als deutsche in der schweiz.....?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von schanine87 07.11.10 - 15:18 Uhr

Hallo zusammen,

also ich weiss nicht genau ob das hier hin passt aber ich schreib einfach mal, ich bin in der 7 ssw und weiss im moment nicht ganz weiter, also ich komm aus deutschland bin jetzt aber seid 8 monaten beruflich in der schweiz und wohn auch hier.
bin jetzt ungeplant schwanger geworden und haben uns aber für das kind entschieden, habe jetzt gehört das man in der schweiz nur 3 monate nach dem ET zu hause bleiben muss und dann wieder arbeiten gehen muss, dies kenn ich aus deutschland anders, und in deutschland bekommt man auch meiner meinung mehr unterstützung als hier in der schweiz....

könnt ihr mir vielleicht helfen wo ich am besten aufgehoben bin für meine fragen? und vorallem wenn ich nach deutschland geh von welchen gehalt bekomm ich denn mutterschaftsgeld? schweizer lohn oder letztes deutsches gehalt? würde mich sehr freuen wenn ihr mir weiterhelfen könnt.

Danke und lg

Beitrag von gube 07.11.10 - 18:00 Uhr

Hallo,
bin auch als Deutsche in der Schweiz und habe hier mein Kind bekommen.
Wie es geht, wenn Du von der Schweiz wieder nach Deutschland zurück gehst, kann ich Dir nicht sagen.
Wenn Du in der Schweiz bleibst, isses so: bis zum Entbindungstermin müsstest Du theoretisch arbeiten, der Mutterschutz fängt erst mit der Geburt an. Ich bin vier Wochen vor Geburt krank bzw. arbeitsunfähig geschrieben worden, was allerdings auch einen gesundheitlichen Hintergrund hatte. Ich nehme aber mal an, dass das die Ärzte hier nicht so sind.
Auch untersuchungsmässig ist in Deutschland mehr angesagt. Weil ich aber risikoschwanger war, habe ich auch hier ein ziemlich volles Programm bekommen.
Nach der Geburt kannst Du - wenn ich mich recht erinnere - bis zu 14 Wochen zuhause bleiben und bekommst Mutterschaftsgeld. Danach ist dann wirklich wieder arbeiten angesagt oder kohlenlos zuhause bleiben.

Ich muss zugeben: hätte ich die Wahl gehabt, hätte ich das Kind lieber in Deutschland bekommen und wäre mit Elterngeld evtl. noch ein bisschen länger zuhause geblieben. So bin ich seit einiger Zeit wieder im Job, was aber auch seine Vorzüge hat :-).
Grüsse
Gube

Beitrag von sabine301180 08.11.10 - 07:08 Uhr

Hallo,

ich wohne zwar nicht selbst in der Schweiz. Aber mein Mann hat sehr viele Kunden, die in der Schweiz arbeiten und teilweise auch wohnen und daher weiß ich, dass es in der Schweiz sehr darauf ankommt in welchem Kanton du wohnst und arbeitest. Ein genauer Vergleich D- Schweiz ist deshalb überhaupt nicht möglich. Prinzipiell ist zu sagen, dass die Sozialleistungen in der Schweiz Rente Arbeitslosenversicherung u. Krankenversicherung besser sind. Die Löhne sind wesentlich höher - die Steuern niedriger. Wenn du wieder arbeiten möchtest wäre es bestimmt besser in der Schweiz zu bleiben allerdings könnte ich mir nicht vorstellen mit unseren 4 Kindern in der Schweiz zu wohnen auch wenn es bestimmt finanzielle Vorteile hätte.

LG Sabine

Beitrag von schanine87 08.11.10 - 11:00 Uhr

erstmal danke für eure antworten, ich weiss schon das ich mein kind mit 3 monaten auf gar keinen fall weggeben möchte weil ich bin der meinung dafür bekomm ich ja kein kind um die verantwortung und erziehung anderen in die hand zu legen, ich will mein kind besonders im ersten jahr grossziehen und dabei sein und da sein. nur die frage ist wenn ich jetzt nach deutschland zieh und mein partner grenzgänger ist also weiter hier in der schweiz arbeitet welches elterngeld bekomm ich dann??? das was ich jetzt hier in der schweiz gearbeitet hab oder das letzte was ich in deutschland gearbeitet hab???? lg

Beitrag von thyme 08.11.10 - 11:03 Uhr

Huhu
Willkommen bei uns in der schönen Schweiz!

Aaaaalso, Mutterschutz gibts hier nicht, je nach Arzt und Job kannst du dich krank schreiben lassen. Die meisten Mütter, die ich kenne haben so bis ein, zwei Wochen vor dem Termin gearbeitet und sich den Rest krankschreiben lassen.

Mutterschaftsurlaub gilt ab der Geburt 14 Wochen, wobei es je nach Arbeitgeber auch ein paar Wochen mehr sein kann.
Subventionierte KiTa-Plätze sind schwer zu finden, private Plätze kosten so um die 100 Franken pro Tag. Kümmere dich am besten schon in der Schwangerschaft darum!

An Zuschüssen gibts hier 240 Franken Kinderzulage pro Kind und Monat.
Ansonsten gibts kostenlose Mütter- und Stillberatungen, da musst du dich bei deiner Gemeinde erkundigen. Je nach Verdienst kriegst du Krankenkassenrückerstattung.

Vorsorgeuntersuchungen sind wohl von Arzt zu Arzt unterschiedlich, in der Regel alle 6 - 8 Wochen.

14 Wochen klingt nach wenig. Für die Schweiz immerhin schon ein Fortschritt. Ich fand es aber eigentlich gar nicht schlecht, wieder ein bisschen unter die Leute zu kommen. Aber das ist wohl unterschiedlich.

Hier noch ein Link:

www.swissmom.ch

Alles Gute!

LG thyme

Beitrag von starshine 08.11.10 - 11:44 Uhr

Also, in Thymes Antwort hast Du eigentlich alles drin. Auf welcher Basis Deutschland die Beitraege errechnet musst Du den Deutschen Staat fragen, darauf kann Dir hier wahrscheinlich keiner antworten.

Evtl. kann Dir die Grenzgaengerberatung weiterhelfen: www.grenzgaenger.de

Ich stelle immer wieder fest, dass die Deutschen in der Schweiz es toll finden weniger Steuern zu zahlen, dass das aber auch bedeutet weniger "Dienstleistung" vom Staat zu haben, daran denkt eben keiner der hierher zieht...

Beitrag von schanine87 08.11.10 - 12:08 Uhr

hey danke für die antwort auf die idee zu kommen in deutschland anzurufen ist mir auch grad in den sinn gekommen und ja zum glück konnten sie mir auch weiter helfen aber bei ner grenzgängerberater werd ich auch mal anrufen danke lg

Beitrag von zoe0212 08.11.10 - 12:33 Uhr

Hallo!
Ich kann Dir nicht wirklich helfen, aber vielleicht ein paar Tipps geben.
Dein Mutterschafturlaub ist 16 Wochen lang ab Geburt, d.h. Du musst bis zur Geburt arbeiten. Die meisten Frauen lassen sich 1-2 Wochen vorher krank schreiben. Nach den 16 Wochen kannst du entweder Deine Arbeitszeit reduzieren oder wenn der Chef das ok gibt, unbezahlten Urlaub nehmen.Das machen viele bis das Kind 1/2 Jahr alt ist. Während des Mutterschutzes bekommst Du Dein Gehalt weiter, nach 16 Wochen nix mehr. Du bekommst für das Kind monatlich einen Kinderzuschlag auf Dein Gehalt vom Arbeitgeber. Ich weiss aber nicht, wie hoch der ist, glaube um die 150 CHF, Steuern gehen danach ab.
Ich denke, bei einer Väter und Mütterberatung könntest Du mal nachfragen. Gibt es fast in jedem Ort. Man kann ohne Termin hingehen und sich beraten lassen bezüglich der Kinder, sie gucken die Kleinen an, wiegen sie etc. Ich denke, dort bekommst Du auch mit Deinen Fragen kompettente Antorten.
Wenn Du nach Deutschland gehst, dann weiss ich nicht, ob Dein schweizer Gehalt beim Elterngeld angerechnet wird. Das schweizer Gehalt ist in der Regel ja auch höher als in Deutschland.
Unsere Erfahrung: Wir leben seit 4 Jahren in der Schweiz, haben 3 Kinder (1,4,5) und müssen ehrlich sagen, es ist toll in der Schweiz, man verdient gutes Geld, aber mit steigender Kinderzahl wird es schwieriger. Das fängt beim Kinderzuschlag an (Kindergeld in DT ist höher und Steuerfrei), Elternzeit und Eltergeld gibt es nicht. Es gibt tolle Kinderkrippen, sie nehmen die Kinder ab 16 Wochen, aber die sind auch sehr teuer (Gehaltsabhängig). Der Kindergarten ist Pflicht und das Kind darf erst hingehen, wenn es im August 4 ist. Hat das Kind im September Geburtstag, geht es erst mit 5 in den Kindergarten. Der Kindergarten ist schulferiengebunden und geht hier im Thurgau nur 3 Std am Vormittag und 2x 1 1/2 Std am Nachmittag. Die Kinderbetreuung im DT ist um einiges einfacher und günstiger....
Krankenkasse in der Schweiz pro Kopf, in DT ist das Kind familienversichert.... Es sind so viele Faktoren, die man mit einbeziehen muss.
Ich würde mal zur Väter und Mütterbratungsstelle gehen, findest Du im Telefonbuch
LG zoe0212

Beitrag von schanine87 08.11.10 - 13:00 Uhr

hey super informationsreich deine mail, danke find ich echt nett das mir hier geholfen wird.....werd mal schauen wo es so eine beratungsstelle in basel gibt und dann mich da weiter durch fragen, also würde ja schon gern ein jahr mit dem kind zu hause bleiben wollen weil ich das auch D so kenn, ja gut nun wohn ich hier aber sind halt am überlegen das mein partner grenzgänger macht und wir aber in deutschland an der schweizer grenze wohnen....Danke auf jeden fall lg