Würde 2. Kind unter 2,5 wirklich nur "mitlaufen"??

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sternchen257 07.11.10 - 20:57 Uhr

Hallo,

mein Kleiner ist jetzt 7 Monate alt und ein sehr pflegeleichtes Kind von Anfang an. Da macht man sich halt so seine Gedanken, wie es mit 2 so Süßen wäre.

Ich hab hier auch schon bisschen im Forum geguckt.
Klar geht das alles. Aber irgendwie hab ich Angst, dass das 2. dann eher so mitlaufen würde.

Es ist ja auch nicht gesagt, dass das 2. auch so pflegeleicht würde. Dann würde das 1. ja darunter "leiden".

Aber auf dr anderen Seite wird es sicher auch ähnliche Probleme geben, wenn die Kinder einen größeren Altersunterschied haben.

Was meint ihr und wie ist es bei euch??

Beitrag von hsi 07.11.10 - 21:10 Uhr

Hallo,

ich hab zwei Kinder mit geringen Abstand und keins von beiden "läuft irgendwie mit". Jedes Kind ist anders und einzigaritg und jedes Kind beansprucht mich als Mutter auf seine eigene Art und Weise. Von daher kann kein Kind "einfach mit laufen". Meine Tochter ist ein Wirbelwind, hat früh angefangen mit trotzen und bocken und das wirklich mehr als heftig, mein Sohn ist immer noch der ruhiger von beiden. Aber er fordert mich eben anders dann wieder. Hab mir deswegen nie gedanken gemacht. Jetzt kommt im Juni unser drittes Kind und klar werden die zwei erst mal mehr warten müssen bis ich kann, aber das kenne sie schon und ich denke sie werden sich auch relativ schnell daran gewöhnen.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 4 J. & Nick 3 J mit #ei 10 SSW

Beitrag von monab1978 07.11.10 - 23:29 Uhr

Herzlichen Glückwunsch,

freut mich zu hören! Ich les dich öfter. Ist ja toll!

Mona

Beitrag von anarchie 07.11.10 - 21:34 Uhr

Hallo!

ich habe 4 Kinder..8,6,3 und 1 jahr alt..

Klar, jedes weitere Kind hat nicht mehr 100% Aufmerksamkeit, geht ja garnicht...aber nebenher lief und läuft hier kein Kind.

lg

melanie

Beitrag von schwarzesetwas 07.11.10 - 21:38 Uhr

Also ich muß sagen, dass sich meine Kleine als Baby wunderbar eingefügt hat.
Sie war da und hat sich angepasst. Das war klasse für mich als Mutter.

Mittlerweile kann man gar nicht sagen, dass sie mitläuft. Sie fordert, will meine Nähe immer noch permanent; das einzige: Sie möchte noch nicht so bespielt werden. Sie spielt gern und viel allein. Ihr genügt es, wenn ich sie ab und an auskitzel/abknutsche/trage usw.
Da ist der Große anders.

Ich denke, Dein Eindruck täuscht.

Lg,
SE

Beitrag von alinashayenne 07.11.10 - 21:46 Uhr

Hallo!

Also, meine Kinder sind 19 Monate auseinander - also hatte ich noch 2 Kinder unter 2 Jahren ;-)

Ich wollte das immer so und würde es auch immer wieder so machen. Dir wird hier wahrscheinlich jeder sagen, dass es deine Entscheidung ist - und so ist das auch. Für die einen ist ein geringer Altersunterschied perfekt, für die anderen ein großer. Genauso wie für viele das Leben mit einem Kind perfekt ist, während es für die anderen erst ab dreien gut ist...Voraussagen kann man auch nichts, weil jedes Kind einfach anders sein kann.

Trotzdem, bei uns war es teilweise schon auch so, dass die Kleine "nur" mitgelaufen ist. Ganz einfach, weil der große Bruder auch noch sehr jung war und mich gebraucht hat, - manchmal kann man dann einfach nicht sofort springen (so wie ich es beim Ersten gemacht habe). Außerdem vergisst man manchmal auf Dinge, die einem beim ersten Kind wichtig waren. Einfach, weil man sie ja "grade erst" durchgemacht hat. Doch ich muss ehrlich sagen, die Dinge, bei denen meine Tochter "mitgelaufen" ist, haben ihr keineswegs geschadet. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass es ihr gutgetan hat! Sie hat meistens davon profitiert. Sie hat gelernt zu warten, sie war niemals hysterisch o.ä. wenn man nicht sofort reagiert hat, sie konnte sich schon sehr früh selbst beschäftigen uvm. Das klingt jetzt alles, als müsste die Süße ganz allein zurecht kommen, was natürlich Blödsinn ist. Ich bin sowieso eine Riesenglucke und versuche auch den ganzen Tag NUR für meien Kinder dazusein...aber ja...wie soll ich sagen, es schadet nicht - so hab ich es erlebt.

Und auch heute - sie ist jetzt fast 2einhalb Jahre alt - der Große grade 4 geworden - gibt es so viele Dinge, bei denen ich mich nicht extra mit ihr hingesetzt habe und sie ihr beigebracht, gelernt, geübt habe, - die sie aber durchs Hören und Zuschauen immer nebenbei mitkriegt und ihrem Bruder nachmacht...

Ja, was soll ich noch sagen, - vom Altersabstand her finde ich es einfach toll, dass die beiden schon so gut zusammen spielen können, dass die Babyzeit quasi in "einem Aufwasch" erledigt wurde usw.usf. Nachteilig sind natürlich manche Stresssituationen oder das Unterwegssein mit zwei Kleinen, die beide noch volle Aufmerksamkeit - oft sogar tragende Arme ;-) brauchen...Ich muss aber auch dazusagen, dass ich keine Verwandten in der NÄhe habe und auch mein Partner sehr viel arbeitet. Ich war also von Anfang an quasi fast allenerziehend - und trotzdem war alles einfach zu meistern. Zu zweit (oder mit noch mehr Hilfe) geht das dann sicher alles super!

Wenn du dir wirklich noch ein Kind wünscht - dann ist das schon das richtige Zeichen denke ich! Wenn du zweifelst, dann warte einfach noch, aber wenn du unbedingt willst, würde ich mir keinen Kopf machen!

Liebe Grüße
Nina

Beitrag von anatoli 07.11.10 - 21:50 Uhr

Hi,
ich denke das bei2 Kindern keines nur nebenherläuft. Wir haben Twins und da läuft logischerweise keiner nur nebenher. Und bei Geschwistern mit kurzem Altersunterschied, sehe ich da auch keinen Unterschied.Klar es ist anstrengend aber es funktioniert gut.
Eine Freundin von mir hat einen Sohn der im gleichen alter von unseren ist, und sie hat im Mai Zuwachs bekommen. Da war ihr Sohn 22 Monate alt. Die Anfangszeit war für sie schwer aber mittlerweile klappt es super. Der kleine war groß genug um auf so einem Trittbrett am Kiwa mitzufahren. Er ist die Treppen gelaufen, so dass sie keine 2 Kinder tragen muss. (Was wirklich anstrengend ist.) Er wird eingebunden in die Versorgung des Babys und ist stolz auf seinen kleinen Bruder. Ich denke 2 Kinder sind schon eine gewisse Herausforderung, egal welchen altersunterschied sie haben. Aber ich persönlich finde es schön, wenn der Altersunterschied nicht zu groß ist . So können die Kinder irgendwann doch einmal zusammen spielen. Bei einem größerem Altersunterschied entstehen natürlich wieder andere Probleme.
LG
Anatoli

Beitrag von kleine1102 07.11.10 - 22:30 Uhr

Hallo,

unsere Mädels haben einen Altersunterschied von 25 Monaten. In den ersten paar Wochen war alles noch recht unstrukturiert und ein wenig chaotisch. Das lag aber vor allem daran, dass ich ab der Geburt für fast zwei Monate sehr krank war (hatte mir in der Klinik einen undefinierten Virus "eingefangen" :-[ #augen :-(). Die Zeit habe ich "zwangsläufig" genutzt, um viel mit den Kids zu kuscheln (ich war zum Glück nicht "ansteckend" #schwitz), der "Großen" Bücher vorzulesen mit Baby auf dem Bauch, etc. .

Nachdem ich wieder fit und "voll einsatzfähig" war, hat unser Alltag sich schnell und gut eingespielt. Anfangs war mein Mann zwei, drei Wochen zu Hause, da war's überhaupt kein Problem #herzlich. Da er beruflich viel weg ist, bin ich entsprechend oft/lange mit den Kids allein. Aber auch das lief ganz schnell (meist) super. Unsere ältere Tochter hat ihre Rituale und Gewohnheiten "trotz" Baby-Schwester aufrecht erhalten können, u.a. sind wir bis letzten Sommer einen Nachmittag pro Woche zum Mini-Club gegangen (Baby war dabei oder mit einem von uns zu Hause), gehen regelmäßig schwimmen, u.ä. . Seit einem Jahr geht sie in den Kindergarten (meist nur vormittags), deshalb kein Mini-Club mehr (der Kurs endete zu dem Zeitpunkt).

Mit unserer jüngeren Tochter habe ich einen PEKiP-Kurs besucht (gar nicht so mein "Ding", aber ich wollte gezielt Zeit mit ihr verbringen) und wenig später auch einen Baby-Schwimmkurs. Sie hatte also die gleichen "Möglichkeiten" wie ihre ältere Schwester. Auch im Alltag muss bis heute keines der Kinder dauernd "zurück stecken". Inzwischen besuchen wir schon seit einem Jahr mit der Kleinen jede Woche den Mini-Club. Immer freitags vormittags, während die "Große" im Kindergarten ist. An den übrigen Tagen haben mein Mann und/oder ich vormittags nur für sie Zeit, während ihre Schwester im Kiga ist. Wenn die "Große" dann wieder zu Hause ist, macht die Kleine Mittagschlaf- also "exclusive" Mama- und/oder Papa-Zeit für's ältere Kind. Nachmittags dann meist beide zusammen, abends geht die Kleine ein wenig früher schlafen als ihre Schwester. Beide haben sowohl morgens als auch abends ihre ganz persönlichen Rituale, klappt alles wunderbar :-).

Sicher gibt es Tage/Phasen/Momente, in denen eines der Mädchen mal warten oder ein wenig "zurück stecken" muss. Das gleicht sich aber weitgehend aus und keines unserer Kinder "läuft" irgendwie "nur mit". Aus unserer Sicht ist das jedoch alles von der persönlichen Einstellung abhängig und weniger vom Altersunterschied der Geschwister. Ein etwas älteres Geschwister-Kind ist sicher schon besser in der Lage, sich allein zu beschäftigen oder Rücksicht zu nehmen. Die Ansprüche werden jedoch trotzdem nicht geringer und spätestens, wenn beim älteren Kind die Schule als Pflicht-Bestandteil des Alltags dazu kommt, wird das Baby/jüngere Geschwister auch hin und wieder mal warten (Hausaufgaben) oder "zurück stecken" müssen (Schulschluss, ggf Abholen- Baby muss Schlaf unterbrechen oder etwas früher/später essen- was auch immer). Unabhängig vom Alters-Abstand bin ich der festen Überzeugung, dass (ein) Geschwister einem Kind viel mehr "nützen" als "schaden" #herzlich.

Die Entscheidung für den passenden Zeitpunkt sollte man deshalb als Eltern von anderen Faktoren abhängig machen (räumliche und finanzielle/berufliche Situation, Belastung(en), Beziehung, Bauchgefühl, ..). Der Altersunterschied, so wie man ihn in etwa wählt (oder so, wie er sich bei uns z.B. einfach ergeben hat #paket aus medizinischen Gründen) wird sicher der "richtige" sein!

In diesem Sinne: lieben Gruß & alles Gute #blume!

Kathrin & zwei Mädels (* Oktober 2006 & Dezember 2008)

Beitrag von monab1978 07.11.10 - 23:34 Uhr

Hi,

meine sind 17 Monate auseinander und alles was ich dazu sagen kann ist, dass es bei uns einigermassen klappt. Das kommt auf so viele Dinge an, das kann dir keiner vorrausehen...

Wie flexiel ist dein Partner, kann er sich einbringen, und wie oft?
Wie viel Aufmerksamkeit fordert das zweite Kind, wie läuft die Trotzphase des ersten Kindes?
Wie ist dein Anspruch als Mutter?
Wie viel Glück/ Pech hat ihr mit Krankheiten etc....

Das spielt alles mit rein, Zu bedenken ist, dass die Kinder ja beide dann noch eine zusätzliche Bezugsperson haben . den Bruder/ die Schwester. Das macht viel aus und hatten wir gar nicht so toll erwartet.

Geplant hätten wir einen längeren Abstand, denn wenn du ein Schreikind bekommst, verpasst du das 2. Lebensjahr des ersten Kindes - das wäre verdammt schade gewesen!

Lieber Gruss
Mona

Beitrag von pegsi 08.11.10 - 10:21 Uhr

Meine beiden werden 3 Jahre auseinander sein. Für mich ist das der richtige Abstand. Inzwischen kann ich mit meiner Maus schon ansatzweise vernünftig argumentieren und sie damit zur Einsicht bringen. Unter zwei Jahren war das kaum denkbar.

Meine Tochter war unter einem Jahr auch sehr pflegeleicht. Je größer die Kinder werden, desto mehr Ansprüche haben sie ja auch. Jetzt ist meine Maus Zweieinhalb und will schon hier basteln, klettert da auf einen Schrank, eine Zeitlang hat sie mir ständig die Möbel bemalt, wenn ich nicht hingesehen habe... Dann kommt wohl irgendwann demnächst die Zeit, wo ich ständig hinterherwischen muß, wenn sie trocken wird und etwas daneben läuft...

Also würde ich mich lieber nicht darauf ausruhen, daß Dein Kleiner jetzt gerade sehr pflegeleicht ist.

Andererseits ist es für die Kinder später natürlich sehr schön, wenn der Altersabstand nicht zu groß ist, da sie dann (wenn sie das Glück haben, sich gut zu verstehen) noch besser miteinander spielen können.

Für mich sind die 3 Jahre der Kompromiß, den ich gut finde.