Hilfe, könnt ihr gut loslassen?

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von murmel3778 05.11.10 - 12:33 Uhr

Hallo an Alle,

man mir geht es gerade richtig schlecht, das hatte ich noch nie.
Mein Sohn ist jetzt 5 und will zur Zeit immer bei allen miratfahren (Oma, Opa, Onkel, Tante etc. )
Seine Oma ist gerade da (sehen uns nur zweimal im Jahr, da sie im Ausland wohnt) und wollte heute mit meiner Schwägerin in eine 60km entfernte Stadt fahren und nun wollte mein Sohn auch mit.
Als ich ihn ins Auto setzte war noch alles in Ordnung, dann schauter er aus dem Fenster und sieh fuhren los.
Auf einmal ging es mir richtig schlecht, hatte das Gefühl das ich keine Luft mehr bekomme und schlimme gedanken, von wegen was ist wenn er nicht wieder kommt, oder was passiert und ich bin nicht da.
Bin richtig innerlich nervös und kann kaum abschalten.

Kennt ihr das? Wenn ja wie geht ihr damit um? Vergeht das irgendwann?

Liebe Grüße

Murmel

Beitrag von almura 05.11.10 - 12:38 Uhr

Hallo!

Ich bin da auch eher gluckig veranlagt.
Manchmal kann ich gut loslassen, manchmal fällt es mir aber sehr schwer.
Der Verstand ist sicher, daß es wichtig für mein Kind ist, aber das Gefühl...#gruebel

Er wird sicher viel Spaß haben und stolz sein, daß er ohne Mama mitgefahren ist!!!

Alles Liebe
Almura

Beitrag von sillysilly 05.11.10 - 12:42 Uhr

Hallo

ja - total.

Meine Kinder lieben mich, ich liebe sie - und alles andere ist nur Zeitvertreib :-p

Meine Töchter lieben die Frau vom Bruder meines Mannes.
Tolle, hübsche Frau, blonde lange Haare - wie Barbie und supernett.
Wenn sie da mal übernachten durften, gibt es sogar Tränen wenn sie wieder zu mir zurück muß #winke
Das macht mir gar nix - gönne ihr die Auszeit vom Alltag der Familie und finde es gut, daß sie sich da so besonders fühlt.

Massive Probleme habe ich, seit kurzem, wenn ich die Kinder an meine Schwiegermutter geben "muß" - das fällt mir inzwischen echt schwer.
Da kann ich sie nur schwer los lassen, aber das hat viele Gründe, die leider über die Jahre schlimmer wurden.

Beitrag von robingoodfellow 05.11.10 - 13:02 Uhr

Liebe Güte was sind wir für schlechte Eltern. Wir waren jetzt 4 Tage ohne Kinder weg, die haben wir morgens in den Kindergarten gebracht und sind gefahren. Die Kurzen waren bei Oma und Opa und hatten eine Fetzengaudi. Genau wie wir.

Nein, eine Glucke bin ich nicht. Ich will das sie in guten Händen sind denen ich voll und ganz vertraue und dann lass ich auch los.

Denkt mal an Ich und Ich. Universum.
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Du kannst die Gipfel erklimmen, zu allen Inseln schwimmen,
in deinem Herzen bin ich sowieso dabei,
denn ich bin immer dein zuhaus.

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Dieser Text passt auf Paare die getrennt sind genauso wie auf die eigenen Kinder die flügge werden, finde ich.

Beitrag von murmel3778 05.11.10 - 17:36 Uhr

Hallo,

danke für eure Antworten.

Ich bin eigentlich auch nicht so die Glucke. Meine Kinder lasse ich auch öfter mal bei Oma und Opa und wir waren auch schon mal ohne Kinder 3 Tage weg.
Das war das erste Mal das ich heute so empfunden habe. Habe mich schon gefragt ob es vielleicht daran liegt, das es die Oma war die nur zweimal im Jahr hier ist. Es ist meine Mutter und mit ihr verbinde ich auch viele schlechte Sachen in der Kindheit. Habe ihr das aber verziehen.
So wie es scheint ist in meinem Unterbewusstsein doch noch irgendwas.
Dazu kommt das ich jetzt gerade auch noch meine Tage habe, an denen ich schneller am wasser gebaut bin.

Beitrag von grinsekatze85 05.11.10 - 19:13 Uhr

Hallo!

Ja das kenne ich auch! Mein Sohn wird erst 3 Jahre und hat vor 14 Tagen, das erste mal eine Nacht bei meinen Schwiegereltern geschlafen, die wohnen aber 55 km entfernt.

Beim packen der Tasche einen Abend vorher, hab ich zu meinem Mann gesagt: Mensch,wir sagen das Bowling ab und gehen nicht. #klatsch hihi bin eigentlich nicht so, mein Sohn fährt auch schonmal einen ganzen Tag mit Oma und Opa weg oder mit der Patentante, das macht mir garnix. Aber Übernachten ist doch was anderes.

Am nächsten Tag kamen meine Schwiegereltern, packten ihn ins Auto und ich als Mama war tapfer und habe noch schön gewunken!! Und dann los #heul, wie ein Schloßhund!! #hicks Brauchte echt 20 min bis ich mich beruhigen konnte....#augen Als wir abends nach hause kamen und mein Sohn nicht in seinem Bettchen lag, musste ich wieder #heul !!#rofl

Aber so ist das wohl!! War echt froh als ihn dann am nächsten Tag mittags abgeholt habe!!#freu Und er hatte richtig Spaß!! Und übernächstes WE geht er zur anderen Oma schlafen #zitter aber dann bleib ich tapfer #schein

LG
Nadine

Beitrag von morla29 05.11.10 - 21:26 Uhr

Hallo,

ich kann momentan sehr schlecht loslassen, aber das liegt daran, dass wir unser Baby still geboren ist.

Ich arbeite aber grad mit meinem Psychologen daran.

Aber die Verlustängste kenn ich auch sehr gut.

Gruß
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3,5 und 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von hedda.gabler 05.11.10 - 21:38 Uhr

Hallo.

Ich kann das gut verstehen.

Ich kann eigentlich sehr gut loslassen und meine Kleine kann sich gut lösen. Sie hat nie gefremdelt und ist, seitdem sie mobil war (und sei es robbender Weise), immer auch in fremden Wohnungen außer Sichtweite auf Entdeckungstour gegangen. Sie hat ein unheimliches Urvertrauen und wußte ja, dass der Fels in der Brandung in der Nähe ist.

Seitdem sie 15 Monate alt ist, geht sie zur Tagesmutter (wir haben genau den richtigen Moment zur gegenseitigen Loslösung erwischt und es gab nie Probleme, die 15 Monate vorher hatten wir rund um die Uhr Zeit ein eingeschworenes Team zu werden) und seit dem Sommer in den Kindergarten. Alleine weg, oder gar über Nacht, war sie bis jetzt seltener.

Letztes Jahr musste ich für 9 Tage ins Krankenhaus, war da aber so mit mir beschäftigt, dass ich mich darauf verlassen musste, dass es ihr gut geht, aber ...

... es gibt ganz normale Tage, an denen ich sie morgens in den Kindergarten bringe und sie dann über Tag wahnsinnig vermisse und es kaum erwarten kann, sie wieder abzuholen. Dieses Gefühl der Atemlosigkeit dabei kenne ich auch sehr gut ... und ich weiß absolut nicht, woran das liegt.
Ist manchmal einfach so ...

... das erste Mal hatte ich das übrigens, als meine Kleine 6 Wochen alt war ... bis dahin hatte ich sie natürlich geliebt, gehegt und gepflegt, aber plötzlich war der Gedanke und der Schmerz dabei, dass ihr etwas passieren könnte so körperlich fühlbar, dass ich heulend, mit dem Kinderwagen in der Hand, mitten auf der Straße stand ...

... und da wusste ich, dass ich im Muttersein angekommen war.

Gruß von der Hedda.