Mit dem Leben unzufrieden

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von *Anna* 05.11.10 - 14:53 Uhr

Ich muss mir einfach alles mal von der Seele schreiben denn heute ist wieder einer der Tage an dem ich mich nicht wohl fühle und ich das Gefühl habe ich lebe dafür um darauf zu warten bis das Leben wieder zu Ende ist. Das hört sich vielleicht sehr krass an aber nein ich spiele nicht mit dem Gedanken mir das Leben zu nehmen allein schon wegen meiner Tochter die ich über alles liebe und für die ich so lange es geht da sein werde.

Über meine Kindheit kann ich nicht viel sagen da ich kaum Erinnerungen an meine Vergangenheit habe, sei es vom Kindesalter oder Jugendalter. Ich hatte wohl eine schöne Kindheit, viele Fotos von damals habe ich genug und das mir irgendwas schreckliches im Kindesalter passiert ist, das ist nicht der Fall. Ich habe das Gefühl die Erinnerungen an meine Vergangenheit nehmen von Tag zu Tag ab, wenn ich Gespräche mit anderen führe und wir beim nächsten mal nochmal drüber sprechen ist das meiste weg.
Als Jugendliche geriet ich auf die falsche Bahn, ich hatte viel mit Drogen und Alkohol zu tun. Mit 17 wurde ich das erste mal schwanger und habe meinem Freund zu liebe ( ich weis das hört sich schlimm an und es tut mir jetzt auch noch unendlich leid! ) abgetrieben. Ein halbes Jahr später hat mich ein Mann nach einem Discobesuch versucht zu vergewaltigen und wieder viel ich in ein schwarzes Loch. Nachdem habe ich mir zweimal versucht das Leben zu nehmen. Ich war für ein paar Monate in psychologischer Therapie aber habe vorzeitig die Therapie abgebrochen weil ich das Gefühl hatte das bringt mich ganz aus der Bahn darüber immer und immer wieder zu sprechen! Nach der Schule habe ich dann meine erste Ausbildung angefangen und musste sie durch meine schlechten Noten durch meine Faulheit und desinteresse wieder abbrechen. Ich kann mich an meinen groben Lebensweg zwar erinnern, aber an genaueres eben nicht.
Ich habe eine zweite Ausbildung angefangen und auch erfolgreich abgeschlossen, kurz nach meiner Ausbildung habe war ich von meinem Freund schwanger ( nicht geplant ) und unsere bezaubernde Tochter kam zur Welt die ich über alles liebe. Mit meinem damaligen Freund war ich 5 Jahre zusammen und dieses Jahr haben wir uns getrennt.
Beruflich läuft es für mich nicht gut ich verliere dieses Jahr noch meinen job ich fühle mich einfach unzufrieden und möchte meiner Tochter ein besseres Vorbild sein, ich möchte das sie eine lebensfrohe Mama hat. Aber so oft ich es auch versuche mich zu ändern ich falle ganz schnell wieder in dieses depressive Muster!

Ich habe einen neuen Partner den ich wirklich sehr gern habe, er ist immer für mich da und versucht mich gerade an meinen depressiven Tagen wieder aufzubauen. Wir leben getrennt das wird auch erstmal so bleiben. Als wir uns kennen gelernt hatten, hatte er kaum Geld war arbeitslos- jetzt verdient er sehr gut und kann sich vieles leisten und wie verhalte ich mich ihm gegenüber- schlecht. Es gibt nur wenige Momente wo ich ihm zeigen kann das er mir wichtig ist und ich glücklich bin wenn er da ist. Diese negative Einstellung ist zum Alltag geworden und ich habe angst das ich ihn durch meine Unzufriedenheit mit mir selbst verliere.

Es tut gut sich alles mal von der Seele zu schreiben, ich erwarte keine antworten von euch aber vielleicht gibt es ja jemanden dem es ähnlich geht und auch mit sich selber zu kämpfen hat.


LG #liebdrueck

Beitrag von pferdechen 05.11.10 - 15:05 Uhr

ich wünsche dir einen #sonne nachmittag
#herzlich#liebdrueck

Beitrag von *Anna* 05.11.10 - 15:16 Uhr

Dank Dir #liebdrueck

Beitrag von mamavonyannick 05.11.10 - 15:07 Uhr

hallo Anna,

die einzigen Fragen, die ich mir beim Lesen gestellt habe: WAS würde dich denn glücklich machen? WAS müsste passieren, damit es dir gut geht?

vg, m.

Beitrag von *Anna* 05.11.10 - 15:15 Uhr

Da kann ich mir selbst keine Antwort drauf geben. Ich wünsche mir das ich an erster Stelle beruflich ganz schnell wieder auf beiden Beinen stehe, aber ob sich dann wirklich was ändert bezweifel ich. Ich möchte nicht mehr dieses depressive Leben leben aber das hat sich mitlerweile so eingeschlichen das ich das Gefühl habe egal wie viel Mühe ich mir gebe, egal wie sich mein Leben verändern wird ich bleibe unzufrieden.

Beitrag von mamavonyannick 05.11.10 - 15:29 Uhr

Du musst ganz dringend rausfinden, was dir gut tut. auch für deine tochter. denn dir wird nicht immer so klein und niedlich sein, sondern irgendwann auch mit Problemen auf dich zukommen, die du dann lösen solltest;-) Wenn du aber zu sehr mit dir selbst beschäftigt bist, dann könnte das schwierig werden. Vllt solltest du doch noch mal den Gang zum Therapeuten wagen, denn vllt war dein damaliger Arzt einfach die falsche Person?!
Was mich so wundert, dass du dein Kindheit so verdrängst, vllt liegt da die Ursache, für deine Probleme? Und erst wenn du die Ursache kennst, dann kannst du deine Probleme auch lösen.
Ich wünsch dir alles Gute und hoffe, dass du die Kraft um Handeln findest.

Beitrag von inkibinky 05.11.10 - 15:52 Uhr

Hallo!
Ich würde auch sagen, Du brauchst dringend Hilfe. Depressionen sind nicht so leicht zu nehmen.
Entweder Du suchst Dir einen neuen Therapeuten, dem Du wirklich vertaust oder guckst nach Alternativen.
Z.B. Kinesiologie. Da gibt es auch Altersrückführungen, so dass vielleicht auch noch etwas aus der Kindheit aufzudecken ist. Das hat mir mal gut geholfen.

Alles Gute für Dich!

Beitrag von daslebenundich 05.11.10 - 15:54 Uhr

Meine Lebensgeschichte ist zwar absolut frei von Drogen,schlimmen Erlebnissen (bis vor kurzem) und trotzdem aknn ich annähernd nachempfinden wie es dir geht.

Manchmal fällt man einfach in ein Loch und kommt da schwer wieder heraus.Es fällt einem alles mögliche ein was einem im Leben fehlt (Job,Geld,Liebe etc..)

Es gibt für mich nur einen Weg daraus! Ich denke das ganze ist eine Einstellungssache. versuch die pessimistischen Gedanken weg zu werfen und denke an das was du hast und das es anderen Menschen viel schlechter geht!!! Du lebst, deine Tochter lebt! was gibt es wichtigeres?Ihr seid gesund!Ihr habt euch! Was wäre wenn all das nicht wäre? DANN hat man Grund zu verzweifelt!

Wie heißt es so schön? nach Regen kommt Sonne! Versuche dein gehirn zu übertricksen.
Bei mir funktionierst meistens.
Aber wenn deine Tiefs garnicht merh weggehen___ARZT!

Beitrag von *Elli* 05.11.10 - 20:10 Uhr

Hallo Anna,

du bekommst aber eine Antwort von mir, denn es tut mir sehr leid, was dir passiert. #schmoll
Es gibt Parallelen zwischen uns und ich weiß genau wie du dich fühlst.
Du bist depressiv und das nicht im Sinne des Volkmundes - du hast Depressionen.

Du bist schlecht zu deinem Freund, da du denkst, er verdient dich nicht.
Ich halte das jetzt mal kurz aber ich kann dir sagen, aus eigener Willenskraft schaffst du das nicht.
Ich habe damals eine Therapie gemacht, 2,5 Jahre lang und mein Lebenswille und meine Stärke haben mich da durch geführt. Ich habe nun ein tolles Leben. Ab und zu falle ich in alte Emotionen aber ich habe Strategien erlernt damit umzugehen.
Ich sage dir, es lohnt sich.

Bitte sei so gut und gehe zum Arzt, der kann dir weiterhelfen. Mach es dem Kind zuliebe. Denn egal wie du es zu verheimlichen suchst, Kinder haben sensible Antennen und sie z.Zt. das Kind einer Depressiven und das wird Auswirkungen auf sie haben. Glaub mir.

Beitrag von Icke auch 06.11.10 - 11:41 Uhr

Hallo Anna,

mir geht es wie Dir, zumundest aktuell, allerdings fehlt mir Deine Vorgeschichte.

Das Blöde an der Sache ist nur, das ich eigentlich alles habe, was man braucht und mir trotzdem etwas fehlt, was ich aber nicht benennen kann.

Es gibt wenige gute Tage, da gehts mir bombig. Das sind aber meistens auch Tage, an denen ich 14 Stunden gearbeitet habe und total ausgepowert bin.

Hab ich mehr Zeit zum Denken, dann hass ich mein Leben, meine Ehe, obwohl er mich auf Händen trägt, mir jeden realitischen Wunsch erfüllt. Was tue ich blöde Kuh? Mach ihn für meinen "Zustand" verantwortlich.

Meine Kinder sind groß, kommen gut klar, es ist wirklich alles gut, aber ich dreh regelmäßig am Rad. Kann Menschen nicht lange um mich ertragen usw.

Nun steht endlich (nach 5 Jahren) eine neue Wohnung an, hoffentlich klappt es, dann hab ich wieder ein Ziel, auf das ich hinarbeiten kann, aber was ist danach?

Du siehst, es gibt noch viele wie Dich, die sich immer im Kreis drehen.

Ich wünsch uns beiden das, was uns glücklich macht und allen anderen Menschen, die diese Art Leben leben natürlich auch :)

Liebe Grüße

Beitrag von *Elli* 06.11.10 - 15:56 Uhr

Warum änderst du nichts? Warum bearbeitest du den Scheiß nicht?
Was hindert dich daran, ein besseres Leben in Angriff zu nehmen? #liebdrueck
Ich habe es geschafft, es geht...
Früher hatte ich Panikattaken, mir ging es zu 80% mies und wenn es mir gut ging war ich eher euphorisch... "Normal" gab es nie...
Ich habe so vieles über mich gelernt und ich habe es geschafft mich 80% gut und nur 20% mal schlecht zu fühlen...
So richtig depressiv bin ich sehr selten und dann weiß ich, was ich machen kann...
Ich weiß woher meine Depressionen entstammen und ich weiß, was sich nicht ändern wird, und ich weiß, wie es mir gut gehen kann...
Geh und such dir Hilfe, denn du alleine kannst und wirst es nicht schaffen können...

Ich lese z.Zt. ein Buch, in dem ich mich oft wiederfinde und das mir schon sehr geholfen hat:
http://www.amazon.de/Nein-sagen-ohne-Schuldgef%C3%BChle-Gesunde/dp/3775149538/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1289055197&sr=1-1-spell

Ich mag es auch nicht, viele Menschen um mich herum zu haben. Habe keine festen Freunde aber ein paar Bekannte, das langt mir. Ich kann und will mich nicht so sehr auf Freundschaften einlassen. Fehlt mir auch nicht...
Trotzdem bin ich ein offener Mensch...

lg Tanja

Beitrag von *Anna* 06.11.10 - 20:36 Uhr

Tja warum versucht man nichts daran zu ändern, man möchte sich nicht eingestehen das man eventuell krank ist und Depressionen hat. Ich bin mir heute noch nicht sicher ob ich vielleicht nicht übertreibe und einfach nur ein "schwacher" Mensch bin der irgendwann vielleicht mal von alleine aus dem tiefen schwarzen Loch rauskommen sollte- ohne Hilfe. Eine gute Freundin von mir die als Einzige davon bescheid weiß meint sowas kommt häufiger vor und man muss dafür nicht zum Arzt oder irgendwelche Medikamente nehmen es wäre eine Sache der eigenen Einstellung man müsste nur lernen positiver zu denken.

Ich kenne das sobald ich unter Menschen bin wird mir alles schnell zuviel und ich bin ganz schnell wieder deprimiert und negativ eingestellt vielleicht auch sogar anderen Menschen gegenüber verschüchtert.

"Ich mag es auch nicht, viele Menschen um mich herum zu haben. Habe keine festen Freunde aber ein paar Bekannte, das langt mir. Ich kann und will mich nicht so sehr auf Freundschaften einlassen. Fehlt mir auch nicht...
Trotzdem bin ich ein offener Mensch... " Das kommt mir so bekannt vor!




Liebe Grüße #liebdrueck

Beitrag von *Lilli* 08.11.10 - 17:51 Uhr

Ach mensch, Anna, lass dir sagen, ich bin ein sehr, sehr starker Mensch und nur deshalb habe ich das geschafft... Und lass dir sagen, auch du musst stark sein, sonst würdest du nicht so leben können, sondern hättest schon Suizid begangen (s. Enke) - hört sich hart an, ist aber wahr... #liebdrueck

Und damit alleine klar kommen zu wollen, ist der größte Denkfehler.. Das schaffst du nicht, so ist der Mensch nicht konzipiert...

Hör auf zu grübeln, tu es deinem Kind zuliebe und beweg deinen Hintern morgen zum Arzt und hol dir Adressen von Therapeuten... Bitte...
Ich habe nie Medis geschluckt, aber du wärest erstaunt, wenn du wüsstest, was Reden alles schafft...

Oder such dir was im www:
http://www.google.de/search?hl=de&rlz=1I7MOOI_de&q=depression+forum&aq=7&aqi=g10&aql=&oq=Depressi&gs_rfai=

mach was, bitte......




Beitrag von hummelinchen 10.11.10 - 15:35 Uhr

wie geht es dir heute?????? #klee