Soll ich versuchen zu helfen? Oder mich raushalten?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieber schwarz 08.11.10 - 17:32 Uhr

Es geht um meine Freundin, die hat letztes Jahr, kurz vor ihrem 38. Geburtstag noch so einen Ladenhüter angeschleppt (ein Kotzbrocken vor dem Herrn, Ladenhüter sondersgleichen, ist 1x geschieden). Sie wollte unbedingt und dringend Kinder, hat im 37. Lebensjahr auch mehrfach versucht, im Ausland durch eine Samenspende schwanger zu werden.

Sechs Wochen später ist sie bei ihm eingezogen, zwei Monate später hatte sie ihn soweit, dass er "sich vorstellen konnte" ein Baby zu bekommen. Sie hat dann zwei Monate probiert, schwanger zu werden, ging dann zum Frauenarzt und hat behauptet, sie würden es seit 18 Monaten probieren. Zyklusblätter hat sie schon geführt, bevor sie den Ladenhüter hatte. Der FA hat dann - unter diesen Tatsachen - eine Hormontherapie begonnen und sie wurde sofort ss - mit Zwillingen.

Uns standen die Haare zu Berge, wenn nämlich der Ladenhüter mit bei uns war, war er permanent von unseren vier Kindern genervt "zu anstrengend", "zu laut". Sie hat sich alles so schön geredet "wenn es dann seine eigenen sind", etc. Sie selbst hat von Haushalt etc null Ahnung, hatte halt immer eine Putzfrau, kann auch nicht kochen, da sie eine Betriebskantine hatten.

Sie hat sich dann ab Woche 18 krankschreiben lassen, aber nicht wirklich etwas vorbereitet (es ging ihr wirklich gut!) - also nichts vorgekocht, kein Bett aufgebaut. Vor drei Wochen kamen die Zwillinge dann (spontan entbunden). Er ging sofort nach der Geburt heim (ca. 21 Uhr), weil er "nach dem Gekreische keinen Bock mehr hatte und Ruhe brauchte". Auch am 1. Tag war er kaum im KH, angeblich, weil er noch die Babybetten zusammenschrauben musste und zwei Kindersitze kaufen. Eingekauft hat er auch nicht - Urlaub konnte er nicht nehmen oder wollte auch nicht (sie waren im 5. Monat nochmal weg). Nach der ersten Nacht daheim war er so angenervt "bei dem Gebrüll kann keiner schlafen", dass er erst mal ein paar Nächte bei einem Freund geschlafen hat.

Auf jeden Fall ruft meine Freundin nun ununterbrochen an und heult. Am ersten Tag daheim konnte sie nicht mal was essen, da er den Kühlschrank leergefressen hatte und sie sich mit den beiden nicht vor die Tür traute. Sie hat sich das so rosarot ausgemalt mit den Kindern und der Alltag ist halt knochenhart und anstrenged. Ich kenne mich ja aus mit Kindern und auch andere Freunde haben sie gewarnt, aber sie hat das alles in den Wind geschlagen.

Nun will sie wissen, ob ich am WE kommen und helfen kann "dass sie mal schlafen kann, etwas putzen und vielleicht etwas vorkochen". Wenn ich irgendeine Anstrengung von ihr gesehen hätte (wie gesagt, sie war 20 Wochen lang daheim und kümmerte sich um nichts) würde ich das auch machen. Nun denke ich aber "Hallo? Ich habe vier Kinder und einen Vollzeitjob. Meine Zeit ist auch kostbar". Andererseits tut sie mir voll Leid. Der Ladenhüter kümmert sich um nichts "du wolltest die Kinder - da sind sie".

Sie wohnt nun übrigens 100 km weg. Bin ich eine miese Freundin? Was würdet ihr machen? Ich habe einfach nicht die zeitliche Ressource, ihr da wirklich viel zu helfen.

LG

Beitrag von silk.stockings 08.11.10 - 17:53 Uhr

>>Sie wohnt nun übrigens 100 km weg. Bin ich eine miese Freundin? Was würdet ihr machen? Ich habe einfach nicht die zeitliche Ressource, ihr da wirklich viel zu helfen. <<

Kann ich verstehen, würde ich auch nicht machen. Vor allem würde ich dich nicht als Freundin haben wollen.

Beitrag von susa3 08.11.10 - 19:46 Uhr

Ich auch nicht!

Beitrag von anyca 08.11.10 - 18:52 Uhr

Nun ja, kannst Du denn ein Wochenende weg oder nicht? Ich denke, jede "neue" Mama mit Zwillingen kann Unterstützung brauchen und hat welche verdient. Ausgleichen, was in der Beziehung schief läuft, kannst Du an einem Wochenende eh nicht.

Also, wenn es für Dich machbar ist, "schenk" ihr ein Wochenende. Vielleicht ist sie ja jetzt offener für gute Ratschläge ...

Beitrag von babybaer4 08.11.10 - 19:05 Uhr

Hallo,

darf ich mal Fragen warum du sie noch Freundin nennst?
So wie du über sie schreibst ist sie eine faule,egoistische,hinterhältige und dumme Frau die von nichts Ahnung hat!!!!
Also ich denke das die Frau dringend Hilfe braucht.
Vielleicht hatte sie eine Kurzschluss Panik.Mit 38j tickt ja wohl schon sehr laut die bioloische Uhr.
Vielleicht ist der Mann ja gar nicht so schlimm wie du ihn findest.
Oder sie hatte die Hoffnung wenn die Babys da sind das der Mann Vatergefühle bekommt und sie einfach nur süß findet?
Kinderbetten bauen viele erst auf wenn das Baby da ist,vorher aufbauen soll angeblich Unglück bringen.
Das man Vorkochen muss ,wenn man ein Baby bekommt kenne ich persönlich nicht.
Und ich war sehr dankbar als ich Hilfe von Familie und echten Freunden bekommen habe ,wenn ich nachts keine 3 Stunden schlafen durfte,weil mein Sohn mich nicht schlafen ließ.
Und wer Zwillinge hat ist wahrscheinlich doppelt so froh;-)
Sorry würden meine Freunde so über mich denken und hetzten würde ich sie auf den Mond schießen

Beitrag von lieber schwarz 08.11.10 - 23:27 Uhr

Wo schreibe ich denn, dass sie hinterhältig udn dumm ist? Sie ist in Haushaltsachen sehr unstrukturiert, aber eine sehr liebenswerte Person, die sich völlig in den Kinderwunsch verrannt hat. Mit Haushalt und Kindern kennt sie sich überhaupt nicht aus.

Ich hetze nicht, ich habe nur versucht, die Situation zu schildern. Ehrlich gesagt, wäre ich froh, ich hätte diese Freundschaft beendet, dann würde ich nun nicht vor dem Dilemma stehen.
LG

Beitrag von gh1954 09.11.10 - 00:21 Uhr

Was hindert dich, die "Freundschaft" JETZT zu beenden.

Wo kommen wir denn hin, wenn eine Freundschaft persönlichen Einsatz erforderlich macht? Das geht ja gar nicht. #augen

Beitrag von lieber schwarz 09.11.10 - 00:28 Uhr

Ich habe in dieser Freundschaft sehr viel persönlichen Einsatz gezeigt, ich habe mir echt klaglos Abend für Abend angehört, wie sehr sie unter Druck steht, wegen dem Kinderwunsch, etc. Bereits da war die Freundschaft in eine massive Schieflage gerutscht - jede Freundschaft hat gelegentlich eine Schieflage, aber wenn das über Monate/ Jahre geht, dann ist es sehr zermürbend.

Ich mag sie immer noch sehr, sehr gerne und mein Herz sagt auch, ich muss fahren und ihr helfen.

Mein Verstand sagt nein. Ich habe wieder die absolute Stresswoche (vorher bin ich um 23:15 endlich von der Arbeit heimgekommen, morgen geht es um 7:00 weiter). Die wenige Freizeit, die ich am WE habe, möchte ich lieber mit meinen Kindern verbringen.

Trotzdem fühle ich mich total mies, wenn ich nicht fahre.
LG

Beitrag von babybaer4 09.11.10 - 18:52 Uhr

Hallo,

aha dein jetztiger Thread hört sich schon netter an.Da war dann auch mal was nettes über deine Freundin kommt.
Naja auf dumm bin ich gekommen weil sie einen, ich weiß nicht mehr wie du ihren Partner nennst,genommen hat.Das sie nicht vorgekocht hat ,weil sie keinerlei Ahnung hat....
Hinterhältig ,weil sie den Arzt anlügt und nach soviel faulheit fragt ob du ihr helfen kannst.
Man wird nicht als Mutter geboren man wächst in diese Rolle rein !!!
Und ich denke fast jede Mutter und Vater gehen völlig naiv an die Sache um dann in manchen Situationen festzustellen das sie es sich einfacher vorgestellt haben .
Ich habe einen großen Respekt vor Eltern die Zwillinge ,Drillinge....großziehen.
Warum willst du Vorkochen,die Wohnung putzen ?Ich denke das einzigste was deine Freundin braucht ist ein paar Stunden schlaf und ein Ohr das ihr zuhört und ein paar Tips für sie hat.

Lg Sabine

Beitrag von king.with.deckchair 10.11.10 - 21:36 Uhr

#pro

Beitrag von misscatwalk 08.11.10 - 20:01 Uhr

mhm ja eigentlich kann ich dich gut verstehen aber versuche mal dich zurück an dein ( vermutlich nur eins ) erstes Kind damals zurück zuerinnern an diese Umstellung plötzlich Mama zu sein , das am Anfang alles noch drunter und drüber geht , das Baby noch nicht gut schläft oder Blähungen hat etc. etc.
oder auch die Umstellung von einem auf zwei Kinder bzw. die Umstellung am Anfang als die Geschwisterkinder kamen . Und dann das ganze eben mal zwei und ohne Unterstützung des Ladenhüters .
Sicherlich war deine Freundin sehr naiv und hat nur ihren Kinderwunsch gesehen und das ganze drumherum unterschäzt bzw. nicht mitberücksichtigt und sicherlich auch gehofft das der Ladenhüter wenn die Babys dann erstmal da sind feuer und flamme für seine Kinder ist und sich so gut es geht einbringt . Aber auch er scheint ja bislang noch überhaupt keine Erfahrung mit Kindern zu haben auch wenn eigentlich er als Papa auf jeden Fall deine / seine Freundin unterstützen sollte hat er in machen Punkten sicherlich genauso naiv gedacht wie sie z. B. jetzt sind die Kinder ja da , und sie ist wieder zu Hause dann kann sie ja auch einkaufen gehen etc. etc. .
Es ist schon richtig das deine Freundin sich quasi die Suppe eingeschenkt hat und nun auslöffeln muß , sie wird auch ganz bestimmt in ihre Aufgabe hereinwachsen aber ich glaub wenns meine Freundin wäre dann würde ich ihr gerade jetzt am Anfang ein wenig Starthilfe geben . Wo sie sich wahrscheinlich einen mit abbricht ist es für dich mit der Erfahrung von 4 Kindern wahrscheinlich ein leichtes ihr ein paar Tips und Tricks zu zeigen und vielleicht einen Haushaltsplan mit ihr zusammen zu erstellen .
Kommt ja letztendlich in erster Linie auch den Kindern zu Gute nützt ja auch nichts wenn ihre Mama bald vor lauter Verzweiflung und Erschöpfung nicht mehr kann .

Beitrag von manavgat 08.11.10 - 21:37 Uhr

Warum bist Du mit ihr befreundet, wenn Du sie so furchtbar findest? Deine ganze Wortwahl ist unmöglich.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lieber schwarz 08.11.10 - 23:23 Uhr

Darf ich mal fragen, was an meiner Wortwahl "unmöglich" ist, oder warum so auf mir herumgehackt wird?

Ich war viele Jahr gut mit meiner Freundin befreundet, wurde aber bei der gesamten Partnerwahl und Schwangerschaftsgeschichte wirklich bis weit über meine Grenzen strapaziert. Ihr gesamter Kosmos kreiste nur um das Schwangerwerden und sie konnte abends um 23 Uhr noch anrufen, um den bevorstehenden Eisprung zu diskutieren und wurde sauer, wenn man nach einen 12 Stunden Arbeitstag sagte "Sorry, jetzt nicht mehr".
Das habe ich ihr auch so gesagt. Ich habe viele nette und tolle Momente mit ihr erlebt - vor dem Ladenhüter und vor dem extremen Kinderwunsch, als sie noch eine planlose aber sehr liebenswerte Chaotin war. Ich mag sie auch sehr.

Der Mann ist wirklich ganz arg schlimm und egoistisch (oder fändet ihr es normal, wenn ihr mit euerem Neugeborenen heimkommt und er zieht erst mal zwei Stunden später zu einem Kumpel, dass er schlafen kann und lässt euch mit leerem Kühlschrank heulend zurück? - das ist nur ein Beispiel).

Das Problem ist, dass keiner der beiden strukturiert ist. Er will die Kinder nicht wirklich. Sie wollte sie, hat sich das aber völlig anders vorgestellt. Ich würde ihr sehr gerne "Starthilfe" geben, wenn damit geholfen wäre. Es wäre aber ein Tropfen auf einen heißen Stein, v.a. denke ich aber, dass es an ihm (der ja der Vater ist), liegt, hier Verantwortung zu lernen bzw. zu zeigen.

Ich bin so hin und hergerissen. Einen Tag könnte ich am WE opfern, aber es wäre ein echtes Opfer und meine eigenen Kinder müssten dabei zurückstecken. Mein Problem ist nur - komme ich nun und helfe, ist er wieder aus der Verantwortung entlassen. Wisst ihr, was ich meine? Mich regt auf, dass er den Arsch nicht hochbekommt. Zwillinge sind am Anfang ein Horror, aber er ist der Vater und nicht bereit, was zu tun.

Auch ärgert es mich, dass keiner der beiden die notwendigen Vorkehrungen für ein Zwillingspaar getroffen hat, obwohl beide wirklich mehr als genug Zeit hatten, jetzt werde ich ständig angerufen (wie viele andere Freunde auch, ob wir nicht das erledigen können, was die beiden nicht auf die Reihe bekommen haben (z.B. sie wussten, dass sie Zwillinge bekommt und es anstrengend wird, haben aber den Jahresurlaub für letzte gemeinsame Ferien zu zweit aufgebraucht) - das würde mich nichts angehen, wenn ich nun nicht permanent gefragt werde, ob ich helfen kann, weil sie es alleine nicht schafft.

Wenn ihr mich deshalb unsympathisch findet - bitte. Es ist eine freie Welt. Es wäre schön, wenn mir noch jemand schreiben könnte, ob er fahren würde oder nicht, ich bin noch sehr unentschlossen. Das Problem ist - fahre ich am Samstag hin, ist sie ab Sonntagmorgen wieder alleine und die Probleme sind die gleichen, da es ja ein strukturelles Problem ist (sie kann sich nicht organisieren und er hat keine Lust auf die Kinder).
Lg

Beitrag von jankar 09.11.10 - 00:22 Uhr

Also ganz ehrlich, du möchtest doch nur von uns hier hören dass du nicht fahren sollst um dein Gewissen zuerleichtern! Du beantwortest deine Frage doch schon andauernd selber in dem du lauter Kontras aufzählst also eh gegen das Hinfahren bist! Die Antwort ist einfach...ist sie wirklich deine Freundin dann fährst du "selbstverständlich" hin und unterstützt sie so gut es dein Zeitplan zulässt.....nebenbei ist es dann aber auch deine Pflicht als Freundin ihr die Meinung ins Gesicht zusagen und zu mindest zu versuchen ihr die Augen zu öffnen!
Wenn deine Einstellung zu ihr eh so negativ ist wie du sie hier schilderst und du eh am liebsten schon lange den Kontakt abgebrochen hättest...dann dann sch....auf sie und du bist sie los....wo ist das Problem?
Hoffe deine Frage ist nun beantwortet worden.
LG Karina

Beitrag von lieber schwarz 09.11.10 - 00:35 Uhr

Danke! Würdest du auch fahren, wenn er sich so verhält, d.h. sich völlig aus der Verantwortung zieht?

Ich glaube, ich werde fahren, allerdings ärgert mich echt, dass er sofort die Segel streicht "deine Kinder, komm klar" was sich ja, wenn es so weitergeht, zu einem massiven Problem ausweiten wird?

Was mich halt auch total ärgert, dass sie nun viele Dinge nicht hinbekommt, die man vorher hätte regeln können, mit etwas Vorbereitung (z.B. haben die Babies keine Winterjacken - wusste ja auch niemand, dass Winter wird). Das ist nun vielleicht hämisch, aber wir haben ihr wirklich Listen geschrieben, was sie braucht (sie hat uns drum gebeten) und dann sagte sie immer nur "das hat Zeit". Es ist auch kein Notfall eingetreten, dass sie liegen musste und die Kids kamen für Zwillinge total spät. Weißt du, was ich meine?

Sie war 18 (!) Wochen krankgeschrieben (einfach, damit der Druck auf den Gebährmutterhals nicht groß wird, nicht weil es Bedenken gab) und nun sollen wir uns um all das kümmern, was sie 18 Wochen nicht hinbekommen hat. Klar klingt das gemein, aber ich bin - wie gesagt, Mutter von vier relativ kleinen Kindern (8,6,4 und 2) und habe eine 40 Stunden + Woche. Wäre ein Notfall eingetreten, hätte ich das komplette WE freigeschaufelt - kein Ding, aber mich nervt einfach diese Sorglosigkeit (Urlaub komplett verbrauchen, keine ausreichende Kinderausrüstung hertun) und wir sollen es richten.

Das werde ich ihr auch sagen, aber nicht in ihrer jetzigen Verfassung. Vielleicht habe ich mich da nun auch etwas reingesteigert, aber es ärgert mich. Eine weitere Freundin fährt aus dem Grund nicht.



Beitrag von lieber schwarz 09.11.10 - 00:38 Uhr

Kurzfassung: Ich würde nun nicht so drüber nachdenken, wenn er und sie "maximalen Einsatz" zeigen würden bzw. gezeigt hätten.

Hätte ihn eine Dampfwalze überfahren dann würden wir nun zusammenstecken und einen umfassenden Hilfeplan erarbeiten. Er ist aber einfach nur sehr lustlos und faul.

LG

Beitrag von jankar 09.11.10 - 00:44 Uhr

Natürlich würde ich auch fahren, wenn ihr Mann sich aus der Affäre zieht....ich fahre ja wegen meiner Freundin und nicht wegen ihm! Und doch, gerade in ihrer Verfassung würde ich ihr sagen was ich denke...man kann es ja mit viel Taktgefühl machen aber man sollte schon ehrlich und sachlich bleiben! Dass deine Freundin keine Vorkehrungen trifft und vieles vergisst oder sich einfach auf euch verlässt muss doch zu erwarten gewesen sein,oder? Du kennst sie über Jahre und da muss du mit solchen "negativen" Charaktereigenschaften leben! Für dich scheint das größte Problem ihr Partner zu sein und gerade da ist es wichtig dass du dich da nicht zu sehr rein störzt! es ist IHR Kerl und sie muss mit ihm leben...klar, wenn er so schlimm ist wie du es erzählst ist das Ende der Beziehung eh nahe und was wird sie dann brauchen??? FREUNDE....und ich finde nur Freund in der Not zu sein ist mehr als heuchlerisch! Ich kann deine ganze Wut und wahrscheinliche Überreaktion verstehen.....beruhig dich und schreib deine Gedanken an sie auf...les sie 5 mal durch und dann sieht die Welt wieder besser aus.
LG Karina

Beitrag von redrose123 09.11.10 - 08:44 Uhr

Mir fällt nichts zu deiner Freundin ein was ich hier schreiben könnte ohne das Ihr auf mich losgeht.

Ich finds arm das manche Kinder so bekommen und andere nicht. Mehr sage ich nicht dazu, was willst du bei der Entfernung machen?

Beitrag von gedankenspiel 09.11.10 - 08:49 Uhr

Ich würde fahren.

Dann könnte ich mir die Sache vor Ort anschauen, mit ihr zusammen ein Gespräch unter 4 Augen führen und ihr ein paar Tipps geben, das Leben auch ohne den Kerl gebacken zu bekommen.

Vielleicht würde es helfen, mit ihr zusammen einen Plan zu erstellen:
Dies und das einkaufen als Grundvorrat, einen Putzplan erstellen, checken ob es innerhalb ihrer Familie irgendwelche Hilfe gibt.

Hilft euch das vielleicht weiter?
http://www.wellcome-online.de/cgi-bin/adframe/index.html

In unserer Stadt gibt es außerdem eine Ehrenamtsbörse. Vielleicht findet sich darüber ja auch jemand (im Haushalt helfen oder so) der ihr zur Hand gehen kann?

Möglichkeiten gibt´s immer, manchmal sieht man sie in der bedrückenden Situation leider nicht.
Dann ist Hilfe von aussen gefragt.

Möchte sie deine Hilfe nicht, hast du es wenigstens versucht.


LG,
Andrea

Beitrag von summersunny280 09.11.10 - 12:04 Uhr

Wenn ich eine Person "Freundin" nenne dann helfe ich ihr ,egal wieso ,weshalb ,warum .
Und es kann einem recht egal sein welchen Mann sie hat ,warum sie Kinder bekommen hat .
Sie braucht hilfe und wenn ich in der Lage bin ihr zu helfen würde ich das tun .

Und mal ehrlich Zwillinge sind jede Menge arbeit .
Ich hatte jeweils nur ein Kind bekommen und war fix und fertig .
Und trotz des zweiten Wunschkindes hat mir mein Mann kein bisschen geholfen . Der stand noch nie Nachts auf und gab ne Flasche oder wickelt freiwillig.
Selbst ich bin ab und an genervt.......das heisst aber nicht das wir unsere Kinder nicht lieben.
Er meint es ist meine Aufgabe und ich lass dies soviel zu wie ich es für mich für richtig empfinde .
Und dann und wann nehm ich mir die Freiheit etwas für mich zu tun .

Jeder lebt so wie er es für richtig hält ......mit den dazu gehörigen Konsequenzen.

Beitrag von lieber schwarz 10.11.10 - 17:03 Uhr

Ich danke euch und wollte euch mal sagen, wie es geregelt wurde.

Meine Freundin und ihr Mann hatten nun wohl ein klärendes Gespräch und er hat eingesehen, dass er sich viel mehr einbringen muss.

Meine Freundin und ich hatten auch ein sehr klärendes Gespräch, wo ich ihr eben auch gesagt habe, das es mich ärgert, wenn man Dinge für sie erledigen muss, die sie fünf Monate lang selbst erledigen könnte.

LG