Feinmotorik - was muss ein vierjähriges Kind können?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rumpelstilzchen 07.11.10 - 00:12 Uhr

Hallo zusammen,

diese Woche hatten wir das erste Elterngespräch in unserem neuen Kindergarten (sind im Sommer umgezogen). Laut den Erziehern ist unsere Tochter sehr weit zurück in der Feinmotorik. Beispiele, die sie uns gaben:
- Ausmalen klappt nicht (unsere Tochter malt ca. 0,5 cm über den Rand hinaus)
- wenig gestaltliches Malen (nur Kreise, Sonnen, Gesichter)
- Probleme mit einem bestimmten Steckspiel und diesem Nagelspiel

Über diese Beurteilung (sehr weit zurück) war ich ehrlich gesagt ein wenig schockiert.
Natürlich weiß ich, dass ihr mir hier auch nicht wirklich sagen könnt, ob unsere Tochter nun tatsächlich sehr weit zurück ist, aber ich möchte euch trotzdem um eure Meinung bitten. Es ist mir durchaus klar, dass sie nicht so weit ist im feinmotorischen Bereich wie der Durchschnitt, aber für so schrecklich weit zurück halte ich sie nicht, u.a. aus folgenden Gründen:
- mit der Schere schneiden kann sie, seit sie 2 Jahre alt ist und ausschneiden klappt prima
- gestern habe ich ihr extra deshalb Bügelperlen gekauft und sie schafft es ganz gut, diese auf die Steckbretter zu stecken
- sie puzzelt nicht schlecht (ca. 50 Teile, Puzzles mit mehr Teilen besitzen wir (noch) nicht)
- sie fädelt unheimlich gerne Ketten auf (diese ganz kleinen Holzperlen)

Nächste Woche habe ich deshalb einen Termin beim Kinderarzt, um diesen die feinmotorische Entwicklung meiner Tochter beurteilen zu lassen. Wir hoffen, er verschreibt uns Ergotherapie für sie. Aber nichtsdestotrotz finde ich das ganze jetzt noch nicht soooo schrecklich besorgniserregend. Ihr schon (Man ist ja gerne mal betriebsblind)?

Liebe Grüße,
Rumpelstilzchen

Beitrag von gingerbun 07.11.10 - 00:32 Uhr

Hallo,
ich finde es gut dass die Erzieherin Dich darauf hinweist aber letztenendes ist Dein Eindruck als Mutter der der Wesentlicher ist. Meine Meinung. Ich weiss dass es hier auch andere Meinungen dazu gibt. Aber ich finde dass man es als Mutter nunmal immer am Besten weiss. Hier dazu auch ein Thread von vor einigen Tagen.
Gruß!
Britta

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&tid=2882903&pid=18244775

Beitrag von sonne_1975 07.11.10 - 01:15 Uhr

Also das ich ja völliger Quatsch.

Jedes Kind hat seine Stärken und seine Schwächen. Deine Tochter mag halt das Malen nicht.

Mein Sohn (4,5 gerade geworden) hat auch nicht wirklich gemalt. Ausmalen hat er gehasst. Plötzlich kommt er diese Wochen an und hat 6 Bilder ausgemalt und zwar perfekt! Ich habe nicht schlecht gestaunt, vor ein paar Monaten ging es gar nicht.

Genau so Malen. Seit einigen Monaten erst malt er plötzlich (ab und zu, wenn er will), etwas, wo man wirklich etwas erkennen kann. Ein Delfin, der aus dem Wasser springt. Vorher waren es nur Linien und ab und zu Kreise.

Wie es mit Holzperlen aussieht, weiss ich gar nicht, wir besitzen sowas nicht.

Beim Entwicklungsgespräch (da war er 4 Jahre und 1 Monat) wurde mir auch gesagt, dass er halt nicht gerne malt, ich soll mit ihm jeden Tag halbe Stunde malen (ihn dazu zwingen). Klar, ich bin doch nicht bescheuert.

Wenn ich ihn zwinge, dann malt er doch erst recht nicht. Es kommt schon alles (wie man sieht). Er kann auch erst seit paar Monaten richtig den Stift halten.

Ausschneiden klappt bei uns erst jetzt, letzte Wochen. 50 Teile Puzzeln kann er nicht (interessiert sich seit Monaten leider nicht mehr dafür).

Ich finde, dein Kind ist völlig normal, sie mag halt das Malen nicht. Es kommt aber noch, wenn man ihr Zeit lässt.

Hätte sie grundsätzlich Probleme mit Feinmotorik, würde sie die Ketten nicht fädeln können und auch Bügelperlen nicht (haben wir auch nicht).

Ergotherapie halte ich für völlig übertrieben, nur weil das Kind nicht malen mag. Aber lass dich von deinem KiA beraten.

Ach so, bei uns hat niemand je gesagt, er wäre in etwas zurück.

LG Alla

Beitrag von kleinschnappi 07.11.10 - 07:32 Uhr

Hallo,

also ich muss sagen das Malen für mich nicht so viel mit feinmotorischer Entwicklung zu tun hat-eher mit Kreativität und Übung.
Bei meiner Großen in der Kita werden immer die Bilder ausgestellt die jedes Kind malt-letztens ein Drache-also da war von Gekritzel bis zum erkennbaren Drachen alles dabei und alle Kinder sind zwischen 3,5 und 4 Jahren alt-nicht jedes Kind malt gerne und oft-deshalb würde ich mir da keine Sorgen machen von wegen feinmotorisch zurück geblieben-Deine Maus puzzelt und fädelt eben lieber. Jasmin (im August 4 geworden) fängt erst jetzt an Vierecke zu malen und sie liebt das Malen (ihr Drache war übrigens rund wie ne Sonne-mich hat niemand bis jetzt drauf hingewiesen das sie irgendwelche Probleme hat)

LG Janine

Beitrag von babybaer4 07.11.10 - 08:07 Uhr

Hallo.

ich finde die Beispiele die dir genannt wurden echt daneben.Zur Feinmotorik gehören auch andere Dinge wie malen.
Den dann hätte auch mein Sohn(5j) ein Problem damit.Ausmalen ,Bilder malen ,Basteln sind ein Gräul für ihn.Er mag es nicht also nimmt er sich wenig Zeit dafür.Alles wird dahin geklatscht und ich denke da machen manch 3j die Spass daran haben es besser!!!
Dafür baut er viel mit Lego,baut Playmobilwelten auf,Puzzelt und erledigt viele Sache die mit Feinmotorik zutun haben.
Das einzige was ich von Jans Erzeiherinnen höre"Am Maltisch ist er ein seltener Gast der nie Zeit hat;-)
Gehe zum Kinderarzt damit die Erzieherinnen ihre Ruhe geben und gut ist.

Lg Sabine

Beitrag von fruehchenomi 07.11.10 - 13:55 Uhr

Zum Kinderarzt gehen wir mit Kindern, die krank sind (damit hat man genug zu tun) und nicht mit einem Kind, welches über den Rand rausmalt. Wegen "mäkelnden" Erzieherinnen sich 3 Std ins Wartezimmer zu kranken Kindern hocken ? Aber ganz sicher nicht #schwitz :-[
Jedes Kind hat seine Stärken und Schwächen, das sollte sich langsam auch in den Kigas rumgesprochen haben.
Gottseidank hat Enkelmaus Leonie da andere Erzieherinnen ;-)
LG Moni

Beitrag von ratpanat75 07.11.10 - 18:22 Uhr

Hallo,

es gibt auch Kinderärzte, deren Leistungsspektrum über Krankheiten hinausgehen.
Unsere Kinderärztin bietet ein breits Spektrum an Beratungsgesprächen an und ist sehr kompetent auf dem Gebiet Entwicklungsdiagnostik.
Diese Termine werden außerhalb der normalen Sprechzeiten vergeben, so dass sich niemand ins Wartezimmer voller kranker Kinder hocken muss.
3 Stunden Wartezeit habe ich bei uns noch nie erlebt, selbst ohne Termin (mein Sohn hatte schon diverse kleinere Unfälle) mussten wir nie mehr als eine halbe Stunde warten.
Vielleicht ist euer Arzt einfach schlecht organisiert?
Deswegen bin ich überhaupt nicht der Meinung, dass man nur mit kranken Kindern zum Kinderarzt gehen sollte, ganz im Gegenteil, ich finde, der Kinderarzt sollte neben dem KIga der erste Ansprechpartner sein, wenn es Zweifel bei der Entwicklung eines Kindes gibt.

LG

Beitrag von hsi 07.11.10 - 12:54 Uhr

Hallo,

wir hatten erst vor kurzem das Elterngespräch gehabt, zu diesem Zeitpunkt war meine Tochter "erst" 3 Jahre alt gewesen und sie hat dann auch gemeint, das sich seit der Beobachtung viel getan hat. Aber sie hat auch gesagt, das jedes Kind seine eigene stärken hat und schwächen, das man deswegen nicht so sagen kann, das es weit zurück ist. Bei der U8 von meiner Tochter im August war alles i.O. gewesen, motorisch wie sprachlich und ich denke wenn der KiA sagt das alles i.O. ist, braucht man sich keine gedanken machen. Meine Tochter malt auch noch etwas drüber, mein Tageskind mit 5 Jahren malt auch noch etwas drüber und keiner sagt was dagegen.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 4 J. & Nick 3 J mit #ei 10 SSW