" Sie haben mich und meinen Sohn soooo glücklich gemacht

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von anja478 06.11.10 - 21:28 Uhr

Hallo,

Mein Sohn geht seit 1 Monat als Integrativkind in einen neue KITA. Nächste Woche hat er Geb. und ich hatte die Erzieherin gefragt mit wem er denn so spielt und da hab ich zwei Namen bekommen. Also hab ich die zwei zum Kindergeburtstag eingeladen. Unteranderem Marvin. Marvin ist auch ein I-Kind und wohl, genau wie mein Sohn, sprachentwicklungsverzögert und sonst bestehen wohl auch einige PRobleme. Aber hab ich kein Problem mit wenn mein Sohn mit ihm spielt.
Am nächsten Tag sagte mir die Mutter auch sofort zu und meinte wir hätten Ihren Sohn soooo glücklich gemacht er und Mama hätten vor Freude geheult. Es wäre wohl der erste Kindergeburstag für Marvin 5 Jahre.
Da mußte ich erstmal schlucken hätte bald mitgeheult. Der arme Kerl!!!

LG
Anja und Tim der sich auf seinen Geburstag freut.

Beitrag von brausepulver 06.11.10 - 21:42 Uhr

Hallo ANja

da kann ich die Mutter voll verstehen :-( Hat der Junge denn keine Freunde, die ihn mal einladen? Das finde ich traurig. Der beste Freund meiner Tochter ist auch der Integrations-Junge, der nun auch das erste Mal von meiner Tochter zum Geb. eingeladen wird und ich freue mich schon auf ihn. :-)

Ich wünsch euch einen schönen Geburtstag mit Party #huepf

Beitrag von anja478 06.11.10 - 21:48 Uhr

Hallo,

Also ich find die Mutter etwas merkwürdig aber nett. Ich denke der Junge wird keine Freunde haben. :-(:-(
Oh man das geht mir nicht mehr aus dem Kopf.

Ich freu mich auch schon auf die Party

Beitrag von sillysilly 06.11.10 - 21:43 Uhr

Hallo

ja - das kenne ich - aber auch bei gesunden Kindern.

Ich als Erzieherin mußte immer wieder erleben wie schlimm es für Kinder ist wenn sie nie eingeladen werden.
Die Einladungen werden verteilt, und nie ist man selbst dabei, nie gehört man dazu, nie ist man wichtig, .........
Ganz, ganz schlimm.

Dies kann auffällige, temperamentvolle Kinder treffen oder schüchterne Mäuschen, oder den typischen Einzelgänger.
Leider trifft es oft auch Kinder aus Migranten-Familien - und da sind es öfters die Eltern die blocken, weil sie Hemmungen haben die Kinder auf Kindergeburtstage zu lassen, außer die Familien sind auch aus ihrem Heimatland.

Es ist echt blöd, aber irgendwie kann man doch an diesen Geburstagseinladungen sehen wie die soziale Stellung der Kinder in der Gruppe geht ......... wird zwar immer geleugnet, aber ich als Erzieherin habe leider oft erlebt das es so ist.

Wenn mein Kind so ein "armes Schaf" wäre, würde ich einfach öfters einladen, irgendetwas Kleines machen - damit die Situation einfach aufgelockert wird. Mein Kind selbst aktiv werden kann, und auch Kontakte enger werden.

Grüße Silly

Beitrag von anja478 06.11.10 - 21:51 Uhr

Ja das denk ich mir. Das wird viel von den Eltern kommen nach dem Motto. Der XY ist nicht "normal" den laden wir nicht ein.

Die armen Kleinen.

Beitrag von sandra7.12.75 06.11.10 - 21:59 Uhr

Hallo

Ich habe das bei meinem Sohn umgekehrt erlebt.Er war so zimlich neu im Kiga und hatte sich dann 3 Kinder mit denen er im Kiga spielt eingeladen.

Der eine Junge kam aber nur 15 Minuten da alles neu für ihn war.

Der eine durfte erst,dann wieder nicht.Die Familie ist sehr arm und auchg sehr ungepflegt aber ich finde das die Kinder dann ja nichts dafür können.Nur durfte er trotzdem nicht.
Der 3.Junge wurde garnicht gebracht.Ist eine Aussiedlerfamilie und die leben nur unter gleichgesinnten.Schade für unseren Sohn.

Schade auch für die anderen Kinder.

lg

Beitrag von sakirafer 06.11.10 - 21:55 Uhr

Hallo,

ich kann diese Mama sehr gut verstehen. Mein Sohn ist zwar erst drei, aber ich erlebe immer mal wieder mit, wie er abgelehnt ist.
Mein Sohn ist Kindern gegenüber sehr aufgeschlossen und sucht den Kontakt, vielleicht ist er vielen auch zu forsch und direkt (er ist dazu auch sehr wild und übermütig).

Am Freitag beim Kinderturnen habe ich fast geheult. Er ist zu den anderen Kindern und hat gefragt, wer sein Freund sein will. Viele haben ihn ignoriert, waren irritiert, zum Schluß hat er ein Kleinkind, welches kaum reden konnte, gefragt und dann ganz verzweifelt mir gesagt "aber ich brauche doch einen Freund". Irgendwann hat er zu mir gesagt: "Mama, du bist meine Freundin".

Im KiGa spielt er zwar mit anderen Kindern, aber es wechselt immer. Er hat auch schon andere Kinder gefragt, ob sie ihn besuchen wollen, aber es kommt nie ein engerer Kontakt zustande.

Es tut mir weh, weil er sich immer so freut, mit anderen zu spielen.
Er ist ein aufgeweckter, cleverer Kerl, aber oft wild und viell im Übermut zu grob. ICh weiß nicht,wie ich ihm da helfen kann.

Auf jeden Fall wünsche ich Tim einen tollen Geburtstag! Geniest das Fest.

GLG

Sara

Beitrag von sillysilly 06.11.10 - 21:59 Uhr

Hallo

darf ich mich einmischen.

Versuche deinen Sohn attraktiv zu machen - klingt blöd hilft aber ungemein.

Lade Kinder aus dem Kindergarten ein, aus dem Umfeld.
Baue ihm am Nachmittag ein soziales Netzwerk auf.
Sei da recht engagiert, das hilft wirklich viel.

z.B. zum Plätzchen backen ein Kind dazu einladen
oder zum Schlitten fahren gehen
oder zum Wasserfarben malen
oder ein Adventsnachmittag

mußt nichts großes machen, aber was spaßiges für Kinder


Wenn Kinder sich erst ein paarmal privat getroffen haben, ist es viel leichter beständige Freundschaften zu entwickeln.



Ich achte auch immer darauf, daß wir Freundschaften außerhalb des Kindergartens pflegen, damit sie z.B. von der Lust und Launen der Kindergartenfreunden unabhängig wird.

Liebe Grüße Silly

Beitrag von sakirafer 06.11.10 - 22:06 Uhr

Hallo Silly,

danke für den Tipp!

GLG

Sara

Beitrag von fernande 07.11.10 - 06:59 Uhr

Hallo,

ich kann mich den Tipps meiner Vorschreiberin nur anschließen. Du musst aktiv werden.

Und ich wundere mich sehr über Dein Verhalten während des Kinderturnens.
Man schaut doch nicht zu wie sich ein Kind selber unglücklich macht, in dem es viele Kinder völlig unmotiviert fragt ob sie sein Freund sein wollen.

Warum hast Du denn nicht eingegriffen?

Gruß
f

Beitrag von sakirafer 07.11.10 - 11:40 Uhr

Was hätte ich deiner Meinung nach tun sollen?

Zu den Kindern gehen und sagen, dass sie mit meinem Sohn spielen sollen?

Zur Erklärung: bei dem Kinderturnen turnen die Kinder hauptsächlich gemeinsam mit den Eltern und die meisten Kinder hängen an Mama, mein Sohn möchte gerne mit anderen spielen, während die andern lieber mit den Eltern turnen.

Und was meinst du mit "unmotiviert"?

Gruß
f

Beitrag von sakirafer 07.11.10 - 11:46 Uhr

Davon abgesehen habe ich letztendlich doch eingegriffen, indem ich meinen Sohn dan ndoch lieber an die Hand genommen habe und mit ihm gespielt habe.

Ehrlich gesagt ärgert mich deine Antwort, da du vorschnell etwas beurteilt hast, ohne genau zu fragen. Um meine Postings verständlich zu halten verziechte ich auf überlange Erklärungen und antworte stattdessen gerne auf fragen.

Aber mir zu unterstellen dass ich tatenlos zuschaue, wie mein Sohn sich unglücklich macht, macht mich sauer.

Gruß

Beitrag von fernande 07.11.10 - 16:33 Uhr

Hallo,

ich habe mich einfach gewundert.

Ich finde es sehr ungewöhnlich, dass ein Kind beim Kinderturnen zu verschiedenen Kindern geht und einfach die Frage stellt, ob sie sein Freund sein wollen. Und offensichtlich fanden die Kinder diese Frage auch seltsam und unpassend, sonst hätten sie doch anders reagiert als ihn zu ignorieren oder irritiert zu sein.
Und da Du geschrieben hast, dass er dann am Schluss ein ganz kleines Kind gefragt hat, kommt das für mich so rüber, dass kein anderes Kind mehr übrig war und Du Dir das Treiben einen längeren Zeitraum lang angeschaut hast.

Dein Sohn ist mit drei Jahren noch so klein. Ich denke in dem Alter entstehen Freundschaften eher in einem geschützten Umfeld in dem man andere Mütter mit Kindern trifft, in Spielgruppen in denen das Miteinander gefördert wird oder innerhalb einer Kita oder bei der Tagesmutter.

Wenn meine Tochter auf relativ fremde Kinder mit dieser Frage zu gehen würde, würde ich sie schnell aus der Situation nehmen, und ihr erklären, dass man so keine Freunde findet, dass man sich erst kennenlernen muss.

Ich wundere mich auch, was Du über seine Bemühungen im Kindergarten schreibst. Er ist doch noch viel zu klein um sich selber zu verabreden und die anderen Kinder auch. Wie sollen die das denn hinbekommen?

Es ist bei uns immer noch so, dass wenn meine Tochter sich mit einem Kind zum spielen treffen möchte, ich oder mein Partner einen Termin mit den Eltern absprechen. Falls der Kontakt nicht erwünscht ist oder es halt einfach nie klappt kann ich mir eine Ausrede für meine Tochter einfallen lassen und muss sie nicht solchen Frustrationen aussetzen.

Und wie bereits geschrieben wurde, kann man ja selber einen Freundeskreis für sein Kind aufbauen.

Ich möchte Dich gar nicht angreifen, ich wundere mich halt einfach.

gruß
f



Beitrag von sunflower.1976 06.11.10 - 22:12 Uhr

Hallo!

Ich kann die Mutter ganz gut verstehen - und den Jungen auch.
Mein Sohn hat auch eine Sprachentwicklungsverzögerung (bei ansonsten völlig normaler Entwicklung). Er ist im KiGa absolut kein Außenseiter, aber eben nicht der "beste Freund", der zu Geburtstagen eingeladen wird. Die meisten Kinder dürfen so viele Kinder einladen, wie sie alt werden. Zu der engeren Wahl gehört er meistens nicht, zumal hier auf dem Dorf "alteingesessene" Kontakte bestehen, so dass nicht nur KiGa-Freunde eingeladen werden.
Mittlerweile hat unser Sohn einen absolut besten Freund (beruht auf Gegenseitigkeit) und war natürlich auch auf seinem Geburtstag. Aber ansonsten ist es ziemlich selten.

Lg Silvia

Beitrag von tonkaldonna 06.11.10 - 23:06 Uhr

Ich erlebe es bei uns auch,leider.Mein Sohn ist auch eine Integrationskind und wird von den "normalen Kindern" gemieden.Mein Sohn wird zb.einfach nicht trocken,wird daher Stinkejonas genannt.Auch sind die Kinder komisch ihm gegenüber.Meinen Sohn stört es derzeit nicht so,ist wohl eher ein Einzelkind
Aber traurig finde ich es schon.Er wurde bisher auch von niemanden aus seiner Gruppe eingeladen.Einmal von einem Kind aus der Nachbarsgruppe,was ich toll fand.Dieses Kind und den kleinen Bruder haben wir auch zu seinem Geburtstag eingeladen.
Aber vielleicht wird das ja noch?Er hat ja noch fast 3 Jahre Kindergartenzeit.
Beate

Beitrag von sakirafer 06.11.10 - 23:18 Uhr

Hallo,

ehrlich gesagt habe ich mich mit dem Thema "integrativer KiGa" noch nicht auseinander gesetzt, aber ich denke mal, dass es darum geht, dass Kinder mit Schwierigkeiten oder BEhinderungen in Gruppen mit Kindern ohne Auffälligkeiten gehen.

Gerade da sollten die Kinder doch lernen, miteinander umzugehen. Daher kann ich nicht verstehen, dass da dein Sohn so gehänselt wird. Vor allem weil auch ein vierjähriges "normales" Kind manchmal Schwierigkeiten mit der Kontrolle der Blase oder des Darm hat.

Aber vielleicht kommen die Freundschaften doch noch. Wenn ihr in unserer Nähe wohnen würdet, hätte ich dich und Jonas jetzt einfach mal eingeladen :-)

GLG

Sara

Beitrag von tonkaldonna 07.11.10 - 19:32 Uhr

Der Kindergarte,also die Erzieher bemühen sich auch sehr,daß die Kinder lernen miteinander auszukommen.Nur glaube ich manchmal,es sind die Elern,die ihre Kinder so erziehen.Bei uns die Eltern sind teilweise sehr eingebildet und so verhalten sie sich auch und den ihre Kinder auch schon.Echt schade,weil die Kinder ja nichts dafür können.Beate

Beitrag von babybaer4 07.11.10 - 08:18 Uhr

Hallo,

das geht wohl vielen so.Mein Sohn(5j ,auch mit Sprachproblemen) ist nun im letztem Kindergartenjahr und wurde noch nie zu einem Geburtstag eingeladen.Ich bin momentan echt froh das es endlich losgeht mit normalen Verabredungen.
Im Kindergarten spielt er auch mit vielen Kindern und ich habe nie gehört das er ein Aussenseiter ist.Bis jetzt hat er nie gemerkert wen er wiedermal nicht eingeladen wurde.

Lg Sabine

Beitrag von tascha3577 07.11.10 - 12:29 Uhr

Hallo,
mein Sohn geht in einen normalen Kindergarten und hat auch 3-4 richtig gute Freunde. Er ist auch sprachentwicklungsverzögert und seit wir beim Logopäden sind ( 1 1/2 Jahre ) hat er sehr große Fortschritte gemacht.
Er war bei 2 von seinen 3 Kumpels schon auf dem Geburtstag, sie waren auch bei ihm und er fand es total toll. Was mir jetzt schon bißchen Magenschmerzen bereitet das 2 Freunde nächstes Jahr in die Schule kommen, die Erzieherin meinte, es wäre garnicht so schlecht dann kann er neue Freunde finden denn die 3-4 hängen wirklich immer zusammen :-) !
Er war auch schon bei einem Mädchen eingeladen im Jojo Park das fand er auch supertoll. Was ich sagen möchte ist: Ich selbst war ein Kind das nicht so oft eingeladen wurde und es hat mich immer traurig gemacht wenn dann ein Kind kam und die Einladung jemand neben mir gegeben hat. Bei uns lag es wohl in der Gegend wo wir damals wohnten ( Sozialwohnung ) obwohl wir ein ganz normales Leben geführt haben hatte ich diesen Stempel auf der Stirn. War nicht einfach. Ich freue mich für meinen Sohn, das er eingeladen wird, ist immer total happy. Einmal hat der Nachbarsjunge gefeiert ( ist mein Großcousin ) er ist 1 Jahr älter wie Nico und er hat ihn nicht eingeladen :-( er stand auf dem Balkon sah nach drüben in den Garten wo alles aufgebaut war und wieviel Spaß die Kinder hatten das tat mir auch weh, hab ihn genommen und bin mit ihm zu Oma gefahren. Das war heftig damals aber mittlerweile steht er da drüber wird bald 5 und weiß jetzt schon wen er alles einladen möchte im Februar und wo er feiern möchte :-)

lg