Wann die Wahrheit?

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Forum: Weihnachten

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsfeiern ... hier dreht sich alles um die Weihnachtszeit. Tipp: Schaue doch einmal in unsere Artikel zum Thema: Geschenke für die Kleinsten, Zauberhafte Adventszeit mit Kindern.

Beitrag von jonii 07.11.10 - 20:44 Uhr

Hallo #winke!

Mich würde mal interessieren ab wann (welches Alter) eure Kinder eigentlich wussten dass die Eltern die Geschenke für Weihnachten kaufen??? Wie haben eure Kinder das denn erfahren und wie haben sie reagiert?


Manchmal denke ich dass es totaler Blödsinn ist die Kinder zu Weihnachten so zu "verarschen" und zu belügen #schock. Aber auf der anderen Seite hat das einen besonderen Zauber auf die Kinder und sie freuen sich riesig aufs Christkind. Aber das wird sich ja ändern, wenn die Wahrheit raus kommt, oder?

Wie denkt ihr denn darüber dass ihr eure Kinder ja eigentlich bewusst anlügt?
Man könnte doch auch bei der Wahrheit bleiben und die Weihnachtsgeschichte von der Geburt Jesu erzählen und weil wir uns darüber freuen bekommen die Kinder von uns eben auch Geschenke ;-) .

Ich freue mich über viele Meinungen, schliesslich feiert ihr ja wohl alle Weihnachten #schein.

Nachdenkliche Grüße
Nicole mit Nele, 5 und Lina, 3

Beitrag von mamakind 07.11.10 - 20:54 Uhr

Hallo,

ich verrate es ihnen nicht. Wir haben zur Weihnachtszeit immer im Flur einen Briefkasten für die Wunschzettel an das Christkind. Die liegen da immer tagelang drin und sind urplötzlich verschwunden. #kratz
Meine Beiden (4 und 6) glauben noch fest dran; meine Nichte ist 8 und eigentlich ist sie der festen Meinung, dass das die Eltern das alles machen, aber dass die Briefe immer so mirnichtsdirnichts verschwinden, macht sie noch sehr stutzig.#gruebel

Laß ihnen den Zauber von Weihnachten und dem Christkind. #schein

LG Simone

Beitrag von bruchetta 07.11.10 - 20:55 Uhr

Meine Tochter ist 6 und glaubt (zumindest dieses Jahr noch) an den Weihnachtsmann.

Ich habe mir vorgenommen, solange daran festzuhalten, bis sie nächtes Jahr eventuell in der Schule was anderes hört.

Es hat in der Tat einen besonderen Zauber auf sie, als wenn sie wüßte, dass Mama die Geschenke kauft.
Ich bin ja selbst auch so groß geworden und meine Eltern wahrscheinlich auch.

Von daher empfinde ich es eher als Tradition anstatt "Verarschung" oder Lügen.

Aber das kann ja jeder halten wie er will, Du kannst ja mit Deinen Kindern anders umgehen....

Beitrag von ephyriel 07.11.10 - 21:01 Uhr

Hallo Nicole,
nach dem es das Christkind ja tatsächlich gibt (Jesus ist ja das Christkind) empfinde ich es nicht als Lüge.
Ich denke viel Eher das der Zauber dieser Zeit ganz viele schöne Gefühle birgt von denen (hoffentlich) die meisten Menschen auch im Erwachsenenalter noch zehren können.
Wichtiger finde ich nicht so ein übermäßiges Konsumfest daraus zu machen sondern den Kinder (so wie Du es ja wohl eh schon zu tun scheinst) den SINN dieses Festes zu erklären.
Das schönste für meine Jungs war es immer wenn ich aus dem Fenster sah und gesagt hab: " Guck mal da ist ja ein Weihnachtsengel am Himmel!" Dann standen sie da am Fenster und haben sich manchmal sogar eingebildet ein Flügelchen zu sehen oder so. Der Phantasie und dem Gefühl der Geborgenheit tut das nicht weh ;-)
Mein großer Sohn (heute 18) hat sich vor einem Jahr sogar bei mir bedankt. Dafür das ich (nicht nur an Weihnachten) so viel mit ihnen gespielt habe, ihnen so viele Geschichten erzählt und vorgelesen hab, gebastelt etc... und für die schönen Gefühle gerade an Weihnachten, Nikolaus, Ostern...
Da zu kam es weil er eine Familie kennen gelernt hat wo alls sehr kalt und nüchtern ist und die Kinder das gar nicht kennen lernen. Das hat ihn sehr berührt...
Wenn ein junger Mann von 18 Jahre "Danke!" sagt für diese Geborgenheit, die Träume die Gefühle, dann habe ich nicht den Eindruck das es falsch war.
Mein Großer hat übrigens mit 8 angefangen zu zweifeln und mit 9 Jahren wusste er das das alles leider nicht so ist. Aber er hätte es NIEMALS seinem kleinen Bruder gesagt! Und selbst das so tun als ob scheint ihm noch Freude gemacht zu haben...
So war es bei uns und ich hoffe bei meiner Kleinen wird es auch eine so zauberhafte Zeit! Da werd ich dann wieder mit ihr ein Stück weit selber Kind und fange fast an an diese Wunder mit ihr zu glauben so wie damals als die Jungs klein waren...

LG und schöne Vorweihnachtszeit
Billa

Beitrag von delfinchen 07.11.10 - 21:05 Uhr

Hallo,

ich werde auch versuchen, den zauber von weihnachten so lange wie möglich aufrecht zu erhalten.
ich hab da auch kein problem damit, dass ich meine kleinen "anlügen" muss, schließlich würde die wahrheit in diesem fall den ganzen zauber zunichte machen. manchmal müssen so kleine lügen eben sein - ich sag auch, wenn ihnen das einschlafen schwer fällt, dass schon alle ihre freunde schlafen und das stimmt ja nun definitiv auch nicht.

in der schule werden sies dann irgendwann eh mitkriegen, solange soltle man ihnen den glauben an das christkind lassen - wir haben als kleine kinder die vorweihnachtszeit ja auch genossen und denken gerne daran zurück, auch wenn wir heute wissen, dass wir damals "belogen" wurden. ich war meinen eltern ob dieser "lüge" nie böse und unsere kinder werden es mit sicherheit auch nicht sein :-).
wer weiß denn schon, ob die weihnachtsgeschichte, wie wir sie erzählen, die wahrheit ist? das datum ist ja schonmal gelogen, es war definitiv NICHT dezember.

liebe grüße und eine besinnliche vorweihnachtszeit,
delfinchen

Beitrag von mamavonyannick 07.11.10 - 21:35 Uhr

Hallo,

ich lüge mein Kind nicht an, indem ich ihm vom Weihnachtsmann erzähle. Ich nutze nur seine kindliche Phantasie und lasse ihn von etwas "träumen". Wenn es danach geht, ihm immer die Wahrheit sagen zu müssen, dann müsste ich ihn auch beim Spielen mit seinen Dinos unterbrechen und ihm sagen, dass es quatsch ist, wenn seine Dinos sich unterhalten, denn die sind erstens schon tot und zweitens können Tiere nicht reden.#cool

Irgendwann wird er von selbst merken, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. aber bis dahin darf er so ein Kind sein, wie ich früher war: Eines, dass sich auf den Weihnachtsmann gefreut hat, ihn spannend und aufregend fand und es trotzdem verkraftet hat, als es erfahren hat, dass es den Weihnachtsmann nur in der Phantasie gibt.

vg, m.

Beitrag von dore1977 07.11.10 - 22:16 Uhr

Hallo,

bei meiner Tochter war es schlagartig vorbei mit dem Weihnachtsmann als meine Tochter mit 5 in die Vorschule kam. Schließlich sind in der Schule auch größere Kinder bzw auch die Oberstufe. Ich denke nicht das die Großen, die Kleinen sich extra zur Seite genommen haben um zu erzählen das der Weihnachtsmann eine Lüge ist aber mitbekommen hat sie es sehr wohl.
Der Osterhase und die Zahnfee wurden im gleichen Atemzug auch ins Reich der Phantasie verbannt.

LG dore

Beitrag von helikopta 08.11.10 - 07:23 Uhr

Hallo,

also bei uns ist es so, dass unsere große (9) in diesem Jahr das erste mal sicher weiß das es den Weihnachtsmann nicht gibt.
Allerdings weiß sie auch das es schön war daran zu glauben und verschweigt es den geschwistern:-p denn die glauben fest daran.
Für sie war es absolut kein Problem, sie hat keinen schaden davon getragen.
In den letzten zwei Jahren hat sie vor Weihnachten immer behauptet das es den Weihnachtsmann nicht gäbe und je näher Weihnachten kam, je versuchter war sie doch lieber zu glauben, denn man kann ja nie wissen:-D
Sie ist jetzt nicht enttäuscht, sie hat es selber herausgefunden.

Ich werde auch bei den anderen beiden das ganze so lassen wie es ist, so lange sie glauben wollen.

LG

helikopta

Beitrag von scotland 08.11.10 - 17:17 Uhr

Genauso ist es bei uns auch. Sie hat sich mal mit einer Freundin darüber unterhalten und wir haben mitgehört. Von uns will sie aber keine Bestätigung :)). Davor hat sie - denke ich - Angst.

LG
Scotland

Beitrag von wind_sonne_wellen 08.11.10 - 08:04 Uhr

Hallo!

Also ehrlichgesagt - die Lüge vom Weihnachtsmann haben wir unseren beiden (inzwischen 21 und 17) nie erzählt.
Sie kannten ihn, aber war halt immer als schönes Märchen angesehen.
Sie hatten trotzdem immer schöne Weihnachtsfeste und waren davor genauso aufgeregt, wie jedes andere Kind auch.
Auch heute freuen sie sich noch auf Weihnachten, aber es geht nicht vordergründig um das Materielle, sondern um ein paar schöne Tage - vom zur Kirche gehen halten beide nicht viel.

LG Petra

Beitrag von sweetmum1989 08.11.10 - 08:38 Uhr

Ich denke man kann das nicht lügen nennen. schließlich haben wir fast alle mal daran geglaubt u es hat niemandem geschadet.
Ich werde nie vergessen wie ich 6 Jahre alt war u es war kurz vor Weihnachten.
Da hatte ich Streit mit meiner 7 Jahre älteren Schwester .. Sie sagte dann zu mir, du bist so doof du glaubst ja auch echt es gibt nen Weihnachtsmann. Merkst du nicht dass das der Papa is oder warum denkst du ist der immer weg wenn der dicke, rote Typ kommt ?
Das wars dann mit meinem Glauben an den Weihnachtsmann.
Klar war ich traurig aber ich habe keinen Schaden davon getragen. Und es ist doch auch irgendwie schön wenn die Kleinen noch diesen Glauben u diese Phantasie haben. Es sind schließlich Kinder u das gehört dazu

Beitrag von 3023 08.11.10 - 08:50 Uhr

Hallo,

wir machen es so, wie du schreibst: wir erzählen davon, dass Jesus geboren ist, dass wir seinen Geburtstag feiern und uns darüber so freuen, dass wir uns gegenseitig beschenken. Alles andere passt für mich persönlich nicht, da ich mit bewusstem anlügen meinem Kind gegenüber kein gutes Gefühl hätte (und ja, ich vermeide das in allen Situationen und erzähle z.B. auch nicht abends, dass alle ihre Freunde schon schlafen...). Dazu kommt noch, dass wir als Christen definitv die Geburt von Jesus feiern und ich hätte arge Schwierigkeiten das in Einklang mit dem Weihnachtsmann/Christkind zu bringen, da selbst die Christkind-Erklärungsversuche nicht zu dem passen, wie ich Jesus kenne (falls man mal sagt Christkind = Jesus).

Bisher sind wir damit sehr gut gefahren (die Große ist 4). Ich erkläre ihr nun auch nicht ausführlich, dass es keinen Weihnachtsmann gibt, der ist bei uns eben einfach kein Thema.

Nikolaus ist etwas anders. Ich erzähle ihr dort auch die Geschichte und lasse bisher offen wer etwas in den Stiefel tut. Wir haben auch einen Stiefel vor der Tür und sie weiß einfach, dass sie den schön putzen muss und dann vielleicht morgens etwas drin ist...

Ich selbst hatte als Kind früher große Angst vor dem Nikolaus. Klar war es irgendwie auch schön - aber die Angst wollte ich meiner ängstlichen Tochter eh gerne ersparen.

Liebe Grüße,
Sonja

Beitrag von grinsekatze85 08.11.10 - 09:50 Uhr

Hallo!

Bei mir war es in der Schule aus mit dem Zauber. #schmoll Ich hätte gerne noch weiter dran geglaubt.

Aber wir leben doch schon wohl nach einer der größten Lügen, Jesus ist nicht am 24.Dez. geboren (Wissenschaftlich ja wohl belegt) also Lügen wir uns doch schon seid Jahrhundert alle selber damit an. ;-)

Ich würde gerne nochmal so viel Phantasie haben, wie als Kind!! Und denke mein Sohn wird mir nicht böse sein, wenn ich ihm seine Kindheit und den *Zauber* solange bewahren möchte! Man muss so lange Erwachsen sein in seinem Leben, da sollte er ruhig so lange Kind sein dürfen/bleiben wie er möchte.
Und ich habe kein schlechtes Gewissen, das es den Weihnachtsmann nicht gibt, ich bin selber so aufgewachsen und geschadet hat es niemanden!!

LG
Nadine, die hofft das ihr Sohn noch lange an den Weihnachtsmann glaubt.