Vater unbekannt, und nun?Hallo,

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von seluna 06.11.10 - 10:56 Uhr

Hallo,
geht nicht um mich sondern um meine Nachbarstochter.
sie erzählte mir gestern das sie schwanger ist, ihre Eltern haben sie vor die Wahl gestellt. Kind und raus aus der Wohnung oder sie treibt ab und "darf" zu Hause bleiben.

Sie hat sich für das Kind entschieden und sucht bereits eine Wohnung (sie ist 19)
Ihr Problem ist aber das sie den Namen des Vaters nicht hat und nun große Probleme mit den Ämtern fürchtet.
Es geht ja auch um Unterhalt.
Den Vater kann sie nicht benennen, da der mehr oder weniger über sie hergefallen ist und sich vorher nicht vorgestellt hat.
Die Eltern haben kein Verständnis dafür, eine Anzeige will sie auf keinen Fall vornehmen und im Prinzip möchte sie es auch niemanden auf die Nase binden, da sie einen ""Stempel für das Kind befürchtet.
Da sie auch auf Arge (sie ist in der Ausbildung) angewiesen ist befürchtet sie nun eben Ärger.
Sie möchte den Menschen bei den Ämtern ihre Geschichte halt nicht auf die Nase binden und das ganze lieber als ONS händeln.

Nun habe ich keine Ahnung davon, wie läuft sowas?
Kann man einfach "Vater unbekannt" angeben? Gibt das große Probleme?

Beitrag von ppg 06.11.10 - 11:33 Uhr

Den Vater kann sie nicht benennen, da der mehr oder weniger über sie hergefallen ist und sich vorher nicht vorgestellt hat.

Wer glaubt so einen Mist???

Entweder ist sie vergewaltigt worden und hat die Straftat angezeigt oder sie hat wild rumgevögelt dann kennt man normalerweise die in Frage kommenden Kerle - wenn auch nur vom sehen oder sie will den Vater nicht nennen und muß dann eben alle finanziellen Nachteile in Kauf nehmen.

Ich, als Mutter, hätte auch kein Verständniss dafür, das der Vergewaltiger meiner Tochter nicht angezeigt wird. Und daher glaube ich sicher, das es eine Geschichte hinter der Geschichte gibt. Den "Stempel" hat das Kind bereits über den miesen Ruf der Mutter - denn viele Leute werden zu den gleichen gedankengängen kommen wie ich.

Fakt ist, bei Vater unbekannt, gibt es keine öffentlichen Gelder oder der jungen Frau haftet der Ruf einer Schlampe an.

Ich denke, Du solltest ihr helfen die Kraft zu finden doch Anzeige zu erstetten.

Ute

Beitrag von seluna 06.11.10 - 13:12 Uhr

Ob da mehr hinter steckt kann ich nicht sagen, ich war ja nicht dabei.
Ich habe aber nicht den Eindruck das sie mich angelogen hat, möchte es natürlich aber auch nicht beschwören.

Es gibt aber in der Tat Frauen die ihre Vergewaltigung nicht anzeigen und das obwohl ein Kind daraus entstanden ist, das ist nunmal eine Tatsache, in dem Fall aber ehr Nebensache.

Den Rat habe ich ihr schon längst gegeben, ich würde auch mitgehen.
Sie will aber nicht und ich kann sie leider nicht zwingen.

Die Eltern haben kein Verständnis dafür das sie das Kind überhaupt austrägt und das hatten sie schon vor dem Wissen der Zeugung nicht undd behaupten nun das ihre Tochter sich das ausgedacht hat um wieder ins elterliche Nest zu kommen.

Wie gesagt, ich war nicht dabei.
Sie jedoch als Schlampe hinzustellen finde ich etwas unpassend, wenn man die Hintergründe nicht kennt.

Beitrag von ppg 06.11.10 - 13:22 Uhr

Sie jedoch als Schlampe hinzustellen finde ich etwas unpassend, wenn man die Hintergründe nicht kennt.

Aber genau das wird passieren, eben weil sie die Umstände nicht preisgibt.

Sie wird sich bei ARGE und Jugendamt einem hochpeinlichen Verhör ausgesetzt sehen, wo Sachbearbeiter ihr genau das unterstellen werden. Auch Bekannte und Nachbarn werden so über die Mutter urteilen, und das Kind wird so seinen Stempel bekommen.

Das Leben wird unendlich schwieriger werden, das Geld wird sehr knapp werden, weil es nicht einfach sein wird bei Vater unbekannt, Ja oder ARGE zur Zahlung zu bewegen.

DAS alles solltest Du der jungen Frau klarmachen - bei einer Anzeige wäre es ein Ende mit Schrecken, alles andere wird ein Schrecken ohne Ende....

Ute

Beitrag von karna.dalilah 06.11.10 - 16:54 Uhr

So ein Quark!

Kein Amt verhört die Mütter die die Väter ihrer Kinder nicht kennen!
Sie bekommen einen Schriftbogen den sie ausfüllen, beschreiben müssen wie wo sie den Vater kennengelernt haben, welche Angaben sie zur Person des Vaters hat und ob sie Anhaltspunkte kennt, den Vater ausfindig zu machen.
Dann gibt sie den Bogen ab und fertig.
Kann dann UVG beantragen.
Der ARGE braucht sie nur mitzuteilen, dass der Vater unbekannt ist und fertig (ggf. das sie dies beim JA aktenkundig gemacht hat).
Die ARGE gehen nähere Umstände nichts an und auch das Jugendamt hat nicht das Recht die Tatsache zu bewerten.

Es ist völliger Quatsch das JA und ARGE in dem Fall schwer zu bewegen sein werden, zu zahlen.
Diese Fälle gibt es öfter als du glaubst und sind nicht absolute seltenheit!
Eine Klassenkameradin arbeitet da und hat mir dies erzählt.
Da kommen Frauen-haben ein ONE mit Mr.Unbekanntund werden schwanger...

Beitrag von seluna 07.11.10 - 16:28 Uhr

Danke, das wäre ja schon mal ne Info.
Weisst du zufällig auch ob sie das Kind ohne Einverständnis des Vaters zur Adoption frei geben kann?
In diesem Falle ist er ja unbekannt, aber gehören da nciht immer die Unterschriften beider Eltern zu?

Beitrag von karna.dalilah 07.11.10 - 18:39 Uhr

Ich wüßte nicht was dagegen stehen würde.
Die Unterschrift kann der Vater ja nur abgeben, wenn er bekannt ist und er somit seine Rechte wahrnehmen könnte.
Da der Vater unbekannt ist, kann nur die Mutter die Rechte und Pflichten dem Kind gegenüber wahrnehmen und kann demzufolge allein die Adoptionsfreigabe unterschreiben.

Hier ist einiges erklärt mit Gesetzestexten
http://www.juraforum.de/forum/adoptionsrecht/adoption-eines-kindes-dessen-vater-offiziell-unbekannt-ist-123397

http://www.kreis-alzey-worms.eu/verwaltung/buerger/lebenslagen_detail.php?script=/verwaltung/buerger/wScripts/lebenslage_anzeigen.php&SituationId=1586547166&navid=39

(siehe Einwilligungserklärung)
Auzug: "...Wichtig ist, dass beide Eltern der Freigabe zustimmen. Das gilt auch für den Fall, dass ein Elternteil minderjährig ist. Ist der Vater unbekannt, reicht die Erklärung der Mutter..."

Lass sie die Seite mal lesen, da steht viel wichtiges drin.
Wichtig ist, dass sie die Entscheidung nicht übers Knie bricht, denn sie ist endgültig und durch nichts wieder rückgängig zu machen.

Ich wünsche deiner Nachbarstochter viel Kraft
Karna

Beitrag von manavgat 07.11.10 - 18:52 Uhr

ie wird sich bei ARGE und Jugendamt einem hochpeinlichen Verhör ausgesetzt sehen,


So ein Müll!


Wir sind hier nicht in einer Diktatur.


Verhör?


Wo hast Du denn das her?!


Zuviel Fernsehen gekuckt, oder was?

Mann, mann, mann!

Manavgat

Beitrag von windsbraut69 07.11.10 - 08:34 Uhr

"Fakt ist, bei Vater unbekannt, gibt es keine öffentlichen Gelder oder der jungen Frau haftet der Ruf einer Schlampe an. "

Das ist völliger Unsinn, und auch "verhört" wird keine Schwangere, die den Vater des Kindes nicht benennen kann oder will!

Dass es aber in beiden Fällen blödes Gerede geben kann, sei es jetzt um eine evtl. Vergewaltigung oder den vermuteten Lebensstil der Frau, darin gebe ich Dir Recht und es sollte auch kein Typ unbehelligt davon kommen.

Gruß,

W

Beitrag von silbermond65 06.11.10 - 11:49 Uhr

Ich schließ mich mal an....soll sie eine Anzeige machen.

eine Anzeige will sie auf keinen Fall vornehmen und im Prinzip möchte sie es auch niemanden auf die Nase binden, da sie einen ""Stempel für das Kind befürchtet.

Völliger Quatsch.Das Kind könnte (wenn die Geschichte wahr ist ! ) am allerwenigsten dafür. Und es wird wohl kaum öffentlich gemacht werden.

Beitrag von seluna 06.11.10 - 13:16 Uhr

Ich hatte beruflich Kontakt mit vergewaltigten Frauen und keine war scharf darauf ihre Geschichte rumzuerzählen.

Ich finde es heftig das einer Frau nicht geglaubt wird, weil sie lieber schweigt anstatt sofort zur Polizei zu rennen.

Beitrag von silbermond65 06.11.10 - 14:37 Uhr

Sie soll ihre Geschichte nicht "rumerzählen" wie du es nennst.
Hier geht es doch wohl darum,daß sie Hilfe bekommt oder nicht?.
Und wenn sie jetzt nichts sagt....irgendwann wird sie ihre Geschichte erzählen........ich kann mir nämlich nicht vorstellen,daß man mit einer Vergewaltigung oder Mißbrauch völlig alleine klarkommt,das jemals ganz verarbeiten kann.Schon gar nicht ,wenn ein Kind dabei entstanden ist und sie dieses Kind austragen wird.l
Dafür sitzt sie dann wohl früher oder später beim Psychologen.

Und selbst wenn sie jetzt bei der Polizei und beim Amt ihre Geschichte erzählt ,wird NIEMAND dem Kind dafür einen Stempel aufdrücken.

Beitrag von silbermond65 06.11.10 - 14:42 Uhr

Bei der Nachbarstochter verstehst du also völlig ,daß sie NICHT zur Polizei geht ,ihn nicht anzeigt.
Und weiter unten im Thread von " nadineriemer" rätst du ihr,sie soll den Erzeuger ihres Kindes (das ja anscheinend auch aus einer Gewaltaktion entstanden ist ) anzeigen ,weil es besser ist.
Komische Logik ,sorry.
Der Frau wurde anscheinend auf den Ämtern übrigens gesagt,daß sie kein Geld bekommt (UV ,ARGE fürs Kind) ,wenn sie den KV nicht angibt.

Beitrag von blaue-rose 06.11.10 - 15:34 Uhr

Ich weiß jetzt nicht ob du seluna oder mich mit deinen Beiträgen ansprichst.

Da ich auch in den Thread ähnlich wie seluna geantwortet habe möchte ich mich auch zu Wort melden.


So wie ich es aus deinen Beiträgen lese hast du nicht den geringsten Eindruck was eine Frau bei Mb und Vg ertragen muss und welche Flogen sich daraus ergeben. Opfer sind oft nicht in der Lage sich jemand anzuvertrauen. Selbst eine Anzeige bei der Polizei stellt sie vor großen Problemen, da sie den ganzen Hergang bis in kleinste Detail mehrfach berichten müssen. Opfer erleben dabei das ganze noch einmal und haben daher große Angst darüber zu reden. Viele Opfer schaffen es gar nicht darüber zu reden und oft erst nach Jahren.

Ich gebe dir aber Recht, es ist sehr schwer mit einem Mb oder einer Vg allein klar zukommen. Die Opfer brauchen meist Hilfe, aber haben eine riesen Angst diese Hilfe in Anspruch zu nehmen da sie dort ja alles wieder erzählen müssen. Dazu kommt noch das Opfer oft in die Täter-rolle gedrängt werden und sich schuldig fühlen. Selbst dieser Thread drängt sie schon in die Täter- rolle mit Aussagen wie :

" Entweder ist sie vergewaltigt worden und hat die Straftat angezeigt oder sie hat wild rumgevögelt dann kennt man normalerweise die in Frage kommenden Kerle "

glaub mir bitte, genau diese Aussagen führen dazu das Opfer noch mehr eingeschüchtert werden und sich nicht trauen sich jemand zu gegenüber zu öffnen.

Ich kann auch jede Frau verstehen die ein Kind bekommt das durch eine Gewaltsituation entstanden ist und Vater unbekannt angibt, da sie sich dadurch den weiter Kontakt mit diesem Mann erspart.

Beitrag von ppg 06.11.10 - 15:55 Uhr

Selbst dieser Thread drängt sie schon in die Täter- rolle mit Aussagen wie :

" Entweder ist sie vergewaltigt worden und hat die Straftat angezeigt oder sie hat wild rumgevögelt dann kennt man normalerweise die in Frage kommenden Kerle "

Ich habe diese Aussage getätigt: Nicht weil ich diese Frau diffamiere, sondern weil es genau das ist was über eine Frau geredet wird, wenn sie eben den Vater nur so als unbekannt angibt , anstatt anzuzeigen, oder sich einem Psychologen zu offenbaren. das fängt beim engsten Umfeld an, geht weiter über das JA und die ARGE . Villeicht habe ich mich da mißverständlich ausgedrückt.

Du hast sehr Recht, mit Deinen Anmerkungen. Aber in diesem Fall weiß die TE noch nichteimal selbst ob eine Vergewaltigung wirklich stattgefunden hat oder ob die junge Frau es einfach nur bereut, das sie sich hat verführen lassen.

Und ob es für ein Kind gut es, wenn hinter vorgehaltener Hand über das Sexualverhalten der Mutter getuschelt wird. Gerade n ländlichen Gegenden hält sich Gerede jahrzehntelang.

Ich kann auch jede Frau verstehen die ein Kind bekommt das durch eine Gewaltsituation entstanden ist und Vater unbekannt angibt, da sie sich dadurch den weiter Kontakt mit diesem Mann erspart.

Ja, das kann ich auch gut verstehen. Leider muß in solchem Fall diese Frau eine Strafanzeige vorweisen oder sie wird keinen UVG oder ALG II erhalten. Also ist die Konsequenz der "Ruhe vor dem Kerl" , das sie und das Kind hungern müssen - im wahrsten Wortsinne.

Ist alles nicht so schwarz oder weiß

Ute

Beitrag von silbermond65 06.11.10 - 16:31 Uhr

Ich meinte seluna.
Und da das Mädel sich ihr ja anscheinend offenbart hat....Vertrauen zu ihr hat ,sollte eventuell seluna das Mädchen begleiten oder zumindest Hilfe vermitteln.
Nein,ich habe gottseidank keine Ahnung wie es ist und welche Folgen sich aus einer Vergewaltigung oder einem Mißbrauch ergeben.
Aber den Kopf in den Sand stecken und einfach alles nur verdrängen wollen ,ist sicher nicht die einfachste Lösung......für die Frau nicht und für das Kind schon gar nicht.

Beitrag von blaue-rose 06.11.10 - 17:28 Uhr

silbermond,


du hast Recht, seluna sollte versuchen ihr Hilfe zu vermitteln und ich denke sie wird es auch versuchen.

Aber die betroffene muss auch bereit sein Hilfe in der Richtung anzunehmen und das ist für sie oft nicht so einfach.

Du hast auch Recht, " den Kopf in den Sand stecken" ist nicht die Lösung, aber für Opfer oft erst einmal der einzigste Weg um zu sich zu finden.

Beitrag von windsbraut69 07.11.10 - 08:32 Uhr

Was denkst Du denn, über welche Variante "schlimmer "geredet wird, über eine 19jährige, die nicht sagen kann, welcher ihrer Sexualpartner sie geschwängert hat oder über eine 19jährige, die vergewaltigt wurden?

Davon aber mal abgesehen, finde ich eine Anzeige aus verschiedenen Gründen sehr wichtig und direkten Kontakt zum Täter muß das Opfer deshalb doch nicht haben!

Lg,

W

Beitrag von blaue-rose 07.11.10 - 11:34 Uhr

Hallo Windsbraut,


es wird unter Garantie schlimmer über die Variante geredet wenn sie den Kv nicht benennen kann.

Das Problem ist aber das Opfer sehr viel Kraft benötigen um eine Anzeige zu erstatten und das ganze was darauf folgt zu überstehen. Viele Opfer schaffen es nie eine Anzeige zu erstatten.

Für uns nicht betroffene ist es einfach zu sagen Opfer sollen eine Anzeige erstatten, aber für Opfer ist es ein sehr schwerer Weg.

Ich finde eine Anzeige auch sehr wichtig, weiß aber auch das es für ein Opfer nicht so einfach ist Anzeige zu erstatten.

Den direkten Kontakt mit dem Täter auszuschließen ist nicht ganz einfach wenn ein Kind geboren wird, denn der Kv auch wenn er Täter ist wird ein Umgangsrecht mit seinem Kind haben.


mfG

Beitrag von holy_cow 10.11.10 - 21:46 Uhr

Hola.

ich moechte dir in einigen Punkten rechtgeben muss dir aber auch widersprechen und etwas klar herraus stellen.
Natuerlich ist es fuer das Opfer sehr schwer alles noch mal durchleben zu muessen, aber genau darin besteht auch eine Aufarbeitung und Verarbeitung.

Heute sind die Beamten ausgebildet und wissen wie man ein Opfer sachgerecht befragt.
Bei der Polizei wird ein Opfer ganz sicher nicht zum Taeter gemacht. Das ist alleine die Oeffentlichkeit die eher auf Seite das Taeters steht als des Opfers. Da sollte man sich mal fragen warum das so ist!
( siehe Fall Kachelmann wie viele der " Geliebten " absprechen, vergewaltigt worden zu sein! )
Opfer fuehlen eine Mitschuld und genau deswegen ist eine Anzeige von Noeten um ihnen klar zu machen, dass sie nichts falsches gemacht haben, sondern ihnen etwas angetan wurde! Sie haben ein Recht auf Widergutmachung.
Es besteht in der Oeffentlichkeit diese Vorurteile und macht es den Opfern schwer ihr Schicksal zu verarbeiten. Menschen wie du raten dazu, dass sie schweigen sollen und es am Besten vergessen.

Jede nicht angezeigte Tat kann zu einem weiteren Opfer fuehren!
Man geht also bewusst ein, dass es eine Andere auch treffen kann, denn der Taeter fuehlt sich sicher, niemand zeigt ihn an.
Sowas darf man nicht unterstuetzen und schon mal gar nicht verschweigen.
Ich finde das hoechst fahrlaessig. Das naechste Opfer koennte schwerst misshandelt werden oder das uebernaechste sogar den Tod finden!

Meine Tochter wurde missbraucht da war sie 4 und mit 5 hat sie darueber gesprochen.
Sie hat bis heute Angst und vor allem fuehlt sie eine grosse Scham.
Sie selber sagt aber mit ihren 8 Jahren dass sie vor Gericht aussagen moechte, dass die Person bestraft wird, man ihr dann glaubt.
Das ist ungeheuer wichtig. Sie muss nicht schweigen oder ihr wird einredet, es ist besser alles zu verdraengen als sich der Sache zu stellen.
Sie hat die Chance zu heilen, daran zu wachsen und wieder Achtung fuer sich selber zu bekommen. Es ist ein langer schmerzvoller Weg und ich weiss wo von ich schreibe. Ich selber leide sehr, aber ich sehe die Notwendigkeit fuer mein Kind.
Es ist eine Schande, dass es Eltern immer noch vorziehen, ueber den Missbrauch ihrer Kinder zu schweigen. Warum aber zoegert niemand, jemand anzuzeigen, der zum Beispiel einen anderen Menschen zusammen schlaegt oder schwer beleidigt? Sind nicht die Wunden eines Missbrauchs oder einer Vergewaltigung viel tiefer und nachhaltiger, weniger Wert angezeigt zu werden?
Wuerde man offen ueber so was reden, mehr Frauen oder junge Maedchen wuerden die Kraft finden, ihren Peiniger anzuzeigen!
Nur durch die Gesellschaft finden sie Kraft und Unterstueztung, aber auf der Schiene wie du sie beschreibst, werden sie zu dem gemacht, was sie nicht sein wollen.
Ein Opfer und keine Ueberlebende!

Saludos

Beitrag von blaue-rose 06.11.10 - 14:03 Uhr

Hallo seluna,


erst einmal möchte ich dir meinen Respekt aussprechen das du dich um sie kümmerst und sie auch nicht verurteilst ( was hier leider in einigen Antworten sofort geschehen ist). Es ist wirklich sehr schwer für Frauen die Mb oder Vg ertragen mussten ihren Peiniger Anzuzeigen. Denn genau in diesem Fall sind sie peinlichen Verhören ausgeliefert.

Ich würde mal sagen was ihre Eltern versuchen ist eine Nötigung zum Ab. Es ist gut möglich das es einige Probleme bei den Ämtern gibt. Ich denke aber trotz allem bekommt sie Unterstützung. Das Kind hat Anspruch auf Unterhaltsvorschuss wenn der Vater nicht zahlen kann oder unbekannt ist und sie müsste Anspruch auf ALg2 haben.

Ob ihre Geschichte wahr ist oder nicht kann nur sie selbst wissen. Aber sie als Schlampe oder ähnliches zu bezeichnen finde ich sehr heftig. Einen Stempel für das Kind muss nicht sein, sie sollte Selbstbewusstsein zeigen und sich nicht vor den Unkenrufen verstecken. Einfach ignorieren und schon werden sie irgendwann von ganz allein verhallen.

Schaut euch mal bitte folgende Seite an, dort findet ihr bestimmt hilfreiche Informationen:

http://www.schwanger-unter-20.de

Ich würde auch empfehlen das sie eine Beratungsstelle aufsucht und sich dort nach möglichen Hilfen erkundigt.

Hilfreich kann auch Wildwasser.de und der weiße Ring sein.


Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen.


blaue -rose

Beitrag von zwiebelchen1977 06.11.10 - 14:33 Uhr

Hallo

Bei Vater unbekannt bekommt sie KEINEN Unterhaltsvorschuss.


Bianca

Beitrag von hedda.gabler 07.11.10 - 12:57 Uhr

Hallo.

Was leitet Dich eigentlich, immer und immer wieder Blödsinn zu schreiben, dem jegliche Grundlage entbehrt?!

Gruß von der Hedda.

Beitrag von manavgat 07.11.10 - 18:54 Uhr

Sie kann nicht anders....

Gruß

Manavgat

Beitrag von seluna 07.11.10 - 16:24 Uhr

Hallo blaue Rose,
vielen lieben Dank für deine Antwort.

Sie war vorhin kurz hier, ihre Eltern hatten Sachen für sie, bei mir abgegeben und die hat sie sich abgeholt.
Ich habe auch nochmal mit ihr gesprochen und sie bleibt dabei, er ist über sie hergefallen weil sie nicht gleich mit ihm schlafen wollte und er das nicht akzeptieren konnte oder wollte.

Ich werde mir die Adressen mal ansehen und sehen ob ich noch etwas bewegen kann, im Prinzip habe ich selber genug Probleme aber ich kann sie ja auch schlecht abweisen. *seufz*

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