ärger über mutter ... (laaaang)

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von dagimar 06.11.10 - 23:05 Uhr

Aaaaa....... ich mal damp ablassen musss.........
Ich drehe bald durch mit meiner Mutter!
Mein Vater ist vor einem Jahr an Krebs verstorben und 2 Monate später habe ich meine Lenamaus bekommen.....
Meine Mutter war schon vorher kein leichter Mensch und man konnte schon vorher ihr noch wenig recht machen, aber seitdem mein Vater nicht mehr ist, ist es ganz vorbei und ich bin schon am durchdrehn, verzweifeln, heulen....
Wir waren vor Allerheiligen am Grab, zu Allerheiligen wollten wir fahren, aber wir bekamen besuch und dann war es schon zu spät. Allerseelen, waren wir auf eine Geb.feier eingeladen... naja..und das haltet sie mir jetzt wieder vor. Dann hatte ich nicht gewusst das meine Schwester (diese noch zu hause wohnt) einen allerheilgenstriezel gekauft hat, und warum es sich lena nicht geholt hat und das ich nur an meinem Onkel denke (dieser ist der einzige onkel der zu allerheiligen striezel hergiebt und das habe ich kurz erwähnt bzw. waren wir eh nicht dort).
Naja, mein mann, war heute drüben bei meiner mutter und schwester um meine maus hinzubringen, weil wir arbeiten durften - eh nur am nachmittag... meine mutter hat meinen mann von der weiten hallo gerufen ... das wars..als er lenamaus wieder geholt hat, ist sie bewusst im zimmer gesessen und hat lieber ferngesehen....aaaa... ich könnte durchdrehen.. sie hat meinen mann nicht mal tschüss gesagt!!
Sagt ist das normal?
Ich habe schon viele begräbnisse hinter mir, unteranderen unseren besten freund der mit 19 einen autounfall hatte..das tat weh und meine mutter verstand das nicht .. sagt immer nur wir sollen für die lebenden da sein und nicht für die toten! ja...ich bin nun abgehärtet was den tot angeht und ich akzeptiere es..ich denke jeden Tag an meine verstorbenen, aber meine mutter ist plötzlich anderersicht ..jetzt sollte man am liebsten nur mehr am grab sein... ich halte das bald nicht mehr aus! ich bin ein familienmensch und sage auf alles ja und amen und ich glaube das ist auch ein fehler und meine zweite schester ist nicht anders...von der kann ich mir dann immer auch das gleiche anhören..aaaahhhhhhh...es tut so weh!!!
und warum kann ich meiner mutter mal nicht die meinung sagen?? ich bin einfach zu blöd dafür.....
was soll ich machen?? :-[#aerger
was würdet ihr an meiner stelle machen?
danke euch fürs zuhören!
glg

Beitrag von karna.dalilah 07.11.10 - 09:13 Uhr

Den Kommentar"sagt immer nur wir sollen für die lebenden da sein und nicht für die toten!..." den hat sie gesagt, als sie selbst nicht unmittelbar betroffen war.
Da ist es noch leicht so etwas zu sagen und zu leben.
Anders sieht es aus, wenn der Verlust einen selber trifft....
Nun geht jeder mit seinen Verlusten anders um.
Deine Mutter mußte sich nun auch neu orientieren und wahrscheinlich hat die "Inventur" die sie gemacht hat, in Unzufriedenheit gestürzt.
Deine Mutter hatte Erwartungen, die ihr nicht erfüllt habt.
Hattet ihr euer Vorhaben an Allerheiligen zum Grab zu fahren mit deiner Mutter abgesprochen oder wolltet ihr alleine hin?
Wenn ihr euch für den Grabbesuch verabredet habt und den Plan eben mal geändert habt- ist der Unmut und die Enttäuschung deiner Mutter schon nachvollziehbar.
Du rechtfertigst deine Umentscheidung, lediglich damit "immer nur wir sollen für die lebenden da sein und nicht für die toten! ja...ich bin nun abgehärtet was den tot angeht und ich akzeptiere es..."
Eure Probleme scheinen auf mangelnder Kommunikation miteinander zu beruhen.

Wenn du an einem Miteinander mit deiner Mutter interessiert bist, dann suche das Gespräch mit ihr.
Lass Vorfälle der Vergangenheit und Vorwürfe weitestgehend raus.
Bitte sie dir ihre Erwartungen und Pläne die dich und deine Familie beinhalten vorher mitzuteilen.
So hast du die Möglichkeit, zu schauen ob ihr diese erfüllen wollt/könnt und könnt ihr das vorab mitteilen. Sie kann dann anders planen.

Grundsätzlich muss niemand irgendjemanden etwas recht machen.
Es ist jeder für sich und sei Wohlergehen selber verantwortlich, dennoch ist es schön wenn man Menschen um sich weiß, die einen unterstützen, einem mit Rat, Tat, Liebe und Verständnis zur Seite stehen.Oder?

Du erwartest von deiner Mutter Verständnis für eure Entscheidung!
"Wir waren vor Allerheiligen am Grab, zu Allerheiligen wollten wir fahren, aber wir bekamen besuch und dann war es schon zu spät. Allerseelen, waren wir auf eine Geb.feier eingeladen... naja..und das haltet sie mir jetzt wieder vor"
Wo bleibt dein Verständnis für ihre Enttäuschung?

Ihr Verhalten deinem Mann gegenüber sollte auch dein Mann selber klären.
Mit ihrem Verhalten zeigt sie euch, wie sehr sie eure Entscheidung getroffen hat und ihre Konsequenzen daraus.

Der Weg daraus ist Kommunikation, Verständnis und Akeptanz.
Jeder von euch nimmt die Dinge anders wahr und kennt die Motivation des anderen dahinter nicht.
Akzeptiere dass es jetzt für deine Mutter wichtig ist am Grab ihres Mannes zu sein. Habe Verständnis dass sie ihre Meinung in diesem Fall geändert hat.
Habe Verständnis dass sie enttäuscht ist, dass ihr nicht mit zum Grab gekommen seid und ihr eurem Besuch eine höherer Wertigkeit eingeräumt habt.

Sage ihr dass du von ihr erwartest, dass sie akzeptiert das ihr den Dingen andere Wertigkeiten gebt, als sie.
Sucht nach einer Lösung mit der ihr alle Leben könnt.

Und manchmal ist der einfachste Anfang der Weg zu ihr und sie einfach in den Arm zu nehmen... :-)

Lieben Gruß
Karna

Beitrag von dodo0405 07.11.10 - 10:03 Uhr

Du warst Allerheiligen nicht am Grab deines Vaters weil ihr Besuch bekommen hattet?

Und er ist erst vor 1 Jahr gestorben?

Überlege doch mal, wie sich deine Mutter da jetzt fühlt.

Beitrag von marion2 07.11.10 - 10:49 Uhr

Hallo,

es ist Quatsch zu bestimmten Kalendertagen ans Grab zu rennen um seine Trauer zu bezeugen.

Das geht 364 Tage im Jahr viel besser als an den festgesetzten Feiertagen (für mich wär das dann Totensonntag ;-))

Wenn der Friedhof so überrannt ist und man sich mit Kunz und Hinz unterhält, ist das doch eher wie ne ruhigere Party. #augen #bla #bla #bla an jeder Ecke...

Gruß Marion

Beitrag von coronacora 07.11.10 - 13:23 Uhr

Ich weiß jetzt nicht, wie alt deine Mutter ist, aber für meine Oma wäre es UNDENKBAR an Allerheiligen NICHT auf dem Friedhof zu sein. Es ist ihr eben ungeheuer wichtig.

An deiner Stelle würde ich mal mit meiner Mutter bei einer schönen Tasse Kaffee reden und alle Missverständnisse aus dem Weg räumen. Am Besten schreibst du dir einen Zettel als Gedächtinisstütze, was du alles ansprechen möchtest.

Liebe Grüße,

cora