schwanger werden und der Arbeitgeber

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von paulinchen1978 04.11.10 - 19:14 Uhr

Hallo Zusammen,

ich bin bei der Arbeit immer sehr eingespannt und bin immer wirklich viel unterwegs. Wir werden wohl nicht ohne Hilfe schwanger werden. Aber wie macht ihr das, dass der Arbeitgeber davon nichts mitbekommt?
Falls es nicht klappt, möchte ich nicht bei der nächsten Beförderung übergangen werden, aber es wird für mich auch schwierig die Termin unter einen Hut mit meinem Job zu bekommen.

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Habt Ihr Euchem AG etwas von Eurem Vorhaben erzählt?

Ich freue mich auf Eure Antworten

lg paulinchen

Beitrag von osterglocke 04.11.10 - 19:18 Uhr

Hallo Paulinchen #winke,
ich war auch in dem Dilemma #augen. Ich hab mich dann entschieden nichts zu sagen und hab zur IVF 3 Wochen Urlaub genommen und war ein Tag mal krank...

Viele machen auch gute Erfahrungen wenn sie es sagen. Ich glaub bei mir wären sie auch verständnisvoll gewesen, aber ich wollte irgendwie nicht das meine Chefs es wissen...

LG
Osterglocke

Beitrag von paulinchen1978 04.11.10 - 19:26 Uhr

Hallo Osterglocke,

Danke für Deinen Erfahrungsbericht. Ich glaube auch, dass meine Chefs verständisvoll wären, aber ich will auch nicht die Pferde scheu machen.

LG
Paulinchen

Beitrag von osterglocke 04.11.10 - 19:31 Uhr

Genauso ging es mir auch. Allerdings hätte ich bei mehreren Versuchen auch nicht immer meinen Urlaub opfern wollen #kratz.

Und ich hatte manchmal schon Stress irgendwelche Arzttermine dazwischen zu verheimlichen ;-).

LG

Beitrag von sara1972 04.11.10 - 19:26 Uhr

Hallo Paulinchen,
also ich hab meinen Chef über unsere Pläne informiert. ich fand es einfach entspannter, nicht zusätzlich immer irgendwelche Ausreden zu erfinden...hätte mich sicher erst recht gestresst. Ich hab auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und da fand ich es einfach angemessen, die Wahrheit zu sagen.
Ganz liebe Grüße Sandra

Beitrag von marilama 04.11.10 - 19:29 Uhr

Hallöchen,

ich habe und werde auf gar keinen Fall auf der Arbeit irgendetwas sagen.
Ich bin im Außendienst, da merkt es eh keiner, ob ich jetzt rumfahr oder nen Arzttermin hab.
Sollte es bei mir zur IVF kommen, werde ich sagen, dass ich mir ne Zyste entfernen lasse und fertig.

LG

Beitrag von paulinchen1978 04.11.10 - 19:31 Uhr

Danke, dass mit der Zyste ist ne gute Idee!

Beitrag von marilama 04.11.10 - 19:35 Uhr

Bin nicht von selbst draufgekommen, hab ich hier mal irgendwo gelesen :-)

Beitrag von flameanett 04.11.10 - 19:43 Uhr

würde auf keinen fall was sagen ausser das verhältnis ist sehr familär, ich hab gesagt ich muss zu darmspiegelung und bin früher gegangen und dann habe ich die meisten termine auf 18.00 uhr gelegt und samstags also geht schon#winke

Beitrag von sabstar 04.11.10 - 19:49 Uhr



Huhu,

also dem Chef sagen was man gerade durchmacht halte ich für sehr sehr sehr risokoreich! Man befindet sich damit auf sehr dünnem Eis!
Klar können sie erstmal nach vorne hin verständnisvoll reagieren und Hilfe anbieten, aber in Wirklichkeit denken die meisten Chefs unternehmerisch um ihren eigenen Job zu sichern. Da wird es immer Mittel und Wege geben den jeweiligen Mitarbeiter vorher loszuwerden.
Ich bin generell bei sowas super vorsichtig und möchte nich alle Chefs über einen Kamm scheren, aber gerade in der heutigen Zeit sollte man sich das vorher gut überlegen.

Nebenbei, ich habe zum Glück Gleitzeit und muss spätestens um 12 Uhr wieder im Büro sein. Passte also mit den Terminen. Vergangene Woche war ich Freitag und Montag krank (PU und TF). Da passte das Wochenende wie geschmiert und auch der Grund (Entfernung einer Zyste) war wohl ok. Zumindest kamen keine Nachfragen mehr.

Interessant ist ja auch, dass man dem Arbeitgeber garnicht sagen muss, was man hat! Das ist eine freiwillige Info des Mitarbeiters. Aber um im Vorfeld Fragen aus dem Weg zu gehen, sagt man ja irgendwie automatisch was los ist :-)

Liebe Grüße
Sabrina #katze

Beitrag von projektname-remruew 05.11.10 - 14:50 Uhr

Tja, meine Liebe, da muss ich Dir widersprechen.
Das Klügste, was man als AN machen kann, um sicher zu gehen, dass man im Falle einer Kündigung erfolgreich klagen kann, ist, dem AG zu sagen, dass man sich ein Kind wünscht und das mit Hilfe eines KiWu-Zentrums.
Damit bist Du auf der gaaaanz sicheren Seite.

Beitrag von sabstar 05.11.10 - 16:14 Uhr

Tja, dann belehr mich mal eines Besseren: greift da etwa schon der Mutterschutz? Und wenn ja in welchem Paragraphen steht das?

Danke!!

Beitrag von lunaaqua 04.11.10 - 20:25 Uhr

Hallo Paulinchen,

jetzt zu Deiner Frage...

Ich arbeite in einem großen Unternehmen in einer Abteilung mit rund 20 MA. Eigentlich ist mein Chef recht kinderfreundlich, allerdings wurden innerhalb eines Jahres bei uns 5 von 20 schwanger. Nun ist mein Chef immernoch kinderfreundlich, da er selbst in den letzen 3 Jahren 10 Frauen (alle Anfang 30 und bisher kinderlos) eingestellt hat und sich des "Risikos" bewusst war.

Trotz allem würde ich das Thema auch nicht offen ansprechen, da man nie weiss,ob sich seine Einstellung nicht plötzlich ändert.

Ich gehe auch öfter zum FA und hier die besten "Ersatztermine";-) :

1. Zahnarzt (geht häufig und ist nicht wirklich unwahrscheinlich, kann auch viele Behandlungen nachsichziehen)
2. Falls Du jede Woche zum Arzt musst, wäre eine Allergiebehandlung als Ausrede super
3. Blutspenden (dauert ca. 1 Stunde, geht allerdings nur 1x im Monat)

Bei den 3 Outlook Einträgen stellt keiner dumme Fragen und es kommt auch niemand auf die Idee, dass es Symptome für eine mögliche Erkrankung sind, mit der bald zu rechnen ist.

Grüße,

lunaaqua

Beitrag von kaniola 04.11.10 - 20:36 Uhr

Hallo!
Mein Chef weiß auch nichts über unsere Behandlungen. Hab mir zur Punktion immer Urlaub genommen und bei anderen Terminen, an denen ich nicht frei hatte, gesagt, daß meine Hormonwerte überprüft werden müssen an bestimmten Tagen im Zyklus. Beim letzten Kryotransfer hatte ich "Unterleibsbeschwerden", wo kein männlicher Chef nachfragt. Ich wollte nie mit Fragen belästigt werden zur Befruchtung und ob es geklappt hat...

Beitrag von laohu 04.11.10 - 20:41 Uhr

Hallo,

mir geht es genau wie Dir. Ich bin extrem viel mit dem Flieger unterwegs. Daher muss ich unsere IVF Versuche immer so legen, dass ja kein Intercontinentalflug ansteht. Ich traue mich nicht meinem Arbeitgeber etwas zu sagen. Das Thema Förderung ist der Hauptgrund!!!!! Ich vertraue meinen Vorgesetzten einfach nicht. Oft genug durfte ich schon Sprüche hören, dass Kind und mein Job nicht funktionieren würde. Teils fühle ich mich mies aber was ist wenn es nicht klappt? Ich kinderlos bleibe und meine Kollegen befördert wurden.

Liebe Grüße,
Laohu

Beitrag von jannika79 04.11.10 - 21:06 Uhr

Huhu Paulinchen,

kann deine zweifel verstehen, habe auch lange mit mir gerungen. Da ich aber ein freundschaftliches Verhältnis zu meinem Chef habe, der selber Vater einer Tochter ist und gerne noch ein Kind hätte, habe ich vor 3 Monaten den Entschluss gefasst, es ihm zu sagen. Zuvor war ich einige Tage kaum ansprechbar, weil mich die Diagnose meines Freundes und mir einfach so mitgenommen hat, dass er irgendwann gefragt hat, was denn los sei. Und ich habe ihm erzählt, dass mein Freund und ich beim Arzt waren und das das Ergebnis niederschmetternd war.
Ich bin ebenfalls viel unterwegs und dachte natürlich auch daran, was wäre, wenn ich 3x die Woche zum Doc muss, oder wenn ich nach der ICSI krank geschrieben bin und so.
Mein Chef sagte, wenn ich zum Arzt muss oder krank geschrieben bin, aus welchem Grund auch immer, dann ist es so und es geht niemanden entwas an!!!
Ich denke aber, dass ich einfach nur ein bisschen Glück mit meinem Vorgesetzen habe. Du musst es abwägen!!!
Ansonsten haben die anderen Mädels auch schon tolle Tipps gegeben...
Du könntest ja auch z.B. eine Zyste haben, die nach mehreren Untersuchungen dann doch operativ entfernt werden muss!

Drücke dir jedenfalls die Daumen #klee!
Du machst das schon!!!

Viele Grüße,
J

Beitrag von baby23 04.11.10 - 21:29 Uhr

Hallo,

also ich habe auf der Arbeit auch nix erzählt, einzige Ausnahme ist ein sehr lieber Kollege, mit dem ich auch relativ gut befreundet bin mittlerweile. Deshalb habe ich ihn eingeweiht, das war auch gut so bei den ganzen US-Terminen und den Blutabnahmen etc.
Ich habe ihm einfach gesagt, falls ich mal später komme, dann bitte diese oder jene Ausrede parat halten für mich ... ;-)
Klappt auch super. Ich würde es aber sonst niemandem erzählen, und das aus folgenden Gründen:
1. Geht das nur meinen Mann und mich etwas an und sonst niemanden, da bin ich sehr eigen, hab auch damals meine erste SS bis zur 14. Woche (länger ging es leider nicht, da ich recht schlank bin) geheim gehalten und nur die Familie und engste Freunde eingeweiht.
2. Habe ich keinen Bock auf Fragen, ob es geklappt hat oder nicht, das stresst mich nur noch mehr.
3. Hat mein Chef nicht das Recht zu erfahren #nanana, welche Arztbesuche ich wann tätige, weil es ihn schlichtweg nix angeht, so lange ich meine Arbeit genauso wie vorher erledige. Ich arbeite ja nicht im Krankenhaus oder irgendwo, wo es gefährlich werden könnte.
Sollte mein Chef mich allerdings mal in der Arbeitszeit zum Arzt gehen sehen, dann würde ich spontan entscheiden was ich da erzähle. Bisher hat es aber meistens sehr gut geklappt, dass ich die Termine auf morgens oder mittags legen konnte.
Sollte er oder einer unserer Kollegen mich sehen wie ich die Praxis betrete, würde ich aber keine Ausrede mehr suchen, sondern die Wahrheit sagen. Dann noch zu lügen halte ich für ziemlich unklug.

LG, baby23

Beitrag von uditore 04.11.10 - 21:45 Uhr

halo paulinchen,

mein ag weiss bescheid. muss dazu sagen dass ich in einem sozialen beruf arbeite und da stoße ich auf verständnis.
bin erzieherin und meine leiterin und kigabeauftragte haben da voll verständnis.

wir haben die abmachung dass ich sag wenn ich nicht komme und sie nicht weiter nachfragen.
da ich nach std vergütet werde brauche ich keine krankmeldung. sonst würde ich mich jedes mal krank schreiben lassen.

aber nicht jeder hat so ein ag, ich weiss.

liebe grüße und alles gute

udi