Augenprophylaxe, ja oder nein?

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von sabriina 08.11.10 - 15:03 Uhr

Huhu

Sagt mal habt oder macht ihr diese Augenprophylaxe für euer Baby also

Augentropfen oder alternativ antibiotische Salbe (soll wohl nicht brennen?!)

oder

Silbernitrataugentropfen ?


Habe nämlich heute von meinem Arzt so einen Zettel bekommen...
Da stand auch drauf das diese Augentropfen sehr brennen....
das möchte ich meinem Kind ja nicht so gerne antun ?!

Wie hat ihr euch entschieden und warum?

Vor- und Nachteile???

Liebe Grüße


Beitrag von carana 08.11.10 - 15:11 Uhr

Hi,
ich hab mich dagegen entschieden. Das ist nur nötig, wenn die Mutter eine bestimmte Krankheit hat, was war es noch gleich? Puh, musst du mal googlen oder vielleicht weiß es hier jemand. Da ich diese aber ausschließen konnte, waren auch die Augentropfen/-salbe unnötig.
Lg, carana

Beitrag von haliundolna 08.11.10 - 15:17 Uhr

meine hebi hat gesagt, dass das nicht mehr gemacht wird. bei meiner letzten ss vor 13 jahren mußte ich noch drauf hinweisen, dass ich das nicht will!!

Beitrag von terryboot 08.11.10 - 15:25 Uhr

ich habs auch nicht gemacht. ist aber glaube ich nur interessant bei einer natürlichen geburt und nicht bei einem KS.
meine FA hat mir auch davon abgeraten, wäre nur interessant wenn die frau öfters wechselnden gv hat und wer hat das schon #kratz

Beitrag von wuestenblume86 08.11.10 - 16:11 Uhr

Diese Augentropfen sollten die Babys nur bekommen, wenn die Mutter spontan entbindet und einen genitalen Virusinfekt hat, der ansteckend ist.
Und selbst dann hilft heutzutage ein prophylaktisches Antibiotikum eigentlich auch besser und weniger schmerzhaft als diese Augentropfen.

Beitrag von nsd 08.11.10 - 16:45 Uhr

Hi!
Das habe ich dir im Schwangerschafts-Forum geschrieben:

Hi!
Zu den Streptokokken kann ich jetzt nichts sagen, aber zu den gonokokken.

Bei der Hebammensprechstunde im KH wurde dazu gesagt.

Wenn Frauen regelmäßig zur Vorsorge gehen, dann wäre meist bekannt ob sie Gonokokken hat. Die Krankheit wäre heutzutage in unseren Breiten sehr selten und war mehr im letzten Jahrhundert häufiger. Die Krankheit käme meist bei häufig wechselnden Geschlechtspartnern vor.

Dieser Abstrich steht in Beziehung zu der Silber-Nitrat-Lösung, die man dem Baby nach der vaginalen Geburt dem Kind in die Augen tropft. Dieses Silber-Nitrat war bis 1992 pflicht in Deutschland. Mittlerweile gibts es Bundesländer die geben diese Lösung nur auf ausdrücklichen Wunsch und ohne vorherige Aufklärung. Andere Bundesländer müssen zumindest vorher aufklären und die Eltern expliziet bestätigen oder ablehnen lassen. Eine Nebenwirkung der Silber-Nitrat-Lösung ist, neben der Tatsache, dass sie ziemlich brennen soll in den Augen, dass es eine Bindehautentzündung entstehen kann.

Möglichkeiten:
- Man gibt die Lösung nicht --> Wenn die Mutter keinen Gonokokken hat, dann ist alles in Ordnung, wenn nicht, dann erkennt man die Krankheit in den ersten Lebenstagen (und die Anzeichen sind nicht zu übersehen) und wird mit Antibiotika behandelt

- Man gibt die Lösung --> Es brennt dem Kind in den Augen und es kommt zu keinen Nebenwirkungen (wenn du Gonokokken hast, dann gibt es keine Erkrankungen, wenn du keinen Gonokokken hast, dann hat das Kind nur Schmerzen)

- Man gibt die Lösung --> Es brennt und dein Kind kann auch eine Bindehautentzündung bekommen, die mit Antibiotika behandelt wird (genau wie wenn du die Lösung nicht geben lässt und du hättest Gonokokken)

In der Hinsicht würde ich den Abstrich machen lassen, um ganz sicher zu sein. Mir wurde er bis jetzt nicht angeboten (habe erst seit ca. 1 Woche die Info darüber). Wir haben uns trotzdem gegen Silber-Nitrat entschiede, da die Krankheit selten ist, ich regelmäßig zur Vorsorge gehe, ich keine wechselnde Partner habe und falls was wäre sowieso mit Antibiotika behandelt. Warum dem Kind unnötig Schmerzen leiden lassen, wenige Minuten nach der Geburt, wenn die Wahrscheinlichkeit für die Krankheit so gering ist. Sie meinten auch, dass wenn man die Krankheit gleich behandelt auch eine Erblindung unwahrscheinlich wäre). Wir arbeiten in einer Chemie-Firma. Auf der Flasche von Silber-Nitrat steht: Schutzbrille und Handschuhe anziehen, die Chemikalie ist brandfördernd, ätzend und umweltschädlich und sowas gebe ich niemanden ins Auge, auch nicht verdünnt, wenn es nicht unbedingt nötig ist.

Ich würde die 20€ ausgeben für die Gewissheit.

Beitrag von sabriina 08.11.10 - 16:49 Uhr

Danke nochmal für deine ausführliche Antwort !

Hab ich eben schon gesehen :-)