Castortransport

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Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von bobbel77 07.11.10 - 08:54 Uhr

Hallo Ihr,

wie sieht Euer Stimmungsbild aus?

Ich war gestern in Berg/Pfalz an der französischen Grenze und habe mich einfach mal mit auf die Schienen gesetzt, nachdem ich es einfach nicht verstehen kann, wie man die Laufzeiten auf einmal doch verlängern kann:-(

Das macht mich wütend...Es ist doch immer das gleiche, erst verspricht die CDU-Regierung etwas und dann wenn der Termin des Ausstiegs näher rückt, werden die Laufzeiten verlängert!

http://www.swr.de/nachrichten/-/id=396/did=7127142/pv=video/nid=396/1yob8iu/index.html

http://www.cinerebelde.org/erfolgreiche-castorsuedblockade-in-bergpfalz-p-102.html?language=de

Atomkraft? Nein Danke!

LG, Christina#tasse

Beitrag von marion2 07.11.10 - 10:51 Uhr

Hallo,

mich ärgert, dass uns jetzt weißgemacht werden soll, wir hätten ein Problem mit der Solarenergie. Die Solarenergie überlastet die Netze und wir brauchen dringend Atome?

Solar-, Wind- und Wasserenergie sollten inzwischen ausreichen um uns ausreichend zu versorgen.

Gruß Marion

Beitrag von das-zuckerpueppchen 07.11.10 - 12:06 Uhr

"Solar-, Wind- und Wasserenergie sollten inzwischen ausreichen um uns ausreichend zu versorgen. "

Sie reichen aber nicht aus und zwar bei weitem nicht. Hier eine Grafik aus 2007:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8d/Energiemix_Deutschland_2007.gif
(Mittlerweile liegt der Anteil der erneuerbaren Energien, zu denen auch Pumpspeicher-, Erdwärme- und andere alternative Energierzeugungen zählen, bei rund 12%)

Im Übrigen gibt es nicht nur erneuerbare Energien und Atomenergie, die überwiegende Mehrheit an Energie in Deutschland wird durch Gasturbinen- und die nicht gerade sauberen Kohlekraftwerke erzeugt.

Beitrag von marion2 07.11.10 - 14:36 Uhr

Die Grafik stellt den IST-Zustand dar. Der kann geändert werden.

http://www.solarbusiness.de/fakten/sonne-unendlich-viel-potenzial/100-saubere-energie/

http://www.dewi.de/dewi/index.php?id=12&L=1&id=12&tx_ttnews[tt_news]=95&cHash=d986657fa5c53f8f2cd1fb39f1e59f16

http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4644/4592/

mit Leichtigkeit - wenn man denn wollte...

Beitrag von moonerl 08.11.10 - 12:54 Uhr

Das Problem ist, das zuviel Solarenergie erzeugt wird.
Die Technik ist noch garnicht vorhanden um die Solarenergie umzusetzen.

Ausbau der Wasserenergie wäre wünschenswert.

Beitrag von karin3 08.11.10 - 12:43 Uhr

Hallo,

"Solar-, Wind- und Wasserenergie"
#nanana da fehlt die Biomasse und ich schreibe jetzt nicht von der Biomasse der Tiere, wir Menschen produzieren auch Biomasse.
Kann mir bitte mal Jemand erklären warum, Klärwärke nicht "einfach" umgebaut werden.

Gruß Karin

Beitrag von radiocontrolled 10.11.10 - 08:48 Uhr

Weil Dir ein Biokraftwerk ungefähr eine Energie von sagen wir 5 bis 20MW zur Verfügung stellt, ein Gas ode kohlekraftwerk 500 bis 800 und die großen AKWs so ca. 1500MW.

Rechnet sich einfach nicht bzw. langt nicht für unseren Energiehunger

Beitrag von daddy69 10.11.10 - 08:51 Uhr

Ich mag mich täuschen, aber ist der Aufwand für Bau und Betrieb eines Biokraftwerkes nicht ein klein wenig geringer als der eines AKWs?

Beitrag von radiocontrolled 10.11.10 - 09:02 Uhr

Du hast vollkommen recht aber dein Satz beinhaltet ja schon die Zahl eins. Du bräuchtest eben mehrere um die gleiche Leistung zu bringen und dann kommt eben wieder die Frage nach der Energiezuführung zB aus. Ganz abgesehen davon dass vermutlich keiner 50 Biokraftwerke um sein Haus herum stehen haben möchte.

Beitrag von daddy69 10.11.10 - 09:12 Uhr

Stimmt, da würde ich aber da würde mich mal ein Kostenvergleich interessieren.

Man müsste auch mal mehr den Umbau der Netze diskutieren. Es gibt ja Herausforderungen wie stark schwankende Einspeisemengen bei Solar und Windkraftwerken, die gelöst werden müssen. Und für die es ja auch Ansätze gibt.

Beitrag von radiocontrolled 10.11.10 - 09:47 Uhr

Naja ich glaube soweit musst Du da gar nicht gehen. STell Dir einfach mal die Unmengen an Scheisse vor die den ganzen Tag durch die Gegend kutschiert werden müssten ;)

Der Umbau der Netze ist aber wirklich ein sehr spannendes Thema für die Zukunft. Wir haben ja nicht nur die Verlagerung der dezentralen Einspeisungen auf zentrale Einspeisungen ("Desertec" und "Wasserkraftkabel) zu bewältigen sondern auch schwankende Lastwechsel bei der Einspeisung. Problematiken bei der Speicherung der Energien usw.

Diese Problematiken werden übrigens auch in der Automobilindustrie stark verfolgt.

http://www.energiespektrum.de/index.cfm?pid=1388&pk=80374

Beitrag von daddy69 10.11.10 - 10:09 Uhr

Danke für den Link. Darüber hatte ich auch schon mal was gelesen, klingt ja auch sinnvoll. Ebenso eine Speicherung der Überlasten. Das hat zwar immer noch einen hohen Verlust zur Folge, die Speichermöglichkeiten werden aber auch immer besser.

Man könnte auch sagen: Wenn bei Projekten wie Desertec so viel Strom abfällt, kann man vielleicht irgendwann einen niedrigen Wirkungsgrad verschmerzen...

Und zu Deiner Scheiß-Logistik ;-) Biokraftwerke nur in bäuerlichen Gebieten. Generell sollte die Stromerzeugung den lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Und Möglichkeiten gibt es immer mehr.

Beitrag von radiocontrolled 11.11.10 - 14:49 Uhr

ABsolut wo wir dann wieder bei dezentraler Stromerzeugung und dem Energiemix waeren aber das haben wir ja jetzt schon :D

Beitrag von karin3 11.11.10 - 14:38 Uhr

Man braucht keine 50 Biokraftwerke für ein Haus, es gibt Dörfer, die mit 1 Biokraftwerk (Tierische Ausscheidungen) sich selbst versorgen.

Beitrag von radiocontrolled 11.11.10 - 14:46 Uhr

Sicherlich. Ich kenn auch ein paar Hippies die im Wald auf Bäumen sitzen und gar kein Strom verbrauchen.

Beitrag von karin3 11.11.10 - 15:07 Uhr

http://www.bioenergiedorf.de/con/cms/front_content.php?idcat=13

"Jühnde erzeugt seine benötigte Energie (Strom und Wärme) selbst auf der Basis von Biomasse. Mehr als doppelt soviel Strom wird regenerativ erzeugt, wie der Ort im ganzen Jahr verbraucht. "

Beitrag von radiocontrolled 11.11.10 - 15:40 Uhr

Das ist toll. Das Problem ist nur wenn Du die Jahreseinspeisung dieses Dorfes mal vergleichst mit einem durchschnittlichen AKW / Gaskraftwerk wie auch immer wirst Du feststellen, dass Du da nen Faktor 2000 im Spiel hast.

2000 Dörfer mit den Investionskosten, mit den Kühen, mit den Äckern, mit den Anwohnern die damit einverstanden sind, mit den Investiotionen usw. usw. usw.

Laut Wiki sind wir bei täglich 29 m³ Scheisse. Im Jahr und auf 2000 Dörfer hochgezogen wären wir da bei 20880000m³ die irgendwo herbezogen werden müssten.

Kannst Du Dir eine Firma vorstellen die dieses Investionsrisiko in dieser Größe wohlgemerkt auf sich nimmt ?

Was sagst Du der Industrie ? Ah Du willst hier 1000 Arbeitsplätze schaffen? Schön, hier sind erstmal 3000 Kälber. Bring die erstmal an den Start damit wir hier auch genügend Strom haben und im Winter geht eh wenig weil die Leute ja auch Heizen müssen ?

Wie oben schon beschrieben, es gibt keine Alles oder nichts Mentalität. Energiemix ist das Zauberwort :D

Beitrag von karin3 11.11.10 - 14:35 Uhr

"langt nicht für unseren Energiehunger "
Willst du damit sagen die 82 Millionen Einwohner, die Deutschland hat, produzieren (scheißen) nicht genug Biomasse? Was ist mit dem Satz: Kleinvieh macht auch Mist.
Und ich rede nicht vom Neubau sondern vom Umbau, der Kläranlagen. In einem modernem Klärwerk sind Bakterien bereits "angestellt". Die Bakterien bauen einen Teil des Klärschlammes ab, dabei entstehen Gase. Die Gase sind warm und steigen nach oben. Dazu passiert das Ganze noch rund um die Uhr.

Beitrag von radiocontrolled 11.11.10 - 14:41 Uhr

Äh ja genau das will ich damit sagen. Und die Herren da geben mir anscheinend recht aber ich lasse mich ja gerne eines besseren belehren nur dann bitte auch auch fachlichen niveau

http://www.umweltbundesamt.de/wasser-und-gewaesserschutz/publikationen/Energienutzungspotential.pdf

Beitrag von sandycheeks 08.11.10 - 13:22 Uhr

Nunja, genau das meinte ich mit "nachblöken" was andere vorquarken.

Nein es reicht nicht und wird es auch nie, wenn man mal bedenkt wie viele Menschen und natürlich auch Industrieanlagen Tag und Nacht mit Strom versorgt werden müssen und das ganze Weltweit.

Im übrigen haben die ganzen "Naturschützer" insbesondere bei der Ideologen Partei "Die Grünen" ja auch was gegen die Windkraftanlagen: machen Lärm, töten Vögel und "verschandeln" die Landschaft. Solarenergie ist ja auch so ne Sache, weil: die Sonne scheint halt nicht immer 12 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr. Große Solaranlagen machen sicher in Ländern Sinn, in denen die Sonne täglich viele Stunden scheint, z.B. in den Wüsten der arabischen Emirate. Aber auch das reicht nicht um die Weltbevölkerung über Jahrzehnte hinweg zu jeder Tages und Nachtzeit mit Strom zu versorgen.

Die "Atomkraftgegner" gucken leider nicht "über ihren Tellerrand" obwohl sie das ja immerzu anderen vorwerfen.

Atomkraft ist übrigens Emissionsfrei, im Gegensatz zu Kohle- oder Braunkohlekraftwerken und sie steht unbegrenzt zur Verfügung.

Wieviele von Euch "Gegnern" haben denn mal ein AKW von innen gesehen? Keiner, jede wette. Ich schon. Und zwar das AKW "Unterweser".

Egal was wir auch unternehmen, es gibt bei der Stromerzeugung IMMER unerwünschte Wirkungen. Und die Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Atomkraftwerken sind sehr hoch, da macht Euch mal keine Sorgen. Auch die Endlagerung ist ansich schon gut gelöst. Der Atommüll wird ja schließlich nicht auf Deponien direkt neben dem Wohngebiet gelagert. Nur muss man den Müll schon von A nach B transportieren, das geht ja nu nicht anders.

Atomkraftgegner sind ideologisch verblendete Krawallmacher und teilweise auch Kriminell. Schienen sabotieren, Polizisten angreifen und Staatseigentum (Polizeifahrzeuge in Brand stecken) beschädigen sind keine "Kavaliersdelikte" von "Umweltschützern" sondern Straftaten. Und Frau Roth von Grün setzt sich dämlicherweise medienwirksam mit auf die Schienen. Die gleichen Grünen, die zu Regierungszeiten zur "Besonnenheit" gemahnt haben, schüren nun, in der Rolle als Opposition, das Feuer der unwissenden ideologischen "Atomkraftgegner". Also Frau Roth gehört gleich mit verhaftet.

Achja übrigens: Frau Merkel als Physikern versteht sicher mehr von Kernspaltung als alle hier mitquatschenden Urbia User zusammen.


Beitrag von daddy69 08.11.10 - 13:33 Uhr

Deine Meinung scheint aber auch stark beeinflusst.

Ich wage zu bezweifeln, dass Dich ein Besuch in einem AKW wirklich schlauer gemacht hat als ein paar Stunden Lektüre einschlägiger Literatur. Oder kannst Du jetzt über die dortigen Prozesse, Sicherheitsstandards oder das Qualitätsmanagement referieren?

Wenn man sich nämlich über den Energiemix der kommenden Jahrzehnte Gedanken macht, kommt man auf Dinge wie dezentralisierte Stromerzeugung, Smart Grids und ähnliches. Das hat dann mit ideologischer Verblendung nix zu tun. Sondern mit Forschung.

Und Deine Aussage im vorletzten Absatz ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint, oder? Alle Atomkraftgegner ideologisch verblendete Krawallmacher?

Beitrag von das-zuckerpueppchen 08.11.10 - 13:53 Uhr

"Auch die Endlagerung ist ansich schon gut gelöst."

Ach wirklich? Hast du da einen Link oder eine Quelle? Oder kannst du darauf verzichten weil du ja schon mal ein AKW von innen gesehen hast?

Dein primitiver Rundumschlag gegen Andersdenkende und deine Gutgläubigkeit in die Sicherheit der AKWs entlarvt dich übrigens nicht grade als besonders helle. Aber für manche sind Tschernobyl und Harrisburg ohnehin nur vage Angaben in Geschichtsbüchern, wenn überhaupt.

Und dein abschließender Verweis auf Merkel als Kennerin der Atomkraft ist geradezu haarsträubend!

Beitrag von pupsismum 08.11.10 - 19:49 Uhr

>>Auch die Endlagerung ist ansich schon gut gelöst. <<

Ach ja!? Wie denn? Wo auf der Welt befinden sich bislang Endlager für Einlagerung von hochradioaktivem Müll?

Du weißt das doch sicherlich, du bist ja schließlich keiner von den >unwissenden ideologischen "Atomkraftgegnern"<. (Ich liebe derartige Pauschalisierungen.)

Beitrag von nele27 09.11.10 - 10:06 Uhr

***Atomkraftgegner sind ideologisch verblendete Krawallmacher***

Was ist das denn für eine unsinnige und dreiste Unterstellung??
Unterste Schublade!

#contra

Beitrag von gelandet 09.11.10 - 16:24 Uhr

Hallo!

Arbeitest du für die EnBW, oder bist du vllt. Pressesprecherin für Mappus, Rech und co? So muss es einfach sein, sonst wüßtest du ja nicht mehr als alle anderen in Deutschland. Nämlich das, dass die Endlagerung schon prima gelöst ist !?! Bitte informiere uns doch auch mal darüber.

Ich finde es ziemlich unverschämt von dir,dass du dich über zehntausende von Atomkraftgegnern so derbe ausläßt.

Und dass Frau Merkel Physik studiert hat macht sie in meinen Augen nicht klüger! Und mein Vertrauen in sie wird dadurch auch nicht größer...

Mir bleibt nur übrig auf die Landtagswahl am 27. März zu hoffen...

Gruß,

gelandet