Ablehnung des Vaters

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von maxa07 08.11.10 - 10:16 Uhr

Hallo zusammen
Unsere Tochter ist 17 Monate alt. Bis zu 16 Monaten wurde sie von meinem Mann ganztags betreut und ich habe 4 Tage die Woche gearbeitet. Jetzt hat sich alles geändert. Mein Mann arbeitet nun 5 Tage die Woche und ich noch 2 Tage. Diese zwei Tage wird meine Tochter von meiner Mutter betreut. Alles wäre perfekt würde meine Tochter meinen Mann nicht total ablehnen. Er darf ihr keine Geschichte mehr vorlesen, teilweise nicht mal mehr berühren. Mein Mann ist total verzweifelt und sein Herz blutet. Was können wir tun???? Sie ist total auf mich fixiert und will nichts mehr von ihn wissen.
Hat jemand einen Rat für uns????

Beitrag von woelkchen1 08.11.10 - 10:21 Uhr

Diese Phasen kommen und gehen, nachdem Scarlett krank war, nicht im Kiga und nur bei mir, hat sie auch eine extreme Mama-Phase. Machen kannst du nix- auf Druck wird es sich nur verschlimmern.

Mein Mann versucht einfach, ihr soviel wie möglich zu bieten- also spieletechnisch und zeittechnisch. Mit der Zeit geht es dann, aber das geht eigentlich jeden Tag von vorn los!

Es ändert sich auch wieder, Mädels sind irgendwann (laut Entwicklung zwischen 2,5-3 Jahren beginnt das) auf ihren Papa fixiert- seine Zeit kommt also noch!

Beitrag von pegsi 08.11.10 - 10:26 Uhr

Entspannen und weiter anbieten. :-)

Wenn Deine Kleine gerade erst vor 4 Wochen von Deinem Mann "verlassen" wurde, dann ist es doch verständlich, wenn sie jetzt erst einmal mehr Deine Nähe sucht. Das wird sich von selbst wieder ändern.

Was Du dazu beitragen kannst: Bestimmte schöne Aktivitäten einfach dem Papa vorbehalten. Bei uns ist das z.B. das Babyschwimmen, inzwischen Kleinkindschwimmen, das nur der Papa mit ihr macht.

Wenn es um den Punkt Arbeitsteilung geht, würde ich ihr keine Wahl lassen. Soll er z.B. mit ihr die Zähne putzen gehen, damit Du in der Zeit etwas anderes machen kannst, dann muß er sich durchsetzen.
Geht es um "geliebt werden", dann hilft nur Geduld und Vertrauen. Schubst sie nicht in seine Richtung, sondern laßt sie von selbst kommen. Vielleicht kann er sich ja auch einfach mal abends hinsetzen und ganz alleine etwas spielen, das sie liebt. Er könnte zum Beispiel einen Lego-Duplo-Turm bauen oder malen (oder was immer sie gern macht). Möglicherweise kommt sie dann ganz von selbst und macht mit.

Und Du gib Deinem Schatz ein paar Streicheleinheiten extra. :-)

Beitrag von dr.amatic 08.11.10 - 10:36 Uhr

Hallöchen,
kenn ich so ähnlich. Mein Großer war 1 Jahr und 5 Monate alt und er hat uns beide (Papa und Mama) über alles geliebt. Dann kam aber sein kleiner Bruder zur Welt und er fühlte sich von mir "abserviert". Ich durfte ihn nicht drücken, nicht ins Bett bringen, nichts zu essen oder trinken geben.... Ich habe geweint, weil es so weh tat. Mein Mann musste ja auch arbeiten. Wenn der aus der Tür ging, warf mein Großer sich verzweifelt vor die Tür und weinte so schlimm, weil er jetzt hier bei mir bleiben musste. Trösten durfte ich ihn auch nicht. Aber da er in der Zeit eben nur mich hatte, blieb ihm nichts anderes übrig, als sich nach und nach wieder auf mich zuzubewegen. Aber nur von sich aus. Ich durfte nicht auf ihn zuegehen.
Also (wenn er so vor der Tür weinte) zog ich mich zurück ins Wohnzimmer und dann kam er irgendwann von selber. Das musste ich eben akzeptieren.

Mein Rat:
Geh mal alleine weg (vllt. einmal in der Woche - bis sich das gelegt hat), lass deine Tochter mit ihrem Papa allein. Erst wird sie vielleicht schreien, aber sie wird merken, dass Papa ja doch für sie da ist.

Liebe Grüße, Dany

Beitrag von dr.amatic 08.11.10 - 10:38 Uhr

P.S.: Oder Papa soll mit ihr allein auf den Spielplatz oder spazieren gehen :-)