Macht das Amt Theater, wenn die Wohnung teurer ist??

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von melka1972 05.11.10 - 11:56 Uhr

Hallo zusammen!!

Ich brauche mal dringend Hilfe. Hab mich erst vor kurzem getrennt und muss nun beim Amt sämtliche Anträge stellen, da ich mich noch im Erziehungsurlaub befinde.
Bei uns wird Wohngeld in Höhe von 480€ warm bezahlt. Unsere jetztige Wohnung, die ich sehr gerne behalten möchte, kostet 400€ kalt und 200€ an Nebenkosten. Es gibt also eine Differenz von 120€.
Ich habe mir also ein Herz gefasst und unsere Vermieterin gefragt, ob es ok ist, wenn ich künftig weniger Nebenkosten bezahle. Ich möchte ihr ja nichts schuldig bleiben, sie würde es ja am Ende des Jahres wiederbekommen, wenn ich mehr verbraucht hätte. Es ging mir nur um den monatlichen Gesamtbetrag dem Amt gegenüber. Ihre Antwort steht noch aus, aber ich habe irgendwie ein ungutes Gefühl.
Was soll ich tun, wenn sie nein sagt?? Zwingt mich das Amt dann auszuziehen oder kann ich mir die Differenz auch selbst ans Bein binden und das Amt hat dann keine Einwände weiter??
Hatte jemand schonmal so eine Situation und kann mir Tipps geben??

Vielen lieben Dank, Melanie

Beitrag von sharizah 05.11.10 - 12:12 Uhr

Das Amt zahlt dann nicht die komplette Miete, du musst den Rest draufzahlen. Soweit ich weiß, hast du aber 3 Monate Zeit zum Umziehen, wenn die Wohnung über dem Limit ist, in der Zeit bekommst du sie bezahlt. Du bekommst auch zT den Umzug bezaht.
Wenn dann ne Nebenkostennachzahlung kommt, bekommst du dafür auch nichts, sofern du in der alten Wohnung bleibst.

Will jetzt aber nicht schwören. Ist ja überall etwas anders und kommt stark drauf an

Beitrag von redrose123 05.11.10 - 12:13 Uhr

Ich denke nicht das das geht, denn wenn du die 120 Euro hast zusätzlich wird dir das vieleicht woanders gestrichen? Ich drück dir die daumen das es so klappt wie du es dir Vorstellst;-)

Beitrag von melka1972 05.11.10 - 12:16 Uhr

Ja, vielen Dank!!!
Glück kann ich echt mal gebrauchen zur Abwechslung.

Ich habe gerade nochmal mit meiner Vermieterin telefoniert, sie kommt morgen bei mir vorbei und hörte sich nicht soooo schlecht an #zitter

Beitrag von redrose123 05.11.10 - 12:24 Uhr

Also ich drück dir die Daumen, und wenn nicht kleinere Wohnugn musst schon weniger Putzen :-P

Beitrag von melka1972 05.11.10 - 12:31 Uhr

Das ist natürlich ein Argument!!! :-D
Aber wir wohnen hier erst seit April und die Wohnung und die Lage ist einfach nur super!
Jetzt wieder umziehen...... oh nee..........bitte nicht!!

Beitrag von zwiebelchen1977 05.11.10 - 12:54 Uhr

Was machst du denn, wenn du eine hohe NK NAchzahlung bekommst?

Das Amt zahlt nur das, was angemessen ist.

Bianca

Beitrag von melka1972 05.11.10 - 13:26 Uhr

Das bekomm ich schon hin sonst würden mir auch meine Eltern helfen.

Beitrag von windsbraut69 05.11.10 - 16:22 Uhr

Dann laß doch den Quatsch gleich und zahl die Nebenkosten regulär monatlich.

Gruß,

W

Beitrag von mini-sumsum 05.11.10 - 15:06 Uhr

Hi,

mal eine andere Frage. Mal angenommen, deine Vermieterin lässt sich darauf ein, und reduziert "auf dem Papier" deine Nebenkosten auf 80 Euro.

Woher willst du am Ende des Jahres das Geld nehmen, um die ggf. 1.000 bis 1.500 Euro zu zahlen?

LG
mini-sumsum

Beitrag von 16061986 05.11.10 - 15:40 Uhr

bei mir war es damals so das ich 6 monate zeit hatte mir eine günstigere wohnung zu suchen oder eben sie zahlen nur den höchstsatz der miete.den rest musst du selber drauf zahlen. genauso ist es mit den nebenkosten. dieses dürfen auch nur eine bestimmte höhe haben den rest musst du selber drauf zahlen bzw wenn eine nachzahlung kommt,die den höchstsatz übersteigt kriegst du kein darlehen vom amt um dieses zu zahlen. wie kommen denn die 200 euro nebenkosten zustande? ist schon recht hoch finde ich... Ich zahle 40 euro nebenkosten plus 94 euro gas... und das für 90qm und ich komme immer super hin,krieg bisher immer was raus.

Beitrag von janamausi 05.11.10 - 17:01 Uhr

Hallo,

bei mir war es vor paar Jahren so, dass ich in der Wohnung bleiben konnte, weil es ja absehbar war, dass ich nach der Elternzeit wieder arbeite (war in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis). Die Wohnung war 60 Euro teurer als erlaubt und diese 60 Euro mußte ich selber zahlen.

Das mit den 60 Euro hat gerade so geklappt, aber 120 Euro hätte ich auf keinen Fall hingekriegt. Man will ja auch noch Leben und nicht jeden Cent 10 mal umdrehen.

Ich finde es keine gute Lösung, dass Du mit deiner Vermieterin eine niedrigere Nebenkostenzahlung vereinbaren willst. Die Nebenkosten sind ja eigentlich schon so ausgerechnet, dass es durchschnittlich aufgeht und man keine allzu große Erstattung bzw. Nachzahlung erwarten kann. Und zusätzlich steigen die Nebenkosten immer mehr und dann wirst Du wohl zum Jahresende einiges nachzahlen müssen. Und wenn Du Geld von deinen Eltern bekommst, mußt Du es beim Amt angeben, somit hast Du dann auch nicht mehr.

Wie schaut denn deine weitere Planung aus? Ist es absehbar wie lange Du auf den Staat angewiesen bist? Hast Du einen Job in dem Du bald wieder arbeiten kannst? Verdienst Du dann genug um dir die Wohnung leisten zu können? Ware es nur eine Zwischenlösung für paar Monate oder ist die Zukunft noch offen?

Ich würde wirklich aufpassen, dass Du nicht in die Schuldenfalle gerätst. 120 Euro sind bei dem Geld was Du bekommst schon eine Menge. Du hast dann sicherlich keine Reserven und dann braucht nur mal deine Waschmaschine, PC etc. kaputt gehen und schon kannst Du es nicht mehr wuppen.

Eine schöne Wohnung ist zwar viel Wert, aber wenn dadurch dann die Lebensqualität total den Bach runter geht und man sich gar nichts leisten kann, bringt einem auch die schönste Wohnung nichts.

LG janamausi

Beitrag von janamausi 05.11.10 - 17:04 Uhr

P.S. Es geht auch nicht nur um die Warm-/Kaltmiete sondern auch um die Quadratmeter. Wenn deine Wohnung von den Quadratmetern größer ist als "erlaubt" zahlt das Amt auch nur die angemessenen Heizkosten.

Beitrag von 16061986 05.11.10 - 19:03 Uhr

Das kann ich nicht bestätigen... Wir sind zu 3 und haben 90qm und das amt zahlt trotzdem die kompletten heizkosten die anfallen!!

Beitrag von winnie_windelchen 06.11.10 - 07:36 Uhr

Hi, du hast ja schon einige Antworten bekommen.

Wenn du noch bei deinem Mann lebst dann gibt dir das Amt Zeit zum umziehen und erstattet dir bis dahin die Mietkosten, ich glaube ein halbes Jahr stimmt könnten aber auch nur 3 Monate sein.

Umzug wird glaube ich bei trennung auch finanziert.

Wichtig ist jedoch noch zu wissen das wenn das Amt nicht die Komplette Miete übernimmt, weil du dort wohnen bleiben möchtest, dann bekommst du auch keine Unterstützung was die Betirebskostenabrechnung betrifft. Ist bei uns zumindest so. Ich hätte damals nur 7,- allein zahlen müssen, das Amt wies mich aber darauf hin das ich entweder dafür zuständig bin die Mitekosten zu senken oder ich würde bei der Abrechnung nach einem Jahr keinen Cent sehen. Habe mit meinem Vermieter gesprochen und er hat die Miete dann gesenkt, die Grundmiete, nicht die Nebenkosten.

Ich an deiner Stelle, würde mir 3 Wohnungsangebote suchen, die zum Amt schicken mit bitte um genehmigung und den Grund warum du ausziehst mit angeben.

Sobald die Genehmigung da ist, neuen Vertrag unterschreiben und wieder zum Amt schicken mit gleichzeitigem Antrag auf Umzugskosten und fertig.

Lgchen

PS.: Falls ihr ohne dein Ex da wohnen bleibt, muss auch da das Amt entscheiden ob Grundmiete und Nebenkosten angemessen sind. Es geht nicht immer vom Gesamtwert der Miete aus, diese ist bei vielen oft genau im Limit, aber wenn in dieser Miete die Nebenkosten zu hoch sind, obwohl der Geamtpreis angemessen ist, kann sich schon da das Amt quer stellen.