1. Klasse und schon Sätze schreiben?

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Beitrag von lisabet 04.11.10 - 19:45 Uhr

Mein Sohn besucht seit August die 1. Klasse. Heute sollten sie, als Hausaufgabe, zu einem Bild Sätze schreiben. Ihnen standen dazu 3 Linien zur Verfügung (für etwa 3 Sätze). Ich denke nicht, dass die Sätze grammatisch korrekt "hingezaubert" werden sollten. Ich war nur etwas verwundert, denn ich glaube mich nicht daran erinnern zu können, dass das bei meinem Großen damals auf dem Stundenplan stand.

Meine Frage: Ist das bei euren Erstklässlern auch üblich?

LG Lisa

Beitrag von jule2801 04.11.10 - 19:51 Uhr

Hallo Lisa,

mein Sohn musste in der ersten Klasse (ist jetzt in der dritten) auch Sätze und ganze Geschichten schreiben. Sie sollten lautgetreu schreiben (also Rechtschreibung und Grammatik war Nebensache).
Die Begründung dafür war, dass die Kinder Spaß am schreiben erlangen und die Buchstaben geübt werden sollten.

lg Jule!

Beitrag von sie24 04.11.10 - 19:54 Uhr

Hallo,

also unsere schreiben auch schon Sätze ! Sogar schon kleine *Diktate*, wenn man das so nennen kann !! Letztens wurden 10 Wörter diktiert, dann beurteilt und vorgestern sollten sie frei den Satz schreiben *Puppe Paula ist am See * wurde dann natürlich auch bewertet !


LG, Mareike mit Celine, Mika Jason und Patricia

Beitrag von schnuppelag 04.11.10 - 21:08 Uhr

Ja, so etwas ist mehr als üblich (egal, welcher Schreib/Leselehrgang angewendet wird). Oder wölltest du ein Jahr lang immer nur stupide einzelne Wörter schreiben, statt einfach mal deiner Fantasie freien Lauf zu lassen? ;-)

Beitrag von lisabet 05.11.10 - 09:22 Uhr

Ich habe den Lehrplan der Leherin überhaupt nicht kritisiert. Ich denke das die Kinder an der Aufgabe ihren Spaß hatten. Drei Sätze sind da auch überschaubar.
Vor drei Jahren war das noch nicht der Fall. Da wurde der erste Satz im zweiten Halbjahr geschrieben. Und darum ging es mir. Ist das eine Ausnahme, ein Versuch der Lehrerin den Unterricht interessanter zu gestalten, oder ist das die Regel?

LG Lisa

Beitrag von schnuppelag 05.11.10 - 10:35 Uhr

Na ich will doch stark hoffen, dass das keine Ausnahme war, sondern langsam Regel wird :-)

Beitrag von ilva08 04.11.10 - 21:22 Uhr

... wobei es durchaus Kinder gibt, deren Sätze zu dieser Zeit noch völlig unleserlich sind... weil sie nur 1 bis 2 Buchstaben pro Wort heraushören und keine Wortgrenzen lassen. Und das wäre normal, NICHT bedenklich!

In dieser Phase stelle ich es den Kindern noch frei, ob sie z. B. zu einem Bid einzelne Wörter oder schon Sätze schreiben.

Es sei denn, es sind ein paar RICHTIG fitte dabei... denen würde ich schon Sätze abverlangen.

Vielleicht war es deinem Sohn ja auch freigestellt und er WOLLTE unbedingt Sätze schreiben? (Man mag sich ja nicht lumpen lassen... und mit Mamas Hilfe... ;-) )

Beitrag von leopoldina1971 04.11.10 - 21:59 Uhr

<<...(Man mag sich ja nicht lumpen lassen... und mit Mamas Hilfe... )...>>



Also das hat mich schon immer einmal interessiert. Warum helfen die Eltern bei Schreibhausaufgaben (1.Klasse) bis zur völligen Fehlerfreiheit, obwohl sie wissen, dass die Lehrerin Mamas oder Papas Hilfe natürlich sofort erkennt (oder wissen sie es nicht?#kratz) Wie erklärt man dieses Phänomen? Oder erkennt die Lehrerin es doch nicht?#gruebel
Wie sieht´s die Lehrerin: gelassen, schmunzelnd oder kopfschüttelnd?

LG#winke

Beitrag von mikolaus 05.11.10 - 11:15 Uhr

Hallo,

ich gehöre zu den Mamas, die bei Schreibhausaufgaben drüberschaut und verbessert. Bis jetzt werden Buchstaben und Wörter geübt. Soll sicher einen Zweck haben. Wenn ich merke, dass mein Sohn es falsch macht, also Buchstaben nicht in der gewünschten Richtung schreibt (von oben nach unten, von links nach rechts), den Buchstaben verdreht, bei Wörtern im Wort zu große Abstände lässt, zwischen den Wörtern aber nicht, dann wird das korrigiert und geübt. Es kann ja nicht Sinn der Hausaufgaben sein, dass gute Schüler durch die richtigen Hausaufgaben besser werden und die schlechten durchs falsche Üben schlechter. Wenn die Hausaufgabe nicht verstanden wurde, lasse ich ihn das Falsche abgeben, damit die Lehrer merken, dass mehr Erklärungsbedarf ist. Geübt wird aber trotzdem zu Hause das Richtige.

LG

Beitrag von ilva08 05.11.10 - 19:04 Uhr

Ich denke, da steckt die Angst dahinter, dass sich falsch geschriebene Begriffe eben doch einprägen. Ich nehme das gelassen. Eltern tun das ja nicht, um mich zu ärgern.

Ich spreche nur mit ihnen, wenn ich merke, dass ein Kind durch die Korrigiererei die Lust am Schreiben verliert. Oder wenn wirklich exzessiv korrigiert wird. Manche Eltern formulieren - wenn sie schonmal dabei sind - noch den einen oder anderen Satz in der Geschichte um, damit es schöner klingt... da bleibt von dem Werk des Kindes ja gar nichts mehr übrig... :-(

Es ist aber auch verwirrend: Manche Dinge soll man ja durchaus verbessern. Zum Beispiel, wenn das Kind Abschreibübungen macht. Und bewegungsrichtig sollen die Kinder auch schreiben.


Außerdem beginne ich ab Mitte des 1. Schuljahrs, auf Dinge hinzuweisen, die die Kinder "können sollten" (z. B. Wortgrenzen einhalten, nicht mitten im Wort groß schreiben).

Das Dumme ist: Wann man was verbessert ist bei jedem Kind anders. Dazu brauchst du eben die Lehrerausbildung und ein paar Jährchen Erfahrung... dann siehst du rasch, wo das Kind steht... mit welchen Verbesserungen du ihm hilfst und womit du es nur verwirrst. Eltern fehlt diese Erfahrung, deshalb sollten sie das Korrigieren beim freien Schreiben lieber ganz unterlassen (wie gesagt, bei Abschreibübungen und beim Buchstaben üben ist das etwas anderes! Da dürfen sie ruhig drauf bestehen, dass das Kind schreibt wie vorgeschrieben!).

Beitrag von leopoldina1971 05.11.10 - 20:35 Uhr

#danke für deine ehrliche Meinung.


LG

Beitrag von lisabet 05.11.10 - 09:25 Uhr

Danke für deine Antwort.
Nein. Alle Kinder sollten Sätze schreiben. Die Aufgabenstellung stand auf dem Blatt. Ich denkte sie sollten es einfach mal versuchen mit der Sprache und den Buchstaben etwas auszuprobieren.

LG Lisa:-D

Beitrag von h-m 05.11.10 - 09:06 Uhr

In der Klasse meiner Tochter hat die Lehrerin so ein Stofftier aufgestellt, das schreibt den Kindern Briefe #rofl und sie sollen auch zurückschreiben. Das ganze fing schon eine oder zwei Wochen nach der Einschulung an. Sie sollen mit dieser Anlauttabelle schreiben; es muss nicht richtig sein.

Beitrag von blumchen 05.11.10 - 13:03 Uhr

Hallo!
Wow, eure Kinder können schon Sätze schreiben????#schock
Meiner ist sein Mitte September in der Schule und haben bis jetzt nur 4 !!!! Buchstaben gelernt#kratz#augen.
Also von Sätze schreiben noch weit entfernt#rofl!
Wie viel Buchstaben haben den eure Kinder schon gelernt?
Lg Lena

Beitrag von lisabet 05.11.10 - 13:10 Uhr

Hallo Lena,

auch nicht viel mehr. Sie nehmen die Buchstaben die sie können, und den Rest muss sich die Lehrerin denken;-).

LG Lisa

Beitrag von schwangeramos 05.11.10 - 17:30 Uhr

Die Kinder lernen schreiben anhand einer Anlauttabelle. Hier werden die Buchstaben spielerisch (z.B. als Rap) schon in den ersten Schulwochen. Das Schreiben der Buchstaben dauert dann schon häufig bis Ostern.
Die Kinder schreiben also anhand der Anlauttabelle schon recht früh eigene kleine Texte (hier in NRW).
LG Julia

Beitrag von sissy1981 05.11.10 - 13:11 Uhr

Ja Sätze und kleine Diktate werden schon geschrieben - aber über Sätze a la "[Name des Kindes] tanzt mit Papa" oä kommt das noch nicht heraus.