Er muss mind. eine 2 schreiben, um aufs Gymnasion zu kommen

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von filo 05.11.10 - 15:26 Uhr

Hallo,

es geht um meinen Sohn (4. Klasse).

Er macht mir gerade etwas Sorgen, oder besser, die Schule.
Er ist ein ziemlich guter Schüler. Von daher ist eigentlich klar, dass er aufs Gymnasium soll (will er auch selber).

Nun braucht er dafür aber in den Fächern Mathe, Deutsch und Sachkunde einen Notenschnitt von 2,0.
In Sachkunde und Mathe ist es kein Problem. In Deutsch hat er bisher aber eine 1 und eine 3. Er muss also in der nächsten Arbeit (nächste Woche) mindestens eine 2 schreiben, sonst kommt er nicht aufs Gymnasium.
Ich meine, das Wissen hat er ja, aber mein Sohn macht gern mal Schusselfehler. Und bei dem Bewertungsmaßstab heutzutage fängt man doch mal leicht eine 3.

Ich finde es einfach nur so ärgerlich, dass alles von dieser einen Note abhängt #aerger
Ich hatte gestern auch Elterngespräch mit seiner Klassenlehrerin und die meinte auch, dass er auf jeden Fall aufs Gymnasium gehört, aber letztlich der Notenschnitt entscheidend ist. Und wenn da eine 2,1 dabei rauskommt, kann sie auch nix machen.

Ich übe jetzt nochmal kräftig mit ihm und dann hoffe ich, dass das nächste Woche klappt.
Wenn ich sehe, dass die meisten Akademiker nicht die deutsche Rechtschreibung beherrschen (und die müssen ja auch irgendwann mal ihr Abitur bestanden haben) und dann meinen Sohn, der mal den Punkt am Satzende vergisst und dafür gleich ne 2 kassiert, dann geht mir die Hutschnur #augen

LG Filo #herzlich

Beitrag von callygraphy 05.11.10 - 15:36 Uhr

Bei allem Verständnis für deinen Ärger,

aber wieviele Akademiker kennst du denn, dass du behaupten kannst, die Meisten wären der Rechtschreibung nicht mächtig?

Das empfinde ich als einen Arschtritt, angeleitet durch die Kraft deines Neides darauf, dass dein Sohn wegen einer einzigen verpatzten Note eventuell mal nicht zu diesem Kreis gehören könnte.

Abgesehen davon: wenn die meisten Akademiker noch nicht einmal die Rechtschreibung beherrschen - ungeachtet all der anderen Defiziete die wir wohl dann aufweisen müssen - dann sollte es doch für dich ohnehin nicht erstrebenswert sein, deinen Sohn aufs Gymnasium zu schicken um ihm die best mögliche Laufbahn zu ermöglichen.

Am Ende landet er noch im Kreis der Akademiker.

Tzä.
Ärgerlich sowas.

Beitrag von filo 05.11.10 - 15:40 Uhr

Ich habe beruflich sehr viel mit Akademikern zu tun - und ihren schriftlichen Ergüssen.

Natürlich gibt es welche, die einwandfrei schreiben können, aber die sind definitiv in der Unterzahl ;-)

Meine Cousine, die Deutsch(!) und Geschichte auf Lehramt studiert, hat mir zudem mal eine Diplom-Arbeit zum Korrekturlesen gegeben. Seitdem habe ich keine Illusionen mehr...

Beitrag von callygraphy 05.11.10 - 15:50 Uhr

Ja gut, Idioten und Vollpfosten, und eben jene Akademiker die es irgendwie schaffen durchzukommen, gibt es überall - aber dann gleich von "den meisten Akademikern" zu sprechen, finde ich schon reichlich unfair.

Zumal du ja für deinen Sohn sicherlich auch hohe Ziele steckst und wahrscheinlich auch weniger ein Problem damit hättest, wenn er mal ein Akademiker würde.

Steht er denn in den beiden anderen Fächern so haargenau auf 2,0, dass es eine einzige schlechtere Note als "2" jetzt so runterreisen würde?

Besteht nicht die Möglichkeit, es eventuell durch eine mündliche Note oder eine Extra-Arbeit noch auszugleichen?

Seid ihr echt an das Ergebniss des Durchschnitts an Noten gebunden?
Bei uns hat man trotzallem (Empfehlung der Grundschule und des Durchschnittes) als Eltern das letzte Wort.

Beitrag von italyelfchen 05.11.10 - 16:41 Uhr

Hey,

da muss ich dann aber auch protestieren!

Bin Akademikerin und habe eine Rechtschreibschwäche! Trotzdem bin ich weder Idiotin, noch Vollpfosten und habe ich auch nicht durchgewurschtelt! Dazu kenne ich gerade im Bereich der Naturwissenschaften tatsächlich recht viele Kollegen mit Rechtschreibschwäche...

Gruß,
Elfchen

Beitrag von callygraphy 05.11.10 - 16:48 Uhr

So meinte ich das auch gar nicht.

Ich meinte es gibt durchaus Idioten und Vollpfosten die es immer irgendwie schaffen durchzukommen - sei es durch Beziehungen oder was auch immer.
Und von denen dann auf die "meinsten Akademiker" zu schließen finde ich einfach unfair.

Natürlich gibt es unter Akademikern auch jene die ein eine "Krankheit" haben, eine LR-Schwäche, oder, oder oder.
Genau das meinte ich ja.

Jemandem der keine gute Rechtschreibung hat auch gleich die Intelligenz abzusprechen (und damit die Grundlage des akademischen Abschlusses) ist doch Blödsinn.

Es gibt genauso viele Menschen unter NIcht-Akademikern die eine mieese Rechtschreibung haben wie unter Akademikern - und niemand spricht hier von den "meisten Menschen".

Beitrag von callygraphy 05.11.10 - 16:51 Uhr

Im Übrigen sieht man an meinem letzten Post die Qualität meiner Rechtschreibung und ich habe 3 Studienabschlüsse mit je dem dazugehörigen Akademischen Titel und schreibe grad an meiner Dissertation .

Gott seis gedankt dass es gute Korrekturleser gibt .
Und Blöd bin ich deshalb trotzdem nicht.

:-p

Beitrag von juniorette 05.11.10 - 17:05 Uhr

Hallo,

"aber wieviele Akademiker kennst du denn, dass du behaupten kannst, die Meisten wären der Rechtschreibung nicht mächtig? "

ich kenne genügend.

Jüngstes Beispiel ist diese Urbia-Möchtegern-Akademikerin:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&b...8241415

Dir ist schon bewusst, dass im Gymnasium Rechtschreibfehler (z.B. in einer Geschichts- oder Mathearbeit) NICHT zur Abwertung der Note führen, oder? #gruebel

Wenn es nach mir ginge, bekämen Rechtschreibfaulenzer (ich rede NICHT von Krankheiten wie LRS etc.) nicht ihr "Reifezeugnis", denn zu dieser Art "Reife" gehört für mich auch, dass man einen gewissen Wert auf seine eigene Rechtschreibung legt. Aber die Zeiten haben sich leider geändert.

Sorry, aber da kann ich den Ärger der TE schon verstehen.

LG,
J., Dipl.-Inf. (Univ.) :-p

Beitrag von renate61 05.11.10 - 15:50 Uhr

In welchem Bundesland wohnt ihr denn?In NRW gibt es gar keinen festgeschriebenen Notenschnitt.Dort bekommt man entweder eine eingeschränkte oder eben uneingeschränkte Empfehlung.Wenn keine Empfehlung für das Gymnasium vorliegt kannst du ihn immer noch am Prognoseunterricht teilnehmen lassen,.

Beitrag von schwangeramos 05.11.10 - 15:56 Uhr

Ich als Grundschullehrerin finde es eigentlich sehr gut, dass die Maßstäbe recht hoch angelegt werden. In NRW gibt es viele Kinder, die meines Erachtens auf dem Gymnasium überfordert sind.
Bei einer Entscheidungsfindung allerdings, finde ich, sollten doch mehr Faktoren eine Rolle spielen. Noten sind doch nur eine Momentaufnahme. Wie selbständig kann dein Sohn arbeiten? Kannst du ihn ggf. unterstützen? Wie ist sein Sozialverhalten?... Es gibt zahlreiche Argumente mehr, als nur die Noten, ob ein Kind die Empfehlung fürs Gymnasium bekommt.
LG Julia

Beitrag von filo 05.11.10 - 16:09 Uhr

Ich selber bin ja - eigentlich - auch dafür, dass die Maßstäbe etwas höher sind was die Eignung für das Gymnasium anbelangt.
Andererseits finde ich es auch wieder sehr amtsmännisch, da auf exakt den Notenschnitt von 2,0 zu pochen.
Wir wohnen übrigens in Sachsen.
Bis vor kurzem war der Schnitt noch 2,3 (meine ich).

Mein Sohn arbeitet durchaus sehr selbstständig, ich muss ihm eigentlich auch nie bei den Hausaufgaben helfen. Seine Lehrerin meinte gestern auch, dass er im Unterricht sehr viel mitdenkt und Fragen zu logischen Zusammenhängen aufwirft. Finde ich jetzt nicht unbedingt eine schlechte Voraussetzung fürs Gymnasium.

Beitrag von butler 05.11.10 - 16:06 Uhr

Na dann sei mal froh das bei euch 3x die 2 in den Fächern sein darf um auf Gymnasium zu kommen. Woanders ist es mit 2x2 und 1x1 schon nicht leicht. Dann den Aufnahmetest, Aufnahmegespräch
LG und setze bitte deinen Sohn nicht unter Druck!!!

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 06:36 Uhr

Bei 2x2 und 1x1 ist es nicht leicht ins Gymnasium zu kommen und man muss einen Aufnahmetest machen?

Von welchem Bundesland redest Du wenn ich fragen darf?

Beitrag von butler 06.11.10 - 11:38 Uhr

Brandenburg
LG

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 11:45 Uhr

Und da wird in jedem Einzelfall ein Aufnahmetest geschrieben? Dann sind die Ausgangsnoten doch eigentlich egal.

Beitrag von butler 06.11.10 - 12:54 Uhr

Schau mal:
http://www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/lbm1.c.378052.de

der "normale" Übergang ist dann nach der 6. Klasse zur weiterführenden Schule. Wobei da der Notenschnitt über 1,4 sehr schlecht für Chancen auf das Gymnasium ist
LG

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 13:12 Uhr

Ich habe es nur überflogen. Bestehen diese Hürden denn nicht nur, wenn man bereits nach der 4. Klasse auf eine "Begabtenklasse" wechseln will?

Das nach der 6.Klasse ab 1,4 Durchschnittsnote schlechte Chancen fürs Gymnasium bestehen konnte ich dem Link nicht entnehmen.

Beitrag von butler 06.11.10 - 13:55 Uhr

Bei der TE ging es um den Übergang nach Klasse 4
Zur 7. hin geht es nach: Angebot und Nachfrage bestimmen den Notenschnitt.
LG

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 16:09 Uhr

Das für Sonderfä#lle Sonderegeln gelten ist klar.

Bei Deiner Antwort war nicht ersichtlich, dass sich diese auf einen Sonderfall bezieht.

Unter 1,4 wäre ja für einen Regrelfall kaum vorstellbar. Deshalb überhaupt meine Nachfrage.

Im Nachhinein ist es also doch nicht so krass.

Beitrag von 280869 05.11.10 - 16:07 Uhr

Kommst du aus Sachsen?
Dann ließ mal hier, ich denke da ist alles noch offen:

http://www.sachsen-macht-schule.de/schule/1787.htm

VG 280869

Beitrag von otto123 05.11.10 - 16:17 Uhr

... die meisten Akademiker ....

Das ist echt eine Beleidigung und eine unsachliche Behauptung!

Beitrag von aylin80 05.11.10 - 16:23 Uhr

Und Gott sei Dank fühlt sich dein Sohn sicher nicht unter Druck gesetzt...

Beitrag von erstes-huhn 05.11.10 - 16:31 Uhr

Was möchtest du denn?

Das dein Sohn Akademiker wird oder die deutsche Rechtschreibung beherrscht?

Beides scheint ja nach deiner Vorstellung nicht zu gehen.

Um es klar zu sagen: Du wiedersprichst dir in deinen Ausführungen selber.
Vielleicht ordnest du deine Gedanken ehe du einen Tread verfaßt?!

Ansosnten: Was kommt, das kommt - nach der Realschule kann er immer noch auf das Gymnasium, wenn die Noten dann stimmen....

Beitrag von luka22 05.11.10 - 16:37 Uhr

Das ist alles so bekloppt, dass mir die Worte fehlen. Die Lehrerin meint er sei ein Gymnasiast, aber wenn ein Zehntel fehlt, könne sie auch nichts dafür #kratz? Unser Schulsystem ist ja sowas von krank! Die zukünftige Schullaufbahn eines Kindes von EINER Note abhängig zu machen, ist einfach nur unpädagogisch.
Aber, wenn diese Schule so zahlenfixiert ist, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als die Daumen zu drücken.


Grüße
Luka

Beitrag von itsmyday 05.11.10 - 17:15 Uhr

Irgendwie glaube ich das nicht ganz.

Wenn ein Kind aufs Gym gehört, dann kommt es da auch hin. Ist die Lehrerin wirklich davon überzeugt, wird sie es möglich machen. Das kann sie Dir zwar so nicht sagen, aber wirst sehen, das klappt! #pro

LG Itsy

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