Einschlafen ...

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von maria2012 07.11.10 - 08:53 Uhr

Halli hallo,

mir gehts jetzt mal ausnahmsweise nicht um das Einschlafen am Abend, sondern untertags ... gerade eben hatten wir wieder wie üblich ein Problemchen. Wahrscheinlich bin ICH das Hauptproblem, trotzdem möchte ich euch gerne um Rat bitten:

Mein Sohnemann ist 4 Monate alt. Abends handhaben wir es mittlerweile so: er wird eingepuckt, in sein Bettchen gelegt, ich lege meine Hand auf seinen Bauch oder streichle seinen Kopf, bis er eingeschlafen ist. Dieses Ritual wird um keine bestimmte Zeit durchgeführt, sondern dann ,wenn er müde ist. Meistens ist das zwischen 19 und 21 Uhr.

Aufstehen tut er um ca. 6 Uhr, manchmal etwas später. Heute wars eben 6 Uhr, und gerade vor 10 Minuten ist er wieder eingeschlafen. Aber mit einem riesen Aufstand. Er wird immer so quengelig und unausstehlich, obwohl ich mich zu ihm lege. Ich versuche es mit Pucken, ohne Pucken. Hunger kann ich ausschließen, genau so wie Bauchweh. Ich versuche um diese Zeit meistens selber noch etwas zu schlafen, da er im Moment nachts wieder sehr viel fordert! #schwitz

Darum habe ich es heute wieder mal versucht, mich zu ihm zu legen, ihn zu streicheln usw. Aber er weint und quengelt. Nehme ich ihn auf und gehe mit ihm durch die Wohnung quengelt er genau so.

Irgendwann, wenn ich wirklich glaube, ihm alles gegeben zu haben spüre ich schon so eine Wut in mir! Ich kanns einfach nicht anders beschreiben. Man ist selber müde, gibt ihm Nähe, Liebe, Streicheleinheiten .. und er weint trotzdem. Ich habe immer das Gefühl, ich muss dagegen was unternehmen. Da ich aber nicht weiß, was ich noch machen soll werde ich irgendwie wütend. Er spürt das bestimmt, und dafür schäme ich mich so.

Wie haltet ihr euch da unter Kontrolle bzw. was würdet ihr in meinem Fall machen??

Grüße von der traurigen Maria, die immer das Gefühl hat, das sie einfach nicht das geben kann, was Baby im Moment braucht! #schmoll

Beitrag von schnuppelag 07.11.10 - 10:05 Uhr

Kommt mir irgendwie bekannt vor...
Bei uns ist es auch manchmal so: er liegt an der Brust, wird in den Schlaf gestillt, hat die Augen schon fast zu... und reißt sie plötzlich wieder auf, strampelt mit den Beinen, kullert sich durchs Bett und scheint plötzlich wieder hellwach. Und da hab ich schon meist fast eine Stunde damit zugebracht, ihn zum Schlafen zu bewegen... sei es mit Singen, Streicheln, leisem Erzählen etc. ;-)
Die eigene innere Unruhe steigt dann immer mehr (weil man ja auch irgendwann mal zum Schlafen kommen will)... und ja, manchmal wird es schon fast zur Wut.
Aber wahrscheinlich geben wir unseren Kleinen manchmal zuviel... und das macht sie wuschig bzw. wühlt sie wieder auf.

Manchmal klappt es bei uns mit dem Einschlafen besser, wenn ich ihn dann noch ein wenig spielen lasse und er sich noch rest-auspowern kann. Ich zieh ihm dann seine Spieluhr auf, geb ihm sein kleines Lieblingsbuch in die Hand und er beschäftigt sich noch kurz. Wenn er dann wieder anfängt rumzuquengeln, kommt er erneut zu mir an die Brust... und meistens klappt es dann mit dem Einschlafen.
Wenn doch nicht, steh ich wieder mit ihm auf und setze ihn in seine Schaukel (Papasan von Fisherprice). Manchmal schläft er dort drinnen ein, ansonsten hat er danach dann oft wieder Lust auf Spielen und das kann er dann auch auf seiner Erlebnisdecke tun.

Und wenn gar nichts hilft, pack ich ihn entweder in den Bondolino und trag ihn durch die Gegend ... oder in den Kinderwagen und geh raus.

Aber deine innere Gefühlslage kann ich absolut nachvollziehen und teilen. Ich schaff es auch meist nie morgens nochmal eine Mütze Schlaf zu nehmen, einfach weil der Kleine selber nicht schlafen möchte... Das schlägt aufs Gemüt :-(
Ein Rezept dagegen hab ich leider nicht für dich... ich geh dann einfach abends gegen 20 Uhr schon mit ins Bett, wenn es gar nicht mehr geht.

Beitrag von klaerchen 07.11.10 - 11:02 Uhr

Das kann ich so nachvollziehen.
Unser Löwenbaby ist heute 15 Wochen alt und schläft schon noch sehr viel.
Morgens nach dem Aufstehen ziehe ich sie an und dann bekommt sie Frühstück. Im Anschluss ist sie fast schon wieder reif für ein Schläfchen. Also spielt sie kurz und sollte dann schlafen. Bis ich raus hatte, dass sie um diese Zeit schon wieder müde ist, hat mich das einige Nerven gekostet.

Unser Geheimtipp: Bauchlage. Sie schläft so sehr entspannt (gerade auch) und braucht nicht mal ne Brust zum Einschlafen. Ich lege sie auf den Bauch, sie streckt sich kurz hoch, sucht sich die richtige Position für ihren Kopf (ich gebe ihr da immer gerne den Schnuller, damit sie etwas Luft zwischen Nase und Unterlage hat), hört kurz auf die Spieluhr und schläft ein. Manchmal muss ich ihr auch noch den Kopf streicheln oder meinen Finger zum Festhalten geben.

Beitrag von schwilis1 07.11.10 - 11:10 Uhr

was mir hilft ruhig zu bleiben (gerade wenn der Krümel nachs auf einmal hellwach ist und mosert und ich doch eh schon neben ihm liege und ihn beschmuse oder ihm die Brust anbiete) dass der papa irgendwann so genervt ist und anfängt zu maulen. da kommt dann die gelassenheit zurück, weil ich mir irgendwie denke... hey der kleien macht das doch nicht mit absicht.
bei uns ist es so dass elias vor dem einschlafen einen marathon läuft... er läuft 40km und für die restlichen 2 braucht er dann doch nochmal hilfe. zb die brust oder den arm. udn dann ist auch gut und dann ist auch ruhe.
manchmal sind wir eben machtlos und hilflos. und fuehlen uns so.
als er noch ganz klein war, war ich irgendwann so verzweifelt an manchem abend, dass ich irgendwann mitgeheult hatte und auf einmal ist er dann eingeschlafen. eifnach so. anspannung bei mir weg anspannun bei ihm weg.

sie merken so viel die kleinen. haben so feine antennen. das ist der wahnsinn.

Beitrag von tragemama 07.11.10 - 11:15 Uhr

Meine Kinder wurden (bzw. eine wird noch) bei Anzeichen von Müdigkeit auf den Rücken gepackt und dort wird dann geschlafen. Fertig.

Andrea

Beitrag von maria2012 07.11.10 - 13:50 Uhr

Oh deine Antworten sind ja immer so hilfreich, dankeschön! #augen

Beitrag von maria2012 07.11.10 - 13:51 Uhr

Danke für eure Antworten! #klee

Beitrag von weddi73 07.11.10 - 20:35 Uhr

Hallo,

das kenne ich auch: Joshua schläft in seinem eigenen Bett neben mir. Sobald ich zu Bett gehe und gerade eingeschlafen bin, verliert er den Schnuller - gefühlte 100 mal!!! #schein und er schläft dann friedlich weiter und ich brauche wieder eine Zeit, ehe ich es schaffe einzuschlafen. Kaum bin ich eingeschlafen - Schnuller weg!!!:-[ irgendwann hat er dann Hunger, so gegen 4 oder 5 Uhr, trinkt sein Fläschchen und ist dann noch 1 Std. halbwach, also er schläft nicht richtig, wälzt sich hin und her, stellt sich ins Bett... und genau nach einer Stunde schläft er tief und fest weiter - und ich bin mittlerweile so aufgedreht, aber auch todmüde #gaehn, dass ich nicht mehr schlafen kann. So komme ich auf ca 4 - 5 Std. Schlaf - leider nich mal am Stück. Ich hoffe, allerdings, dass das wieder nur eine Phase ist und bald wieder vorbei geht.

Aber ich kenne das Gefühl, wenn einem so langsam die Wut den Nacken hochkriecht. man tut und macht alles für die Kleinen und möchte doch einfach nur selber mal etwas schlafen... da muss man tief durchatmen und sich echt zusammenreißen. Aber mir hat das etwas geholfen: ein Gedicht, dass eine andere Userin eingestellt hat:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=3&tid=2883665

Das hilft zwar nicht beim Schlafen, aber beim Durchhalten #schein

In diesem Sinne: viele gute Nerven und erfolgreiches Durchhalten,

lg, Claudia mit Joshua 19.11.2009

Beitrag von maria2012 07.11.10 - 21:01 Uhr

Oh das ist wunderschön!! Danke dir! #herzlich#verliebt