meine Tochter will zum vater ziehen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von alleinallein78 08.11.10 - 12:01 Uhr

Hallo an alle den es genauso geht wie mir,ich bin 32 jahre lebe seit februar 2010 getrennt von meinem Mann der grund der trennung war gewalt in der ehe was meine kinder auch mitbekommen haben.Mein Nochmann(38) hatte vor 2 Jahren einen schlaganfall dadurch eine halbseitenlähmung(alles nicht sehr schön und auch sehr traurig)nun aber zum eigentlichen thema:Meine Tochter hat regelmässig kontakt zu ihrem vater aller 2 wochen bleibt sie übers we bei ihm.Nach unserer trennung war sie einerseits erleichtert das ruhe ist andererseits vermisst sie uns als familie,nun will sie zu ihrem vater ziehen da er durch die krankheit berufsunfähig ist und natürlich VIEL zeit hat für sie,jeder wunsch wird ihr erfüllt und papa schimpft nie mit ihr,was auch logisch ist da sie alles darf!!Ich vertraue meinem nochmann nicht da er ein ausgekartertes Spiel spielt und die kleine manipulliert wird von ihm,mit aussagen das es schöner bei ihm ist und er eh mehr zeit wie mutti hat und und und.....ich will das es meiner tochter gut geht und darum würde ich sie ziehen lassen aber ich weiss auch das ich daran zerbreche weil ich ihn so hasse für seine hintertriebene art,nur leider kann ich meinem kind das so nicht sagen weil dann bin ich wieder die blöde.Wenn sie bei ihm war schläft sie abends nicht alleine ein,brüllt rum wird zickig und die krönung sie kackert wieder ein :-( ich weiss nicht ob es gut ist ihr den wunsch zum papa zu gehen zu erfüllen...noch was zum schluss:Trotz halbseitenlähmung und viel alkohol im blut hatte mein nochmann eine wahnsinnige kraft gegen die ich nicht ankam!Denn kindern gegenüber hat er NIE die hand erhoben und ich weiss das beide ihn lieben.Für ratschläge sämtlicher art bin ich euch dankbar...bitte gebt mir einen tip wie ich vorgehen soll....#zitter

Beitrag von kirsten007 08.11.10 - 12:48 Uhr

Hallo,

ich bin auch ein Scheidungskind und nach der Treunnung meiner Eltern bin ich erstmal bei meinem Vater geblieben, mein Bruder ist mit meiner Mutter gegangen. Mein Vater war damals selbständig und hatte eigentlich NIE Zeit für mich, hat von morgens bis abends gearbeitet.

Wenn ich die Wochenende bei meiner Mutter verbracht habe, war natürlich viel Freizeit und sie sich - natürlich - sehr um mich gekümmert. Ich habe dann irgendwann beschlossen, ebenfalls zu meiner Mutter zu ziehen, weil ich, naiv wie ich damals war, es würde nun immer so sein, was natürlich nicht der Fall war. Ich bin mit 16 wieder ausgezogen, aber das ist ein anderes Thema....

Vielleicht kannst Du Deine Tochter einfach mal in den Ferien zu dem Vater lassen, damit sie einen Eindruck bekommt, wie der Alltag bei ihm aussieht. Vielleicht sieht sie dann, dass es eben doch nicht so toll ist, IMMER dort zu sein?!

Ich wünsche Dir jedenfalls gute Nerven und viel Kraft, das ist bestimmt keine einfche Situation für Dich!

Lieben Gruß
Kirsten

Beitrag von alleinallein78 08.11.10 - 13:54 Uhr

hallo kirsten,

in den ferien war sie auch schon bei ihm,da allerdings liegen auch keine verpflichtungen an wie schule oder ähnliches..es ist schwer die richtige entscheidung zu treffen

Beitrag von jazzbassist 08.11.10 - 13:04 Uhr

Ich würde das zu einem großen Teil vom Alter des Kindes abhängig machen. Auf Ihrer Visitenkarte waren leider keine Daten hinterlegt - ihr Beitrag lässt aber vermuten, dass ihre Tochter noch ziemlich jung ist. Kindergarten/Grundschule? In diesem Falle würde ich einem Kind einfach die Wahrheit sagen: "Ich finde, dass du noch zu jung bist, eine solche Entscheidung (wo du wohnen möchtest) alleine zu treffen, und, solange ich das noch finde, werde ich diese Entscheidung für dich treffen; weil es meine Aufgabe als Mutter ist. Und momentan bin ich der Meinung, dass es am besten wäre, alles so zu belassen, wie es jetzt ist."

Bei einem älteren Kind (weiterführende Schule) würde ich - sofern es organisatorisch möglich ist - dem Kind einfach anbieten, dass man einen gemeinsamen Zeitraum bestimmt: Z.b. 2-3 Monate, wo das Kind einfach mal bei den Papa lebt, und, danach setzen sich alle Beteiligten mal an einem Tisch und überlegen dann gemeinsam, was die beste Lösung für das Kind ist. Ein Kind sollte dann eigentlich schon von alleine feststellen, dass auch beim Papa Regeln herrschen, und, es etwas anderes ist, dauerhaft irgendwo zu leben, als, nur alle 2 Wochen am Wochenende, wo es m.E. verständlich ist, dass man ein Kind dann sehr viel durchgehen lässt und verwöhnt. Man möchte dann wohl einfach die gemeinsame Zeit genießen und nicht darüber im Supermarkt streiten, ob der Schokoriegel nun wirklich noch sein muss. Man kauft ihn dann einfach. Ein Kind wird davon aber sicherlich keinen Entwicklungsschaden nehmen.

Wenn das Kind bereits 14 ist, darf es rechtlich ohnehin selbst bestimmen, wo es leben möchte. Wobei Kinder dann eigentlich auch reif genug sind, eventuelle spielchen der Eltern zu durchschauen. Voher könnte ein Kind das zwar ebenfalls gerichtlich durchsetzen, aber, dann müsste man (wahrscheinlich) per Gutachten beweisen, dass das Kind - obwohl es das gesetzliche Alter noch nicht erreicht hat - dennoch in der Lage ist, die nötige Reife zu besitzen, diese Entscheidung (was das beste für ihn ist) alleine und unvoreingenommen treffen zu können und diese Entscheidung nicht mehr davon abhängig macht, ob es beim Papa das Eis schon vor dem Mittagessen gibt, oder danach oder bis 20:30 Uhr aufbleiben darf, obwohl bei Mama schon um 20 Uhr Zapfenstreich ist.

Wobei das Ganze unter der Prämisse, dass die Kinder dort wirklich in Sicherheit sind und sich normal/ungeschadet weiterentwickeln können. Es ist auch kein so großer Weltuntergang, ein Kind nur am Wochenende bei sich zu haben. Man stellt als Elternteil dann in der Regel seinen kompletten Tagesablauf um, so, dass man alles, was man erledigen muss, entsprechend innerhalb der Woche schon erledigt, um dann halt am Wochenende einfach für sein Kind dasein zu können. Außerdem ist man dann eventuell geneigter, schneller mal ein Auge zuzudrücken, was sicherlich auch dazu beiträgt, dass die Zeit dann einfach harmonischer verlaufen wird. Zumal - wenn ein Kind dann älter ist - es sicherlich auch Handy und Internet zur Verfügung hat und dies auch interessante Möglichkeiten des Kontaktes bietet und somit trotzdem immer für sein Kind dasein kann.

PS: Mit "bei mir ist es doch viel schöner, und, ich habe auch viel mehr Zeit zum spielen" locken m.E. auch Großerltern ihre Enkelkinder. Dass alleine würde ich nun noch nicht manipulieren nennen; wobei ich natürlich schlecht beurteilen kann, wie das bei Ihnen wirklich abläuft.

Beitrag von lisasimpson 08.11.10 - 13:21 Uhr

"bitte gebt mir einen tip wie ich vorgehen soll."

mein tipo wäre zu dritt eine mediation/ beratung in Anspruch zu nehmen, wo jeder seine wünsche, hoffnungen, Ängste, vorstellungen einbringen kann und dann gemeinsam eine lösung gefunden werden könnte.

Sicher wäre es angebracht in diesem rahmen einige stunden ohne Kind und einige mit Kind zusammen zu organisieren, so daß alle themen dabei auf den tisch kommen können.

lisasimpson

Beitrag von alleinallein78 08.11.10 - 13:50 Uhr

der tip ist gut,nur leider sind zwischen meinem nochmann und mir die fronten so verhärtet das absolut kein miteinander reden möglich ist,wir sind nur per sms in kontakt seit februar 2010.....er will nix mit mir zu tun haben,obwohl er die fehler gemacht hat in der ehe

Beitrag von lisasimpson 08.11.10 - 14:07 Uhr

daher ist auch ein neutraler ort und ein neutraler dritter wichtig für so ein gespräch

lisasimpson

Beitrag von bambolina 08.11.10 - 14:41 Uhr

Wie alt ist denn deine Tochter?
Ich würde meine Entscheidung u.a. auch vom Alter abhängig machen...

Meine Freundin hatte das gleiche Problem, allerdings war ihr Sohn damals schon 14 oder 15.
Nach ewigem Generve hat sie ihn gehen lassen (obwohl sie litt).
Er hat schnell gemerkt, dass es beim Urlaubs-Papa, plötzlich auch Regeln gab. Dass die rosarote Urlaubswelt doch nicht soo toll war und dass es bei Muttern doch nicht so schlecht war.
Ne Weile wollte er das auch nicht zugeben, dass es eine Fehlentscheidung war, dann wollte er wieder zurück. Inzwischen lebt er wieder bei seiner Mutter. Das Gespräch "ich will zum Vater" war somit endgültig vom Tisch.

lg bambolina

Beitrag von alleinallein78 08.11.10 - 18:13 Uhr

Meine Tochter ist erst 7 Jahre und sie hat sich vor 2 stunden gegen mich und für ihren vater entschieden ich heule mir die augen aus dem kopf und bin am ende...ich hoffe das sie zurück findet und ihrem vater den rücken kehrt...:-(

Beitrag von susa31 08.11.10 - 20:00 Uhr

allein die erwartung, dass sie sich gegen ihren vater entscheiden möge, finde ich sehr schwierig. dein mann mag als partner ein kompletter versager gewesen sein; als vater scheint er seine sache ja gut zu machen. das willst du ihr nehmen? wenn du sie vor so eine krasse wahl stellst, bist du in meinen augen diejenige, die ihr schadet.

Beitrag von alleinallein78 09.11.10 - 12:57 Uhr

er ist auch als vater nicht in der lage sich um die kleine allein zu kümmern durch seine lähmung in der rechten körperhälfte kann er ihr nicht mal schnitten für die schule machen dafür hat er MEINE mutter und sie macht all das was er eigentlich für die kleine tun sollte....er ist nicht selbstständig und IMMER auf hilfe anderer angewiesen....Er trink alkohol und das täglich bis zu 5-7 flaschen bier!!Und ich glaube das das dem kind eher schadet.Habe jetzt einen anwalt aufgesucht der mir helfen wird mein kind zurückzubekommen

Beitrag von bambolina 10.11.10 - 18:41 Uhr

Zugegeben, ich war noch nie in der Situation, aber ich glaube nicht, dass ich meiner "erst" 7-jährigen die Entscheidung überlassen würde.

Ohne den Papa schlecht zu machen (das kommt nie gut an) würde ich meiner Tochter erklären, dass es auch bei Papa Regeln und Pflichten gibt. Dort nicht alles rosarot ist...

Und - sie hat sich nicht "gegen dich" entschieden. Sie kann mit 7 Jahren ja gar nicht beurteilen, was du für sie tust, wie der Papa ist...

Läßt du sie gehen?

lg bambolina

Beitrag von alleinallein78 10.11.10 - 21:23 Uhr

hallo,also ich habe sie erst mal gehen lassen,aber sie ist wieder da:-)und ich werde sie kein 2tes mal lassen da ich gemerkt habe das sie nur aus mitleid zu ihm ist...

Beitrag von bambolina 11.11.10 - 19:01 Uhr

na Ende gut, alles gut :-)
Vielleicht hat ihr der Vater auch Mitleid eingeredet.
Was sagt sie dazu?
lg bambolina

Beitrag von alleinallein78 12.11.10 - 11:18 Uhr

Hallo,ja ich habe sie gefragt und sie hat mir bestättigt das ihr vater immer jammert das er sooo alleine ist und niemanden hat,keiner ihn besucht usw.....!!Das konnte ich mir aber schon denken den sie ist eine sehr einfühlsame kleine person meine kleine

Beitrag von manavgat 08.11.10 - 19:39 Uhr

Du solltest Dich dringend von einer Anwältin beraten lassen und sofort hier die Notbremse ziehen.

Wer weiß, was da für eine Psychokacke abgeht. Wenn das Kind einkotet nach dem Besuch, dann brauchst Du außerdem eine gute Kinderpsychologin.

Menschen, die andere mißhandeln, machen auch vor einem Kind in einer Drucksituation nicht halt. Das solltest Du als Gewaltopfer wissen. Vermutlich hast Du ihn nicht mal angezeigt...

Gruß

Manavgat

Beitrag von valentina.wien 09.11.10 - 07:51 Uhr

Absolut deiner Meinung!

Beim Lesen ist mir ganz kalt geworden... alleine die Überlegung die Tochter wirklich zum Vater ziehen zu lassen!
Über das Einkoten bin ich auch gestolpert und würde der Mütter den Rat geben das sofort (!) abklären zu lassen.

Mich würde interessieren wie alt das Kind ist....

Beitrag von manavgat 09.11.10 - 08:40 Uhr

Ich finde es schwierig, nach ein paar Zeilen etwas zu beurteilen. Aber ich dachte spontan an Mißbrauch.

Gruß

Manavgat

Beitrag von valentina.wien 09.11.10 - 12:32 Uhr

Ja. Ich auch.

Beitrag von alleinallein78 09.11.10 - 20:06 Uhr

MISSBRAUCH???Um gottes Willen so weit habe ich nicht gedacht...und ich hoffe nicht das ihr sowas passiert ist bei ihm.Sie war heute bei mir zu hause und nach längeren nachbohren habe ich sie gefragt was sie zum vater zieht,darauf meinte sie: Papa tut mir leid weil er immer alleine zu Hause ist.ZU Deutsch ist sie aus mitleid zu ihrem vater,und da war mir klar das er vermutlich ihr die ohren vollheult wie schlecht es ihm geht und das er so krank ist immer alleine und keiner da ist für ihn.Am ende kam dann heute von ihr der satz:Mama darf ich doch lieber zu hause bei dir bleiben??Ich bin so froh,sie liegt im bett und schläft tief und fest:-D#huepf

Beitrag von alleinallein78 09.11.10 - 19:58 Uhr

hallo erstmal,meine kleine wird nächste woche 7 jahre......ich war wegen dem einkoten schon beim kinderarzt begebe mich nun nächste woche mit ihr zum kinderphychologen und dann werde ich den umgang mit ihrem vater versuchen stark zu mindern

Beitrag von manavgat 09.11.10 - 21:03 Uhr

Mißbrauch, auch wenn es (am Anfang?) kein sexueller Mißbrauch ist, bedeutet, dass ein Kind manipuliert wird. Das geht bis zu: wenn du nicht zu Papa ziehst (jemandem unser Geheimnis erzählst), bringt Papa sich um (oder die Mama) usw.

du brauchst dringend eine gute Kinderpsychologin um herauszufinden, ob und wie er sie manipuliert oder gar unter Druck setzt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von alleinallein78 09.11.10 - 12:53 Uhr

hallo erstmal,also angezeigt habe ich ihn und es laufen alle anzeigen gegen ihn.Heute werde ich mir eine anwältin auch nehmen da ich es auch nicht verstehen kann das mein kind sich so manipulieren lässt...ich danke dir für deine antwort...

Beitrag von starshine 09.11.10 - 14:20 Uhr

Wenn alle Anzeigen gegen ihn laufen, dann wuerde ich gleich auch ueber betreuten Umgang nachdenken. Das ein Kind nach den Vater-Besuchen einkotet ist hoechst alarmierend!

Dass Deine Mutter das alles noch unterstuetzen wuerde finde ich hart. Hat sie nicht begriffen was er Dir angetan hat?

Pass gut auf Deine Tochter auf! Und auch auf Dich!

Ich wuensche Dir alle Kraft der Welt!

Beitrag von alleinallein78 09.11.10 - 20:09 Uhr

Meine eltern haben mich nach der trennung von meinem mann aus ihrem leben gestrichen und ich habe zu keinem meiner Familie mehr kontakt.Sumosumarum:ER HAT DIE FEHLER GEMACHT und ich bin das letzte,er nutzt (sorry für den ausdruck) seinen krüppelbonus in vollen zügen aus....

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