Wir treten auf der Stelle und es wird nicht besser

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von wiewirdesbesser? 05.11.10 - 20:43 Uhr

Hallo,

mein Partner und ich sind jetzt bereits 12 Jahre zusammen. Wir haben zwei Kinder.

Ich komme gleich zum Punkt:

Ich bin in Elternzeit. Mein Partner seit längerer Zeit arbeitslos. Ich versuche einen Minijob zu ergattern, mein Partner versucht irgendetwas zu finden. Am Liebsten selbstverständlich eine Vollzeitarbeit.

Nun frisst mich so langsam dieses Herumvegetieren auf.
Es ist nur ein Abgehänge den ganzen Tag, man hat wenig Nerven für die Kinder und für sich selber gleich mal gar nicht.

Wenn ich meinen Partner nicht lieben würde, wär ich glaub ich mit meinen Kindern schon weg. Aber ich liebe ihn und versuche alles dran zu setzen, dass die Situation so einigermaßen erträglich ist. Aber ich halt es bald nicht mehr aus.

Ich weiß, er kann für die ganze Sache nichts. Ich seh ja, dass er sich bemüht und mir gehts ja genauso. Aber ich fühle mich regelrecht gefangen. Ich kann es kaum beschreiben.

Die Kinderbetreuung wird durch uns beide bewältigt. Hier jedoch irgendwie nie so, dass mal einer was für sich tun kann. Wenn, dann fragt man sich natürlich auch was, denn es ist ja eh kein Geld da.

Es wäre einfach mal schön, wenn uns jemand die zwei Kinder abnehmen könnte, damit wir einfach mal zusammen was unternehmen können und etwas anderes sehen und erleben, als nur Mutter-Vater-Kind und Arbeit suchen.

Unser Leben dreht sich nur darum, Arbeit zu finden und die Kinder zu betreuen. Ich kann nicht mehr.

Ihm gehts gesundheitlich auch nicht gut durch die ganze Sache. Er war die Tage auch bei einem Psychiater. Der allerdings sagt, er kann ja an der Situation bei uns auch nichts ändern und wüsste nicht, wie er ihm helfen könnte. Er hat ihm eine Liste mit Therapeuten gegeben, bei denen er versuchen soll, einen Termin zu bekommen, um eine evtl.e Gesprächstherapie zu führen. Nun gabs da heute sogar die Absagen, dass gar niemand angenommen wird, da alles voll ist...... Nee, ich hab so drauf gehofft auf diese Therapie, da er auch weitaus nicht mehr belastbar ist, wie ich ihn so kennengelernt habe. Manchmal weiß man gar nicht mehr, was man noch sagen darf oder nicht, ohne, dass er sich innerlich so aufregt, dass es ihm wieder schlecht geht :-(

Durch diese ganzen Probleme läuft auch rein sexuell schon ewig nichts mehr :-( Ich kann mich einfach nicht aufraffen.

Ich betone noch einmal: Ich liebe ihn sehr. So sehr, dass es mich dermaßen schmerzt, überhaupt das alles hier aufzuschreiben. Es tut mir in der Seele weh, gerade HIER Hilfe zu suchen. Ich bin enttäuscht von uns beiden.

Er ist gerade ins Bett, weil unsere Tochter wieder mal nicht alleine schlafen wollte. Ich habe noch gesagt, ich geh gleich rein, aber er war total wütend und ist abgedampft.

Wie gesagt: Er ist überhaupt nicht mehr belastbar. Ist mir dadurch manchmal eine Last, als eine Hilfe. Die ganzen finanziellen Probleme, die sich nur durch Arbeit lösen lassen. Aber wir finden nichts :-(

Ich weiß nicht, wie ich den Alltag besser gestalten soll.

Wenn ich ihm vorschlage, dass jeder einen Tag in der Woche für sich selber bekommt, rollt er nur die Augen. Aber wäre das nicht wirklich eine Möglichkeit?

Babysitter für abends fällt aus, da unsere Kinder ständig kurz munter sind und uns beide verlangen. Wenn wir da nicht da wären, wäre glaub ich hier absolutes Disaster.

Oder tagsüber nen Babysitter.. Aber wie sollen wir den bezahlen???

Unsere Kinder werden ja auch früher oder später unter der Situation, wenn sie so bleibt, leiden. Bekommt man da vielleicht Hilfe vom Jugendamt? Aber so eine Hilfe, dass man keine Angst haben muss, dass einem das Kostbarste auf der Welt genommen wird (die Kinder)!

Danke für Antwort!

Beitrag von tuttifruttihh 05.11.10 - 21:55 Uhr

Hallo,

mein Mann ist zwar nicht arbeitslos aber an unserer Ehe arbeiten müssen wir natürlich trotzdem. Meine Tochter ist 6,5 Monate alt, mein Mann ist noch in der Ausbildung (sprich das Geld ist bei uns auch knapp) und arbeitet sehr viel. Wir haben eine Babysitterin, die kein Geld nimmt. Sie geht Anfang nächsten Jahres als Au Pair ins Ausland und möchte noch Erfahrung mit Kindern sammeln. Sie holt Fiona einmal pro Woche zum spazieren gehen ab oder passt hier eine halbe Stunde, Stunde auf sie auf, so dass ich Sachen erledigen kann. Dann nehm ich mir Zeit für mich: Geh ins Sonnenstudio, geh eine Runde mit den Hunden joggen, o.ä. Inserier doch mal in einem Wochenblatt oder häng einen Zettel im Supermarkt auf (so haben wir unsere Babysitterin gefunden). Vielleicht hast Du Glück, einen Versuch wäre es wert. Vielleicht findet ihr anstatt eines Babysitters auch eine Leih-Oma, das haben wir ins Auge gefasst wenn unsere Babysitterin im Ausland ist. Also beispielsweise eine rüstige Rentnerin die Familienanschluss sucht, denn unsere Eltern sind alle noch lange nicht in Rente.

Was wir für uns machen ist, dass wir Montags abends zusammen kochen. Das ist natürlich nicht jeder "manns" Sache, mein Mann macht eine Ausbildung zum Koch und ich kann somit noch was von ihm lernen. Dieses gemeinsame Schnibbeln lenkt toll ab und hat irgendwie etwas meditatives. So brauchen wir keinen Babysitter, Fiona ist ja im Raum nebenan. Das kann ich sowieso mehr genießen, als wenn jemand einhütet, denn dann mach ich mir ständig Sorgen, dass etwas nicht stimmt. Optional könnte man natürlich auch einen Film schauen oder etwas in der Art.

Und sonst: Wir wäre es mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit? Wenn Deine Kinder schon in der Schule sind vielleicht beim Brötchenverkauf in der Pause (hat meine Mutter damals gemacht und war nebenbei immer auf dem neusten Stand, was meine Schwester und mich anging :-p).

Ich weiß nicht, ob diese Art Job für Dich in Frage kommt aber ich habe eine Schulung zur Tagesmutter gemacht (ging nur ein Wochenende und war kostenlos). Das ist mein "Nothaken", falls es beruflich nicht so weiter geht wie geplant. Potentielle Tageskinder habe ich mehr als genug durch die Spielgruppen (Krippenplätze sind bei uns wie überall sehr knapp).

Und sonst evt. professionielle Hilfe? Habe da im Streit auch schonmal drüber nachgedacht, also über eine Paarberatung. Wie teuer das ist weiß ich allerdings nicht.

Und was den Sex angeht: Manchmal muss man sich vielleicht einfach "durchringen". Manchmal kommt der Spaß halt erst während dessen.

Oder eine Kur für Deinen Mann wenn er eine Therapie bräuchte, es aber keine Therapieplätze gibt? Vielleicht könnte man da mal mit einem Arzt drüber sprechen.

Mehr fällt mir jetzt auch nicht ein. Ich drück Euch die Daumen, dass ihr schnell Arbeit findet!

Liebe Grüße

Beitrag von wiewirdesbesser? 05.11.10 - 22:06 Uhr

Vielen Dank für deine lieben Worte :-)
Das zieht schon einmal wieder etwas nach Oben.
Natürlich tat auch das Runterschreiben einfach mal gut.

Wir schauen Montag einfach erst einmal, dass wir über die Kassenärztliche Vereinigung einen Termin bekommen. Ich denke einfach, dass es echt ganz wichtig ist, dass er da irgendetwas bekommt. Das mit der Kur ist eine sehr gute Idee. Das sollten wir mal ins Auge fassen.

Und bezüglich dem Sex hast du sicherlich recht. Da sollt ich wohl mal über meinen Schatten springen. Es ist ja nciht so, dass ich ihn nicht anziehend finde. Aber der ganze Stress (ja eher psychischer Natur) macht einen echt fertig und man will einfach nur noch Ruhe für sich haben.

Meine Kinder sind noch sehr klein (3 und 1 Jahr alt). Aber an das ehrenamtliche habe ich auch schon gedacht. Man bekommt da ja manchmal auch etwas Geld, was die Kasse daheim ja auch minimal aufbessert.

Morgen abend werd ich auf jeden Fall ein Fläschchen Wein parat stellen, ein paar Kerzchen anmachen und dann sollten wir wohl mal ernsthaft reden, wie wir die nächste Zeit gemeinsam am Besten meistern.

Danke!

Beitrag von witch71 05.11.10 - 22:07 Uhr

Du kriegst von mir eine Schnellversion, sonst seier ich wieder einen Roman. :-)

Er: Soll sich um einen Praktikumsplatz in seinen Traumfirmen bemühen. Praktika werden nicht bezahlt, dienen aber zwei Zwecken.
Einerseits bekommt man einen Fuss in die Türe einer Firma, in der man eventuell bereits schon mangels Angebots abgelehnt wurde. Bewährt man sich dort aber als Arbeitskraft für einen bestimmten Zeitraum werden firmenintern manchmal Hebel in Bewegung gebracht, die man vorher nicht bewegt hätte. Sprich: Manchmal trifft man durch das Praktikum derart den Nerv der Vorgesetzten, dass ein Arbeitsplatz geschaffen wird.
Zum Zweiten hockt Ihr Euch nicht mehr so auf der Pelle und er kann mal wieder zeigen, dass er "zu etwas taugt". Das wiederum macht sich auch in einem Lebenslauf prima, potentielle Arbeitgeber sehen sofort, dass jemand arbeiten will, wenn er bereits Praktika abgeleistet hat.

Du: Gehst ab sofort regelmässig Abends mal weg. Triff Dich mit einer Freundin, quatsche mal gleich morgen eine an. Das steht Dir zu, da brauchst Du weder ein schlechtes Gewissen haben noch Deinen Mann um Erlaubnis zu fragen. Ob Du das nun einmal im Monat oder einmal pro Woche machst musst Du selbst wissen.

Ihr: Macht doch mal einen abgesprochenen (!) Abend aus, an dem Ihr Euch als Paar - und sei es nur zuhause - dated. Flasche Wein, Kerzen und vor allem REDEN.

Okay.. bei mir gehts wohl nur als Roman. #augen

Beitrag von wiewirdsbesser? 05.11.10 - 22:12 Uhr

Danke.

Lustig fand ich gerade, dass du den gleichen Vorschlag gebracht hast, den ich eben der ersten Antwort noch angeschlossen habe. Mit dem Wein, den Kerzen und dem Reden.

Sein Lebenslauf zeigt allein 5 Praktika auf, 3 Weiterbildungen und 3 Ausbildungen. Wie viel noch? Es wird jetzt schon teilweise unübersichtlich für potentielle Arbeitgeber. Manchmal denke ich, er hat einfach schon zu viel gemacht. Er ist halt nur nie auf seinem Po hocken geblieben und hat dann eben anderweitig versucht, wieder Fuß zu fassen. Wenns in dem einen Bereich eben so gar nicht klappte, hat er einen anderen aufgeschlagen. Im Endeffekt vielleicht nicht so intelligent gewesen, da man hier evtl. den Eindruck erlangt, dass er nicht standhaft bei einer Sache bleibt. Andererseits bemerkenswert, dass er nicht aufgibt. Kann man sehen, wie man will, gelle.

Ja, ich werde auf jeden Fall einmal die Woche etwas allein oder mit einer Freundin unternehmen. Aber ich denke anfangs eher allein, weil ich die Ruhe echt frü MICH brauche. Und ich werde ihn dazu drängen, dass er das auch mal tut.

Ich berichte mal, wie wir es meistern :-)

Beitrag von witch71 05.11.10 - 22:24 Uhr

Er sollte das in seinem Anschreiben geschickt erläutern, wieso er so viele Praktika und Ausbildungen gemacht hat. So, dass der Personalchef sofort erkennen kann, dass es nicht um Firmenjumping ging, sondern darum, sich immer weiter zu verbessern.
Hatte er jemals ein Bewerbungscoaching? Falls nein, soll er beim Arbeitsamt danach fragen! Es gibt in jeder grösseren Stadt derartige "Anbieter", die mit den Arbeitsämtern zusammen arbeiten. Dort geht man Lebenslauf, Bewerbungsanschreiben und eventuell ein Erfahrungsprofil mit ihm durch und sie helfen bei der oben erwähnten Formulierung. Ausserdem kann man dort auch mal ein fiktives Bewerbungsgespräch durchlaufen, dort werden ebenfalls Schwachstellen eliminiert.

Beitrag von wiewirdesbesser? 05.11.10 - 22:33 Uhr

Ja, das hatte er schon. Bewerbungstechnisch ist alles bei uns im grünen Bereich :-)
Allerdings sollte eine Formulierung eingebracht werden, weshalb hier einige Ausbildungen und Weiterbildungen erfolgt sind. Da hast du Recht. Das rückt natürlich in ein anderes Licht, wenn man Glück hat. Danke ;-)

Beitrag von nicht durch jammern 05.11.10 - 22:08 Uhr

Ich verstehe das nicht. Kaum kommt mal eine Krise von außen, geht alles den Bach runter.
Alles wird am Geld festgemacht. Im Bett läuft auch sofort nichts mehr.
Wir hatten auch mit einer zweijährigen Arbeitslosigkeit zu kämpfen, da gibt es Tage, an denen man nur noch mutlos ist, an denen es einen nur noch ankotzt, dass man sich nur das allernötigste kaufen kann.
(Deswegen kann ich mich über Fernseh-"Reportagen" aufregen, die zeigen, wie eine Familie einen Monat probehalber von ALGII lebt.)
Viele Ehen sind überhaupt nicht belastbar. Sobald der Weg etwas steiniger wird, ist Ende Gelände. Jeder sieht nur ich, ich ich.
"Babysitter für abends fällt aus, da unsere Kinder ständig kurz munter sind und uns beide verlangen."
Das Problem ist hausgemacht und zeugt nicht von Weitsicht.
Inwieweit euch das Jugendamt jetzt helfen könnte, sehe ich nicht, vielleicht weiß jemand anderes mehr. Aber Kinder wegnehmen wird mit Sicherheit nicht passieren. ;-)

Beitrag von wiewirdesbesser? 05.11.10 - 22:16 Uhr

Bei uns umfasst es nicht eine Arbeitslosigkeit von "nur" 2 Jahren. Wir krebeln jetzt bald 5 Jahre rum. Er hat Weiterbildungen gemacht, Ausbildungen. War also nie auf dem Erlernten sitzengeblieben, sondern versuchte immer, das Beste rauszuholen. Aber irgendwann belastet das einen so sehr, dass man nicht mehr kann. Es kommen kurze Unterbrechungen, in denen man die Hölle auf Erden erlebt, weil einfach Arbeitgeber meinen, einen vera... zu können. Es sind ganz arge Dinge passiert, glaub mir. Wir haben da schon viel durch. Und irgendwann ist man ausgebrannt. Und deshalb gehts mir jetzt so, wie es mir geht.

Es ist also nicht so, dass, sofern der erste Stein im Weg liegt, man die Hände über dem Kopf zusammenschlägt. Glaub mir.

Beitrag von nicht durch jammern 05.11.10 - 22:27 Uhr

Seit fünf Jahren und eure Kinder sind 3 und 1 Jahr alt.
Jeder, wie er meint.

Alles Gute!

Beitrag von wiewirdesbesser? 05.11.10 - 22:31 Uhr

Wir sind seit der Zeit nicht amtsabhängig, falls du das meinst.
Obwohl dies ein anderes Thema ist.
Arbeit, Ausbildungen, Weiterbildungen.......
Aber trotzdem Danke.
Ich merke schon, bei dir kommen die Tipps wahrscheinlich von Herzen.

Beitrag von doz301 05.11.10 - 23:31 Uhr

Hallo,

vielleicht hilft es euch beiden, eure Tage und Woche zu strukturieren? Ich fand es extrem anstrengend, mit einem Baby "in den Tag hineinzuleben". Seit ich eine Routine eingefuehrt hatte, ging es mir deutlich besser. Dann weiss man, was kommt und muss nicht andauernd ueberlegen, bzw. mit dem anderen verhandeln. Routinen sind ja nicht in Stein gehauen, sondern koennen ausprobiert und angepasst werden, wenn es denn sein soll.

Wenn ihr beide zu Hause seid, waere dies vielleicht eine Moeglichkeit:
- zu einem festen Zeitpunkt aufstehen
- vormittags kann der eine was erledigen (z.B. Arbeit suchen, Bewerbung schreiben, alles, was damit zusammenhaengt), waehrend der andere die Kinder huetet
- Mittag kochen, gemeinsam oder allein, damit der andere ein bisschen Zeit fuer sich hat
- Kinder einen Mittagsschlaf machen lassen so dass jeder von euch Zeit fuer sich selbst oder ihr Zeit fuereinander habt
- nachmittags einen Spaziergang mit den Kindern machen, gemeinsam oder allein
- zu einem festen Zeitpunkt Abendbrot essen und die Kinder ins Bett bringen (Ins-Bett-geh-Routine einfuehren, damit sie allein einschlafen koennen)
- den Abend kann jeder fuer sich selbst nutzen oder ihr macht was gemeinsam
- zu einer festen Zeit ins Bett gehen.

Die morgendlichen und nachmittaeglichen Aktivitaeten koennen ja dann je nach Umstand angepasst werden: einkaufen, Arbeitssuche, Aktivitaeten mit den Kindern, Wohnung putzen, etc... Und das grosse Kind wuerde ich in die Hausarbeit einbeziehen- es bekommt natuerlich eine Aufgabe entsprechend seines Alters. Termine (Arzt, Amt, etc.) koennte man versuchen in den Morgen oder Nachmittag zu legen.

Vermutlich geht ihr euch gegenseitig auf den Keks- das ist wohl normal, wenn man rund um die Uhr zu Hause ist. Und es ist auch normal, dass du das Verhalten deines Mannes momentan ungeniessbar findest und er deines. Du schreibst nicht, wie alt deine Kinder sind- geht das aeltere schon zur Schule? Waere sonst der Kindergarten eine Alternative?

Ansonsten faellt mir noch ordentliche Kleidung und eine ordentliche Frisur ein- wenn man was Ordentliches anhat und die Haare sitzen, geht es einem schon besser, oder? Ich weiss, das ist nur oberflaechliche Kosmetik, aber es koennte der Anfang sein, dass du dich wieder "aufraffen" kannst, ohne viel Geld auszugeben, und dich trotzdem erstmal ein wenig besser zu fuehlen.

Alles Gute, doz

Beitrag von wiewirdesbesser? 06.11.10 - 08:42 Uhr

Vielen Dank für deine Antwort.

Diese Strukturen haben wir schon, weil beide Kinder noch sehr klein sind. Das gemeinsame Essen morgens, mittags und abends ist uns auch sehr wichtig.

Wir haben vorhin nochmal kurz geredet. Wir werden es jetzt jedenfalls so organisieren, dass jeder im Wechsel drei Stunden für sich hat. Montags er, Dienstag ich, Mittwoch wieder er usw... Ich glaube, dass das ganz wichtig ist.

Des Weiteren bringen wir nachher gleich ne Bewerbung für ihn weg, da jemand in seinem erlernten Beruf gesucht wurde. Vielleicht haben wir Glück. Man soll ja die Hoffnung nicht aufgeben :-)

Unsere Kinder sind 1 und 3 Jahre alt.

Ich denke, es ist wohl doch sehr wichtig, dass wir zwei einfach GENUG Zeit für uns selber haben. Und das eben auch nicht nur eine Stunde oder zwei in der Woche, sondern mehr.

Ich hoffe, dass diese "Regelung" hilft, wieder ein wenig optimistischer den Tag zu gestalten. Und natürlich wäre es ganz toll, wenn endlich arbeitstechnisch was fruchten würde. Ich hab noch ne Bewerbung ausstehen von letzter Woche und er soll Montag ja auch noch einmal bei einem potentiellen Arbeitgeber anrufen. Wäre zwar nur für 175 EUR im Monat, aber er hätte ne Beschäftigung. Vielleicht klappt das ja auch, was wir nachher wegbringen.

Dein Tipp ist auf jedenfall sehr gut. Und ich werde ihn auf alle Fälle beherzigen. Wie gesagt, jeder hat jeden zweiten Tag 3 Stunden für sich. Schauen wir mal, wie es uns nach zwei Wochen geht. Vielleicht ja schon deutlich besser :-)

Auf ordentliche Kleidung und Firsur legen wir sehr viel Wert, auch wenn es im Discounter gekauft und gesteilt wird. Aber wenn ich dann noch rumlaufen würde, wie ich mich fühle, nee, da wär ich ganz unten ;-)

Tausend Dank noch einmal #liebdrueck