mein sohn 1,5 jahre, will oder kann nicht einschlafen und nuckelt noch

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lissycat 07.11.10 - 21:44 Uhr

hallo,
wir sind zur zeit mit den nerven total am ende. unser sohn hatte immer schon probleme mit dem einschlafen. vor einiger zeit hatten wir es geschafft, einen guten rhythmus zu entwickeln, bei dem er mittags und nachts zusammen zwischen 12 und 14 stunden schlief und ausgeschlafen und aufgeweckt war.

dann waren wir im urlaub (anfang oktober) und weg war alles wieder.

im moment sieht unser tagesablauf so aus: 7-8 uhr aufstehen, um 11 uhr wird er das erste mal nörglig und müde, aber zum einschlafen reichts nicht. dann essen wir und danach wird er meistens wieder furchtbar müde, dann nuckelt er an meiner brust rum, bis er den schlaf übergangen hat und ist dann total aufgedreht. das ganze wiederholt sich dann am nachmittag 3-5 mal, bis er dann oftmals um 17 uhr erschöpft einschläft. nach 1,5 stunden wacht er meist auf und ist dann erstmal total nörglig ubd hängt an meinen rockzipfel. dann gehts einige zeit gut bis in die abenstunden, wo er dann ab 20 uhr wieder wie wild an meiner brust rumnuckelt, bis er den schlaf übergeht und dann bis teilweise 0 uhr wach ist und mit uns ins bett geht. da turnt er dann noch wild im bett rum, während wir schon dahindämmern und schließlich irgendwann einschläft.

ich denke, daß es ein problem ist, daß er immer noch nuckelt, teilweise bis zu 8 mal am tag kommt er an und will "nuchn" Ich habe schon mit allen möglickeiten versucht, ihn davon loszubringen - ohne erfolg. sogar die brustwarzen hatte ich mit zugeklebt und ihm gesagt, daß ich da ein aua hätte. einen tag hats gewirkt, am nächsten tag war schreiterror, den ganzen tag, immer wieder.

ablenkung wirkt schon, aber welche mama hat schon zeit, das kind den ganzen tag abzulenken? und sobald er müde wird, ist sowieso vorbei. dann will er nuckeln.

ein einschlafritual ist zur zeit auch für die katz, weil er mittendrin eintweder auch plötzlich total aufgedreht wird oder nuckeln will und danach aufgedreht ist.

im bettchen einschlafen funktioniert zur zeit auch nicht, weil er immer wieder aufsteht. beim papa macht er terror und schreit nach mir und wenn ich dann komm, will er nuckln.

wir sind mit unserem latein am ende, wer weiß noch einen guten tipp für uns. haben wir wirklich alles falsch gemacht???#heul

viele grüße

Beitrag von knutschy 07.11.10 - 22:03 Uhr

Hallo,

hm mensch das ist wirklich Terror, das glaub ich Dir.

Nuckelt er den nur, oder trinkt er ?

Wenn er nur nuckelt, um sich zu beruhigen dann könnte es ja auch ein Nuckel tun ? Am besten kein so flachen. Sondern diese Runden, sind halt der Brustwarze ähnlicher.

Vielleicht würde das gehen ?

Ich hatte auch sooo lange ein schlecht schläfer, wir haben einfach garnichts gemacht, außer halt Nachts trinken lassen etc und uns immer gesagt es geht irgentwann vorbei.

Und mit etwa 20 Monaten war es dann auch der Fall.

Nun schläft er meist durch oder schreit nur mal kurz nachts und ruft nach mir. Aber mittlerweile alles halb so wild.

Wünsch Dir auf jedenfall viel Kraft und durchhalte vermögen. Und niemals vergessen die kleinen machen das nicht um uns zu ärgern !!! #liebdrueck

Liebe Grüße

Beitrag von lissycat 07.11.10 - 22:34 Uhr

danke für dein mitgefühl.

meist nuckelt er nur rum, richtig trinken tut er selten.

einen nuckel mag er nicht, hatte mal einen bis ca. 9 monate, dann hat er ihn verweigert (hatte natürlich mehrere :-) )
aus der flasche hat er bei mir noch nie getrunken, bei meiner mam ca. bis 13 monate, seitdem verweigert er alle künstlichen nuckelhilfen.

so nun ist er endlich eingeschlafen :-)) 22.29 uhr

nein ärgern will er uns nicht, machmal denk ich sogar, daß er gern schlafen möchte, aber nicht kann, weil er so aufgewühlt ist

irgendwann wird es sich schon wieder bessern.






Beitrag von natascha88 07.11.10 - 22:12 Uhr

Hallo!
Wir hatten bis vor Kurzem das gleiche Problem, mein Sohn wurde bis er etwa 19 Monate alt war noch gestillt. Wir haben auch meistens Einschlafstillen gemacht, was manchmal ganz gut ging (wenn er sehr müde war) und manchmal sehr lage gedauert hat (und ich dabei immer wieder eindöst, er aber topfit schien).
Ich musste dann allerdings abstillen, weil ich eine Woche auf einen Outdoor-Ausbildung ging, bei der "volle Brüste" nicht möglich waren.
Darum hab ich ihn dann die Brust "verweigert", war nicht schön für ihn, aber er hat es lernen müssen. Ich habe immer mehrere Lagen TShirts angehabt und die, wenn möglich, in die Hose gesteckt, so das er sich den Weg nicht so leicht frei machen konnte. Ich hab ihm immer wieder gesagt, die Milch ist "alle" und ich habe ihn lieb und nach 3-4 Nächten hat ers akzeptiert und er ist dann immer an mir eingekuschelt eingeschlafen.
Mittlerweile schläft er meistens in seinem Bett ein und kommt dann in der nacht "rübergewatschelt" zu uns ins Bett, kuschelt sich an mich und pennt weiter.

Papa darf Sohnemann nur ins Bett bringen, wenn ich nicht da ist. Darum machen wir es jetzt ab und zu so, das ich ihm 5 Minuten bevor er ins Bett soll erzähle, ich muss jetzt nochmal weg. Dann zieh ich mir ne Jacke an, verabschiede mich und geh mit nem Buch vor die Tür.
Papa bringt ihn dann ins Bett, er weint dann nicht nach mir sondern akzepiert, das ich nicht da bin. Wenn er schläft komm ich wieder rein.

Vielleicht versuchst du wirklich, ihn nicht nuckeln zu lassen, wenn er müde ist. Ich weiß, es ist hart, aber nach einigen Tagen hat er es hoffentlich kapiert. Du kannst ihn ja weiter stillen, dann aber, wenn er nicht müde ist!

Dann einfach, wenn er nicht schlafen will, ihn nicht schlafen zu lassen, möglichst auch nicht erst um 17 Uhr (dann ist ja klar, dass er nicht früh einschläft). Versuch dann vielleicht, ihn noch bisschen wachzuhalten und ihn dann richtig ins Bett zu bringen. Dann gewöhnt er sich hofftenlich irgendwann einen "normalen" Mittagsschlaf wieder an.


Ach ja - unser Kleiner ist noch weit entfernt von einem "perfekten Schlafkind", er wacht oft nachts auf, braucht lange zum Einschlafen und schläft nicht alleine ein. Aber ich kann momentan damit leben (will das natürlich irgenwann schon verändern), das scheint bei euch ja nicht zu sein.

Ich wünsch dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!!!

Liebe Grüße,
Natascha mit Lukas (*26.3.09)

Beitrag von lissycat 07.11.10 - 23:00 Uhr

danke für die antwort.

tja , entweder ich halt noch durch und warte bis sich alles alleine bessert oder ich versuch nochmal, das stillen zu beenden und nehme mehrere tage geschrei in kauf.

hat dein sohn irgendwas von dem apruppten abstillen davongetragen? hab gelesen, daß kinder, die so sehr am nuckeln hängen, psychische probleme bei zu schnellen abstillen bekommen können.

danke

lg
daniela

Beitrag von natascha88 08.11.10 - 12:16 Uhr

Hallo!
Naja, so plötzlich war es dann doch nicht.... ;-)
Denn nach einer Woche nichtstillen, hat er mich dann mal oben ohne gesehen. er hats dann nochmal probiert - und siehe da: es war noch Milch da. Dann hab ich ihn nochmal 2-3 Tage gestillt, dann wieder 2 Wochen nicht. Dann kam er mal nachts zu ins ins Bett, wo ich oben ohne geschlafen hab - zack, war er angedockt und es kam wohl immer noch was.
Dann war aber Schluss und ich denke nicht, das er einen Schaden hat. Wenn er auf meinem Arm ist und ich einen Pulli mit Ausschnitt anhabe, liebt er es, seine Hand reinzustecken und zu fühlen und schauen (darf er aber nur manchmal zu Hause ;-)) Dann grinst er immer ganz verschmitzt und meint dann manchmal noch "Milch".
Ich glaube, das heißt er erinnert sich gerne dran zurück und hat keinen Schaden ;-) (Muss natürlich nicht bei jedem Kind so sein!!!)

Ich habe sehr gerne gestillt, aber ich wollte dann nach dem Lehrgang nicht wieder anfangen, weil ich mit der Schlafsituation nicht klar kam.

Die Frage ist, ob du glaubst, das sich alleine alles ändert.
Wenn du am Stillen nichts ändern willst, dann versuch doch mal den Tagesablauf zu ändern (ich weiß: viel leichter gesagt als getan), weil ich befürchte, wenn du es genau so weiterlaufen lässt, wird sich so bald nichts tun...

Liebe Grüße!!!!
Natascha

Beitrag von pegsi 08.11.10 - 10:40 Uhr

Hallo lissycat!

Ihr habt überhaupt nichts falsch gemacht! :-)

Bei uns war es ganz ähnlich. Ab ca. 1,5 Jahren wurde das Stillen für mich langsam zur Belastung, weil meine Tochter von Geburt an nicht daran gedacht hat, sich mit 5x täglich zufrieden zu geben, wie es so schön in allen Ratgebern steht (ersetzen sie eine der 5 Stillmahlzeiten... Bei uns waren es eher 50... *grins*).
Geschlafen hat sie dann phasenweise sehr, sehr unruhig und wollte - je nach Verfassung - auch nachts oft an die Brust. In guten Phasen nicht, aber über die beschwert sich ja auch niemand. ;-)

Letztendlich habe ich mit gut 2 Jahren (als ich wieder schwanger wurde) einen Schlußstrich gezogen, weil ICH nicht mehr konnte. Es gab von einem Tag auf den anderen keine Brust mehr. Am ersten Tag hat sie lauthals protestiert, dann hat sie es ein paar Tage akzeptiert (Brust aua, war der Grund, was ja auch stimmte) und danach immer mal wieder nachgefragt, aber ohne Theater. Insgesamt ging das Abstillen viel, viel leichter als ich es vorher befürchtet hatte. Bei ihrem ständigen Stillen dachte ich ja fast, sie würde ohne Brust nicht zurechtkommen. Pustekuchen. :-)
Das einzige, was sie als Saug-Ersatz hat, ist eine Wasserflasche, die sie jeden Abend im Bett mal kurz haben darf. Da nuckelt sie dann zwischen 5 und 50 Sekunden, dann ists auch gut. Inzwischen vergißt sie es oft oder sagt mir, ich soll die Flasche aufschrauben, weil sie trinken will.
Sie schläft seit etwa einer Woche nach dem Abstillen sehr viel ruhiger (natürlich gibt es auch jetzt noch Phasen, in denen sie mal nach mir verlangt, aber selten) und kommt mir allgemein viel unabhängiger vor.

Also: Wenn Du es willst: Nur Mut, Abstillen ist gar nicht so traumatisch für das Kind, wie man denkt. :-)