KiGa - brauche mal Meinungen

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von tragemama 04.11.10 - 18:26 Uhr

Hallo Ihr,

ich ärgere mich gerade ziemlich, bin aber nicht sicher, ob das an mir liegt oder eben nicht.

Folgender Sachverhalt: Kathrin (3) geht seit Dienstag in den Kingergarten, 4-5 Stunden nachmittags. Dienstag + Mittwoch liefen super, wir kamen in die Gruppe, Kathrin ging spielen, ich holte sie ab, Ende. Laut den Erzieherinnen superunkompliziert, als wäre sie schon seit Monaten im KiGa, alles ganz toll. Heute komme ich zum Abholen, da ruft die Erzieherin mir schon von Weitem zu: "Heute gabs Tränen, Mama". Sie fragte, ob Kathrin müde war, ich bejahte, weil sie heute schon um 6 Uhr aufgestanden ist. Kathrin stürzte heulend auf mich zu, war bis daheim nicht in der Lage, zu reden - ich bekam von der Erzieherin beim Gehen nur mit, dass Kathrin heute immer wieder geweint hätte und gefragt hätte, wo Mama sei und warum sie nicht käme *kloßimhalsrunterschluck*.

Das Allerblödeste kommt noch: Kathrin kam mir schon im KiGa heiß vor, daheim stellte sich raus: 39,3 Fieber. Na super.

Ich hätte erwartet, dass am dritten KiGa-Tag bei anhaltendem Weinen und Nach-Mama-Fragen die Mama angerufen wird.

Wie wird das bei Euch gehandhabt und was haltet Ihr für richtig?

Vielen Dank für Eure Antworten vorab,
Andrea

Beitrag von sterni84 04.11.10 - 18:46 Uhr

Hallo!

Also bei uns wäre ganz sicher angerufen worden. Dadurch wird die Eingewöhnung doch extrem gestört. Kathrin wird nach diesem Nachmittag wahrscheinlich eher mit einem schlechten Gefühl in den Kiga gehen.

Ich hätte an deiner Stelle auch erwartet, dass in so einem Fall die Mama angerufen wird.

Hast Du nichts gesagt?

Gute Besserung!

LG Lena

Beitrag von tragemama 04.11.10 - 18:49 Uhr

Ne, ich hab mein schluchzendes Kind + Baby im Tuch ins Auto geschleppt, ich rede morgen mal mit der Dame.

Beitrag von zahnweh 04.11.10 - 19:07 Uhr

Hallo,

meine ging von Anfang an sehr gern in den Kindergarten. Geweint hat sie trotzdem immer wieder und wollte heim.

Angerufen worden bin ich nicht. Sie hat sich immer wieder beruhigt, immer wieder neu gebrüllt. Die Erzieherinnen haben einen Weg zu ihr gefunden, nach ein paar Tagen.

Allerdings hätten sie angerufen, wenn sie den Eindruck gehabt hätten, dass sie krank ist (sich heiß anfühlt oder ein Verdacht auf Fieber bestanden hätte).

Beitrag von sonne_1975 04.11.10 - 19:08 Uhr

Ich habe vorher auf alle Fälle abgesprochen, dass nach 10 Minuten unaufhörlichem Weinen angerufen wird. Hätten sie aber so oder so bemacht, bzw. haben sie ein paar Mal.

Gut, unsere Eingewöhnung lief anders ab, ich durfte sehr sehr lange nicht weg.

Aber sie müssten doch wissen, dass wenn die Kinder am Anfang unkompliziert sind, es sich nach ein paar Tagen ändert.

Ich würde aber mein Kind nie einfach für 4-5 Stunden abgeben, ohne richtige Eingewöhnung.

LG Alla

Beitrag von tragemama 04.11.10 - 19:12 Uhr

Danke für die Blumen. Kathrin ging vorher schon ein Jahr lang allein in eine betreute Spielgruppe - absolut problemlos und ohne ein einziges Mal zu weinen. Sie hat am ersten Tag direkt angefangen, zu spielen und ich wohne fünf Minuten vom KiGa entfernt. Warum hätte ich mich daneben setzen sollen?

Andrea

Beitrag von sonne_1975 04.11.10 - 19:31 Uhr

Nein, nicht unbedingt. Aber man muss nicht gleich mit 4-5 Stunden anfangen. Es ist eben zuviel für die Kleinen, wie man sieht.

Bei uns fängt man mit 3 Tagen daneben sitzen (gut, das kann wegfallen, wenn sie dich ignoriert), dann 30 Minuten, dann 1 Stunde paar Tage, dann 2 Stunden usw.

Sie hätten aber auf jeden Fall anrufen sollen. Ich würde es nächstes Mal unbedingt sagen.

Beitrag von silsil 04.11.10 - 20:14 Uhr

Ich denke das kann man nicht so pauschalieren und kommt auf das Kind an.

Meine Tochter ging am ersten Tag auch gleich von 8-12.30 und kam mir beim Abholen freudestrahlend entgegen. Die hätte mir was gehustet, wenn ich früher gekommen wäre.

Im Fall der TE denke ich, dass es eindeutig am hohem Fieber lag, da werden doch fast alle Kinder weinerlich und wollen nur noch bei Mama sein.

Bei uns würde bei ständigen weinen auch angerufen werden, vorallem wenn es erst der 3te Tag ist.

lg
Silvia.

Beitrag von nightwitch 04.11.10 - 19:31 Uhr

Hallo,

Leandra (3) geht seit Ende August für ca 8 Stunden täglich in den Kindergarten. Die Eingewöhnungsphase war ca 2 Wochen nur vormittags für ca 3 Stunden. Sie lief unkompliziert. Da Leandra beim Abholen Mittags nur Theater gemacht hat und bei den anderen Kindern bleiben wollte, habe ich auf 45 Std aufgestockt und es geht ihr dabei super.

Ich bin bislang 2x angerufen worden, aber beides Male nicht wegen Weinen.
Klar, es gab auch schon mal die ein oder andere Träne, auch morgens beim bringen. Aber ich habe mit den Erzieherinnen ausgemacht, wenn sie Leandra überhaupt nicht beruhigt bekommen und/oder sie die ganze Zeit nur weint, dass sie mich anrufen.
Es gab auch mal einen Tag, an dem sie nachmittags Fieber bekam und dann auch ein paar Tage zu Hause blieb, da hat sie wohl auch immer mal wieder etwas geweint und wollte getröstet werden. Aber da es nachmittags war und die Erzieherinnen dort besser auf sie eingehen konnten (sie saß die zwischendurch auf dem Schoß der einen Erzieherin), haben sie mich nicht angerufen.

Ich fand das okay so. Sie war wohl etwas angeschlagen, aber eben nicht ständig am heulen und hat zwischendurch auch immer mal wieder gespielt. Sie haben mich erst angerufen, als ihre Temperatur stieg.

Für mich ist es halt ein Unterschied, ob das Kind immer mal wieder oder eher durchgängig weint und ob es wie bei dir in der Eingewöhnungsphase, in der die Kinder ja schon die Sicherheit brauchen, dass Mama auch wieder kommt, ist oder eben später, wenn sich das Kind schon gut eingelebt hat ist.

Ich würde es an deiner Stelle nochmal ansprechen und ehrlich sagen, dass du dann bitte lieber in der Zukunft angerufen werden möchtest, wenn das nochmal vorkommt. Vielleicht kannst du dich dann auch noch ein paar Minuten dazu setzen. Bei uns hat das auch ein paar Mal morgens was gebracht, als Leandra eigentlich erst nicht im Kindergarten bleiben wollte.

Gruß
Sandra

Beitrag von loonis 04.11.10 - 19:46 Uhr




Es fehlt einfach d. Eingewöhnung ....
Hier dauert sie 4 Wo.
Man kann nicht erwarten,dass alles reibungslos läuft ...
es ist alles neu ...auch ,wenn es d. ersten 2 Tage völlig
problemlos war.

Ich hätte mir in diesem Fall gewünscht,dass d.Erzieherin
bemerkt hätte ,dass das Kind Fieber hat u. mich
angerufen hätte ,dass es heute nicht so gut läuft u.
Kind sich warm anfühlt.

LG Kerstin

Beitrag von tragemama 04.11.10 - 19:50 Uhr

Ich denke, ich rede morgen mit der Erzieherin, dass wir die Zeit erstmal auf zwei bis drei Stunden verkürzen.

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen!

Andrea

Beitrag von silsil 04.11.10 - 20:18 Uhr

Ich denke in eurem Fall lag es einfach am Infekt.

Mir ist übrigens auch gesagt worden, dass die Weinerei bei fast jedem Kind kommt. Bei den einen gleich am Anfang, bei den anderen erst später.

Bei meiner war es nach 2 Wochen schlagartig für 1 Woche. Da dachte ich auch, ich hole sie früher und was war, Mamaaaaaaaaaaaaaa ich will aber noch nicht heim!!!! #heul

Probiert es aus. Aber ich würde auf alle Fälle mit den Erzieherinnen sprechen, dass in Zukunft angerufen wird, wenn sie so viel weint. :-)

lg
Silvia

Beitrag von cherry19.. 04.11.10 - 19:58 Uhr

Hallo Andrea #winke,

Naja, deiner Maus gings wohl im Kindergarten schon nicht gut. Der Infekt hat sich sicher bemerkbar gemacht.

Dass es die Tage vorher lief, zeigt, dass sie bereit ist für den Kindergarten. Mir wurde von unseren Erzieherinnen gesagt, es gibt so gut wie KEIN Kind, was nicht weint. Es gibt die, die weinen gleich am Anfang. Es gibt auch die, da läufts am Anfang super und das Weinen kommt trotzdem irgendwann.

Habt ihr denn gar keine Eingewöhnung gemacht? Ich kenn es so, dass ca. 1-2 Wochen die Mama eben mit da bleibt und sich langsam löst. Das wäre halt besser, denk ich.

Ich an deiner Stelle würde sie erstmal gesund werden lassen und dann die Erzieherinnen fragen, was sie von so einer Eingewöhnung halten?

Bei uns ist es so: Wenn ein Kind morgens weint, wird es trotzdem abgenommen und abgelenkt. Wenn sich das Weinen über eine halbe Stunde fortsetzt udn das Kind ist nicht zu beruhigen, wird die Mama angerufen.

Jetzt lass sie erstmal gesund werden und dann startet nochmal. Vielleicht war es wirklich nur der Infekt. Mein Sohn ist meist schon zwei Tage bevor der Infekt richtig bemerkbar ist, weinerlich, wehleidig und einfach komisch.

Gute Besserung

Beitrag von gingerbun 04.11.10 - 22:03 Uhr

Hallo Andrea,
vielleicht hat sie das Fieber erst später bekommen. Das geht doch oft so schnell bei den Kleinen? Ich denke schon dass sie Dich sonst angerufen hätten. Klingt echt so als ob Kathrin schon eher weinerlich war aber eben erst später das Fieber hinzukam.
Als ich meine Tochter gestern abholte war alles bestens. Innerhalb ner halben Stunde bekam sie Fieber und übergab sich. Keine Spur davon beim Abholen..
Gruß!
Britta

Beitrag von quintruy 04.11.10 - 22:35 Uhr

Liebe Andrea!

In unserem Kindergarten wird bei Verdacht auf Fieber, Fieber gemessen und auf jeden Fall zu Hause angerufen!!

Dadurch dass deine Tochter in diesem KiGa jetzt ganz neu ist, denke ich mir, wurde das weinerliche Verhalten, als Eingewöhnung fehlinterpretiert. Ich würde da über die Pädagoginnen nicht vorschnell urteilen. Das gegenseitige Kennenlernen ist noch in der totalen Anfangsphase. Ich würde es aber, ohne Vorwürfe, ansprechen!

Als meine beiden großen Kinder (jetzt 5einhalb und 3einhalb) im KiGa begonnen haben, muss ich mir jetzt eingestehen, habe ich die Situation zu leicht eingeschätzt. Mein Sohn ging davor 3 Jahre lang (!) bis 15Uhr30 in eine Kindergruppe (kam dann mit 4einhalb in den KiGa), meine Tochter war 1einhalb Jahre in der Kindergruppe und kam mit 2dreiviertel in den KiGa.

Im KiGa "dazu gesetzt" hab ich mich auch nicht, dennoch habe ich sehr schnell gemerkt, dass KiGa etwas komplett Neues für die Kinder ist, und das diese schneller als gedacht mit der Situation stark überfordert sind. (Obwohl die "Tanten" ausgesprochen lieb, herzlich und sehr kompetent waren!!)
Ab dem vierten Tag habe ich die Abholzeit auf 2 Stunden sehr verkürzt und dann Schritt für Schritt verlängert.

Wenn Eingewöhnung und Krankheit zusammen kommen ist das natürlich für alle Beteiligten eine besondere und vielleicht schwierige Situation.
Du bist die Mama, du weißt wie es deinem Kind geht ! und die Rahmenbedingungen im Kindergarten sollten sich im Zuge von Gesprächen bald und gut regeln lassen.

LG!
Und alles Gute für deine Maus!

(Meine jetzt 11 Monate alte kleinste Tochter war jetzt 6 Mal bei einer Tagesmutti und das ist auch wieder eine ganz neue Situation, weil sie wieder ganz anders reagiert als meine beiden ersten Kinder. - neue Abenteuer beginnen immer wieder!! ;-))

Beitrag von wemauchimmer 05.11.10 - 08:59 Uhr

Also, ich weiß ja nicht in was für eine Einrichtung Du Deine Kinder steckst.

In unseren Kindergärten gibt es eine sogenannte "Eingewöhnung".
Da ist kein Kind am 3. Tag 4-5 Stunden ohne ein Elternteil im Kindergarten. Die Eltern haben sich entsprechend Zeit zu nehmen.

Zudem verfügen unsere Erzieherinnen über sogenannte "Thermometer" und machen davon fleißig Gebrauch, wenn Kinder komisch sind und sich heiß anfühlen. Bei Fieber wird umgehend die Abholung veranlaßt.
LG