Hilfe! Wie hält man Warten/Ungewissheit aus?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 15:22 Uhr

Oh jeee.... das ist ja aber auch wirklich alles furchtbar!
Ich habe vor 3 Monaten die Pille abgesetzt und dann noch weiter verhütet bis vor 3 Wochen. Ich fand Kinder immer grauenhaft und sah mich nie als Mutter und hab mich dann doch nach einer Weile aufgrund der Liebe zu meinem Mann dazu durchgerungen, mich für ein Kind zu entscheiden. Immerhin werden wir es nur besser machen können als unsere Familien...
Jetzt hatte ich mir fest vorgenommen, das ruhig anzugehen.
Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal meine Pille abgesetzt, die ich über Jahre genommen hab und hatte damals einen furchtbar unregelmäßigen Zyklus und schlimmer Unterleibsschmerzen während der Mens.
Diesmal ist das anders. Ich hab tatsächlich einen genauen 28 Tage Zyklus und immer in der 2. Woche schlimmen Mittelschmerz. Davon hatte ich bisher nie gehört und dachte, dass das natürlich davon kommt, dass ich die Pille abgesetzt habe. Der Unterleibsschmerz fängt aber so um den 12. Tag an und endet etwa am 17. und ist wirklich nicht schön.
Da ich das recherchiert hab, nachdem das schon 3 Mal hintereinander sehr regelmäßig aufgetaucht ist, hab ich entdeckt, dass das wohl mit dem ES zusammenhängen kann... Und oh jeee... dabei hab ich auch rausgefunden, dass der Zyklus mit dem 1. Tag der Mens anfängt und nicht mit dem letzten... Das widerum bedeutet, dass wir genau an dem "schlimmen" Wochenende viel zu viel Sex hatten...
Da ich damit nicht gerechnet hatte, hat mich das ganz schön umgehauen und seitdem bin ich schon etwas panisch, achte auf jeden kleinen Wink meines Körpers, aber ich ja erst die Pille abgesetzt habe, finde ich das alles sehr trügerisch. Mir ist seit Tagen furchtbar schlecht, aber das liegt wohl eher an der Panik. Mit Blick auf den Mittelschmerz müsste meine nächste Mens am Wochenende kommen... Ich weiss ja im Moment nicht mal, ob ich mich freuen soll, wenn die ausbleibt oder weinen? Wie kann man denn diese Ungewissheit aushalten??? Das ist ja grauenhaft!

Beitrag von wartemama 04.11.10 - 15:32 Uhr

Ich bin irritiert....

Ich werde aus Deinem Beitrag nicht schlau und würde auf den ersten Blick sagen, Du gehörst eher ins Forum "ungeplant schwanger"? #gruebel

LG wartemama

Beitrag von nillili82 04.11.10 - 15:37 Uhr

Stimme ich auch zu !!!

Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 15:38 Uhr

Naja, wir wollen schon schwanger werden, aber als das jetzt so plötzlich so real wurde, war das doch ganz schön krass... Also, es kann ja sein, dass wir schon die Verantwortung für einen fremden Menschen aufegbürgt haben und so real fühlt sich das doch wie ein ganz schön harter Brocken an...
Ist halt was anderes als einfach nur drüber zu reden...

Beitrag von kirkie 04.11.10 - 15:40 Uhr

Sollte man sich darüber nicht eigentlich vorher Gedanken machen? Ich find's ehrlich gesagt verantwortungslos, so gedankenlos mit dem Thema umzugehen - sorry.

Beitrag von wartemama 04.11.10 - 15:45 Uhr

Ich bin auch irgendwie entsetzt.....

1. "Ich fand Kinder immer grauenhaft und habe mich aufgrund der Liebe zu meinem Mann dazu durchgerungen, mich für ein Kind zu entscheiden"
Ist Dir klar, daß Du hier von einem Menschen und nicht von einem Sportwagen sprichst? Meinem Mann zuliebe entscheide ich mich vielleicht
für einen Sportwagen, obwohl ich lieber einen Kombi hätte - aber doch nicht, wenn es um Kinder geht! #contra
2. Du stellst fest, daß Du an den "schlimmen" Wochenenden zu viel Sex hattest? Spricht wiederum eindeutig dafür, daß Du keine Kinder willst!
3. Du weißt nicht, ob Du Dich freuen oder weinen sollst? #kratz

Mal im Ernst.... kann es noch offensichtlicher sein, daß Du für Kinder nichts übrig hast bzw. noch nicht dazu bereit bist?

Beitrag von nillili82 04.11.10 - 15:49 Uhr

#rofl#rofl#rofl Du bist soooo Geil !!!

HAb echt schon viel Beiträge von dir gelesen und muss oft über deine Dirketheit lachen aber nur im Positivensinne ;-)

Beitrag von kirkie 04.11.10 - 15:38 Uhr

Schliesse mich Birgit an - für mich klingt das eher so, als ob Du nicht schwanger sein möchtest, oder ? #kratz

Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 15:42 Uhr

Macht denn ausser mir niemanden der Gedanke panisch, dass sich plötzlich alles ändert wird, dass der Körper monatelang verrückt spielen wird und dass man 24 Stunden die Verantwortung für eine fremde Person trägt und somit nicht einfach nur nach seinen Bedürfnissen mehr leben kann???

Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 15:46 Uhr

Ich habe 17 Monate darüber nachgedacht, abgewogen, mich bei allen Ärzten durchchecken lassen, meine Zähne gecheckt, meine Ernährung verbessert etc. aber es fühlt sich halt doch anders an, wenn es ernst wird...
Ich dachte, es wäre nicht so schockierend; schliesslich kriegen so viele unveranntwortungsvolle Menschen mit Alkoholproblemem etc. Kinder und die haut das auch nicht um...

Beitrag von wartemama 04.11.10 - 15:52 Uhr

Eine Entscheidung für ein Kind trifft man nicht nur mit dem Kopf (Arztbesuche, Ernährungsumstellung...) - auch das Herz spielt eine Rolle!

Der Gedanke, schwanger zu werden, ist für Dich schockierend? Tut mir leid.... aber irgendwas läuft da nicht so, wie es bei einem KiWu laufen sollte.

Beitrag von kirkie 04.11.10 - 15:47 Uhr

Ich mein es wirklich nicht böse, aber mich macht der Gedanke nicht panisch sondern ich stell's mir einfach nur wunderschön vor. #verliebt

(okay, ich geb zu, es wird sicher Momente geben in denen ich das GAR NICHT mehr schön finde ;-))

Aber panisch? Nein, wirklich gar nicht...

Beitrag von schwazblau 04.11.10 - 15:51 Uhr

Ich glaube,dadurch,das Du Dich dazu "durchgerungen" hast,ein Kind zu bekommen,ist es jetzt im Augenblick noch furchtbar unglaublich,wirklich schwanger sein zu können.Das löst natürlich Panik aus,ich kann das nachvollziehen,auch wenn ich so nie gedacht hab ("Kind-wie gräßlich").
Und jetzt hat es vielleicht auch noch gleich geklappt - klar,da wär ich auch erstmal überfordert.Aber Du wirst Dich daran gewöhnen,auch wenns Dir jetzt unvorstellbar vorkommt.
Setz Dich in der nächsten Zeit am Besten mit Deinem Partner zusammen hin und stellt Euch Schwangerschaft und Kind haben bildlich vor,wie es ist,es im Arm zu halten,es zu füttern,ihm beim Schlafen zuzusehn und all solche Dinge.Wenn Dir diese Sachen dann nicht unangenehm sind,hast Du die Panik hinter Dir und kannst lockerer mit Allem umgehen.
Ich denke nicht,daß Du hier falsch bist.Bist bissl geschockt,ist ja alles noch nicht solange her,seit Ihr Euch zu einem Kind entschlossen habt.
Kopf hoch ;-)

kannst auch gern PN schreiben

Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 15:58 Uhr

Danke für das Verständnis.
Das mit dem bildlich Vorstellen versuche ich ja, aber es überwiegt bei mir der Sorgenberg: Wird es gesund? Wie belastet mich eine Schwangerschaft evt. bei meinem 12-Stunden Arbeitstag? Wie belastet mich das viele Reisen dabei? Was kann ich emotional leisten? Bin ja schon froh, dass ich mich langsam meinem Partner öffnen konnte...
Ich hab ausserdem noch nie ein Baby angefasst, was das ganze noch abstrakter macht. Gelegentlich bin ich ganz stolz, dass ich mich immernoch für eine eigene Familie begeistern kann, obwohl "Familie" bei mir eher nur NEgativbilder forciert (viel mehr als wahrscheinlich die Vorstellung eines Kindes) und dann frage ich mich, ob ich denn überhaupt weiss, was man da tut. Ich denke gerade: Wie zur Hölle kann überhaupt irgendein Mensch auf dieser Welt soooo eine folgenschwere Entscheidung treffen???
Wie gesagt: Es mischt sich auf Freude darunter, die in diesem Wust von Ungewissheit und Chaos auftaucht...

Beitrag von annibremen 04.11.10 - 16:04 Uhr

Also 12-Stunden-Arbeitstag und viele Reisen kannst du dann vergessen, den Gedanken würde ich mir jetzt schon mal abschminken - je eher, desto besser. Man kann nicht alles haben ;-)

Trotzdem alles Gute für dich.

LG Anni

Beitrag von katrin-2010 04.11.10 - 15:53 Uhr

Wenn man sich zu 100% sicher ist ein Kind zu wollen,dann stellt man sich drauf ein sein Leben komplett zu verändern und hat damit auch kein Problem.
Wenn du dir aber nicht ganz sicher bist und "panisch" in die Zukunft blickst, warte einfach noch ein bisschen,es läuft dir ja nix weg.

In ein paar Tagen wirst du ja wissen ob du schwanger bist oder nicht und dann fühl einfach in dich rein ob dich das Ergebniss traurig oder erleichtert macht.

Beitrag von lucas2009 04.11.10 - 15:51 Uhr

#kratz#kratz#kratz
Also nur damit du es weißt, wir hier, freuen uns immer über neue gleichgesinnte, aber wir hier wünschen uns alle sehnlichst ein Kind! Nicht nur dem Partner zu liebe...
Vielleicht solltest du deine Einstellung nochmal überdenken...
LG

Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 16:02 Uhr

Kann man denn nicht einfach ein Kind bekommen, das dann am eigenen Leben teilnimmt? Kinder gibt es doch so viele... Muss denn deswegen gleich alles besser werden? Was denn, wenn es schlechter wird?
Ist es nicht vielleicht besser, wenn man weniger begeistert ist im Vorhinein und dann die Freude zulässt, wenn es den Grund dazu gibt?

Beitrag von nillili82 04.11.10 - 16:03 Uhr

so und nun bin ich ganz Verwirrt #kratz

Beitrag von lucas2009 04.11.10 - 16:06 Uhr

Bist du dir sicher das du ein Kind möchtest???#kratz#kratz#kratz
Mit einem Kind ändert sich dein ganzes Leben. Klar wird es in vielen Sachen wunderschön und an einige Dinge muss man sich schon gewöhnen...
Aber wenn man selbst nicht wirklich ein Kind will, wird man mit der kompletten Veränderung im Leben wohl eher schlecht zurecht kommen.

Beitrag von wartemama 04.11.10 - 16:14 Uhr

Ich bin sprachlos....

In Deinem Eröffnungsthread schreibst Du folgendes.

"Immerhin werden wir es nur besser machen können als unsere Familien..."

Weißt Du.... es reicht nicht, es nur besser zu machen. Ich weiß nicht, was in Deiner Familie passiert ist. Aber meinst Du, Dein Kind wird mit Deiner Einstellung ein gutes Leben führen können?

"Ist es nicht vielleicht besser, wenn man weniger begeistert ist im Vorhinein und dann die Freude zulässt, wenn es den Grund dazu gibt?"
Jaaaa.... und wenn die Freude nicht aufkommt? Was machst Du dann? Ein Kind kann man nämlich nicht einfach zurückgeben, ist Dir das bewußt?

Ich frage mich allen Ernstes, ob Du ein Fake bist.... wenn ich mich irre, entschuldige bitte.

Beitrag von nillili82 04.11.10 - 16:15 Uhr

#pro#pro#pro

Beitrag von murraymaus 04.11.10 - 16:20 Uhr

Leider kein Fake...
Ich wäre da ja sicher auch gern positiver. Mein Gefühlsreichtum ist nur leider generell sehr schnell erschöpft, so dass ich oft länger brauche, um in mir irgendwas zu hören, wenn ich reinhorche.
Meine Familie ist scheisse und ich habe auch sonst wenig positive Erfahrung mit Kindern und glücklichen Familien machne können, weshalb mir das alles einfach so sehr abstrakt vorkommt. Deswegen wahrscheinlich kriege ich auch gerade die Panik und fühle nix anderes mehr...?! Wer weiss: Ich versuche ja gerade damit klarzukommen und nutze ja schon wolche Foren um mal einen Eindruck zu bekommen, wie sich andere in so einer Situation so fühlen. Woher soll ich auch sonst solche Eindrücke bekommen???
Vor ein paar Wochen fand ich die Vorstellung eines eigenen Kindes auch noch sehr schön und intim, aber jetzt finde ich gerade gar nichts ausser Panik. Interessant aber, wie sich andere da fühlen.

Beitrag von wartemama 04.11.10 - 16:28 Uhr

Wie gesagt: Ich weiß ja nicht, was Du alles durchgemacht hast und was Du für ein Leben führst.

Aber horche mal ganz tief in Dich hinein.... meinst Du wirklich, Du solltest unter diesen Umständen ein Kind in die Welt setzen? Solltest Du nicht erst einmal mit Dir selbst klarkommen?

Für mich hört es sich so an, als wenn Du genug eigenen Probleme an den Hacken hast. Und zwar so starke Probleme, daß Du die nicht alleine wirst bewältigen können.

Das mußt Du doch selbst erkennen können und einsehen, daß ein Kind derzeit nicht in Deine Lebenssituation paßt.

Beitrag von annibremen 04.11.10 - 16:25 Uhr

Hmmmm ... ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber hast du mal über eine Therapie nachgedacht?

Ich glaube, wenn man von sich selbst sagt, dass man gefühlsmäßig schnell am Limit ist und keine positive Grundeinstellung zum Thema Familie hat, sollte man erst seine Seele in Ordnung bringen und dann erst ein Baby bekommen.

Ist echt nicht böse gemeint, aber die Gefahr der drohenden Überforderung lässt sich nicht wegdiskutieren, finde ich.

Trotzdem - noch mal - alles Gute für dich!

LG Anni

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