Kleinkind im KH sedieren?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von staudenprinzessin 04.11.10 - 21:36 Uhr

Hallo und schönen guten Abend!

Bei der kleinen Tochter einer Bekannten wurde mit 12 Monaten eine Lumbal-(Rückenmarks-)Punktion gemacht, weil eine Hirnhautentzündung ausgeschlossen werden sollte.
Drei Krankenschwestern haben das panische Kind festhalten müssen.

Jetzt dazu meine Frage:
Weiß jemand, ob wir es als Eltern durchsetzen könnten, dass das Kind ein Beruhigungsmittel erhält? Ich habe schon von einem "Schlummertrunk" gehört, den die Kinder vor Eingriffen bekommen.

Ich glaube, dass so ein Erlebnis (ob es nun wehtut oder nicht) traumatische Folgen haben kann.

Danke für Eure Info!

LG, Leonie mit Mattis, dem KH usw. hoffentlich noch gaaanz lange erspart bleibt

Beitrag von die-ohne-name 04.11.10 - 21:53 Uhr

Hallo,

omg, die haben der Kleinen nix gegeben?

So ne Punktion is ja mehr als schmerzhaft!
Ich wäre da durchgedreht hätten sie versucht das so zu machen bei meiner Tochter!

Normalerweise sollte ein Beruhigungsmittel da kein Problem sein!

Oder habe ich dich falsch verstanden?

Alles Liebe

Ps. als meiner Kleinen die Polypen geholt wurden haben sie 5! mal die Kanüle gelegt bis sie gesitzt hat, ich war kurz vorm morden!

Beitrag von tina73... 04.11.10 - 21:57 Uhr

Das kann ich nicht verstehen!!!Das hätte ich nie zugelassen als Eltern.Bin selber Krankenschwester.
Ja es gibt Dormicumsaft.Den bekommen Kinder auch vor OP`s.Dann sind sie oft schon bedusselt wenn Sie im OP ankommen und das ist auch gut so.
Aber man kann ja auch ne Kurznakose machen.
Es gibt genug Möglichkeiten.Kinder festhalten ist echt :-[.Das ist traumatisierend für Kinder.
L.g Tina

Beitrag von matsel 05.11.10 - 00:42 Uhr

hallo,
das kind eines bekannten hat aufgrund og themas diesen saft im vorfeld bekommen 3x!!! er hat null gewirkt. der kleine hätte wohl auch gebrüllt ohne ende u die punktion mußte abgebrochen werden. danach gings dem kleinen ziemlich schlecht. hilft also scheinbar nicht immer, das zeugs.
lg

Beitrag von mausimaus1281 04.11.10 - 21:57 Uhr

Hi Leonie,

auf deine eigentliche Frage kann ich dir leider keine Antwort geben...

Ich war nur gerade ziemlich schockiert, dass das bei Kindern scheinbar ohne Betäubung oder ähnliches durchgeführt wird. Bei mir wurde vor 6 Jahren auch einmal eine Lumbalpunktion durchgeführt und es war fürchterlich! Ich kann mich noch zu gut an diese Schmerzen erinnern. Und wenn ich mir dann vorstelle, dass das bei so einem kleinen Kind durchgeführt wird #schock ...

Ich hoffe, dass das Kind deiner Bekannten alles gut übersteht und drücke ihr ganz fest die Daumen!!!

LG, Stephie mit Jonna und Kaja - die sowas hoffentlich nie durchmachen müssen

Beitrag von muddi08 04.11.10 - 21:59 Uhr

Naja, was heißt durchsetzen...
Ich denke, die Ärzte werden abwägen, ob es Sinn macht, ein Kind vor dem Eingriff zu sedieren, oder nicht. Eine Sedierung kommt einer Kurznarkose schon recht nahe und kann auch Nebenwirkungen haben.

Bei uns ist es so, dass wir, jetzt in deinem Fall 12 Monate altes KInd, das Kind in der Regel sehr gut ohne Sedierung festhalten können. Aber ich habe schon 7 Jährige erlebt, die sich sehr doll gewehrt haben, da haben wir dann sediert, damit man möglichst beim ersten Mal gleich trifft.

Im Übrigen ist nur das Festhalten blöd für die Kinder ganz krummen Buckel machen), der Piks ist ähnlich wie beim Blut abnehmen, zumal wir grundsätzlich Betäubungspflaster vorher kleben, es sei denn, es passiert notfallmäßig.

Beitrag von relaxing1977 04.11.10 - 22:25 Uhr

Hallo Leonie,

mein Kleiner hat mit 7 Monaten eine Lumbalpunktion bekommen, weil er Epilepsie hat(te). Er hat damals einen Schlummertrunk bekommen, ohne hätte ich das niemals durchführen lassen. Die Ärzte haben aber auch selber nie in Erwägung gezogen, das ohne zu machen. Wir mussten damals am Tag vor dem MRT Termin (das wurde direkt mitgemacht) zum Narkosearzt, der uns über die Risiken aufklärte. Eine Wahl hatten wir aber nicht wirklich. Das MRT und die Punktion wären gemacht worden mit Narkose, egal ob wir gegen die Narkose gewesen wären oder nicht.

Ich bin überrascht, dass es auch Ärzte gibt, die das bei einem Kleinkind ohne Narkose machen. Wie soll das funktionieren?

Lg relaxing1977

Beitrag von nuckelspucker 04.11.10 - 22:29 Uhr

hey,

zu dem thema direkt kann ich nichts sagen, aber ich hab bei beiden kindern die erfahrung machen müssen, dass wir als eltern eher störten. man machte mit den kindern, was man wollte und wir eltern mussten entscheiden, was richtig war und was unnötig.

mein großer hatte mal ne blasenpunktion und die vorher zugesagte betäubung wurde nicht gemacht, "das tue weniger weh als ne impfung", wurde gesagt und schon war die nadel drin. niclas hat geschrien wie verrückt.

ich als mutter hab versagt, weil ich nicht rechtzeitig eingreifen konnte, weil ich total überfordert war und nur geweint habe. seither gehe ich nur noch mit meinem mann gemeinsam ins KKH. gemeinsam ist man stark.

lg claudia

Beitrag von staudenprinzessin 04.11.10 - 22:39 Uhr

Danke für Eure Antworten bisher, hat mich nur in meiner Meinung bestärkt.

Mattis wird so etwas nicht erleben müssen. Ich glaub, ich würd da echt zum Tier.

Die Kleine von meiner Bekannten hatte übrigens (wie sich dann rausgestellt hat) eine Nierenbeckenentzündung, nen Blasenkatheder hat sie auch noch bekommen. Auch ohne alles. Na danke.
Ihre Mama ist da wohl eher cooler als ich. Die Kleine hat aber offensichtlich alles gut und folgenlos überstanden.

Schönen Abend Euch allen!

Beitrag von ronjas_ma 05.11.10 - 10:18 Uhr

"Ihre Mama ist da wohl eher cooler als ich." Sorry, aber für mich ist sie nicht cooler, sondern bekloppter! Wie kann ich als Mutter zulassen, dass mein Kind so traumatisiert wird?!? Das verbietet doch der angeborene Mutterinstinkt!

unverständliche Grüße
Saskia

Beitrag von -vivien- 05.11.10 - 10:57 Uhr

da steigen mir echt tränen in den augen wie man sowas bei kleinen kinder ohne betäubung etc machen lässt.
unfassbar#contra

Beitrag von snoopychil 05.11.10 - 03:23 Uhr

Hallo,

bei meinem Sohn wurde die Lumbalpunktion vor 5 Wochen MIT Sedierung gemacht. Etwas anderes hätte ich auch gar nicht zugelassen.

Ging ganz schnell, nur ich bin nervös auf dem Gang rumgetigert....

LG,

Kathi + Leo 17 Mon.

Beitrag von hongurai 05.11.10 - 08:23 Uhr

Unser sohn musste leider mit 4 jahren eine rückenmarkpunktion über sich ergehen lassen. Verdacht auf hirnhautentzündung :( Zum glück hat sich es dann nicht bestätigt.

Als ich gehört habe, dass es ohne betäubung gemacht werden soll, habe ich sofort bei unserem kinderarzt angerufen und ihn auch nochmal gefragt. Das kam mir nicht ok vor. Aber unser KA, dem ich sehr vertraue, sagte auch dass es so geht. Eine narkose birgt mehr gefahren für die kinder. Da unser sohn an dem tag schon was gegessen hat, hätte er sogar intubiert werden müssen für die narkose.

bei einem schlummertrunk hätte er auch festgehalten werden müssen. Da er sich ja nicht bewegen darf und den rücken krumm halten musste.

Er hat ein pflaster bekommen vorher mit betäung für die einstichstelle. Mein mann war dabei und es soll furchtbar gewesen sein. Unser sohn wurde von 2 schwestern festgehalten, damit er sich nicht bewegt. Er hat so geschriehen, dass sein gesicht nachher mit geplatzten äderchen voll war :(
Furchtbar!!!

Ich hoffe wir werden nie wieder vor dieser entscheidung stehen müssen!
Wir haben die prozedure hinterfragt - im KKH, bei den ärzten dort und sogar unseren KA nagerufen und um Rat gefragt vorher.

Beitrag von ane72 05.11.10 - 09:09 Uhr

hallo
mein kleiner hat einen nierenstau und war des öfteren zur diagnostik im
kh.das erste mal mit 8 wochen.da ist alles ohne sedierung gelaufen.
klar hat er geweint aber nach der untersuchung war gleich alles wieder gut.
die nächste untersuchung war dann mit einen jahr und die wurde mit sedierung gemacht weil er bei dieser 1h ruhig liegen mußte.
das dormicum hat genau das gegenteil bewirkt er war total aufgedreht und hat nur geschrien,selbst als er dann noch was gesprizt bekommen hat wurde es nicht besser.ich habe mir geschworen das nur noch unter narkose machen zulassen.so jetzt mußten wir in die uni nach mainz, dort habe ich gesagt das ich gerne eine kurznarkose für ihn wollte,die ärztin meinte das sie sowas gar nicht machen bei sollchen untersuchungen und das wir es nochmal ohne versuchen sollten.es ging auch so,klar hat er geweint aber nicht weil es ihm weh getan hat sondern weil er sich nicht bewegen konnte.
es mußte ihm eine infusion in die hand gelegt bekommen und ich habe festgestellt das wenn er zuschauen darf über haupt nicht weint,selbst gestern beim impfen kein mucks ist ganz ruhig sitzen geblieben.
eine lumbal punktion ist im grunde wie eine pda.
dormicum bekommt mein kleiner nicht mehr das weiß ich ganz sicher, mit diesem zeug indus war es die schlimmste untersuchung die er durchmachen mußte.

lg ane72

Beitrag von loddlluis2007 05.11.10 - 10:00 Uhr

NIENALS NIE würde ich das einem Kind antun! NIE!!

Ich hab das selbst mit 8 Jahren bekommen und heute noch panische Angst vor Spritzen. Von den schmerzen damals fang ich garnicht erst an.....
Ich wurde festgehalten von 4 Schwestern die prozedur dauerte 40(!!!) Minuten.

Da würd ich Amok laufen wenn jemand meinem Kind sowas antut!

Beitrag von fbl772 05.11.10 - 10:16 Uhr

Hallo,

das kommt ganz sicher auf die Kleinen drauf an. Mein Kleiner war mit 18 Monaten im Kiga schwer gestürzt und hatte ein 3 cm lange Platzwunde an der Stirn. Sah aus wie mit dem Messer aufgeschnitten. Diese Platzwunde wurde in der Notaufnahme genäht. Natürlich hat er lokal eine Betäubungsspritze in die Wunde bekommen. Aber mehr nicht. Auch er wurde von 4 Pflegern festgehalten, damit die Ärztin nähen konnte. Er hat geschrien als ob sein letztes Stündlein geschlagen hätte.
Und was soll ich sagen, er hat direkt danach einen Keks gegessen und 2 min später mit der Ärztin geschäkert und alles war wieder normal.

Er hat seitdem trotzdem keinerlei Angst vor Ärzten oder träumte schlecht oder sowas. Für ihn war das Thema abgehakt.

Ich gehe davon aus, dass die Ärzte abwägen, wann der Nutzen einer Sedierung höher ist als mögliche Nebenwirklungen. So viel Vertrauen muss man einem Arzt, der das eigene Kind behandelt entgegenbringen. Ansonsten immer fragen warum weshalb.

LG
B

Beitrag von tykat 05.11.10 - 12:40 Uhr

Hallo,

in beiden Kiliniken in denen ich gearbeitet habe, haben wir Kinder für solche Eingriffe sediert.

LG

Beitrag von oekomami 06.11.10 - 16:45 Uhr

Hallo,

es wäre fahrlässig bei dem Verdacht auf Hirnhautentzündung erst zu warten bis ein Kind sediert ist und auch ist die Belastung von den Medis eher schlecht wenn die Kinder sehr krank sind.

Unser großer sollte als er schwer krank war diese untersuchung bekommen und der Arzt hat gesagt durch die schlechte Verfassung wäre die sedierung total gefährlich.

LG