Schulanmeldung, Sprachlich Probleme, Kindergarten???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 11:26 Uhr

Hallo!

Ich wusste nicht so recht wie ich die Überschrift gestallten sollte! Naja zum Thema!

Also wir hatten heute Schulanmeldung, Erik wurde getestet. Er hat alles richrig gemacht nur hat er halt sprachliche Probleme.
Sie meinte, sie würde Erik gerne nochmal im April sehen um fest zu stellen, ob Erik sich in der Sprache verbessert hat. Nun sprach sie auch die Sprachheilschule an, was ich gern vermeiden möchte.
Ich fragte sie ob Erik nicht noch 1 Jahr länger im Kindergarten bleiben kann, sie würde das befürworten und vermerkte dies auf Erik´s Akte, wir müssen ja noch zum Gesundheitsamt!

So nun habe ich natürlich mit dem Kindergarten gesprochen, sie meinten sie können/dürfen Erik nächstes Jahr nicht annehmen? Ist das denn rechtens? Vorschule gibt es hier nicht!
Ich mein, dass kann es doch nicht sein, oder? Erik ist wohl ein MUSS- Kind.
Kann mir da einer weiter helfen, ob ich eine Chance habe auf ein weiteres Kindergartenjahr?

Ihm stehen auch noch paar OP´s bevor, so in etwas 4.

LG und vielleicht weiss ja einer Rat

Luna3105

Beitrag von kleinessternchen05 08.11.10 - 11:33 Uhr

hallo

was für sprachprobleme hat er denn?

ich kenne zwillinge die sind nun schon 6 die sprechen so:

gegessen= dedesst
gruppe=kruppe
schule=tuuuuule
computer=tetuter
kirche=tirche

mir/mich, dir/dich wird ständig verwechselt.

die rektorin an der schule meinte auch, dass sie wohl eher auf eine sprachförderschule gehen sollen. die eltern haben sich jahrelang geweiger zum logopäden zu gehen, obwohl KA und erzieherinnen es ihnen immer und immer wieder gesagt haben....

die kinder sind im sommer 2011 dann fast 7.


sind es ähnliche sprachprobleme bei deinem sohn?

lg

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 11:41 Uhr

Hallo,

also er hat Probleme mit

gegessen-geesst
Erik-Elig
fotografieren-fotofieren

Also er hat Probleme mit den Satzbau, er sagt nicht Doreen hat das gegessen, sondern geest. Ich kann das jetzt schlecht erkären aber ist schon viel viel besser geworden. Nur leider versteht man in bei manchen Sachen doch schlecht. Tja unser Kinderarzt meinte das verwächst sich, dass würde noch kommen, wir mussten dann zum Test in die Schule und ab da finden wir an mit Logopädie, dass war vor über 1 Jahr.

Ich möchte ihn nur nicht so einen Start zu muten, mag ja sein, dass die Förderschule gut ist aber es bleibt halt immer an ihm hängen. Er könnte jeder Zeit wieder auf die normale Grundschule weckseln. Aber ich finde man sollte ihn doch noch 1 Jahr geben, wenn es dann nicht gut ist, sehe ich es ja auch ein.

LG Luna

Beitrag von bine3002 08.11.10 - 11:35 Uhr

Eine Freundin von meiner Tochter sollte letztes Jahr eingeschult werden. Sie war aber auch noch nicht so weit. Sprachlich ist es nicht so und sie hat auch noch leichte "Entwicklungsverzögerungen", kann sich schlecht konzentrieren usw.

Das Ganze war echt schlimm, denn zuerst hieß es, sie solle auf eine Sprachheilschule. Dann doch lieber noch ein Jahr in den gewohnten Kindergarten... ach nee, doch nicht, lieber in einen Sprachheilkindergarten. Dann war eine Integrativgruppe im Gespräch. Im Mai kam dann eines freitags ein Anruf vom Jugendamt, die Integrativgruppe sei durch, das Mädchen solle Montagmorgen um 8 Uhr erscheinen. Jegliche Einwände der Mutter, dass es doch besser sei, das Mädchen würde sich erstmal in Ruhe verabschieden, waren zwecklos, das Jugendamt bestand darauf, dass sie ab Montag in den anderen Kindergarten gehen solle. Die Kosten trägt das Jugendamt, von daher dürfen sie wohl auch bestimmen, weil das Mädchen ja auch ein Muss-Kind war. Die Kleine hat dieses ganze Hickhack mit bekommen, zwangsläufig, weil sie mehrere Untersuchungen mitmachen musste. Sie hat echt darunter gelitten, fühlt sich im neuen Kindergarten überhaupt nicht wohl, vermisst ihre Freunde und ist vor allem auch deswegen sauer, weil sie die Übernachtung des alten Kindergarten nicht mitmachen konnte (die war 2 Wochen nach besagtem Freitag).

Ich kann dir nur raten, das Ganze sehr behutsam anzugehen und alles dafür zu tun, dass dein Sohn einfach in seinem jetzigen Kindergarten bleiben darf. Wende dich an alle Stellen, die dazu etwas zu sagen haben: Träger des Kindergartens, Jugendamt, Gesundheitsamt, Schulamt usw.

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 11:45 Uhr

Wenn ich dein Bericht lese, wird mir ganz anders. Ich finde die sollten in Sinne des Kindes entscheiden und nicht wie es innen passt.
Ich glaube ich habe noch viele Wege zu erledigen!
Das ist es ja in einen anderen Kiga möchte er sicher dann auch nicht hin, in diesen ist ja auch noch seine Schwester ich glaube, dass würde er gar nicht verstehen!

LG Luna

Beitrag von sapf 08.11.10 - 11:38 Uhr

hallo!


Soweit ich weiß, musst Du erstmal den ganzen Ablauf über´s Gesundheitsamt durchmachen - und die entscheiden dann auch, ob Dein Kind länger im KiGa bleiben darf.
Erkundige Dich am Besten schon vorher mal und warte nicht bis April, ich glaube, das ist ein sehr aufwändiger Prozess!

Für den Kindergarten ist und bleibt Dein Sohn ein Muss- Kind, bis sie von oberer Stelle etwas anderes gesagt bekommen. Daher haben sie auch recht mit ihrer Aussage.
Die Regel ist eben, daß Kinder im Schulalter eingeschult werden MÜSSEN, daran hält sich die KiTa. Ausnahmen sind eher selten und haben die meisten Erzieher wahrscheinlich noch nicht erlebt.


LG, sapf

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 11:48 Uhr

Hallo!

Also die Schuluntersuchungen müssten jetzt bald los gehen, sollte ich diese Abwarten? Im April soll ich nochmal in die Schule um zu schauen ob sich sprachlich was getan hat!

Wende ich mich dann an die Stadt, wenn er im Kiga bleiben soll?

LG luna

Beitrag von sapf 08.11.10 - 13:09 Uhr

Ich denke, das Gesundheitsamt kann Dir da am ehesten weiterhelfen, schließlich sind´s ja auch die, die alles im Endeffekt beurteilen.
Ruf dort doch einfach mal an, da kann man Dir vorher einen Termin geben, wenn Du das möchtest, um einfach mal Dein Anliegen anzubringen und zu begründen. Oder sie sagen Dir, daß Du gleich bei der ersten Schuluntersuchung "anmelden" sollst.

Ein anderer Weg wäre auch, wenn Du mal beim Städt. Kindergartenbetrieb (eben dort, wo Du den Vertrag hast) anfragst, welche Möglichkeiten Du hast.


LG. sapf

Beitrag von kati543 08.11.10 - 12:04 Uhr

Einen Kigaplatzanspruch haben Kinder von 3 bis 6 Jahren. Sind alle Plätze bereits verplant, dann kann dein Kind nicht noch ein Jahr im Kiga bleiben. Insofern hat die Erzieherin recht. Je nachdem wird dann für diese Kinder eine Vorschulklasse eingerichtet. Die gibt es dieses Jahr auch erstmalig bei uns.
Wenn du also schon diese Aussage vom Kiga hast, dann brauchst du eigentlich gar nicht mehr zu hoffen, dass diese deinen Sohn weiter nehmen können.

Wieso seid ihr gegen die Sprachheilschule? Ich frage nur, weil wir in 1 Jahr auch vor die Wahl gestellt werden... Sprachheilschule oder Regelgrundschule. Und ich habe absolut keine Ahnung, welches nun besser für meinen Sohn ist/wäre.

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 12:41 Uhr

Und was soll aus dem Kind dann werden Zuhause bleiben, wenn kein Platz da ist. Ich glaube das ist nicht möglich.
Sicher sind die Plätze schon verplant ist mir auch klar aber das wäre ja ein Sonderfall, da muss man doch was tun können.

Der Papa von Erik war auf der Schule, nein er hat kein Sprachproblem, sondern von meinen Mann der Vater ist verstorben und da fing er für eine gewisse Zeit an zu stottern. Er weis also was da abgeht. Ich möchte Erik einfach Zeit geben, wieso muss er denn zur Schule, er ist da gerade 6 geworden, wieso gibt man den Kindern nicht einfach, die paar Probleme haben, noch 1 Jahr länger Zeit! Wieso muss es denn drekt Sonderschule sein, ja so wird die Schule genannt, nicht Sprachheilschule.

LG luna

Beitrag von sillysilly 08.11.10 - 16:43 Uhr

Hallo

wir in Bayern konnten früher alle zurückgestellten Kinder durchaus länger im Kindergarten behalten.
Das waren bei unseren 5 Kindergartengruppen in der Regel 1 - 3 Kinder, die Muß-Kinder gewesen wären.
Der einzige Knackpunkt war, daß die Eltern das bis Februar entscheiden mußten, weil wir das vor der Platzvergabe wissen mußten.

Jetzt weiß ich es so ( bin gerade in Elternzeit ) - das zurückgestellte Kinder wohl im Regelkindergarten nicht genug gefördert waren, und so ist es sinnlos die Kinder nochmals da zu lassen.
Tendieren dann zu speziellen Schulen.
Was ich persönlich Schmarrn finde - da es einigen Kindern einfach gut tun würde noch ein Jahr länger in der Einrichtung zu bleiben.
ABER
trotzdem gibt es noch Kinder die ein Jahr länger im Kindergarten bleiben. Da haben sich dann wohl die Eltern durch gesetzt.

Also, nicht so einfach abwimmeln lassen.
Ich habe eher das Gefühl der Kindergarten will ihn nicht länger behalten.
Dann ist die Frage Warum
Haben sie das Gefühl ihn nicht genug fördern zu können.

Ich halte übrigens sehr viel von Sprachkindergärten und Sprachheilschulen.
Da Kinder mit "auffälligen" Sprachproblemen in der Regelschule schnell zum Außenseiter werden oder durchs Raster fallen.
Hier gibt es Kinder die gerade 6 werden zur Einschulung, solche die fast 7 sind wie meine November-Tochter, und die zurückgestellten Kinder.
Dann viele Familien mit Migrationshintergrund, und Kinder mit sonstigen Defiziten. Das bei einer Klassengröße von 30 Kindern - da ist es schwer ein Kind mit besonderen Bedürfnissen im Auge behalten zu können.

Grüße Silly

Beitrag von sillysilly 08.11.10 - 16:51 Uhr

Hallo

unsere Kindergartenverträge Stadt und Kirche laufen bis zum
Schuleintritt des Kindes.

Wenn das Kind von der Schule zurück gestellt wird, und rechtzeitig im Kindergarten Bescheid gesagt wird, muß der Platz frei gehalten werden.
Außer der Kindergarten ist nicht in der Lage die Defizite in dem Jahr aufzufangen, das Kind entsprechend zu fördern.

Ich hatte mal riesig Ärger, weil wir ein Kind für nicht schulfähig gehalten haben. Es gab mehr Elterngespräche ( Migrationshintergrund ) und das Kind war weder sprachlich noch vom emotionalen her für die Schule geeignet.
Die Eltern wollten das Kind unbedingt einschulen und auf keinen Fall bei uns im Kindergarten lassen.
Auch nicht wenn es nicht in die Schule könnte - sie wollten nicht bei uns bleiben
TJA
als die Schule das Kind dann nicht genommen hatte, wegen besagter Gründe hatten wir keinen Platz mehr. Da die Eltern auf keinen Fall bei uns bleiben wollten.
Als wir dann der Rektorin von der Grundschule das telefonisch mitgeteilt haben, ist die total ausgeflippt. Meinte wir müssen das Kind nehmen und hat sich über uns beschwert, daß gab total Ärger für uns.
Weil ich nicht schriftlich beweisen konnte, daß die Eltern den Platz nicht mehr wollten.
Dabei hätte jede städt. Einrichtung sie nehmen müssen, da die sogar Kontingentplätze für zurückgestellte Kinder haben.

Seitdem lasse ich von allen Eltern unterschreiben, daß sie auf ihren Platz wirklich verzichten.

Wobei ich immer die Plätze aufgehoben habe, wenn Eltern erst die Schuluntersuchung abwarten wollten, oder wir eh auf eine Rückstellung hinaus wollten.

Grüße Silly

Grüße Silly

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 22:06 Uhr

Danke dir auch, für den ausfühlichen Beitrag! Ich werde mir das die Tage nochmal genauer durch lesen, wir müssen morgen zur OP.

Danke auch allen anderen die geantwortet haben!

LG luna

Beitrag von melanie2006 08.11.10 - 13:18 Uhr

Hallo!

Habe Dir eine PN geschrieben, wir kommen auch aus NRW und hatten keine Probleme mit der Zurückstellung.

LG
Melanie

Beitrag von schickschick 08.11.10 - 13:57 Uhr

Hallo Melanie,

wir haben das gleiche Problem und ich wuerde gerne Ben fuer 1 Jahr zurueckstellen. Koenntest Du mir evtl die Pn auch schicken??

Danke und Gruss

Yvonne

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 22:03 Uhr

Danke , melde mich die Tage mal bei dir!
Morgen wird Erik operiert.

LG Luna

Beitrag von mulle0805 08.11.10 - 15:41 Uhr

Hallo

Geh doch mit ihm zum Logopäden.Die Überweisung bekommst du vom HNO Arzt der vorher feststellen muss ob Organisch alles Ok ist.
Ihr habt ja noch genug Zeit bis er in die Schule kommt.
Meine Tochter 5J. muss auch zum Logopäden,wurde mir auch von der Schulleiterin empfohlen dies jetzt noch zu machen bevor sie in die Schule kommt.Da sie sonst ein sehr aufgwecktes Mädchen ist wäre es zu schade wenn es jetzt daran hapern würde.
Sie ersetzt das k meist durch t und das g mit d.Also jetzt nichts gravierendes.

Würde dir empfehlen jetzt eine logopädische behandlung machen zu lassen,bevor er in die Schule kommt.Ein weiteres Kiga Jahr wäre dann überflüssig und er muss nicht auf die Förderschule.

LG

Beitrag von luna3105 08.11.10 - 22:05 Uhr

Danke dir, aber er bekommt ja schon die Logopädie.

LG luna

Beitrag von melanie2006 09.11.10 - 14:02 Uhr

Hi,

niemand kann Eltern zwingen ihr Kind auf eine Förderschule zu geben! Das letzte Wort haben die Eltern #:-)

LG
Melanie