Paukenergüsse die 225.! Wer kann helfen?

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sterni84 04.11.10 - 17:24 Uhr

Hallo ihr Lieben,

einige werden mich sicher noch kennen. Leonie ist inzwischen 3,5 Jahre alt. Damals bei 31+0 SSW mit 1220 g und 38 cm geholt worden.

Sie ist häufig krank, immer Atemwegsgeschichten. Seit 1,5 Jahren ungefähr kämpfen wir immer wieder mit Paukenergüssen - meist beidseits, sind bisher aber IMMER wieder von alleine verschwunden.

Mitte September hatte Leonie eine Bronchitis, bekam AB - hatte zudem natürlich beidseits Paukenergüsse. Diese waren nach gut 3 Wochen verschwunden. 10 Tage später bekam sie auf dem rechten Ohr wieder einen Paukenerguß.

Gerade waren wir nochmal zur Kontrolle beim HNO - dicker fetter Paukenerguß auf dem rechten Ohr. HNO geht davon aus, dass wir nicht um eine OP herum kommen. ICH will nicht! Leonie hat im November 09 die Polypen rausbekommen.

Ich brauche ein Wundermittel - wer kennt eins? ;-) Was hilft bei euren Mäusen in dem Fall? Wir haben schon Nasentropfen im Großformat zuhause, vom HNO grad nochmal 250!!ml Schleimlöser bekommen, Otovowen Tropfen kennen wir auch.

Leonie ist seit Wochen dauer verschleimt, die Nase ist völlig zu und den Husten kriegen wir auch nicht weg.

So, danke fürs Auskotzen - musste mal etwas Dampf ablassen.

LG Lena

Beitrag von tragemama 04.11.10 - 18:44 Uhr

Diese OP ist so easy - lass sie machen!

Beitrag von julianstantchen 04.11.10 - 19:27 Uhr

Dem stimme ich zu.

Ist ja für das Kind auch nicht fein.

Beitrag von fruehchenomi 05.11.10 - 16:51 Uhr

Frage: Wie lange muss man nach der Op das Kind zuhause lassen ? Nur wegen der "Abstimmung" in unserer Familie, wer wie lange die Maus übernehmen kann, falls Leonie operiert werden müsste. Mama hat einen neuen Job und kann nicht gleich tagelang zuhause bleiben, aber Leonie akzeptiert auch die Oma :-)
Danke
LG Moni

Beitrag von kathleenrehfeldt 09.11.10 - 14:50 Uhr

Hallo,

beim letzten Mal haben wir es ambulant machen lassen. Mein Sohn war am OP-Tag zu Hause. Nächsten Tag durfte er in die Kita, musste aber mittags abgeholt werden, da die Nachuntersuchung für Mittags angesetzt war.

Die vorigen OP's im Krankenhaus waren im Durchschnitt 1,5 Wochen, dort waren dann aber auch andere Sachen mit bei.

Liebe Grüße
Kathleen

Beitrag von minkabilly 04.11.10 - 18:56 Uhr

bei meinem Sohn war es anfangs extrem schlimm mit den Paukenergüßen; aber seitdem er die Röhrchen hat ist alles gut ...
vor allem ist es schlecht, wenn die Kinder in dieser Zeit immer schlecht hören, da sich ja nun die "Sprache" entwickelt

Beitrag von sterni84 04.11.10 - 20:39 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort.

Aber Leonie hört nicht schlecht. Man kann sogar mit ihr flüstern und sie versteht es.

Um die Sprache mache ich mir keine Sorgen. Leonie sabbelt uns seit ihrem 2. Geburtstag einen Knopf an die Backe. ;-)

Mal abwarten, was in den nächsten 2 Wochen so passiert - dann haben wir einen Kontrolltermin.

LG Lena

Beitrag von minkabilly 05.11.10 - 06:51 Uhr

falls es nicht besser wird mit dem Paukenergüßen denk nochmal über die OP nach...es ist wirklich nicht schlimm und bei meinem Sohn vollbrachte es "Wunder" ;-)

Beitrag von tragemama 05.11.10 - 10:11 Uhr

Kathrin hat auch nicht offensichtlich schlecht gehört, sie spricht absolut altersgemäß. In der Uniklinik kam dann heraus, dass sie eine Hörminderung von 30 Dezibel hat - das ist eine Menge und uns ist unklar, wie sie das kompensieren konnte. Sie hat einfach bestimmte Frequenzen nicht gehört und das merkst Du im Alltag nicht.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir die OP haben machen lassen.

Andrea

Beitrag von sterni84 05.11.10 - 10:21 Uhr

Einen Hörtest hat Leonie gestern leider völlig verweigert. Sie hat in ihrem Leben aber schon diverse Hörtests gemacht.

Noch steht die OP ja nicht fest - mal sehen, was in den nächsten 2 Wochen noch passiert.

LG Lena

Beitrag von evendi 05.11.10 - 11:08 Uhr

Hallo!

Wir haben uns auch lange mit den Paukenergüssen rumgeplagt. Und es hat nichts geholfen.

Die Flüssigkeit hinter dem Trommelfell war auch schon zäh wie Karamell hat der Operateur gesagt. Das wäre also nie von alleine wieder weg gegangen.

Nach der OP hatten wir auch ein neues Kind! Der war wie ausgewechselt. Und auch nicht mehr ständig krank!

Zögert also nicht zulange, wenn es nicht besser wird.

Gruß
Evendi

Beitrag von fruehchenomi 05.11.10 - 16:49 Uhr

Unsere Leonie hat ja auch laufend mit MOE zu kämpfen, erst kürzlich wieder, Gottseidank nur eine leichte - aaaber, wenn das so weitergeht, wird sie auch operiert, sie hat nur eine betroffene Seite, aber die auch ständig. Ihre Eltern wollten nur den Badeurlaub abwarten, sonst hätte sie nicht ins Wasser dürfen. Wir beobachten nun mal und dann wird es gemacht, wenns wieder so anfängt wie letzten Winter.
Hilft ja nix - obwohl sie auch sehr gut hört. Den "richtigen" Hörtest hat sie aber auch verweigert, sie hat Angst in der dunklen Kabine und macht nicht mit.
LG Moni

Beitrag von mausmadam 06.11.10 - 03:22 Uhr

Wenn sie die Ergüsse hat, hört sie ja auch nicht gut. So war das bei unserem Sohn. Er hatte ganz schlechte Werte bei den Hörtests, er war richtig Schwerhörig, was für die Sprachentwicklung nicht gut ist.
Er bekam dauerhafte Paukenröhrchen - und hört seitdem wie ein ganz normaler kleiner Junge :-)

Beitrag von sterni84 06.11.10 - 07:36 Uhr

Guten Morgen!

Danke euch allen für eure Antworten.

Aber Leonie hört ja nur so lange schlechter wie sie auch einen Paukenerguss hat und da diese nach ein paar Tagen/Wochen immer wieder verschwunden sind, konnte sie danach ja auch wieder gut hören.

Die Alternative OP wird natürlich nicht völlig außer Acht gelassen. Aber wir haben ja erstmal noch Schonfrist und diese nutzen wir jetzt mit einer Heilpraktikerin. Danach können wir uns immer noch für die Operation entscheiden.

LG Lena

Beitrag von paula74 09.11.10 - 14:59 Uhr

Hallo Lena
Hier in der Schweiz wird Ibuprofen (Nurofen) gegeben, wenn die Erkältung akut ist und der Paukenerguss sich gerade mehr oder weniger frisch bildet: das wirkt auch abschwellend, so dass die Flüssigkeit eher abfliessen kann.
Bei unserer Tochter hat es einige Male schon sehr sehr gut geholfen. Mein Mann schaut dann immer mit dem Othoskop nach und wir sehen meist einen direkten Effekt.
Sprich mal mit dem Kinderarzt darüber!
Alles Gute, Paula

PS Unser Kia hat erst immer nur 2 Tage Ibuprofen empfohlen, dann aber eine hohe Dosis. Das hat nicht viel gebracht, weil der dicke Schnodder nach 2 Tagen meist noch nicht weg war und sich der Erguss dann halt gebildet hat. Jetzt geben wir es bei ersten Anzeichen über mehrere Tage aber nur abends, so hat es sich bewährt.