Stottern-ist das erbbar?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von akira2005 07.11.10 - 16:38 Uhr

Hallo alles zusammen!!!

Meine tochter ist nun 2.5Jahre alt und fing schon mit 12 monaten an zu sprechen, da Sie 2sprachig aufwächst hatt uns das schon gewundert;-)

Mittlerweile spricht Sie schon sehr klar und ganze Sätze,auf einer sprache mehr auf der andern weniger, aber egal, hauptsache sie versteht beide perfekt!!

Aber seid kurzem versucht sie so schnell zusprechen das sie richtig hängenbleibt und somit auch manchmal stottert!!! Anfangs habe ich nicht so darauf geachtet aber nach ein paar wochen ist es immer noch täglich, nicht immer aber ziemlich oft!

Da mein Vater stottert (aber erst nach einem Autounfall als kind damit anfing) habe ich mich gefragt ob sowas erbbar ist???

Habt ihr davon schonmal gehört!Oder kennt sich jemand da vieleicht mit aus?? Wie soll ich reagieren wenn sie so hängen bleibt....denn manchmal macht es mich schon richtig nervös#zitter

Vielen Dank fuer Tipps und Ratschläge,

Schönen Sonntag noch!

LG
JESS;-)

Beitrag von blucki 07.11.10 - 17:16 Uhr

hallo jess,

ich würde mal deinen kinderarzt befragen.

unser großer hatte das in seiner kiga-zeit. da war er so irgendwas zwischen 3,5 und 4,5. ich weiß nicht mehr genau, wann es anfing. auf alle fälle hat es ca. 6 monate gebraucht, bis der spuk wieder komplett vorbei war.

es gibt wohl unterschiede beim stottern. bei meinem war es so, dass er nicht das ganze wort ständig wiederholt hat sondern meist den anfangsbuchstaben. und da hat man gesagt, das wäre diese stotterphase, die viele kinder durchmachen. das war eine schlimme zeit, weil er natürlich auch irgendwann von den anderen im kiga nachgemacht wurde.

lt erzieherinnen und auch unserer kiä aber bei vielen kindern eine ganz normale phase, in der der kopf schneller ist wie der mund. was ganz wichtig ist, das kind niemals unterbrechen. es ganz in ruhe ausreden lassen und nicht schimpfen. und vor allem, wenn es etwas unbedingt schnell sagen muss, dann einfach auch mal selbst kurz zurückstecken und dem kind zuhören, auch wenn es einen selbst unterbricht. das waren die ratschläge unserer kiä und die haben uns sehr geholfen.

aber abklären lassen würde ich es an deiner stelle schon. sie ist ja noch so jung.

lg
anja

Beitrag von kati543 07.11.10 - 19:19 Uhr

So wie du das schreibst, ist das eher stolpern und nicht stottern. Aber egal... Es gibt genetische Erkrankungen, die so etwas hervorrufen. Das ist natürlich vererbbar - aber mal ehrlich - das hättet ihr bisher erkannt.
Also denke ich eher, dass es völlig normal ist. Aber frag nochmal deinen KiA. Notfalls kann sie auch noch zur Logopädie gehen. Aber das würde ich erst als allerletztes versuchen.

Beitrag von ruby79 07.11.10 - 19:27 Uhr

Hallo Jess!

Das ist eine ganz natürliche Phase in der Sprachentwicklung.
Es nennt sich auch nicht Stottern, weil es eben kein wirkliches Stottern ist.

Die Mäuse machen zu diesem Zeitpunkt einfach einen extremen Entwicklungsschub im sprachlichen Bereich, mit Satzbildung und Grammatik, das will alles ersteinmal sortiert werden.

Da hat gerade letzten Monat ein Bericht darüber im Baby-Heftchen aus der Apotheke gestanden.
Und in diesem Bericht stand auch, daß wir uns eigentlich nicht über dieses unflüssige Sprechen wundern sollten, sondern eher darüber, was die Kinder bisher sprachlich schon alles können.
Gedanken sollte man sich wohl erst machen, wenn die Phase länger als ein halbes Jahr daurert, bzw. wenn das unflüssige Sprechen die (älteren)Kinder selbst stört und sie nur noch abblocken.

Helena hat dieses sprachliche Hängen auch momentan.

Ganz wichtig ist es die Kinder ausreden zu lassen und ihnen zuzuhören.

Die Logopädin im Kindergarten hat gesagt, daß man in dem Alter noch nicht wirklich was machen kann, und es ja auch gar nicht nötig ist.

Helena macht es manchmal so, daß sie das Wort oder den Satzteil, der nicht rauskommen will, einfach singt, dann klappt es immer.
Das hat sie übrigens von sich aus angefangen.

Liebe Grüße und viel Geduld

Corinna

Beitrag von delfinchen 07.11.10 - 20:44 Uhr

hallo,

wenn dein vater erst nach dem unfall gestottert hat, kann es ja nicht in seinen genen verankert sein, sonst hätte er ja von anfang an gestottert.

ansonsten denke ich, dass stottert schon vererbt werden kann, zumindest hatte ich mal eine mitschülerin, bei der ein elternteil gestottert hat und es war bei ihr nicht durch nachahmung erlernt, sondern angeboren.

es kommt häufiger vor, dass kinder stottern, wenn sie aufgeregt sind oder schnell was sagen wollen, erlebe das bei schülern auch immer wieder mal.

ich denke, du solltest es weiter beobachten (nicht, dass sie irgendwann aus gewohnheit stottert) und wenn es dir sicherheit gibt, auch mit dem kinderarzt drüber reden.
ansonsten denke ich, dass es wichtig ist, dem ganzen VOR DEINER TOCHTER nicht zuviel bedeutung beizumessen (also nicht vor ihr in "panik" verfallen und sie sätze wiederholen lassen etc.), denn sonst könnte sich das stottern einsetzen, um aufmerksamkeit zu erlangen.

lg und alles gute für euch,
delfinchen

Beitrag von akira2005 07.11.10 - 20:53 Uhr

Vielen Dank fuer die hilfreichen Tipps!!!

Ich habe mich auch im internet schon darüber informiert...trotzdem werde ich es mal mit meiner Kinderärtztin besprechen (falls es noch länger anhalten sollte) !

LG,

Jess#winke