere und über die Beziehung in der man ist.

Die Frage, die ich mir stelle: Wie wird dein Mann in künftigen Krisen reagieren? Was ist, wenn ihr ein Kind bekommt und das Kind sich dann nicht so entwickelt, wie er sich das vorstellt? Oder wenn das Kind krank wird? Bist du dann auch Schuld? Überhaupt ist dieses Schuld-Ding schon mal so etwas von daneben.

Wenn dein Mann keine Notwendigkeit sieht, etwas zu unternehmen, frage ich mich ehrlich gesagt schon, wie Eure gemeinsame Zukunft aussehen soll.

Alles GUte,
Trulli

Beitrag von tabeya70 04.11.10 - 21:51 Uhr

oh je, du arme maus!
ich kann mich den anderen nur anschließen!
das geht echt gar nicht! ich hab bluthochdruck gekriegt beim lesen!
:-[
wie kann man einem menschen gegenüber, den man liebt, sich so verhalten?

mir kam grad der gedanke, du müsstest ihn glatt überlisten. dann wärs wahrscheinlich komplett vorbei, aber - es ist doch leider so, dass die hälfte der SG nicht optimal, bzw viele leider auch katastrophal sind. das weiß doch der mann gar nicht! was fürn scheiß - das mit dem ego zu verknüpfen!
also mein gedanke war - täusche einen pilz vor, der ein kondom beim sex rechtfertigt und benutze eins, das zur spermiengewinnung genutzt werden kann (gibt es für die männer, die im kämmerchen "nicht können") und dann - ab die post damit zum labor! dann werden wir mal sehen,wer hier "schuld" ist!
das ganze wort ist in diesem zusammenhang einfach total daneben!

ach mensch - es tut mir leid, dass du sowas mitmachen musst - als ob das problem an sich nicht schon shclimm genug wäre!
ich wünsche dir, dass du ihn noch beeinflussen kannst - so hat die beziehung doch wirklich keine zukunft, ohje!

alles liebe! #liebdrueck

Beitrag von redsea 04.11.10 - 16:19 Uhr

dein Mann hat wohl Angst das es an ihm liegen könnte und da er weder Eier noch Rückgrat besitzt, gibt er gleich mal dir die ganze Schuld.

das ist wesentlich einfacher als sich einzugestehen, dass man vielleicht selber auch was dazu beitragen muss...

so einen Typen würde ich gleich über die Häuser hauen..... bzw. ihm gehörig meine Meinung sagen.....

Beitrag von daphnia 04.11.10 - 16:40 Uhr

das ist ja schrecklich.

Bei uns liegt es definitiv an meinem Mann (und vielleicht auch ein bisschen an meinen Nerven), aber ich würde ihm nie die "Schuld" dafür geben. Und außerdem will ich, wenn es irgendwie geht, mit ihm Kinder haben, da muss ich halt akzeptieren, dass das etwas schwieriger ist.

Aber seinem Kinderarzt würde ich schon ganz gerne mal kräftig den Hintern versohlen, bloss müsste ich den dafür wohl ausgraben...

Lass dir ja nicht einreden, dass du mit 33 schon alt wärst. Ich bin nur drei Jahre jünger und mir sagen die im KIWU-Zentrum immer, dass ich noch sehr jung sei und noch sehr viel Zeit habe.

Überleg mal, ob du nicht erstmal wieder die Pille nimmst, bis er bereit ist, sich untersuchen zu lassen. Die Belastung, wenn allmonatlich dann doch wieder die mens einsetzt, zehrt auf die Dauer auch ganz schön an den Nerven. Ging jedenfalls mir so.

Beitrag von julimond123 04.11.10 - 16:52 Uhr

Hey lunaaqua,

sei erstmal #liebdrueck.
Das ist wirklich eine schwierige Situation.

Eine Freundin war in einer ähnlichen Situation. Sie hat Ihren Mann vor die Wahl gestellt. Sie konnte sich ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen.
Entweder er ist gewillt mitzumachen und mit ihr den gemeinsamen Traum versuchen zu erreichen oder sie würde sich trennen.
Er hat sich für den gemeinsamen Weg entschieden. Und der Traum ist schon in Erfüllung gegangen.

Die Schuldfrage ist sowieso überflüssig. Rummeckern aber keine Untersuchungen machen wollen, geht gar nicht. Ich denke dein Mann hat viel mehr Angst, dass die Ursache bei Ihm liegt und wehrt sich daher mit Händen und Füßen.
Ich denke da wird das eine oder andere Konfliktgespräch noch auf dich zukommen.

Ich wünsche Dir bzw. Euch viel Kraft und Erfolg ein gemeinsamen Weg zu finden.

Beitrag von carianne 04.11.10 - 18:52 Uhr

Hallo lunaaqua,

als ich Deine Beiträge gelesen habe, kam in mir sofort das Gefühl hoch, dass Dein Partner offenbar Angst vor einem SG hat, denn dies könnte im Fall des Falles evtl. belegen, aus welchem Grund es bisher noch nicht geklappt hat. Doch ohne ein SG hat man in keinster Weise einen Anhaltspunkt, wieso das Wunschkind auf sich warten lässt.

Jedenfalls sollte niemals von "Schuld" gesprochen oder dem Partner die Verantwortung zugeschoben werden. Das ist m.E. sehr gemein und da stellt sich die Frage, ob man den mitunter nicht einfachen Weg der Kinderwunscherfüllung überhaupt gehen sollte. Schließlich gehören hierzu BEIDE!!! Partner. In solch einer Situation sollte man sich gegenseitig unterstützen und dem anderen Mut zusprechen. Wenn er Dich bereits jetzt so unfair behandelt und nicht dazu bereit ist, etwas dazu beizutragen, frage ich mich, wie die Beziehung dies auf längere Sicht aushalten soll.

Ihr solltet Euch noch einmal bewusst werden, weshalb Ihr beide Euch ein Kind wünscht. Will er dem Umfeld nur etwas beweisen oder steckt wirklich ein ernsthafter Kinderwunsch dahinter?! Bevor dies nicht geklärt ist, würde ich das "Basteln" zunächst zurückstellen und zunächst an der Beziehung arbeiten. Die KiWu-Behandlung hat unendliche Höhen und Tiefen und diese "Klippen" können nur sicher umschifft werden, wenn die Paarbeziehung intakt ist.

Ich wünsche Dir viel, viel Glück #klee.

LG

Beitrag von paulinchen1978 04.11.10 - 18:55 Uhr

Hallo,

ich bin mit meinem Mann schon seit 12 Jahren zusammen. Ich habe vor 7 Jahren die Pille abgesetzt (mit Absprache meines Mannes). Dann hat es 2 Jahre nicht geklappt und er mutierte plötzlich zum "Kinderhasser". Er wollte auf keine Fall mehr Kinder haben, ich sei ja auch eine Karierefrau und uns kann es zu zweit nur besser gehen.

Ich habe das als eine Phase akzeptiert und eine Weile nicht mehr davon gesprochen. Dann hatte ich aber ein paar Monate sehr unregelmäßig meine Tage und dachte oft ich sei Schwanger. Da ich mir nicht immer Hoffnungen machen wollte und wissen wollte ob es überhaupt klappen kann habe ich ihn mehrfach gebeten sich einmal untersuchen zu lassen. Außerdem kam mir das negative Verhalten sehr komisch vor.

Er hat sich dann nach einiger Zeit dazu überreden lassen. Ergebnis ist eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit.

Heute weiß ich, dass er es damals geahnt hat und es selbst nicht wahr haben wollte "Schuld" an unserer Kinderlosigkeit zu sein.

Nun einige Jahre später (Ich bin jetzt 33 und mein Mann 35) hat er aufgehört zu rauchen, wir ernähren uns gesünder und treiben Sport (seit 6 Monaten). Er steht wieder dahinter und wir glauben wirklich, dass wir es schaffen werden!

Fazit: Ich glaube, dass Männer sich verändern, wenn sie Angst haben "Schuld" an einer Kinderlosigkeit zu sein. Sie fühlen sich dann unmännlich. Ich glaube ihr solltet das Thema mal eine weile lassen.
Aber Du solltest Dir auf keinen Fall die Schuld geben lassen. Ihr müsst in einer solchen Sittuation zusammen halten und nicht gegeneinander arbeiten. Nur zusammen könnt Ihr eine Lösung finden. #winke

Ich wünsche Euch viel Glüß

paulinchen

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 19:59 Uhr

Hallo Paulinchen,

ich habe allmählich auch das Gefühl, dass bei uns Ähnliches dahinter stecken könnte. Mein Mann hat wohl vor ca. 10 Jahren mit 23 aus reiner Neugier eine Untersuchung beim Urologen gemacht. Das Ergebnis war super, worauf er sich bis heute "ausruht". Aus meiner Sicht ist das Ganze aber eben 10 Jahre und einige Tage mit rund 60 Zigaretten täglich (er ist starker Raucher) her.

Der Job ist natürlich auch so eine Sache. Momentan "parke" ich mich jobmäßig ein, da ein Wechsel mit einer eventuellen Schwangerschaft natürlich alles andere als ideal wäre, auch wenn ich dazu die Möglichkeit hatte. Mann muss sich aber an manchen Stellen eben entscheiden.

Er ist der Überzeugung, dass das durch häufigen Sex schon klappen wird. Ich habe aber einen lt. FA recht zuverlässigen ES, so dass ich auch recht genau weiss, dass es einige Male trotz ES schon nicht geklappt hat. Dann gibt es aber auch Monate, in denen wir uns zum ES Zeitpunkt jobbedingt auch nicht sehen, da ist der Monat eben verloren. Das belastet mich dann aber auch nicht, da ich denke, der nächste ES kommt bestimmt.

Ich habe trotz allem immernoch viel Geduld und setze mich selbst nicht unter Druck. Das übernimmt eben mein Mann für mich. Ich hoffe, dass er es nach einem der vielen Diskussionen irgendwann einsieht und das Thema konstruktiv angeht. Ich möchte das Kind ja auch allerdings für uns und nicht für andere.

Grüße,

lunaaqua

Beitrag von flocke0878 04.11.10 - 20:07 Uhr

#klatsch hmmm was ist da bei Euch los??!!!

Sorry aber Du tust mir wirklich LEID!
Das geht doch gar nicht wie sich Dein Mann verhält. Also er hat wahrscheinlich seeeeehr Angst, dass es gar nicht klappt aber dann die Schuld auf Dich zu schieben ist echt allerhand!!! Bist Du Dir sicher, dass Du mit ihm Kinder haben möchtest? Sorry aber das hört sich alles gar nicht gut an. Du musst ihm klar machen, dass zum Sex ja auch zwei gehören, geschweige denn vom Kinderkriegen und vom ERZIEHEN!!! Wie hält ers dann wenn die Kinder dann mal da sind? Bist dann auch Du immer Schuld wenn was nicht nach seiner Nase läuft???

Sorry ich will Dich nicht verletzten aber dein Beitrag hier im Forum hat mich geschockt#wolke.

Kopf hoch Flocke

Beitrag von amalka. 04.11.10 - 20:55 Uhr

das ist so eine krasse Situation, ich hoffe, du entrschuldigst ,dass ich mich überhaupt fragen würde, ob ich mit diesem Mann ein kind haben will...
Du hast gesagt, du hast shcon viel checken lassen, bist du in einer Kiuw-klinik in der Behandlung ?

Das Bemühen um ein kind sollte einen Faden haben, inebsondere mit 33. und irgendwann kommt dann der Punkt, an dem man ärztliche hilfe in anspruch nehmen sollte...

Ich hoffe so sehr, dein Mann kriegt irgendwie die Kurve


#herzlich

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 21:09 Uhr

Schön ist die Situation wirklich nicht.

Als wir geheiratet haben und auch davor, war der KiWu bei uns beiden eine ganz klare Sache. Heute rudert Mein mann auch schon mal zurück, wenn wir uns mal wieder über das Thema streiten, da es immernoch nicht geklappt hat und er sich so richtig in Rage geredet hat. Kurz danach sagt er, dass er das alles nicht so gemeint hat.

In einer KiWu Klinik waren wir noch nict, da wir dazu erstmal natürlich lt meinem FA wissen sollten, ob nicht eventuell mein Mann das Problem ist. Da er sich aber nicht untersuchen lässt, kann auch niemand diese Frage beantworten. Mein FA hat mich mehrfach untersucht und auch einige Tests gemacht und danach bestätigt, dass er bei mir keinerlei medizinische Schwierigkeiten sieht.

Grundsätzlich ist mein Mann momentan aber mit allem sehr schnell unzufrieden. Nicht nur mit dem nicht erfüllten KiWu sondern auch wirklich mit dingen, die zum Alltag gehören. An unserem Haus hat er was auszusetzen, am Auto, am Job bis zu den totalen Kleinigkeiten. Er schafft sich was an (Handy und anderes Männerspielzeug) und schon kurz danach plant er das wieder loszuwerden um es durch etwas besseres zu ersetzen. Das zieht sich momentan duch alle Bereiche. Aber konstruktiv reden ist eben Fehlanzeige.

Beitrag von amalka. 04.11.10 - 21:36 Uhr

Ja siehst du, manche haben es vermutet und ich muss dir sagen, da wäre ich knallhart..jemand, der sich über dich lustig macht, der aber nicht Arsch in der Hose hat, sich untersuchen zu lassen...eine Art Machogehabe.,..und ad eins würde ich sagen, wie sehr es dich verletzt und ad zwei das du sowas nie wieder hören willst..

Jetzt nur ganz persönlich zwischen uns beiden...ich erlebe zwar wahrscheinlich die allerschönste Phase meines Lebens was meinen Mann betrifft aber wir hatten so eine ähnliche Phase, er war auf der arbeit angespannt und ich war an allem schuld, so eine allgemeine unzufridenheit... es verletzt so sehr...gott sei dan hat zu diesem Zeitpunkt das Thema kinderkriegen keine rolle gespielt..

Du arbeitest jetzt an einer Baustelle, die er mit seinem Verhalten kaputt macht aber komplett...und sag mir nicht, du kannst es gut wegstecken, von der dir am nahesten stehenden Person so verletzt zu werden ?!?!?

Du tust mir leid, ich würde dich so gerne im Arm nehmen!

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 21:58 Uhr

Hallo Amalka,

natürlich ist dieses Verhalten total verletzend. Mich frustriert auch mehr der Druck, den er versucht auszuüben als der noch nicht erfüllte Kinderwunsch.

Ich hoffe natürlich immernoch, dass er in absehbarer Zeit zur Besinnung kommt, zumal ich ihn in seinem jetzigen Verhalten, in das er sich seit ca. einem Jahr hineinsteigert, nicht wiedererkenne. So war er früher nicht und wir kennen uns nun beinahe 6 Jahre. Selbst seine Mutter, mit der ich mich sehr gut verstehe, (er ist Einzelkind) sagt, dass er momentan sehr anstrengend ist.

Ich halte seine momentane Grundeinstellung auch schlicht für feige. Bei unserem letzten Streit ging mir sogar kurz der Gedanke durch den Kopf, dass ich früher Mutter werde als er Vater, wenn er so weitermacht. Problematisch ist natürlich auch, dass er niemanden hat, mit dem er mal ernsthaft über seine "Meinung" sprechen könnte, was vielleicht die Gelegenheit bieten würde, dass ihm jemand ausser mir mal sagt, dass er auf dem Holzweg ist und sich alles sehr einfach macht. Auch das war mitunter ein Grund, welhalb ich ihm eine Paartherapie vorgeschlagen habe, bei der wir beide vorerst getrennt voneinander mit dem Therapeuten sprechen würden. Ich behaupte ja nicht, dass ich in jeder Hinsicht richtig liege, wollte damit aber hauptsächlich erreichen, dass er von diesen extremen Einstellungen wegkommt.

In den Arm nehmen, wäre super... #liebdrueck

Beitrag von amalka. 04.11.10 - 22:10 Uhr

ich finde es aber total lustig... wie reagiert er doch an den Aergument, wenn du sagst.... erzählr mir nichts, bei mir wissen wir im Gegensatz zu dir, dass s nicht liegt...willst du ein baby, tu was dafür...weil wenn ihr in eine kiwu-Klinik gehen würdet, dann wird als allererste sein, dass man euch beide dúrchchecken will..

manche haben es schon geschrieben, hat dieser kerl einfach nicht die verdammte Angst sich ein zugestehen, dass es an ihm leigen könnte..?
wenn er nämlich ein Sg abgeben würde, wäre ja die Möglichkeit da...

Puuuh, Mädel...auch das kann dir passieren, dass am Ende eure Beziehung im eimer endet, wenn er so weiter macht.. weil wie du es beschreibst, ist hier nicht ansatzweise etwas, woran man deinerseits arbeiten kölnnte...Ja, eins..

JEDER Mensch hat eine Würde, wie viel lässt du dir gefallen ?

Nciht das du irgendwann so bekloppt sein wirst, dass du es anfängst zu glauben, du bist tatgsäclich schuld..

So und jetzt das wichtigste...DREI, ZWEI, EINS...GROSSES UMARMEN!!!! war es toll ? wir können morgen widerholen!