anmeldung auf katholischer schule. hab mal eine frage

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von y-l-m-r-t 08.11.10 - 08:39 Uhr

hallo

am MI letzte woche haben wir unsere tochter auf einer katholischen grundschule angemeldet.
die schule kann 54 schüler/innen annehmen. es wurden aber über 90 angemeldet, da diese schule einen sehr sehr guten ruf hat und sehr beliebt ist.
als erstes haben die katholischen kinder vorrang.(natürlich die, die hier im nahen umfeld wohnen).
wie gehts dann weiter? erst die evangelischen und dann nicht "nicht religiösen" oder umgekehrt?

danke und lg#winke

Beitrag von h-m 08.11.10 - 09:01 Uhr

Die Nicht-Katholischen, die im (ehemaligen) Einzugsgebiet wohnen (bei uns in NRW hat man jetzt freie Grundschulwahl und ist nicht mehr an Einzugsgebiete gebunden).

Wenn darüber hinaus noch Plätze frei sind, wird unter allen anderen Kindern gelost. So war es jedenfalls an der Schule, an der ich meine Tochter angemeldet habe.

Beitrag von y-l-m-r-t 08.11.10 - 09:04 Uhr

versteh ich grad nicht....

meinst du erst die katholischen (klar)
dann ev und dann "nicht getaufte"

oder andersrum?

Beitrag von h-m 08.11.10 - 09:11 Uhr

Mir wurde gesagt, dass sie da zwischen evangelisch und nicht getauft keinen Unterschied machen.

Beitrag von ronjas_ma 08.11.10 - 09:15 Uhr

Hallo,

bei uns an der kath. Grundschule (NRW) ist es so, dass erst die katholischen Kinder einen Platz bekommen, dann die Geschwisterkinder und dann die, mit einem kurzen Schulweg und dann "der Rest".

LG
Saskia

Beitrag von zickentwins 08.11.10 - 09:19 Uhr

Hallo!

Das hängt davon ab, was für eine katholische Schule es ist.

Meine Kindern waren auf einer katholischen Grundschule, die aber die einzige im Ort direkt ist. Es gibt allerdings noch 2 städtische Grundschulen im Gemeindegebiet. Daher war hier die Regel, erst alle Kinder aus dem Einzugsgebiet unabhängig von der Konfession. Was Kinder aus umliegenden Ortschaften angeht, zuerst die christlichen (egal ob katholisch oder evangelisch). Das konnten, die sich, weil in erster Linie gemeindefinanziert, aber nicht wirklich aussuchen.

Inzwischen sind meine Kinder auf einer katholischen Ordensschule. Das ist eine kirchliche Privatschule und dort bestimmt die Schule selbst, beziehungsweise das Erzbistum die Regeln für die Aufnahme. Uns wurde damals gesagt, dass sie generell nur katholische und evangelische Kinder aufnehmen. Ob es eine Bevorzugung von Katholiken gibt, ist nicht gesagt worden, könnte aber intern sein. Konfessionslose oder andersgläubige Kinder werden nur in seltenen Ausnahmefällen aufgenommen (wahrscheinlich absolute Hochbegabung oder so was).

Da es aber eine weiterführende Schule ist, kam dann an nächster Stelle das Grundschulzeugnis, dann ob eine Geschwisterkind an der Schule ist und dann die Wohnortnähe.

Vielleicht hilft's dir ja weiter. Sonst frag' doch einfach mal nach. Uns wurde die "Rangliste" schon beim Infoabend mitgeteilt.

Gruss,
zickentwins

Beitrag von kawatina 08.11.10 - 15:07 Uhr

Hallo,

bei uns ist das so:

erstmal di Kinder von Eltern mit richtig Geld. Ein Elternteil sollte einer der großen Kirchen angehören - welcher ist egal.
Somit werden Selbstständige bevorzugt.
Dann kommen Kinder von gläubigen Katholen aus dem Umkreis und schließlich Evangelen.
Atheisten werden überhaupt nicht genommen, ebensowenig Migranten

Wobei es einmal (!)ein italienisches Kind gegeben hat - katholisch versteht sich.

LG
Tina

Beitrag von jasahe 08.11.10 - 20:43 Uhr

"bei uns ist es so". Das heißt, dass dein Kind an dieser Schule sein muss, oder sind das alles Gerüchte?
Dass Selbständige reich sein sollen, ist ja wohl ein super Vorurteil. Sie haften mit ihrem ganzen Vermögen, im schlimmsten Fall haben dann die Kinder kein Dach mehr überm Kopf.

Mein Kind ist an einer katholischen Privatschule. Wir haben Rumänen, Ungarn, Italiener und Österreicher. Mehrheitlich katholisch, muss aber nicht sein; sie müssen nur den christlichen Religionsunterricht besuchen wollen.

Vielleicht wollen/können sich Migranten die Schule nicht leisten? Ich denke, für eine Privatschule ist es vollkommen egal, wer ihr das Schulgeld bezahlt. Und dass man als konfessionelle Schule den Glauben aufrecht hält, ist ja wohl klar....

Dein Aussagen klingen nicht nach jemandem, der aus eigener Erfahrung spricht, sondern eher nach unsachlichen Kommentaren aus reiner Ablehnung heraus.

Beitrag von zickentwins 09.11.10 - 18:14 Uhr

Hallo Tina!

Lass' mich raten, du bist Atheistin, findest es aber unfair, dass dein Kind nicht zu der katholischen Schule mit dem guten Ruf kann?

Könnte das in etwa so stimmen.

Ich frage mich immer, wieso man sein Kinder als Nichtgläubige dahin schicken will, dort wird vor und nach dem Unterricht gebetet. Es gibt doppelt so viel Religionsstunden als in staatlichen Schule und einmal in der Woche ist Schulmesse.

Wieso soll ich das alles meinem Kind "zumuten", wenn ich selbst absolut nicht an einen Gott glaube? Das ist doch total inkonsequent.

Meine Töchter sind auf einer katholischen privaten Mädchenschule.

Kostenlos, außer wenn man sein Kind in der Tagesstätte betreuen lassen will.

Von den Elternhäusern her gibt es alles vom erfolgreichen Unternehmer bis zum Hartz IV-Empfänger ist alles dabei. Die meisten sind irgendwo in der Mitte. Wie in anderen Schulen auch.

Und in der Klasse meiner Töchter gibt es die besagte Italienerin, aber auch noch eine Polin, eine Inderin, eine Kroatin und ein Mädchen aus dem Kongo. Zugegeben alle sind katholisch oder evangelisch, aber es gibt auch verdammt wenige Türken, die eine christliche Erziehung für ihre Töchter wollen;-).

Gruss,
zickentwins