Irgendwie traurig - wie ist es bei euch?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von enyerlina 07.11.10 - 12:41 Uhr

Hallo


also folgendes:

meine Kleine ist 9 Monate alt und hat eigentlich nur mich und meinen Lebensgefährten .

Mein Vater ist vor 3 Jahren gestorben, meine Mutter ist psychisch krank da geht nur kurzer Kontakt unter Aufsicht alle 3 Monate, also mit aufpassen geht nichts.

Meine Schwester meldet sich seit der Schwangerschaft nicht mehr da Sie ein Problem mit meinem Mann hat. Ich habe für meine Nichte also ihre Tochter alles getan was ging, in meiner Jugendzeit mein Taschengeld für ihr Weihnachtsgeschenk ausgegeben und wollte SIe so oft es ging sehen.

Die Mutter meines Schatzes ist auch seit 4 Jahren tot, sein Vater ist 80 Jahre alt , neu verheiratet . Seine Frau behandelt uns indirekt als Erzfeinde und meistens sind Sie bei ihrer Familie mit Enkeln u. Urenkeln.

Mein Lebensgefährte ist mit seinem Bruder zerstritten, der hat sich bisher auch noch nie gemeldet...

Ansonsten ist von meiner Seite nur meine Tante da.. auf die meine Mutter eifersüchtig ist..

Irgendwie hab ich mir das anders vorgestellt, ich werde immer traurig wenn ich eine Familie zusammen sehe die sich einigermaßen verstehen. Wie schön wäre ein Oma wo ich die Kleine mal abgeben könnte. Bin so enttäuscht von meiner SChwester.

Wollte das einfach mal loswerden.. danke fürs Zu hören..


lg enyerlina

Beitrag von annelie.77 07.11.10 - 12:47 Uhr

Oje, Du Arme, lass Dich drücken!

Weisst Du, da bleibt Dir nur eins: such Dir eine liebe Leih-Omi! Es gibt so viele einsame alte Menschen, die sich freuen, wenn sie ein kleines Kind um sich haben.

Wir haben auch eine obwohl wir auch Helene´s "echte" Großeltern haben.

Frag mal in eurer Gemeinde nach oder schau mal in´s Wochenblättchen.

Ich wünsche Euch alles Gute

Anne

Beitrag von dark-kitty 07.11.10 - 12:58 Uhr

Ja, bei mancher Verwandtschaft braucht man keine Feinde mehr. Ich weiß auch nicht, was das manchmal soll, wir haben leider auch keine intakte Sippschaft.

Bleibt dir vielleicht eine Wahlverwandtschaft mit guten Freunden aufzubauen. Ändern wirst du deine Leute eh nicht mehr. Leider.

Beitrag von grundlosdiver 07.11.10 - 14:11 Uhr

Nirgendwo wird alles eitel Sonnenschein sein!!!

Mein Mann hat keine Eltern und Großeltern mehr (alle verstorben), zu Tanten/ Onkel besteht kein Kontakt und sein Bruder inkl. Familie hat nicht viel Interesse, wir sehen uns vielleicht 1-3x im Jahr.

Meine Familie ist recht groß, aber wirklich Kontakt besteht nur zu meinem Bruder, meiner Ma und meinem Dad. Seit mein Bruder zu Hause weg ist, sehe ich ihn vllt. 2x im Monat. Unsere Maus ist sehr gern bei ihm, aber war jetzt erst 1x kurz dort! Zu Oma bzw. Opa geht sie ab und zu, aber die beiden leben in Scheidung und zerhacken sich buchstäblich gerade vor Gericht - ist also für mich auch nicht so einfach. Meine Großeltern sind gesundheitlich nicht mehr in der Lage sich zu kümmern und zu Tanten/ Onkel haben wir auch kaum Kontakt.

Wir haben eine Tagesmutti und decken viele soziale Kontakte mit Freunden ab! Wir haben einen großen Freundeskreis, auf den wir zählen können!!!

Sei nicht mehr traurig! Eure Familie könnt ihr nicht ändern! Baut Euch anderweitig ein Netz auf! (Freunde, Tagesmutti, Leihoma etc...)

Beitrag von r.le 07.11.10 - 14:55 Uhr

Hallo enyerlina,

wir haben zwar keine 'Problemfälle' in der Familie, aber aufgrund räumlicher Distanz auch keinen dauernden Kontakt. Die Kinder konnten wir deshalb auch noch nie 'abgeben'.

Wenn es vor allem darum geht, würde ich im Freundes- und Bekanntenkreis nach Möglichkeiten suchen, optimalerweise auf Gegenseitigkeit.

In die nicht vorhandene Familie solltest Du keine Energie und Gedanken investieren, das laugt Dich nur aus und bringt nichts.

Alles Gute

Ralf

Beitrag von sandra7.12.75 07.11.10 - 16:25 Uhr

Hallo

Bei uns ist es auch so.Wir haben aber einen tollen Freundeskreis.

lg

Beitrag von mauskewitzki 07.11.10 - 19:39 Uhr

Hallo,

wie wäre es denn mit einer Leihoma oder mit einem Leihopa? Es gitb so viele Renter sie gerne Kontak zu Kindern hätten. Vielleicht könnt ihr so eurem Kind die Erfahrung mit älternen Menschne ermöglichen und macht gleichzeitig einen einsamen Menschen glücklich.

LG

Beitrag von krokolady 08.11.10 - 07:33 Uhr

jo - ohne Verwandschaft ist manchmal ziemlich blöd.....ich kenne das leider auch.
Meine Eltern sind tot......meine Schwester wohnt 900 km entfernt......wir telefonieren und mailen halt ab und zu.
Mein Bruder wohnt 350 km weg, aber der Kontakt ist eingeschlafen.
Ansonsten hab ich keine weiteren Verwandten.
Die Eltern meines Mannes leben auch nicht mehr, und sein Bruder wohnt auch weit weg.
Und dadurch das wir erst vor Kurzem hierher gezogen sind haben wir auch keine Freunde oder Bekannte hier in der Ecke.

Was für mich am schwersten ist, ist die Entfernung zu meinen 3 großen Kindern die in der "alten Heimat" leben...... Mit meinen Söhnen telefoniere ich ab und zu, und mit meiner Ältesten sogar recht oft.....sie ruft 1 - 2 Mal die Woche bei mir an.

Beitrag von kendra.26 08.11.10 - 09:05 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen, bei mir ist es so, dass ich aus meiner Familie eigentlich nur Kontakt zu meiner Mutter habe, zu meinem Bruder der aber weiter weg wohnt, zu meinem Neffen, der mit seiner Mutter aber an der Nordsee wohnt, also können wir uns auch nur 2 mal im Jahr sehen, wenn überhaupt :-(
Und zu meinem einen Onkel habe ich ab und an Kontakt.

Zu den restlichen 2 Geschwistern von meiner Mutter besteht gar kein Kontakt, ist auch besser so.....zu meinem Vater auch nicht, meine Eltern haben sich getrennt, als ich klein war.

Grosseltern sind schon tot.

ABER von meinem Mann die Familie ist rieeeeeeesig, er ist Türke und hat 3 Schwestern, und 20 Onkels und Tanten, plus den restlichen Anhang, und es NERVT oft.

So lange du sonst soziale Kontakte pflegst, Freunde und Bekannte hast, ist das doch völlig okay, ihr habt jetzt eure eigene kleine Familie , die ihr euch aufbaut #herzlich

LG

Beitrag von dresdnerin86 08.11.10 - 09:42 Uhr

Hallo,

weißt du bei uns ist das nicht anders. Meine Eltern leben zwar noch, wohnen aber weiter weg und haben selber kein Auto. Sie werden auch wenn das Kind da ist, nicht zu Besuch kommen, weiß ich jetzt schon. Aufpassen werden sie auch nicht können da die Umgebung einfach nicht passt. Meine Großeltern leben auch noch, wohnen auch weiter weg, habe aber selber zu denen keinen Kontakt mehr. Meine Tanten und Onkels, Cousinen kenne ich auch nicht.
Der Vater meines Freundes wohnt in der Nähe, hat neu geheiratet und mehr als Weihnachtskontakt gibts nicht. Die Mutter meines Freundes ist nach Bayern gezogen, wird nie zu Besuch kommen und selber hab ich sie auch noch nie gesehen (wir sind seit fast 5 Jahren zusammen).

Demnach bleiben unserem Kind auch nur Mutti udn Vati :-p
Also es geht vielen so wie euch.

LG,
Gwen
12 SSW

Beitrag von sinope 08.11.10 - 14:19 Uhr

liebe enyerlina,

ich kann dir nachfühlen.

meine mutter ist psychisch krank (nach ihrer aussage und meinung ist die behandlung von vor 4 jahren erfolgreich abgeschlossen und geklärt) und es ist momentan der horror für mich.
so kommt es das ich nicht mehr zu meinen eltern fahren will/kann.
es tut mir sehr, sehr weh.

dann habe ich einen leiblichen bruder. zu dem haben wir eigentlich nur kontakt wenn wir zu meinen eltern fahren (da er dort wohnt).

und was mich ebenso traurig macht:
ich habe sieben halbgeschwister (einer ist tödlich verunglückt).
und kontakt habe ich nur noch zu einer schwester regelmäßig.
die andere schwester sehe ich nur mal auf geburtstagsfeiern das ist okay - weil wir so weit von alter auseinander liegen.
ein halbbruder stand mir sehr nahe da er mir sehr geholfen hat und wir uns gegenseitig viel geholfen haben. und jetzt? meldet er sich schon seit über einem jahr nicht mehr.

zu dem rest habe ich keinen kontakt oder nur sporadisch.
es ist traurig.

mit meinem schatz wohne ich im haus seiner eltern.
meine schwiegerleute im EG, schwägerin und schwager im OG und wir im DG.
da wir unterschiedliche wellenlängen haben, ist es nur mit meinem schwiegervater halbwegs erträglich. der rest ist mehr schein als sein.
das macht mich traurig weil ich immer mein bestes gegeben habe (aber das war nicht gut genug).

ich kann es nachvollziehen - lass dich deshalb lieb drücken - #liebdrueck.

es gibt wirklich nur die möglichkeit sich ein soziales netz durch freunde und bekannte aufzubauen.
ich drück dir die daumen das es euch gelingt!
auf familie die einen wie feinde behandeln oder neidisch kann man gedrost drauf verzichten.

ciao
sinope