Brauche mal Rat... Widereinstieg...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von mama3001 05.11.10 - 14:33 Uhr

Hallo zusammen,

kurz zu meiner Situation. Habe Elternzeit bis 2013 beantragt und genehmigt. Hab aber gleich gesagt und schriftlich festgehalten das ich nach einem Jahr gerne wieder arbeiten möchte.
Jetzt hatte ich letzte Woche ein Gespräch in meiner Firma wo mein Chef gesagt hat das ich einen rechtlichen Anspruch auf einen Widereinstieg hab aber auch offen gesagt hat, das er derzeit keine Planstelle hat und ganz vorsichtig angefragt, was ich von einer Abfindung halte. Zudem sieht es bei mir in der Firma nicht ganz so gut aus.... Viele Tätigkeiten werden derzeit ins Ausland verlegt und dazu gehört auch mein Aufgabenbereich.... Spätestens im Oktober müsste er mir ne neue Tätigkeit anbieten, weil für unseren Standort eine Arbeitsplatzsicherung bis 2012 besteht.
Hab dann gesagt das ich mir das durch den Kopf gehen lasse und mit meinem Mann spreche.
Der sagt natürlich das ich es selber wissen muss und stellt mir frei, ob ich nicht noch zu Hause bleiben möchte, da wieder anfangen soll, mit wo anders ne Teilzeit- oder Vollzeitstelle suche.... Er sagt ich muss es entscheiden und egal was ich mache er steht hinter mir, denn ich muss mit der Entscheidung glücklich sein.
Hab dann gerade meinen Chef angerufen und ihm gesagt das ich mir das Angebot mal anhören möchte mit der Abfindung und das ich ein Zwischenzeugnis haben möchte (kann die Tätigkeit meiner letzten 5 Jahre sonst nicht nachweisen) um mir alle Möglichkeiten an zu schaun und dann zu entscheiden. Gesagt getan, in den nächsten 2-3 Wochen bekomm ich nen Zeugnis und nen Angebot der PErsonalabteilung.....
Ich weis aber nicht was ich machen soll...
Klar wäre es besser, wenn ich aus der Situation heraus mich wo anders bewerbe weil auf kurz oder lang hab ich keine Zukunft in dieser Firma....
Wie verhandelt man bei einer Abfindung?
Wie hoch ist angemessen?
Zur Not kann ich ja immernoch sagen das ich endweder im Januar wiederkommen will oder einfach noch 2 Jahre weg bleibe und er hat halt ne Planstelle, die er nicht anders besetzen kann, weil er muss mich ja wieder nehmen.....

Habt ihr Tipps und/oder Ratschläge, wie ich mich am geschicktesten verhalten soll?

Beitrag von myimmortal1977 05.11.10 - 19:12 Uhr

Wie hoch angemessen wäre? Es gibt keine rechtliche Handhabe, wie hoch eine Abfindung sein sollte. Lediglich Anlehnungspunkte.

I. d. R. gibt es 0,5 - 2 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. Meistens wird zwischen 0,5 - 1 Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr gezahlt. Also bei 5 Beschäftigungsjahren kommt da nicht wirklich viel bei rum. Du musst es voll versteuern. lediglich keine Sozialversicherung davon bezahlen.

ICH würde es erstmal nicht machen. Du versägst wichtige Rentenpunkte, denn während der EZ wird ein Grundgehalt von 2.500 € p. M. zu grunde gelegt und vom Staat Deine Rentenkasse aufgestockt.

ICH würde mir ein Zwischenzeugnis ausstellen lassen, mich woanders bewerben, das ist schon gut, und vorerst während der EZ bei Deinem alten AG bei einem neuen AG beginnen. Mit der Genehmigung Deines alten AG's.

Wenn Du nicht gerade sehr viel in Deinem Job verdienst und Dein jetziger AG zahlt Dir max. 1 Monatsgehalt oder auch 2 Monatsgehälter p. J. lohnt sich der sofortige Ausstieg für Dich finanziell nicht in Anbetracht der Situation, das Du danach in eine ungewisse Zukunft gehst.

Für unter 60.000 € Abfindung würde ich keinen Arbeitsplatz aufgeben. Denn das, was nachher bleibt, ist nix.

Du kannst Dir das Angebot unverbindlich anhören, aber ich wette, wenn es der Firma eh schon schlecht geht, kommt da nicht viel bei rum.

LG Janette