Ich kann mich nicht zu einem Kind "durchringen" die Zeit läuft weg...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von total-unentschlossen 05.11.10 - 17:46 Uhr

Vielleicht geht es ja noch anderen so. Ich bin inzwischen 36 Jahre alt, seit 10 Jahren mit meinem Partner zusammen und bisher (gewollt) kinderlos.

Meinem Partner ist es egal, ob wir Kinder bekommen oder nicht. Er überläßt die Entscheidung allein mir. Er würde sich genauso über ein Kind freuen, wie er damit leben könnte, nie Vater zu werden. Für ihn hat das keine Prio.

Für mich, im gewissen Sinne, auch nicht. Ich merke bzw. weiß halt nur, dass mir die Zeit wegläuft. Gott, wo sind die Jahre hin. Ich fühle mich nicht wie 36 und sehe auch (ehrlich) nicht so aus. Aber was nutzt es...

Manchmal denke ich, es wäre ganz nett, Nachwuchs zu haben, aber mir ist ständig das "Preisschild" bewußt, das da dran hängt.
Ich habe einen sehr stressigen und zeitintensiven Job. Ich gehe jeden Tag um halb neun aus dem Haus, bin nie vor halb sieben zuhause. Manchmal gehts auch noch länger. Ich will mich nicht darüber beschweren, ich LIEBE meinen Job. Und genau das ist das Problem.
Mein Partner hat immer klar gestellt, er wird mich finanziell etc. 100% unterstützen, würde notfalls auch mal 2 Monate zuhause bleiben, aber sonst beruflich für ein Kind nicht kürzer treten.
Es ist bei uns beiden ähnlich. Wenn wir aus dem Job für länger als 3 Monate aussteigen, dann ist der Job weg. Klar, man kann in Deutschland nicht deswegen entlassen werden, aber wir würden, wenn wir wieder in die Firma kommen, Jobs in anderen Bereichen bekommen. Beide wollen wir das nicht.

Ich leite ein Team mit 10 Mitarbeitern, habe viel Verantwortung, mir macht das unsagbar viel Spaß. Ich habe 3 Kollegen auf gleicher Ebene, die Fluktuation in den Jobs ist in den letzten 5 Jahren gleich NULL. Würde ich gehen, würden sie meinen Posten neu besetzen und ich würde in einen anderen Unternehmensbereich kommen. Ätzend!

"Dummerweise" mache ich den Job inzwischen auch schon sechs Jahre (mein Bereich ist mit der Firma gewachsen, erst war ich allein, jetzt mit Team). Vor 3 Jahren dachte ich noch, mir wird irgendwann langweilig und dann hätte ich Zeit zum Kinder kriegen und ein Bereichswechsel würde mir nicht so viel ausmachen, aber das Gegenteil ist der Fall.

Und am Wochenende schaffe ich es gerade mal so, Familie, Freunde und quality time für mich unter einen Hut zu bekommen. Für ein Kind ist da nicht wirklich viel Zeit über.

Was meint ihr?
Bin ich einer dieser Fälle, die das Mutter-sein einfach besser sein lassen, weil sie dafür nicht geschaffen sind?
Bin so unschlüssig....

Beitrag von dore1977 05.11.10 - 17:54 Uhr


Hallo,

wieso denkst Du überhaupt darüber nach ein Kind zu bekommen ? Weil es dazu gehört ?

LG Dore

Beitrag von total-unentschlossen 05.11.10 - 18:00 Uhr

Zum Teil auch, weil ich denke, dass es dazu gehört.
Umgekehrt finde ich Familienleben zum Teil auch schön, ich selber habe viele schöne Erinnerungen an meine Kindheit.
Habe auch durchaus Spaß daran, Kinder auf dem Weg in ihr eigenes Leben zu begleiten. Sie sind für mich weniger "Besitz", als ein Individuum, dem man helfen kann auf dem Weg in die eigene Zukunft (und das bestmöglich tun sollte).
Aber meine Ansprüche an mich daran sind so hoch, dass ich nicht sehe, wie diese mit meinem Job o.ä. vereinbar sein sollten. Eines käme zu kurz. Das Kind hat nicht verdient, zu kurz zu kommen, komme ich zu kurz, wäre ich sehr schnell sehr unglücklich. Da bin ich mir ziemlich sicher. Ich ziehe viel aus dem Job.

Beitrag von mutschekiebchen 05.11.10 - 17:57 Uhr

Hallo,

nur weil man kann,muß man kein Kind bekommen.

LG.mutschekiebchen

Beitrag von fray33 05.11.10 - 18:35 Uhr

Hallo,


ganz erlich-du gibst dir doch schon selber die Antwort u.a. bin so unschlüssig...oder

Und am Wochenende schaffe ich es gerade mal so, Familie, Freunde und quality time für mich unter einen Hut zu bekommen. Für ein Kind ist da nicht wirklich viel Zeit über.

oder meinem Partner ist es egal-ob wir Kinder bekommen...

Das hört sich doch schon so an-das in deinem Leben kein Platz für ein Kind ist und du dich im inneren doch schon dagegen endschieden hast...

Für mich wahr von anfang an klar-ein Leben ohne Kinder-könnte ich mir niemals vorstellen...ich habe zwei Mädchen #verliebt und ja-wir könne uns vorstellen noch ein drittes zubekommen und es hat sich vieles geändert in meinem Leben...aber für kein Geld der Welt möchte ich meine Kinder missen... Und man schaft es -mein Mann geht Vollzeit arbeiten und ich 60 % -es ist oft stressig alles unter einem Hut zubekommen aber ein Lächeln von meinen Kinder oder eine Umarmung-das hat mehr wert-wie alles andere....

Ich hoffe für dich-das du die richtige endscheidung triffst...ich kenne eine alte Frau-die hat zu meinem Mann gesagt...du hast alles im Leben richtig gemacht...Frau und wundervolle Kinder und ich beräue es-das nie Kinder bekommen habe....

Lg und alles gute

Beitrag von kein plan 05.11.10 - 19:10 Uhr

mir geht es ähnlich (bin anfang 30).
jetzt nicht wegen dem job, sondern eher weil ich dann keine "freiheiten" mehr habe, kann nicht mehr spontan das machen, worauf ich lust habe. das macht mir irgendwie angst.
mir kam auch schon der gedanke, dass ich vielleicht garnicht gemacht bin eine mutter zu sein #gruebel
außerdem war ich mal bei einer geburt dabei und seit dem "schreckt" mich das auch eher ab irgendwie (die schmerzen etc)
es kann natürlich sein, dass es in einigen jahren anders aussieht, also meine denkweise. aber ich bin ja auch schon über 30 (sehe übrigens auch viel jünger aus) #kratz
ich mag kinder ansonsten aber.

hach, ich weiß auch nicht...

Beitrag von total-unentschlossen 05.11.10 - 19:17 Uhr

ja, das ist auch so ein Punkt bei mir. Der Job läßt mir ohnehin schon eher wenig Freiheiten. Das ist auch ok, ich mache ihn ja gerne, das ist für mich keine "Arbeit" im klassischen Sinne.
Aber natürlich habe ich auch ein Leben jenseits des Jobs, das mir gut gefällt. Wir sind totale Australien-Fans und fahren jedes Jahr 4 Wochen dort hin. Ich habe noch ein ehrenamtliches Hobby, das manchmal zeitraubend sein kann, das mir aber auch viel gibt.
Ich müßte all das einschränken und all die Freiheiten wären weg.
Umgekehrt habe ich schon Angst, irgendwann mit über 60 die Entscheidung zu bereuen.
Und irgendwie finde ich Babys auch total anstrengend. Ich habe erst "Spaß" an Kindern, wenn sie 2-3 Jahre alt sind und nicht mehr so ein hilfloser Wurm.

Beitrag von kein plan 05.11.10 - 19:40 Uhr

Und irgendwie finde ich Babys auch total anstrengend. Ich habe erst "Spaß" an Kindern, wenn sie 2-3 Jahre alt sind und nicht mehr so ein hilfloser Wurm.





geht mir auch so.
2 bekannte pärchen haben die letzten monate babys bekommen und da kriegen wir auch so einiges mit. bekommen u.a. teilweise kaum schlaf und das zerrt ziemlich an den nerven.

wenn wir uns irgendwann entscheiden sollten keine kinder zu bekommen, kann es sicher durchaus sein, dass wir es in zig jahren bereuen. oder auch nicht.
neulich hat eine bekannte über kinder gesprochen (sie selber kann leider keine bekommen) und das kinder ja was tolles wären usw. ich antwortete nur, dass ich dazu noch nicht die meinung habe, ob ja oder nein und wurde gleich schief angeschaut! natürlich tut mir das leid, aber nur weil ich kinder bekommen könnte, muß ich ja nicht auch welche bekommen!?

Beitrag von xyz74 05.11.10 - 22:20 Uhr

natürlich tut mir das leid, aber nur weil ich kinder bekommen könnte, muß ich ja nicht auch welche bekommen!?
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Woher weißt Du denn, dass Du welche bekommen kannst?

Kenne zig Frauen /Paare die dachten auch, dass sie Kinder bekommen können, bis sie es versucht haben.
Tja, dumm gelaufen!
Die Uhr macht ticktack aber der Körper spielt nicht mit.

Beitrag von kein plan 06.11.10 - 10:41 Uhr

na weil der arzt mir nichts gegenteiliges gesagt hat. man sieht ja bei der untersuchung, ob etwas nicht in ordnung ist.
aber gut, muß nichts heißen, ich weiß.

ging mir auch eher um was anderes und nicht ob ich kinder bekommen könnte oder nicht.

Beitrag von dannliebernicht 05.11.10 - 20:51 Uhr

Hallo,

wenn ich deine Texte so lese, bin ich der Meinung, ihr solltet es bei eurem so ausgefüllten Leben belassen und keine Kinder bekommen.

Entweder man möchte früher oder später Familie haben ( dann ist man aber auch GERNE bereit, in Freizeit u Job kürzer zu treten ) , oder eben nicht - wie anscheinend in deinem Fall.

Wenn du MOMENTAN auf nichts verzichten kannst, was dein jetziges Leben ausmacht, dann musst du natürlich damit rechnen, dass du es irgendwann bereuen könntest..... das weisst du aber heute noch nicht, genauso wenig, wie du weisst, wie lange dir dein Job noch so ein Spaß macht, dir deine Hobbys etc noch das geben, was sie dir JÉTZT geben.

Das KANN von einem aufs andere Jahr anders aussehen..... nur sinkt auch mit jedem JAhr deine Wahrscheinlichkeit, Kinder zu bekommen.

Darüber muss man sich im Klaren sein und eben Prioritäten setzen BEVOR es zu spät ist.

Dass jemand es später bereut, sich GEGEN Kinder und FÜR den Job entschieden zu haben, habe ich schon öfter gehört, den umgekehrten Fall allerdings noch nie.

LG

Beitrag von aeternum 05.11.10 - 21:04 Uhr

Aloha,

naja - den umgekehrten Fall hört man deswegen nicht, weil es nicht grad gesellschaftstauglich ist zu sagen: "Ich wäre echt glücklicher gewesen OHNE Kind(er)." Und darauf den umherwuselnden Nachwuchs schief anzuschauen..

Ich denke schon das es Leute gibt die sagen könnten, daß sie ihre Kinder lieben, aber ohne sie auch glücklich geworden wären. Das ist nicht dasselbe wie ein Kind zu bereuen, aber trotzdem wird es selten gesagt.

Ich gehöre übrigens zu den Leuten, die das sagen können. Ich liebe mein Kind über alles, und nie mehr würde ich es hergeben. ABER ich bin sicher, ich wäre auch ohne Kind glücklich geworden, ganz klar. Mein Leben war auch ohne Kind erfüllt - jetzt erfüllt es sich in einem anderen Bereich, eben in jenem, in dem ich einem kleinen, herrlichen Menschlein meine innige Liebe schenke.

Liebe Grüße,

Ae

Beitrag von sharlely 05.11.10 - 19:45 Uhr

Hallo,

wieso denkst du dann über ein Kind nach? Dir macht dein Leben doch Spass so wie es ist. Vll. wirst du es irgendwann bereuen, vll. auch nicht. Ich bin ehrlich, für mich wäre ein Leben nur für die Arbeit nichts. So wie du schreibst klingt das ganze ziemlich trostlos, ich mein so ohne Inhalt. Dein Partner und du, ja ihr lebt halt miteinander, aber sonst? Mag sein, dass ich ein wenig viel hineininterpretiere, aber deine Schreibweise klingt irgendwie so abgeklärt.
Weißt du ein Kind muss man wollen, aber man muss sich deswegen nicht selbst aufgeben. Du kannst auch mit Kind arbeiten, natürlich nicht mehr in dem Umfang in dem du jetzt arbeitest. Obwohl geht sicherlich auch, aber ich schätze mal, dass es für ein Kind nicht unbedingt schön ist bis spät abends auf die Mami zu warten. Aber du kannst trotzdem TZ arbeiten und bist nicht nur Mutter und Hausfrau. Das schöne am Mama sein ist, das es dir egal sein wird ob sie deinen Posten anderweitig besetzen oder nicht. Dann gibts nämlich wichtigeres, dann wird für andere Dinge keine Zeit mehr bleiben und du wirst es so wollen. Und das ganze ist ja auch eine ganz andere Art von Herausforderung. Glaub mir, es gibt nichts schöneres als die Liebe zu einem Kind. Ich weiß es klingt kitschig. Bis vor zwei Jahren, hätte ich auch noch über so einen Satz gelacht, dann traf es mich selbst mit voller Wucht und völlig unglaublich. Und elf Monate später gleich nochmal. Ich sitze oft bei meinen Kindern am Bett, seh zu wie sie schlafen und kann es einfach nicht glauben, das man SO etwas fühlen kann. In dieser Sache, kann man glaub ich nicht rational mit Verstand denken. Hör auf deinen Bauch und dein Gefühl. So jetzt aber Schluss mit der Gefühlsduselei, aber ich hoff du weißt wie worauf ich hinaus will.

LG S.

Beitrag von pipu 05.11.10 - 19:46 Uhr

Hallo,
ich erzähle dir einfach mal wie es bei mir war.
Für mich war immer klar, dass ich Kinder habe möchte. Ich habe selber drei Geschwister, wir verstehen uns alle super und "sowas" wollte ich auch immer haben.
Mein Mann und ich haben uns gegenseitig immer sehr viel Freiheiten gelassen, ich war oft und spontan unterwegs. Habe auch nebenbei noch einiges ehrenamtlich im Verein gemacht. Habe eine sehr aufwendige Fortbildung gemacht und war auch im Job erfolgreich, aber eben auch sehr eingebunden.
Mit ende zwanzig kam dann auch immer öfter der Gedanke "Willst du wirklich Kinder und das alles aufgeben? Bist du wirklich noch in der Lage dein Leben nach so einem kleinen Menschen auszurichten?"

Dann kam irgendeine Familienfeier auf der auch meine Tante erschien. Sie, 70 Jahre alt, kinderlos, verheiratet. Ich ging auf Toilette und kam in den Saal wieder rein, sah meine Tante mit ihrem Mann und sah auf der anderen Seite meine Eltern mit meinen Geschwistern, deren Kindern und Partnern.
Das war der Moment wo ich wußte was ich will.
Wir haben zwei Kinder (2,5 Jahre und 4 Monate) und ich habe noch keine Minute bereut.
Klar muss ich erstmal beruflich zurückstecken, aber das gehört eben für ein Elternteil dazu (finde ich). Aber es kommen auch wieder andere Zeiten, im Moment sind eben andere Dinge wichtig.

Natürlich habe ich keine Garantie, dass wir in 20/30 Jahren so ein tolles Verhältnis haben wie es in meiner Familie ist, aber ich habe auf jeden Fall die Chance darauf.

Ich hoffe, dass du eine Entscheidung treffen kannst mit der du wirklich glücklich wirst!
#herzlich

Beitrag von gh1954 05.11.10 - 19:55 Uhr

Kannst du deine Teilzeit-Muttergefühle nicht an Nichten und Neffen auslassen? :-)

So wirklich passt kein Kind in dein Leben, der Wunsch ist auch nicht da (Manchmal denke ich, es wäre ganz nett, Nachwuchs zu haben).

Beitrag von asimbonanga 05.11.10 - 20:01 Uhr

Einen wirklichen Kinderwunsch kann ich auch nicht herauslesen.

Beitrag von hummelinchen 05.11.10 - 20:00 Uhr

Du hast eine Gebärmutter, also bist du dazu geschaffen, Mutter sein zu können... ;-)
Die Metaebene ist da eine andere, wie du schon beschrieben hast...
Ein Kind haben zu wollen, ist keine Vernunft- bzw. Kopfentscheidung... Es ist eine Herzensangelegenheit... #verliebt

Wenn du jetzt nicht Mutter werden willst, dann lass es eben sein... Du hast ein erfülltes Leben... #ole
Du hast aber Angst es irgendwann bereuen zu können..... so hart sich das anhört - das ist der Preis.... Und der könnte hoch sein... Aber so wäre es dann...
Ganz pragmatisch gesehen... #cool

Solltest du morgen schwanger sein, wäre es erst einmal ein derber Schlag aber wenn das Kind da ist, wirst du nicht verstehen, wie du jemals etwas anderes denken konntest...
Kinder sind mit Vernunft nicht her- oder weg zu denken....
Apropos Vernunft- was sagt dein Herz???? #schein

Ich bin mit 19 Mutti geworden und es war anfangs sooo anstrengend aber ich wollte den Drops nie, nie, nie missen müssen.... #verliebt

Es ist dein Leben, deine Entscheidung.... :-)

Beitrag von mama3001 05.11.10 - 20:12 Uhr

Kinder passen meist nie in das Lebensbild eines Paares #rofl

Wenn es dir um deinen Job geht.... Wenn ihr beide soviel arbeitet verdient ihr evtl auch gut.... Wie wäre es mit einer Kinderfrau?

Aber wenn du glücklich bist wie es läuft, dann lass es lieber!

Hör auf dein Herz

Beitrag von claerchen81 05.11.10 - 20:58 Uhr

Hi,

gerade bei "Karriere-Frauen" - d.h. Frauen, denen der Beruf sehr wichtig ist - ist eine bewusste Entscheidung pro Kind relativ schwierig. Es fehlt akut nichts im Leben, also: was sollte DAFÜR sprechen?

Das Problem bei diesen Überlegungen: ein Kind verändert die Sichtweise auf die Welt vollkommen. Wenn man keins hat, bleibt einem diese Dimension verborgen. Insofern kannst du ohne ein Kind zu haben ganz schwer verstehen, warum es so toll ist, Kinder zu haben ;-) Wir werden es dir auch nicht erläutern können, denn leider kann man das, auf was man verzichten muss, leichter in Worte zu fassen als das, was man gewinnt - dabei ist letzteres viel bedeutender ;-).

Mutter Natur hat uns auf Fortpflanzung programmiert, irgendwann könntest du es bereuen, dass du keine hast. Aber ich denke, man kann das gut kompensieren (Freunde, Reisen, Party etc). Wie gesagt: wenn du keine Kinder hast, wirst du es ggf. niemals ernsthaft vermissen. Höchstens vielleicht im Alter.

Ich würde dir zu einem Kind raten. Deine Welt wird größer werden dadurch und viel bunter. Übrigens hat mich diese Erfahrung sogar beruflich weiter gebracht, man wird halt wesentlich belastbarer und effektiver ;-)

Gruß und fröhliche Entscheidung,
C.

Beitrag von similia.similibus 06.11.10 - 09:46 Uhr

Toller Beitrag! #pro

Trotz aller Mühen und Sorgen und Einschränkungen möchte ich um nichts auf der Welt auf meine Kinder verzichten. Wenn es nach mir ginge, hätte ich noch mehr. Es gibt Momente mit ihnen, da platze ich fast vor Glück und weiß dann ganz sicher, dass Kinder alle Entbehrungen und alle Mühen wert sind. Und die Liebe, die man für sie fühlt und die von ihnen erwidert wird, ist mit nichts auf der Welt vergleichbar und durch nichts auf der Welt ersetzbar! #verliebt

Beitrag von october 05.11.10 - 21:01 Uhr

Hallo,
ein Kind ist kein Muss... Du musst dich lediglich mit dem Herzen für oder gegen entscheiden und ein Leben lang damit leben.

Allerdings muss ein Kind kein Karriereknick bedeuten. Es schreibt dir keiner vor 3 Jahre zu Hause zu bleiben und bis zum 18. Lebensjahr nur Teilzeit zu arbeiten.

Ich habe selbst meine Tochter mit 3 Monaten Vollzeit abgeben müssen und seitdem arbeite ich Vollzeit. Wir haben trotzdem eine super Bindung zueinander. Die einzige, die, meiner Ansicht nach, gelitten hat und am Zahnfleisch gekrochen ist, bin ich. Ich würde es auch nie wieder in der Form tun.
Du hast aber ganz andere Vorraussetzungen als ich. Du bist nicht alleinerziehend, hast sicherlich aufgrund der Position und Berufserfahrung ein entsprechendes Einkommen, dass dir emöglicht, dir Unterstützung zu leisten bei der Kinderbetreuung und beim Haushalt.
Was allerdings definitiv zu kurz kommen wird, ist die Freizeitgestaltung bzw. wird sich in dem Bereich einiges wandeln.

Jobmäßig sehe ich das noch nicht so kritisch. Du hast 14 Wochen insgesamt Mutterschutz, sind also 3,5 Monate (natürlich besteht auch das Risiko, dass die Schwangerschaft nicht komplikationslos verläuft). Dein Partner ist bereit, 2 weitere Monate zu investieren. Mit einer gut organisierten Kinderbetreuung könnt ihr weiter eure beruflichen Ziele verfolgen. Es gibt auch Möglichkeiten der Arbeitszeitverlagerung oder Home-Office (für die Abendstunden).
Es ist sicherlich nicht einfach und man muss auch immer damit rechnen, dass man an seine Grenzen stößt, sowohl körperlich als auch emotional.

LG Annika

Beitrag von Kennichzugut 05.11.10 - 21:32 Uhr

Hallo!

In deinem Text hab ich mich zu 99% wiedererkannt.
Für mich war nicht schon immer klar, dass ich mal Kinder will. Diese ganze Toffifee-Eltern-Nummer fand ich eher ätzend und mit 35 (letztes Jahr) dachte ich genauso wie du. Mit meinem/unseren Leben war ich wunschlos glücklich. Ich hatte aber dieselben Zweifel: was, wenn ich es mal bereue?mein Mann hatte die gleiche Einstellung wie deiner. Wenn ich will, ist er dabei.
Nachdem uns Gott und die Welt sagten, dass es in unserem Alter schwer wird, ein Kind zu bekommen, haben wir die Natur entscheiden lassen und ich wurde auf Anhieb schwanger.
Nun ist unser Söhnchen 2 Monate alt, natürlich das süßeste Kind der Welt und wir lieben ihn über alles. Aber ich kann ncht sagen, dass er mein Leben komplett ausfüllt. Ich bin recht zügig (nach 8 Tagen) wieder an die Uni (studiere nochmal) und arbeite seit 2 Wochen auch wieder tageweise. Wir haben das Glück, dass mein Mann Freiberufler und somit auch flexibel ist. Betreuung war also kein großes Problem. Ich hätte mch niemals so zu Hause einigeln können wie andere Neu-Mamis, die ich kenne, mir fällt nach ein paar Wochen die Decke auf den Kopf!
Was ich dir damit sagen will, ist: lass dich nicht durch deine oder die Erwartungen anderer abschrecken.
Klar, müsstest du beruflich ein wenig kürzer treten, aber Mutter sein heißt ncht, alles aufzugeben, was du hattest. Ich wundere mich oft über die vielen Frauen hier, die die totale Erfüllung im Mutterglück finden, denn in meinem Freundeskreis gibt es so einige von meiner/deiner Sorte.
Ich denke, mein Sohn wird von mir als glücklche ausgeglichene und vielleicht auch ein wenig abgeklärte Mutter eher profitieren und auch so eine schöne Kindheit haben.
Liebe Grüße und mach dir keinen Stress!

Beitrag von luka22 05.11.10 - 21:50 Uhr

Schwierig. Ich finde es so schön, wenn man eine Arbeit hat, die einen ausfüllt. Vor allem Akademikerinnen sind genau aus den von dir genannten Gründen geburtsfaul :-). Sie haben einen Job, für den sie lange studiert und/ oder auf den sie lange hingearbeitet haben. Ich denke niemand, der es nicht selbst erlebt hat, kann verstehen wie viel Lebenssinn und Lebensstärke man aus einer Arbeit gewinnen kann, die einen so ausfüllt. Auch denke ich, dass man der Gesellschaft dadurch genausoviel zurückgibt, wie wenn man sich der Aufgabe widmet, Kinder großzuziehen.
Nun, viele behaupten ja, dass beides geht: Karriere und Familie. Ich kann das aus meiner ERfahrung nicht bestätigen. Die meisten Frauen, die vorher auf der Karrierleiter stetig nach oben gestiegen sind, fallen erst einmal wieder runter. Aufrappeln geht nur, wenn du dich wieder für Vollzeit entscheidest, aber wozu hast du dann Kinder bekommen? Um sie abends ins Bett zu bringen? Zufriedenstellend ist die Lösung mit einer Ganztagesmutter (im wortwörtlichen Sinn) auch nicht wirklich.
An deiner Stelle würde ich mich umhorchen, welche Möglichkeiten es tatsächlich im Falle einer Schwangerschaft gäbe. Wenn es keine Alternative zur Vollzeit gäbe, dann ist es eine knifflige Situation. Ich würde immer so entscheiden, wie ich es heute für richtig halte. Was du in 20 Jahren bereuen wirst oder nicht, das kannst du heute nicht wissen.

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von xyz74 05.11.10 - 22:21 Uhr

Wisst ihr überhaupt ob ihr Kinder bekommen könnt?

Beitrag von luka22 05.11.10 - 22:44 Uhr

...na ja, ist doch ein wenig schwierig das VORHER abzuklären?

Grüße
Luka :-)

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