Trauerbewältigung oder steckt was dahinter?

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von 19moonlight82 05.11.10 - 20:26 Uhr

Hallo,

kennt sich eine von euch gut mit Traumdeutung aus?

Hab von gestern auf heute von meiner verstorbenen Oma geträumt. Habe geträumt das sie krank im Bett liegt und sich nicht mehr rühren kann. Dann ist sie auf einmal aufgestanden und hat gesagt das es ihr gut geht und sie gesund ist und ist dann in ihrer wohnung rumgelaufen wie früher. Es war so als ob ich noch ein kind war, es war auch ihre alte wohnung in der sie früher gewohnt hat als ich noch klein war. Ich kam mir im Traum auch wieder vor wie ein kleines Kind.

Was hat das nur zu bedeuten? Mich macht dieser Traum ganz unruhig und selbst jetzt kann ich mich noch daran erinnern als hätte ich es gerade erst geträumt.

Weiß einer von euch Rat?

Ich muss dazu sagen, meine Oma war krank als sie starb (sie starb vor fast 4 Jahren), sie hatte Bauchspeicheldrüsenkrebs und starb aber letztendlich an Herzversagen. Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihr und da meine Mutter gleich nach meiner GEburt wieder halbtags arbeiten war, hat sie mich sozusagen mit großgezogen.

Ich vermisse sie so so sehr! Sie war immer der Fels in der Brandung, wusste immer Rat und war immer da.

Kann das damit was zu tun haben?

LG

simone

Beitrag von babyhuhn 05.11.10 - 22:20 Uhr

Hallo Simone!

Diese Zeilen könnten von mir sein! Auch ich stand meiner Oma unendlich nah, sie war mein Ein und Alles, meine beste Freundin, Ratgeberin, die starke Frau die immer Rat wußte.

Ich träume auch oft von ihr, auch von Zeiten in denen es ihr gut ging. Ich glaube für mich steckt der unbewußte Wunsch dahinter alles nochmal erleben zu dürfen. Ich ertappe mich oft dabei gerade wenn ihc Kummer habe mir zu wünschen wieder von meiner Oma "beschützt" zu werden.
Sie war immer die Starke und ich ihr kleines Mädchen (auch als ich selbst Mama war und längt Familie hatte).
Dieser Rollentausch, sie schwach und krank zu sehen (sie hatte auch Krebs) hast mir große Probleme bereitet und es dauerte lang bis ich ihn akzeptieren konnte? Ging es dir auch so....

Ich vermisse sie auch endlos, bei ihr werden es am 17. Nov drei Jahre dass sie gestorben ist!

Noch einmal die Zeit zurückdrehen können... Ich gäbe so vieles darum..!

Herzlichen Gruß Micha

Beitrag von hitgirl 05.11.10 - 23:00 Uhr

Ich bin keine Traumdeuterin, aber ich würde das so interpretieren:

Du erinnerst dich an die guten Zeiten, ohne die schlechten Zeiten zu vergessen!

Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von myimmortal1977 06.11.10 - 14:54 Uhr

#liebdrueck

Mein Vater starb vor 10 Jahren an Krebs. Die Zeit des aktiven Kampfes war kurz und der Zeitpunkt des Ablebens von ihm für jemanden, der solche Bilder noch nie gesehen hatte, schon recht hart.

Ca. 3 Monate nach seinem Ableben hatte ich einen sehr realen Traum. Ich befand mich in der Wohnung meiner Eltern und das Telefon klingelte. Ich ging ran und mein Vater war dran. Er sagte zu mir: Hase, mach Dir keine Sorgen mir geht es gut! Ich entgegnete nur vollkommen entsetzt: Papa, wieso kannst Du mich anrufen, ich dachte da oben im Himmel, da gibt es gar kein Telefon....

Dann wachte ich verschwitzt und absolut von der Rolle auf, der Traum war super real, ich wußte im ersten Augenblick auch gar nicht, wo ich bin, wer ich bin.... So nah war der Traum in meinem Bewußtsein.

Für mich war es ein Zeichen meines Vaters, der mir erzählen wollte, dass es ihm tatsächlich jetzt gut ginge und er erlöst war, von allem Leid und Schmerz der vergangenen Zeit.

#liebdrueck Janette