Elternzeit - Partnermonate - Elterngeld

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Beitrag von krumelkeks 08.11.10 - 21:51 Uhr

Hallo,

zur Abwechslung mal wieder eine Frage zur Elternzeit.

Kurz zu unserer Situation:
Der VET unseres 2. Sohnes fällt auf den 23.12.2011.
Ich werde 24 Monate EZ mit entsprechend halben Monatsbeträgen auf 24 Monate EG beantragen.

Da es aber möglich ist, dass das Baby aufgrund von Komplikationen früher per KS geholt werden muss, haben mein Mann und ich beschlossen, dass er kurzfristig zwei Monate Elternzeit in Anspruch nehmen möchte um mich zu Hause zu unterstützen. Er möchte aber in diesem Zeitraum trotzdem 20 Wochenstunden, also genau die Hälfte seiner bisherigen Stunden arbeiten.

Da wir die 7- wöchige Frist (wäre ja am 04.11. gewesen) bis zum VET verpasst haben, haben wir heute mal in seiner Firma nachgefragt, wie wir das am besten lösen. Dummerweise ist mein Mann überhaupt der erste in der Firma, der die Partnermonate in Anspruch nehmen möchte und niemand dort hat die geringste Ahnung. Man hat uns jetzt gesagt, dass es für den organisatorischen Ablauf (der Firma!) am Besten wäre, wenn mein Mann ab der Geburt Urlaub nehmen würde und dann vom 01.01.2011 - 28.02.2011 Elternzeit nehmen würde.

So:
Jetzt kann man Elterngeld aber doch nur in Lebensmonaten des Kindes beantragen, oder? Wie läuft das dann?
Aus dem googeln bin ich leider nicht besonders schlau geworden, aber häufig ist von finanziellen Einbußen die Rede.
Kennt sich da jemand aus?

Danke euch schonmal
lg

Beitrag von sonne_1975 08.11.10 - 22:03 Uhr

Ja, Elterngeld kann man nur in Lebensmonaten beantragen. Sagt das doch in der Firma, dass es nicht anders gehen würde.

Ich denke, wenn der AG einverstanden ist, ist die 8-wöchige Frist (waren es nicht 8? Nur bei der Frau sind es 7, wenn es direkt an den Mutterschutz grenzt) bestimmt nicht so wichtig. Wo kein Kläger, da kein Richter.

Zur Not wird ihm halt sein Urlaub (sprich Vollzeitgehalt) an das EG angerechnet und er bekommt für den ersten Monat um einiges weniger.

LG Alla

Beitrag von sonne_1975 08.11.10 - 22:06 Uhr

Bzw. nicht an das EG angerechnet, sondern das EG wird aus dem Teilzeitgehalt für 3 Wochen und Vollzeitgehalt für 1 Woche gerechnet.

Sprich (Vollzeitgehalt - Gemisch aus Vollzeit und Teilzeit)*67%. Da bleibt u.U. nicht viel übrig.

Wenn das Baby früher kommt, dann würde ich lieber 4 Wochen Urlaub nehmen, wenn er es hat und dann 2 Monate Elternzeit. Aber das muss er vorher wissen oder? Ist halt alles blöd...

LG Alla

Beitrag von krumelkeks 08.11.10 - 22:39 Uhr

Na toll! Ist das sch*** kompliziert. Irgendwie scheint das mit den PM noch nicht so ganz ausgereift.

Aber es klingt einleuchtend, was du sagst.

Danke für deine schnelle Antwort

Beitrag von sonne_1975 08.11.10 - 23:18 Uhr

Ah, und noch was: Elternzeit darf er dann nicht bis zum 28.2. nehmen, sondern nur bis zum Ende des 2.Lebensmonats. Sonst ist es ein 3.Monat und du bekommst einen Monat weniger EG.

Beitrag von susannea 08.11.10 - 22:17 Uhr

Nee Alla, sind überall nur noch 7 Wochen, egal wer und wann Elternzeit. Seit 2007 schon, vorher waren es 6 bzw. 8 Wochen ;)

Beitrag von sonne_1975 08.11.10 - 22:30 Uhr

Oh, dann hatte ich falsche Zahlen im Kopf.

Beitrag von susannea 09.11.10 - 00:07 Uhr

Wie gesagt, bis dahin warens 6 Wochen für Mütter nach dem Mutterschutz und 8 Wochen für den Vater ab der Geburt.

Beitrag von susannea 08.11.10 - 22:16 Uhr

Die Idee ist für euch ganz schlecht, denn
1. verliert er damit evtl. Urlaubstage (wobei,l wenn er Teilzeit weiter arbeitet, dann darf gar nicht gekürzt werden)
2. verschenkt er damit Urlaubstage
3. verschenkt er Elterngeld.