Rechtliche Frage- Fensterhersteller liefert nicht

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Beitrag von phoebe26 05.11.10 - 21:14 Uhr

Hallo,

wir haben uns ein (altes) Haus gekauft.

Wir haben neue Fenster gekauft bzw. bestellt und auch angezahlt (beim regionalen Monteur, dieser musste sogar den gesamten Betrag im voraus zahlen).
Diese Woche war Liefertermin. Wie es aussieht, sind sie nicht nur nicht da, sondern nicht mal fertig (Sonderanfertigung).

Der Hersteller war bis heute (angeblich) nicht zu erreichen. Einen neuen Liefertermin gibt es nicht. Unser Monteur hat einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Gibt es etwas, das WIR tun können? Wir müssen bald hier raus und die Fenster müssen rein, bevor sonst jemand rein kann (Handwerker). Nachmieter haben wir natürlich auch schon....

Kennt sich jemand aus?

Beitrag von sonne_1975 06.11.10 - 01:30 Uhr

Tja, man darf nicht zahlen, bevor geliefert wird. Es ist üblich, dass erst nach getaner Arbeit gezahlt wird, höchstens Abschlagzahlungen nach Teilarbeit.

Jetzt müsst ihr das Geld einklagen bzw. euch damit rumärgern.

Ich würde die Telefonnummer vom Hersteller nehmen und selbst versuchen sie zu erreichen. Wer weiss, vielleicht wissen sie gar nichts davon (ist schon alles vorgekommen).

Und nächstes Mal: keine Vorauszahlungen.

LG Alla

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 05:46 Uhr

So wie ich es verstanden habe, hat der Monteur vorausgezahlt. Die TE hat eine Anzahlung geleistet (was man natürlich darf, sollte wäre eine Frage der Praxis). Ob eine Anzahlung bei Ware die teuer ist und maßgeschneidert hergestellt wird üblich ist weiß ich nicht gehe aber nicht davon aus.

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 08:46 Uhr

...gehe aber davon aus...

Beitrag von phoebe26 06.11.10 - 08:50 Uhr

Es handelt sich bei unseren Fenstern um Sonderanfertigungen, daher hat der Hersteller bzw. auch der Monteur eine Anzahlung verlangt. Verständlich, meiner Auffassung nach.

Der Chef der Herstellerfirma war am Freitag leider nicht mehr zu sprechen, der versprochene Rükruf erfolgte (natürlich) nicht mehr.

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 06:10 Uhr

Der Monteur ist Euer Vertragspartner.

Ihr müsst ihm eine angemessene Nachfrist zur Lieferung/Einbau der Fenster setzen. Erst nach Ablauf dieser Frist können weitere Ansprüche geltend gemacht werden.

Beitrag von phoebe26 06.11.10 - 08:53 Uhr

Danke, das dachte ich mir fast.

Der Anwalt unseres Monteurs hat genau das beim Hersteller getan. Wäre es dann sinnvoll, das wir das jetzt wiederum auch tun (beim Monteur)?

Vielleicht mal bei unserer Rechtschutzversicherung nachfragen?

Beitrag von parzifal 06.11.10 - 11:14 Uhr

Selbstverständlich wäre das sinnvoll.

Wenn Ihr irgendwelche Ansprüche gegen den Monteur erheben wollt (Rücktritt, Schadensersatz etc.) ist diese Fristsetzung unumgänglich.

Die vom Anwalt gesetzte Frist an den Hersteller nützt Euch im Falle eines Falles rechtlich gar nichts. Diese ist nur relevant für die Ansprüche des Monteurs gegen den Hersteller.

Beitrag von sonne_1975 06.11.10 - 16:36 Uhr

Ich antworte mal hier, sonst wird es zu unübersichtlich.

Fenster sind immer Sonderanfertigungen, trotzdem wird es auf Rechnung gezahlt. Zumindest hier bei uns.

Wir haben zwar nur Scheiben austauschen lassen, sie waren aber natürlich auch Maßanfertigungen und wir haben auf Rechnung gezahlt.

LG Alla

Beitrag von mirja 06.11.10 - 16:49 Uhr

Also meines Wissens nach sind alle Fenster, die ich nicht in einem Baumarkt kaufe, Sonderanfertigungen.
Da die Fenster von der Firma geplant, hergestellt und von den Monteuren (welche ja auch nicht nur eine Baustelle haben) eingebaut werden müssen, ist es normal, dass es da zu Verzögerungen kommen kann. Es kommen ja auch oftmals Großaufträge rein (bei Ausschreibungen von der Stadt, Kommune), welche oft mit einem Strafentgelt versehen sind, wenn nicht pünktlich geliefert wird. Das ist bei Neubauten (große Anlagen) üblich, da an der püntlichen Fertigstellung eines öffentlichen Gebäudes ja mehr dran hängt, als bei einem "normalen" Auftrag eines Einfamilienhauses. Schon allein wegen der Folgearbeiten, die von der Fertigstellung eines Bauabschnittes abhängig sind.

Das heißt jetzt nicht, dass euer Auftrag weniger viel bedeutet, aber solche Firmen sind auf die Annahme ausgeschriebener Angebote angewiesen, da diese halt viel Geld bringen.... Ich wäre an deiner Stelle sicherlich auch wütend, aber ich würd jetzt mal bis Montag warten (Freitag nachmittag ist doch im Büro meist keiner mehr) und dann anrufen und nachfragen, woran es eigenlich liegt und bis wann du mit den Fenstern rechnen kannst. Verzögerungen im Handwerksbereich sind normal, es kann ja auch mal zu Lieferverzögerungen des Rohmaterials kommen, eine Maschine kann für ein paar Tage ausfallen.....die werden sich sicherlich bemühen, deine Fenster rechtzeitig zu liefern. Du bist jetzt halt auch leider in der Hochsaison der Fensterbauer gelandet, da die meisten noch vor Wintereinbruch ihre Fenster drin haben wollen.....

Was ich aber an deiner Stelle in Zukunft nicht mehr machen würde, sind komplette Vorauszahlungen, das ist schon mehr als unüblich....

Alles Gute und Kopf hoch, das wird schon!

Beitrag von phoebe26 06.11.10 - 19:39 Uhr

MEINES Wissens nach entsprechen heute die meisten Fenster, z.B. in einem Neubau einer gewissen Norm. Zumindest was die Größe anbelangt. Unsere Fenster tun das aufgrund des Baujahres des Hauses nicht.

Da sie ansonsten nirgends passen würden falls wir abspringen, hat der Monteur auf eine Anzahlung(!) bestanden. Er selbst wiederum musste Vorkasse leisten, nicht wir.

Mag ja sein, das Lieferverzögerungen normal sind. Aber telefonisch für Nachfragen nicht zur Verfügung zu stehen bzw. mal von selbst eine Lieferverzögerung überhaupt zu melden finde ich nicht normal.

Wir müssen in 3 Wochen auf jeden Fall hier raus. Mit den derzeitigen Fenster können wir dort nicht einziehen. Mich macht das schon ein bißchen unruhig....

Beitrag von sonne_1975 06.11.10 - 20:05 Uhr

Wir haben eine Auftragsbestätigung unterschrieben, vielleicht war da im Kleingedruckten, dass wir was zahlen müssen, wenn wir abspringen.

Wir haben auch ein Altbau und jedes Fenster hatte einen anderen Maß, auch wenn sie gleich aussahen.

Von einer Anzahlung habe ich noch nie gehört, mag aber überall unterschiedlich sein.

Beitrag von mirja 06.11.10 - 21:52 Uhr

Das ist Quatsch, es gibt keine Normfenster, jedes Haus wird und wurde doch anders gebaut - mal abgesehen davon ist ja nicht nur die Größe immer anders, sondern auch das Material ( Holz, Holz-Alu, Kunststoff). Dann kommt es drauf an, was für einen Beschlag ein Fenster hat ( Drehbeschlag oder Kippbeschlag) und zu guter Letzt auch die Farbe..... Von daher hat euch der Monteur was vom Baum erzählt. Ich würd mal lieber bei ihm nachhaken... wer weiß, ob der eure Anzahlung überhaupt weitergeleitet hat, bzw. den Auftrag an die Fensterhersteller weitergeleitet hat....

Warum seit ihr eigentlich nicht direkt mit der Fensterfirma in Kontakt, die haben doch normalerweise eigene Monteure...? #kratz


Notfalls müsst ihr halt in den sauren Apfel beissen und das Haus erstmal so beziehen. Der Austausch von Fenstern ist ja keine tagelange Angelegenheit, das geht ja ganz schnell. Ich wünsch euch trotzdem, dass noch alles rechtzeitig fertig wird.

Beitrag von sonne_1975 06.11.10 - 22:58 Uhr

Ja, ich habe mich auch gefragt, warum man nicht gleich bei der Fensterfirma bestellt. Wusste aber nicht, ob es nur bei uns so wäre.

Wir hatten einen Auftrag bei der Fensterfirma und nach der Fertigung kamen eigene Monteure.

Ich vermute auch, dass es evtl. Monteur gar nicht weitergegeben hat.

LG Alla

Beitrag von phoebe26 07.11.10 - 08:48 Uhr

Ehrlich gesagt diese Diskussion an meiner eigentlichen Frage vorbei.

Aber ich erkläre es gerne, auch wenn es nicht zur eigentlichen Sache tut.

Unser Monteur wollte von UNS die Anzahlung, weil er nicht auf den Fenstern sitzen bleiben wollte. Hat er wohl schlechte Erfahrungen gemacht, finden wir auch durchaus verständlich. Was ich hier Monteur nenne, ist eine hier ansässige Fenster-u. Innenausbaufirma. Natürlich stellen die ihre Fenster nicht selbst her, sondern müssen diese bestellen. Da sie sonst fast nur Kunststofffenster nutzen mussten sie für unsere Holzfenster einen anderen (großen, deutschen, bekannten) Hersteller beauftragen. Aufgrund der Tatsache, das sie dort Neukunde sind, verlangte dieser (von Ihnen, NICHT von uns) die Vorauszahlung.

Tut ebenfalls nichts zur Sache, aber ja, uns liegt eine schriftliche Auftragsbestätigung des Herstellers vor, mit Lieferzeitraum.

NICHT der Monteur hat gesagt, das andere Fenster Normfenster sind, das schrieb ich auch nicht!?!?

Das Haus ist so NICHT beziehbar, die Fenster sind fast 100 Jahre alt, eine Scheibe ist zerbrochen. Wir haben 2 kleine Kinder.


Schade, es scheint hier kaum mehr möglich zu sein eine einfache Antwort auf eine einfache Frage zu bekommen. Meine Frage war weder "sind Vorauszahlungen üblich" noch "sind Fenster Normfenster" oder "Woran liegt es, das die Fenster nicht geliefert werden" sondern eigentlich nur, was wir rechtlich tun können. Außer Parzifal (danke übrigens) scheint das aber gar niemand zu wissen....

Beitrag von mirja 07.11.10 - 12:51 Uhr

Eine Antwort zu geben, solange die genaue Sachlage im Thread nicht richtig beschrieben wird ist auch etwas schwierig..... vorallem die Sache mit dem Monteur hat hier einige verwirrt, da dies bei uns z.B. nicht üblich ist. Hier geht man zur Fensterfirma und hat lediglich einen Ansprechpartner.

Wenn du eine Rechtsberatung brauchst, dann wäre es sowieso am sinnvollsten, einen Rechtsanwalt oder deine Rechtschutzversicherung anzurufen - bei so einem komplexen Thema kannst du dich auf keine Antwort aus einem Forum verlassen - nicht umsonst sitzt man bei einem Anwalt eine Stunde im Büro, bis der die richtigen Paragraphen rausgesucht hat. Ausserdem ist es doch sinnvoller, rauszufinden, woran es liegt, dass du die Fenster noch nicht hast, als gleich einen Rechtsstreit anzufangen - das halte ich für ziemlich überspitzt.


Im übrigen hat jeder hier versucht, dir mit seiner Antwort etwas weiterzuhelfen, deshalb find ich deinen letzten Absatz ziemlich unverschämt....



Beitrag von bipi168 14.11.10 - 00:00 Uhr

was für ein quatsch natürlich gibt es norm fenster!!!!!
schau dir mal die fertighäuser an die nun alle ausn boden gestampft werden, KATALOG nach norm, außerdem gibts immer ein standart.......

wir haben ein altes haus gekauft und haben NORMFENSTER im ganzen haus, die hätten wir wirklich überall bekommen auch in jeden baumarkt.

unseren anbaufenster sind bis auf eins auch NORM...........

du wirst es nicht glauben das gibt es

Beitrag von bipi168 14.11.10 - 00:04 Uhr

ach so abweichung von 1-5 cm sind natürlich möglich ABER das is nu wahrlich keine SONDERANFERTIGUNG!!!!!!!!