Brustentzündung....

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sasula 08.11.10 - 16:17 Uhr

Hallo an alle,

das ganze fing schon letzte Woche an, in der rechten Brust hatte ich aufeinmal schmerzen und ich fühlte mich total schlapp und fiebrig. Das war nach zwei Tagen vorbei. Seit vorgestern hab ich das ganze in der linken Brust und seit heute hab ich auch Fieber :-( Mir gehts nicht so gut.

War dann heute morgen beim Frauenarzt und der bestätigte mir die Brustentzündung. Ich muss jetzt 6 Tage Antibiotika nehmen. Gleichzeitig hat sie mir nahe gelegt, doch langsam abzustillen :-( Ich wollte doch noch so gern weiterstillen. Werd mal bis nächste Woche warten, da hab ich nochmal nen Kontrolltermin wg. der Brust.

Gibt es noch was, was bei der Brustentzündung hilft? tut ja schon weh...

Suse

Beitrag von steffi0413 08.11.10 - 17:06 Uhr

Hallo Suse,

was noch helfen kann:

1. vor dem Anlegen die Brust heiß duschen oder heisse Waschlappen drauflegen. Das stimuliert den Milchspendereflex und den Milchfluss
2. das Baby sehr oft anlegen wobei Unterkiefer des Kindes zeigt in Richtung des Staus. In der Nacht auch keine langen Stillpausen halten!
3. nach dem Anlegen für ca. 15-20 Minuten kühlen (mit kalten Waschlappen oder mit gefrorene Kohlblättern)
4. unter heisser Dusche mit der Hand ausstreichen

Hattest Du früher auch öfters Milchstau? Siehst Du keine weisse Punkte oder Bläschen an der BW? Sind deine BW nicht wund?
Kann vorkommen, dass Du irgendwie deine Brust verletzst (beim Windelwechsel oder beim Tragen des Babys)? Ist deine BH nicht zu eng? Verwendest Du Tragetuch? Schläfst Du auf deinem Bauch?
Hat dein Kleiner beim Stillen genug grosses Stück vom Brustwarzenhof (mind. 2,5-3 cm) im Mund? Spürst Du Milchspendereflex beim Stillen?
Habt ihr vielleicht jetzt mit Beikost angefangen und wurden dadurch die Stillpausen länger?
Stillst Du immer in der gleichen Position?

LG
Steffi

Beitrag von sasula 08.11.10 - 20:25 Uhr

Hi,

danke dir für deine antwort!

Ich werd mal deine ganzen Fragen beantworten!!

Ich hatte noch nie einen Milchstau, weiß also gar nicht, woher ich die Entzündung habe. Meine Brustwarzen sehen auch ganz normal aus, habe keine Bläschen oder so und sie sind auch nicht wund.

Ich benutze ein Tragetuch und ich schlaf auch ab und zu auf dem Bauch. Den Milchspenderreflex spüre ich sehr deutlich, da es dann in meiner Brust total ziept.

Beikost geben wir schon länger, dadurch es aber nicht richtig klappen wollte, haben wir auch wieder öfters gestillt.

Tagsüber stille ich immer im sitzen und in der Nacht stille ich im liegen.

Danke dir für die Tipps, die werde ich ausprobieren und hoffen, dass das ganze bald vorbei ist.

Suse

Beitrag von steffi0413 09.11.10 - 22:39 Uhr

Hallo Suse,

sorry, dass ich erst jetzt antworte. Ich hoffe, dass dir schon besser geht.

Was Du schreibst: ist alles 100% normal.

Habe ich gut verstanden? Hast Du jetzt auch keinen Milchstau? Keine harten Stellen in der Brust? Keine spannende Brüste?

Die Brustentzundung entsteht dadurch, dass Bakterien in die Brust gelangen. Wunde Brustwarzen und ein Milchstau können die Entstehung einer Brustentzündung fördern. Es kann aber ohne diese auch entstehen, wenn die Bakterien durch die Milchporen in die Brust gelangen.

Hatte vielleicht jemand in der Familie Bakterieninfektion?

Ein Milchstau und/oder Brustentzündung ist aber keinesfalls Grund für Abstillen. Also wenn ihr beide Lust habt, kannst (und kurzfristig solltest Du auch) Du ganz ruhig weiterstillen.

Wenn das wieder vorkommt, wäre vielleicht schon empfehlenswert weiter nach evt. Ursachen zu suchen, am besten mit der Hilfe einer erfahrenen, ausgebildeten Stillberaterin. Die Ärzte wählen leider oft die einfachste Lösung. :-(

LG
Steffi





Beitrag von lilly7686 08.11.10 - 17:17 Uhr

Ich kann mich Steffi nur anschließen.
Möchte aber hinzufügen: eine Brustentzündung ist NIE ein Grund, abzustillen, wenn du nicht willst!

Ärzte raten immer wieder gern zum Abstillen, sobald ein winziges Problemchen auftaucht. Aber das ist Schwachsinn.
Wenn du das möchtest kannst du natürlich weiter Stillen!

Vielleicht magst du mal eine Stillberaterin kontaktieren?
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, verlangen also kein Geld für die Hilfe.

Gute Besserung!

Beitrag von sasula 08.11.10 - 20:26 Uhr

Hi,

danke dir für die antwort!!

LG Suse

Beitrag von linagilmore80 08.11.10 - 18:45 Uhr

Hallo Suse,
lass dich mal #liebdrueck; ich weiß genau, was für Schmerzen Du gerade hast: Ich hatte vor einem Monat auch eine Brustentzündung und lag deswegen sogar im Krankenhaus. Dort ist mir angeraten worden weiter zu stillen.
Du kannst zusätzlich zum Antibiotika Quarkkompressen machen: Einfach den Quark dick auf die Brust streichen (Brustwarze und Warzenhof auslassen) und dann ein Moltontuch drüber. Das regelmäßig wiederholen.

Wenn die kranke Brust zu empfindlich ist für's Stillen, dann pumpe an der Seite ab und gib die Milch über den Löffel.
Die Kinder gewöhnen sich zu leicht an die Flasche, das ist mir vergangenen Monat passiert, daher rate ich eher von der Flasche ab, wenn Du weiter stillen möchtest.

Ich pumpe derzeit die Milch ab und gebe sie meinem Kleinen über die Flasche: Mir ist es egal, wie mein Kleiner die Muttermilch bekommt und die Nähe bekommt es bei mir über's getragen werden.

LG,
Lina

Beitrag von sasula 08.11.10 - 20:27 Uhr

Hi,

danke für die antwort.

Den Tipp mit dem Quark werd ich mal probieren. Momentan hab ich Amy sehr oft an der Brust angelegt, denn das tat mir gut. Weil nach dem stillen hat die Brust nicht mehr so weh getan.

Suse