Verhalten der Pflegestelle - was haltet ihr davon?

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von katy22 06.11.10 - 15:58 Uhr

Hallo,

ich habe mich heute sehr gewundert, und zwar über das Verhalten der Pflegestelle in der unser evtl. zukünftiger Hund momentan lebt.

Es ist ein geretteter Hund aus dem Ausland, 6 Monate alt und wirklich süß anzusehen. Kennen gelernt haben wir ihn noch nicht, wir hatten vor ein paar Tagen das erste Mal telefonisch Kontakt mit der Pflegefamilie. Da es uns (verständlicherweise) sehr wichtig ist, daß wir und unser zukünftiger Hund gut zusammen passen, habe ich der Pflegefamilie gesagt, daß mir ein einziger Termin nicht ausreiche, um mich für den Hund zu entscheiden. Ich würde gerne auch mit dem Hund vorher gassi gehen, etc. um ihn richtig kennen zu lernen und einschätzen zu können, ob wir zueinander passen.

Da hat die Pflegestelle richtig gereizt reagiert und gesagt, sie müsse den Hund bald mal vermitteln, weil die nächsten Welpen bald mit dem Flugzeug aus dem Ausland kommen und sie nicht wochenlang Zeit verplempern könne. Vorher hat sie aber tatsächlich Erkundigungen über eine zufällig gemeinsame Bekannte über uns eingeholt, wir haben lange Fragebögen ausgefüllt und sogar ein Telefonat der Organisation aus dem Ausland bekommen um uns zu überprüfen. Ist ja auch alles ok, aber genauso wichtig ist es doch auch für uns, zu prüfen, ob der Hund zu uns passt! Ich bin da richtig sauer drüber!!

Was meint ihr dazu? Momentan habe ich echt überlegt, ob ich unser erstes Treffen gar nicht zustande kommen lasse. Aber da ich mich vom Bild her so in den Hund verliebt habe, würde ich ihn schon gerne kennen lernen.

Herzliche Grüße

Katy

Beitrag von tauchmaus01 06.11.10 - 16:28 Uhr

Warum bist Du nicht schon längst mal hingefahren zur Pflegestelle statt nur zu telefonieren? Ich könnte das gar nicht solange aushalten ;-) abgesehen davon sagt ein Bild ja nicht alles....

Mona

Beitrag von katy22 06.11.10 - 17:04 Uhr

Hallo,

genau das wollte ich tun, aber Hinfahren bringt ja immer nur was, wenn eine auch die Tür geöffnet wird ;-) und da die 'Pflegestelle' beruflich scheinbar sehr eingespannt ist, macht sie nur am Wochenende Termine für ein Treffen.
Außerdem, die beschriebenen Vorgänge haben sich innerhalb von drei Tagen abgespielt, ich habe hier nicht von Wochen gesprochen.

Hmmm.....über deine Meinung zu den Reaktionen der Pflegestelle hast du mir nichts verraten....schade.

Beitrag von tauchmaus01 06.11.10 - 17:09 Uhr

Mh....finde es auch komisch.
Aber vielleicht geht es bei denen einfach zu wie bei einem Taubenschlag.
Wenn die beruflich so eingespannt sind dass sie keine Interessenten unter der Woche empfangen können, frage ich mich wer die Tiere dann tagsüber versorgt #kratz.
Gerade bei solchen Sorgenkindern muß doch jemand da sein, oder?

Mona

Beitrag von sparrow1967 06.11.10 - 18:35 Uhr

Ich würde die FInger davon lassen.
Die Pflegestelle scheint mir ETWAS gereizt und will das Tier so schnell wie möglich loswerden. Beruflich eingespannt? Der Hund ist dann alleine oder was?
Unterstütz das nicht noch - sowas ist - imho- nicht seriös.

Schau dich bei einem GUTEN Züchter ( Mitglied im Verein, Verein Mitglied beim VDH, F.C.I. ) um. Bei nem seriösen Züchter kannst du kommen, wann du kannst und willst ;-).

sparrow

Beitrag von silvestra 06.11.10 - 19:40 Uhr

Hallo,

als frische Hundebesitzerin, die einen Hund aus dem Süden adoptiert hat, erzähle ich Dir mal, wie es bei mir war.

Also, ich habe den Aushang einer Hündin im örtlichen Freßnapf gesehen und mich für sie "beworben". Da mußte ich ziemlich viele Angaben über mich und die Vorstellungen meines zukünftigen Vierbeiners machen.
Ich bekam dann einen Anruf, in dem mir eine andere Hündin vorgeschlagen wurde, da die erste nicht passen würde, zu dem, was ich mit ihr vorhabe (sie soll mit ins Büro gehen z.B.).

Dann kam der Kontakt mit der Pflegestelle. Ich habe meine Hündin besucht und fast 2 Stunden auf dem Wohnzimmerboden gesessen, damit wir uns kennenlernen. Die Pflegestelle war super geduldig, hat Mitspracherecht und wir haben in den 2 Wochen, die es noch gedauert hat, regelmäßigen telefonischen Kontakt gehabt. Hätte ich noch einmal mit Sara Gassi gehen wollen, wäre dies ohne Weiteres möglich gewesen.


Niemand hat mich gedrängelt, es hieß immer, dass, wenn ich nicht denke, dass der Hund nicht passen würde, es irgendwo einen anderen Hund für mich gäbe.

Heute habe ich meine Sara abgeholt, bekam etwas Trockenfutter für den Übergang mit, eine E-Mail Adresse, an die ich mich bei Problemen wenden kann und Sara wurde liebevoll verabschiedet.

Natürlich sind Pflegestellen rar und es gibt viel Tierelend überall auf der Welt, aber wenn ich künftige Interessenten drängele und quasi unter Druck setze, ist weder Tier noch künftigem Halter geholfen.

Viele Grüße, Silvestra

Beitrag von katy22 07.11.10 - 11:04 Uhr

Hallo Silvestra,

wow- das hört sich toll an, genau so habe ich mir das vorgestellt.

Wir haben uns gestern noch getroffen und dort wurde mir erzählt, daß viele Leute wirklich von weit her kommen und vorher schon sagen- den Hund nehme ich mit. Quasi vom Foto weg mitgenommen. Man könne sich ja auch sein Kind nicht aussuchen, sondern müsse nehmen, was man bekomme, wurde mir dann gestern noch gesagt. Fand ich alles merkwürdig, und habe meinen Standpunkt nochmal erklärt.

So, wie du es erfahren hast, finde ich es ganz toll und so sollte es auch laufen. Bei allem Verständnis dafür, daß es diese Pflegestelle auch nicht leicht hat- aber wenn schon vermitteln, dann doch bitte auch mit Herz und Verstand- dem Tier zuliebe.

Danke für deine Antwort,

viele Grüße

Katy

Beitrag von reethi 07.11.10 - 07:53 Uhr

Hallo!

Wenn Ihr doch sowieso schon ein Treffen vereinbart habt dann fahr auch hin.
Vielleicht hatte die Person gerade einen schlechten Tag, Kinder die nicht durchgeschlafen haben-was auch immer. Pflegefamilien müssen auch so einiges mitmachen und vielleicht war das Telefonat einfach "dumm gelaufen".
Im Endeffekt kann der Hund ja nicht dafür.
Du siehst den Hund ja wenn Du hin fährst und wahrscheinlich wird es sich dann auch ergeben, dass Du mit ihm mal rausgehen kannst.

Ich finde Deine Gedankengänge, ob der Hund zu Dir/Euch passt wirklich toll. Aber man merkt meist schon beim ersten Mal sehen, ob es passt oder nicht ;-)

VG
Neddie (die einen Hund aus dem Süden hat, der mittlerweile schon 10 Jahr bei uns lebt)

Beitrag von windsbraut69 07.11.10 - 07:58 Uhr

Guten Morgen,

ich kann mir vorstellen, dass es für Euch nervig und nicht schön ist, wie die Pflegestelle sich verhält, ABER ich kann aus Erfahrung auch deren Seite verstehen.

Bei der Vermittlung von Tieren habe ich die Erfahrung gemacht, dass oft gerade diejenigen, die vorab eine Riesenwelle (nimm das nicht persönlich, ich kenn Dich ja nicht) machen, zig Mails schicken, tausend mal anrufen und große "Ansprüche" haben, oft nicht ernst zu nehmen sind.

Ich gehe davon aus, dass es anders gelaufen wäre, wenn Ihr nach dem ersten Besuch gesagt hättet, dass Ihr nochmal in Ruhe nachdenken müßt, und evtl. wiederkommen. Zig Besuche halte ich jetzt gerade bei einem 6 Monate alten Hund auch nicht für unbedingt nötig, wenn Eure Absicht, ein neues Familienmitglied aufzunehmen, wirklich ernst und durchdacht ist.

Macht einen Termin aus und schaut, ob es im persönlichen Kontakt klappt.

LG,

W

Beitrag von cosmicdoodle 07.11.10 - 09:14 Uhr

Hallo!

Ich kann verstehen, dass Du stutzig wirst und Dir sogar überlegen willst, den Hund doch nicht zu nehmen. Aber der Hund kann ja nichts dafür. Und die Reaktion der Pflegefamilie würde ich auch nicht persönlich nehmen. Ich glaube, im Tierschutz zu arbeiten ist sehr anstrengend und verlangt einem einiges ab im Umgang mit Menschen. Wer weiß, wie viele Menschen schon genau für diesen Hund angerufen haben und dann letztendlich doch abgesagt haben? Das nervt dann natürlich.

Wenn man mit Leuten vom Tierschutz zu tun hat, muss man schon einiges einstecken können, finde ich. Natürlich ist es nicht die feine Art, Dich so anzugehen, aber versuche doch, drüber zu stehen im Sinne des Hundes, um sein Wohl geht es ja letztendlich.

Fahr zu dem Termin, schau Dir den Guten an und wenn Du ihn nicht sofort mitnehmen willst, weil Du Dir unsicher bist, versuche sie ganz ruhig und sachlich aufzuklären, warum Du vorsichtig bist und ob sie Dich nicht doch diesbezüglich unterstützen kann.

Sei ihr nicht böse, vielleicht ist ihr nur 'ne Laus über die Leber gelaufen, vielleicht ist das einfach ihre Art... man weiß es nicht. Denk an den Dich und den Hund - um Euch geht es!

Viel Erfolg.

LG,
Cosmic





Beitrag von shera01.05.00 07.11.10 - 12:39 Uhr

Hi


haben unsere Bella von Hand und Pfote sie war zu dem zeitpunkt schon merhmals vermittelt worden kam aber leider immer zurück. Sie war halt ein starssenhund und hat auch jagdtrieb man muss mit ihr arbeiten und die vorbesitzer haben die leine nie richtig festgehalten bzw. nicht draif geachtet und somit hat sie auch mal vom nachbarn die hühner / katze gejagt...


naja jedenfalls rief ich an ob ich sie zum gassi gehen mal abholen könnte (kannten eine andree pflegestelle von der hundewiese) daher haben wir sie einne tag zu uns geholt, kam auch mit unserer tochter sehr gut aus sie war fröhlich aber traute sich nicht auf die couch etc. abends haben wir sie wieder zurück gebracht ich hatte nur gesagt das ich sie gerne wenn es ginge auch einmal eine nacht zu uns holen wollte um zu gucken ob ruhe reinkäme ( hatten noch einen 6 monate alten dobi hier rumturnen)
naja dann nehmen sie sie doch gleich mit und wenn alles klar läuft dann hole ich sie am sonntag ab bzw. wenn was sein sollte schon samstag morgen.

alles klar gesgat getan naja das war im mai und sie war nie merh weg #verliebt


Ihr charakter kam aber so 100% erst nach 2-3 monaten raus. als sie merkte das as hier ihre endtselle ist.

es ist wichtig das du guckst ob der hund zu dir passt meine bekannte ist allerdings auch etwas ruppig fahr hin geh mit ihr ein paar stundne gassi wenn die anfangs chemie stimmt dann ist ok
bella hatte sie am 2. tag die wolfskralle abgerissen mussten mit ihr zum TA wir durften sie trotz das sie schmerzen hatte anfassen sie hat zwar vorsichtig mit den zähnen unsere hand weggezogen aber nicht geknurrt nahc uns geschnappt oder sonstwas.

höre auf dein bauchgefühl das was wichtig ist teste es kurz an ( autofahrten kommt sie dir hin etc. wenn das alles stimmt ist doch ok alles kannst du eh nicht merken wie gesgat es dauert bis sich ein tier richtig eingelebt hat...
bei bella wurde gesgat sie könne problemlos ein paar stundne alleine bleiben das stimmt zum beispiel nicht....

auch hatte sie anfangs keien socken von mir aufm gewissen jetzt mopst sie mir immer socken ausser schublade uns spielt damit tauziehen#schwitz

aber unsere kleine nervensägen gebne wir trotzdem net wieder her...

Beitrag von brummeli67 07.11.10 - 17:09 Uhr

Ich finde es richtig, dass du den Hund kennenlernen willst und auch mit ihm Gassi gehen willst. Schließlich wird es ein Familienmitglied für mindestens die nächsten 10 Jahre.
Aber: Ich kann die Pflegestelle verstehen, dass sie die Hunde schnell vermitteln müssen. Die Hunde wollen schließlich in ihr Rudel eingeführt werden und nicht ständig durch die Welt reisen.
Also im Sinne des Hundes würde ich dir raten, die Kennenlernmomente schnellstens zu organisieren. Fahr also bald hin!

Viel Glück und Freude mit dem Vierbeiner

Sabine

Beitrag von joy1975 07.11.10 - 17:35 Uhr

Also ich war selber jahrelang Pflegestelle im Tierschutz, bin auch schon seit Jahren aktiv im Tierschutz (Inland und Ausland) tätig.
Jede GUTE Pflegestelle sollte dankbar sein, wenn du den Hund näher kennen lernen möchtest.
Ich hätte damit definitiv kein Problem gehabt.
Leider gibt es auch viele Pflegestellen, die ziemlich überfordert sind und oft nicht mehr wissen, was zum guten Ton gehört. Ich kenne das auch.

Du mußt ein gutes Gefühl haben, sonst ist es nicht der richtige Hund und/oder nicht der richtige Verein.

Meinen jetzigen Hund habe ich auch aus einer Pflegestelle geholt. Die waren immer freundlich und korrekt. Es war trotzdem ziemlich chaotisch, weil die Pflegestelle den Hund dann trotz eingeschränkter finanzieller Mittel und schon eigenen Hunden behalten wollte. Der Verein hat dann letzten Endes zu meinen Gunsten entschieden. Die Pflegestelle war natürlich enttäuscht, aber zu mir trotzdem auch bei der Abholung super nett und freundlich, schließlich war es ja die Vereinsentscheidung und nicht meine Schuld.
Wir haben heute noch Kontakt, ich schicke regelmäßig mal Fotos etc.