flötenunterricht bzw. hausi-hilffeeeeeee!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mizz 08.11.10 - 10:38 Uhr

hallo ihr lieben,

meine tochter (wird im jan. 6) geht seit 4 wochen ins flöten.es ist seit mon. ihr größter wunsch. sie hat einen absolut tollen lehrer u. macht die stunden zusammen mit einer ihrer freundinnen.
das problem ist dann aber das flötenüben zuhause!:-[
es gibt nur diskussionen.sie kann die noten lesen,es sind bis jetzt gerade mal 2,aber sie hat keine lust u. spielt alles nur halbherzig, obwohl sie es ohne fehler spielen könnte.ich war schon soweit zu sagen ich melde sie wieder ab,aber ich finde da muß sie jetzt durch oder sehe ich das zu dizipliniert?der lehrer verlangt von ihnen jeden tag 10 min zu üben?
geht es jemanden genau so?würde mich über austausch sehr freune?

lg jenny

Beitrag von bine3002 08.11.10 - 10:48 Uhr

Hm... da sie ja 1. bald in die Schule geht und 2. das Üben dazu gehört, würde ich auch Wert darauf legen.

Wie wäre es, das Üben fest in den Tagesablauf zu integrieren, z. B. in der Küche während Du kochst. Und zwar exakt 10 Minuten lang (Wecker stellen) mit einem Tag Pause in der Woche. Sie darf dann sofort aufhören, wenn der Wecker klingelt. Dann würde ich eine Art Belohnungssystem einführen: Täglich gibt es einen Aufkleber für diese 10 Minuten. Und für 10 Aufkleber gibt es eine kleine Belohnung. Mit dem Lehrer würde ich über das Problem sprechen und ihn bitten lobend hervorzuheben, wenn es ihm auffällt, um sie noch mehr zu motivieren.

Wenn dir das Belohnungssstem widerstrebt, dann würde ich es vielleicht einfach laufen lassen. Mach ihr klar, dass es ihr Wunsch war, Flöte zu lernen und dass man nur durch fleissiges Üben ein "Star" wird.

Beitrag von ne1985 08.11.10 - 10:51 Uhr

wir ziehen es durch. Für die Übungen gibt es einen festen Termin und erst danach darf gespielt werden. Und auch nur, wenn er richtig geübt hat. Ich denke mal, das ist auch eine gute Vorbereitung für die Schule. Aus der Schule kannst du sie auch nicht mehr nehmen, nur weil sie die Hausaufgaben nicht richtig machen möchte.

Beitrag von anira 08.11.10 - 11:15 Uhr

gib ihr noch 1-2 monate
wann hast du denn kündigungsfrist?

vieleicht komtm das noch wenn es "anspruchsvoller" wird
wenn sie immer noch net will sag ihr sdas du es kündigst usw
und dann kündige es wirklich
musste ich bei meinem sohn auch machen
ich dachte bis zum ende das er sich fängt aber nein

ich bereue es nicht ihm diese chance gegeben zu haben ihm hats auch irre spass gemacht
aber üben das war dann doch was anders^^ somit sind wir gitarren frei;)

Beitrag von kimmi 08.11.10 - 11:28 Uhr

Wichtig ist dass deine tochter spass an der sache hat. Dass das üben zu hause weniger spannend ist als das musizieren mit dem lehrer und freundinnen ist doch klar.
Ich würde an deiner stelle sehr aufpassen, dass du ihr nicht die motivation nimmst. Lass sie doch tun wie sie möchte - sie findet selber ihren weg und mal wird sie häufiger spielen und mal weniger oft. Das ist doch völlig normal. Auch wir erwachsenen interessieren uns doch nicht immer 100%ig für eine sache. Sie muss doch keine professionelle musikerin werden, oder doch? Ist es dir nicht mehr wert sie spielt vielleicht nicht so toll aber dafür mit umso mehr freude?

Ich würde auch das wort üben ihr gegenüber nicht gebrauchen. Lieber würde ich ihr sagen: "na magst du mir was vorspielen?" oder "zeig was du schon gelernt hast".
Mit zwang kommst du nicht weit und in ein paar monaten könnte es sein, dass das ganze flöten spielen nur eine geschichte wäre. Das fände ich für mein kind schade.

lg von kimmi, die übrigens auch eine flötenspielerin ist :-)

Beitrag von ceebee272 08.11.10 - 13:10 Uhr

Hi
unsere Maus ist 5,5 Jahre alt und geht seit März zum Einzelunterrich. Es war ihr größter Wunsch dieses Instrument zu lernen und sie übt jeden Tag mehrmals freiwillig. Das fängt gleich morgens nach dem Auftsehen an. Sie geht runter und übt so lange bis ich mich im Bad fertig gemacht habe (20 min.) - da musste ich noch nie was sagen, sondern sie macht es einfach. Dann nach dem Mittagessen, flötet sie mir das Geübte vor und schaut schon mal die nächsten Lieder an. Die Flötenlehrerin gibt ihr immer einen netten Aufkleber fürs Geübte, lobt sie und verbreitet insgesamt eine sehr angenehme Stimmung.
Unser größter Spass ist es gemeinsam zu Flöten, nachdem ich meine alte Blockflöte wieder ausgegraben habe. Das spornt an und vielleicht ist das ja auch eine Option für dich, falls du es kannst... Ihr größter Wunsch ist es auch an Heiligabend Weihnachtslieder vorzuspielen. Da übt sie auch schon fleisssig drauf hin.
Grundsätzlich würde ich auf jeden Fall sagen, dass sie üben muß, wenn sie das Instrument spielen will, ansonsten hört sie halt wieder auf, wenn sie die Lust verloren hat oder es langweilig findet. Ich meine, ein Kind sollte mehrere Dinge ausprobieren und dann auch wieder aufhören dürfen, wenn es nichts ist. Instrumente kann man ja anfangs auch leihen und kauft sie nicht gleich...
Ceebee

Beitrag von celia791 08.11.10 - 13:27 Uhr

Hallo,

meine Tochter wird im Dezember 6 und spielt seit 2 Monaten Klavier. Der Unterricht findet hier zu Hause statt. Wir haben einen ganz tollen Klavierlehrer, er ist pensionierter Grundschullehrer und hat echt ein Händchen für Kinder. Das Klavierspielen war der grösste Wunsch meiner Tochter, ich spiele zwar selber, aber beibringen im Eltern-Kind Verhältnis, dass geht nicht gut. Genauso ist es mit Üben.

Unser Lehrer sagte mir, dass Kinder in dem Alter mit dem Wort "üben" noch nichts anfangen können. Für sie bedeutet dass "Du musst". Damit sie die Lust behalten, sollte man jeden tag höchstens 5-10min. "spielen".

Wir haben einige Varianten. Wir haben uns 4 Bärchen-Figuren aus einem Spiel genommen (können auch Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Figuren sein). Diese stellt unser Lehrer dann auf das Klavier auf seine Seite und erzählt den Bären, dass sie ja bei ihm bleiben sollen.
Dass sie nur zu meiner Tochter einzeln rüberwandern, wenn sie es jeweils richtig gespielt hat. Und er erzählt ihnen natürlich auch, dass sie das aber ja sowieso nicht schafft und die Bären bei ihm bleiben. Manchmal "weint" er auch ein bisschen, wenn er wieder einen abgeben muss. Wenn sie etwas falsch macht, dann kriegt er es natürlich wieder.
Meine Tochter hat einen mörderischen Spass an diesem Spiel, sie spielt es beim Üben sogar mit sich selber :-p.

Unter anderem spielt er zwischendurch, wenn er merkt, dass die Konzentration nachlässt und es sonst zu Frust führt ein Klatschspiel mit ihr. Das hat zusätzlich den Nebeneffekt, dass sie ein Rhytmusgefühl bekommen. Er sagt dann immer "Komm, wir gehen zu Dr. Wulle".
Falls ihr es nachspielen wollt, hier der Text, Melodie ist wie früher bei den üblichen Klatschspielen, geklatscht wird abwechselnd in die eigenen Hände und über Kreuz:
Ich ging zum Dr. Wulle, Wulle, Wulle (mit den Händen vor dem Bauch eine Rolle machen),
mit meiner Schwester Kille, Kille, Kille (gegenseitig durchkitzeln),
mit meinem Bruder Box, Box, Box (Boxbewegungen machen,
der sagt ich sei ein Ochs, Ochs, Ochs (mit zwei Fingern Hörnchen machen und wackeln).
Spielt er auch schonmal zur Belohnung für 4x spielen etc.

So hast Du megaschnell die 10min. um und Deine Tochter verliert nicht die Lust, sondern will garantiert beim nächsten Mal wieder "spielen".

Lg Celia.

Beitrag von mizz 11.11.10 - 09:26 Uhr

vielen vieln dank für die tollen antworten!!!!ich bin so froh das sich mein problem mitlerweile von selbst gelöst hat.
am di war wieder unterricht,sie hatt so super gespielt das sie vom lehrer einen eintrag ins buch mit sternchen bekommen hat sie hätte sich am besten vorbereitet u. fehlerfrei gespielt u. seine fragen beantwortet!
nun ist sie so motieviert das es wunderbar klappt!
euch noch viel spaß mit euren flötchen;-)
danke nochmnals

lg jenny