Bettnässen, Verlustängste...Wer hat einen Tipp??

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von luap1510 06.11.10 - 07:47 Uhr

Hallo ihr Lieben,

viell. kann mir jemand von euch helfen. Unsere Große (4) macht uns zur Zeit ein wenig Sorgen.
Sie war seit drei Monaten nachts trocken,braucht aber seit längerem wieder Windeln. Ich vermute, dass es mit versch. Faktoren zusammen hängt.
Sie hat Verlustängste, will nicht alleine schlafen, hat Angst im Dunkeln, will getragen werden, und hat Angst, dass ihre Omas und Opas sterben (was nicht unberechtigt ist, weil ihr Opa sehr krank ist) #heul
Wir sprechen mit ihr über alles, aber ihre Angst bleibt.

Hat jemand einen Tipp was wir tun können?
Unser Kinderarzt meinte nur, so ein "Rückfall" wäre in dem Alter normal.
Das mit den Verlustängsten habe ich ihm nicht gesagt, weil meine Tochter dabei war und sie sehr empfindlich bei diesen Themen ist...

Gibt es irgendwelche Globulis?

Danke!!!

luap

Beitrag von uditore 06.11.10 - 10:07 Uhr

hallo luap,

kann dir nicht wirklich helfen, aber ich kenne das. meine tochter 4 1/2, nässt auch immer wieder ein, z.b. sind wir am umziehen, sie macht fast jede nacht wieder ins bett.
große verlustängste hat sie auch.

was wir einfach machen ist ihr die sicherheit geben und es zulassen, denn es wird wieder nachlassen.
lasst sie zu euch ins bett oder holt ihre matrazze rüber, zieh ihr wieder eine windel an. sie ist gerade am verarbeiten. da der opa krank ist, ist es bestimmt auch ein thema im moment bei euch. auch wenn ihr vor ihr nicht darüber redet, wird sie es spüren. zumal du schreibst dass sie sehr sensibel ist.
ich weiss nicht was ihr erzählt habt über den opa, aber manchmal ist es besser dem kind alles zu erklären.

geh in eine buchhandlung, da wird es bestimmt bücher dazu geben.

ansonsten, gib ihr die sicherheit die sie im moment braucht, sie muss sich jetzt auf euch verlassen können. gut das mit dem rumtragen ist auf dauer nicht i.O., aber lass sie viel auf deinen schoss.

wir haben im feb unsere wohnung verkauft und sind zu meinen eltern gezogen, da hat unsere tochter eingenässt und kam nicht mit der situation klar. im juni haben wir begonnen unser haus zu renovieren und wieder hat sie genässt, nächste woche ziehen wir ins haus und sie ist wieder extrem anhänglich. heute morgen musste ich zur arbeit (bin gerade bei der arbeit;-)) und sie bleibt bei meinem papa, da mein mann auch arbeiten ist, sie hat gebrüllt, geheult und getobt. also mein papa ist ja wirklich kein fremder und er passt seit sie auf der welt ist öfter auf sie auf.....

wir wohnen seit 7 monaten bei meinen eltern, meine mama möchte dass sie mal bei ihnen im zimmer schläft. aber sie hat 1x bei ihnen geschlafen, weil mein mann u ich am geb eines freundes waren.

ist echt schlimm im moment, aber es wird besser. wir müssen unseren kindern die zeit zum verarbeiten lassen. sie sind noch klein und begreifen viele dinge in ihrer einfachen welt noch nicht. deine tochter braucht euch jetzt mehr, lass es zu und mach dir nicht so nen kopf. es wird wieder besser.

alles gute

udi

Beitrag von gismomo 06.11.10 - 11:26 Uhr

Hallo,

ich würde so weit wie möglich auf ihre Bedürfnisse eingehen und ihr so viel Nähe geben, wie sie braucht. Wenn es dein Rücken zulässt, nimm sie halt häufiger auf den Arm, zumindest kurz, meistens reicht das schon und die Erklärung, dass dein Rücken weh tut und du sie nur deshalb wieder absetzen musst, verstehen auch schon Vierjährige - haben dann aber das Gefühl, man ist trotzdem auf ihr Bedürfnis eingegangen.

Ich würde mich zu ihr dazulegen, bis sie eingeschlafen ist, oder ihr erlauben dass sie zu uns ins große Bett darf. Mein ältester Sohn hat auch lange viel Nähe gebraucht, und wir haben sie ihm so weit wie möglich gegeben. Heute hat er damit überhaupt keine Probleme mehr - ich habe gelernt ihn entscheiden zu lassen, wann er so weit ist, sich schrittweise abzunabeln, und ihn nicht zu drängen. Das war die richtige Entscheidung. mein Neffe, der drei Jahre älter ist als mein Sohn, schafft es heute noch nicht ohne Probleme, seine Eltern abends fortgehen zu lassen, obwohl seine heißgeliebte Oma als Bezugsperson da ist. Das liegt meiner Meinung nach daran, weil meine Schwester und mein Schwager ihn immer gedrängt haben und von Anfang an abends fortgegangen sind, obwohl er heulend im Bett lag und es nicht aushielt, dass sie nicht da sind. Hätten sie damals weniger Druck gemacht und wären halt ein paar Jahre lang nicht beide fort gegangen, hätte er heute diese Probleme nicht.

lg
K.

Beitrag von luap1510 08.11.10 - 08:41 Uhr

Hallo,

Danke für eure Antworten, bin jetzt erst zum Lesen gekommen ;-)

Wir haben bisher eigentl. genau das gemacht, was ihr geschrieben habt.

Mal sehen, wie es weiter geht. Das Bettnässen ist für mich auch das kleinste Problem. Ich will halt nicht, dass sie sich ständig Sorgen macht und Angst hat...

Danke nochmal!

LG luap#stern