Bildergeschichten schreiben Anfang 3.Klasse - Grundschullehrer hier?

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Beitrag von gismomo 09.11.10 - 09:07 Uhr

Hallo

wieder einmal wäre ich für eine fachliche Auskunft sehr dankbar :-)!

Es geht um die Bildergeschichten in Deutsch in der 3.Klasse. Mich würde interessieren, wie intensiv sie im Unterricht geübt werden und vor allem, WIE sie konkret geübt werden.

Hintergrund ist der, dass mein Sohn eine Bildergeschichte geschrieben hat, welche benotet wurde. Es wurde im Unterricht oder als Hausaufgabe jedoch kaum geübt. Was mir vor allem gefehlt hat, war eine schrittweise Anleitung bzw. Hilfsfragen zur Geschichte.
Wohl hat die Lehrerin gesagt, dass die Kinder auf wörtliche Rede und interessante Adjektive achten sollen. Die einzige Übung war dann aber, dass sie eine Bildergeschichte zu vorgegebenen Bildern schreiben sollten, dort waren dann aber keine Hilfsimpulse oder Hilfsfragen oder Ähnliches dabei, die den Kindern geholten hätten, gezielt auf wichtige Dinge zu achten.

Ist das normal? Ich bin selber Lehrerin (an einer weiterführenden Schule) und meiner Meinung nach wurde das Thema nicht genügend und vor allem nicht sinnvoll genug geübt. Gehört zur Übung nicht dazu, dass man erst einmal ein Bild beschreiben lässt, dann erst eine ganze Abfolge von Bildern? Dass man eine Wortsammlung machen lässt und dies mit den Kindern einübt? Dass man ihnen Hilfsfragen an die Hand gibt und sie anhand dieser Hilfsfragen üben, die Bildergeschichte zu schreiben?

Ich bin ziemlich unglücklich mit dem Deutschunterricht, die Lehrerin hat wohl auch früher kein Deutsch unterrichtet, sondern Mathe und Menuk. Sie hat sich auch einige gravierende fachliche Fehler geleistet (Dinge, die sogar den Eltern - die keine Lehrer sind - sofort aufgefallen sind), und das nicht nur einmal. Ich habe einfach kein gutes Gefühl dabei.

Dass ich es nicht ändern kann, weiß ich schon - aber vielleicht kann ich wenigstens zuhause einiges auffangen. Dazu muss ich aber erst mal wissen, wie eine Bildergeschichte im Normalfall im Unterricht eingeführt und geübt wird und was Sch. "von sich aus" können müssen und was sie erst beigebracht bekommen.

Danke für eure Hilfe!

K.

Beitrag von renate61 09.11.10 - 09:27 Uhr

Hallo

Ich bin keine Lehrerin,aber betreue eine Hausaufgabengruppe in einer Grundschule in NRW.

*Gehört zur Übung nicht dazu, dass man erst einmal ein Bild beschreiben lässt, dann erst eine ganze Abfolge von Bildern? Dass man eine Wortsammlung machen lässt und dies mit den Kindern einübt? Dass man ihnen Hilfsfragen an die Hand gibt und sie anhand dieser Hilfsfragen üben, die Bildergeschichte zu schreiben?*

Anhand der Hausaufgaben meiner Kinder kann ich bestätigen das es so gehandhabt wird in der Regel.
Ich sehe dies an den ABs die den Kindern zur Verfügung stehen,was noch im Klassenraum an der Tafel steht und bei Gesprächen mit der Lehrkraft wenn es um spezielle Probleme und Hilfestellungen geht.

Liebe Grüße
Renate

Beitrag von zanadu01 09.11.10 - 09:30 Uhr

Bin kein Deutschehrer. Bei uns wird es ziemlich lange geübt.
Mit Geschichten vom kleinen Herrn Jakob
1) Satzteile verbinden, Überschrift ausdenken, Abschreiben
2) Sprechblasen ausfüllen
3) Wörter in Texlücken schreiben
3) Richtig /Falsch ankeuzen
5) Schreibtips
- Betrachte die Bilder genau! Erzähle viele Einzelheiten!
- Gib den Personen Namen
-Halte eine sinnvolle inhaltliche Reihenfolge ein!
-Benutze abwechslungreiche Satzanfänge
-Benutze treffende Verben und viele Adjektive!
-Benutze die wörtliche Rede!
-Achte auf einen richtigen Satzbau!
-Wähle einen passende Überschrift, die nicht zu viel verrät!

Alle Punkte worden geübt

6) Bildergeschichten schreiben

Beitrag von manavgat 09.11.10 - 13:35 Uhr

Früher wurde die Bildgeschichte am Ende der 4. Klasse durchgenommen. Durch die Jahre hinweg wurde das immer weiter nach vorne geschoben, so dass es jetzt schon im 1. Halbjahr der 3. Klasse durchgenommen wird. Es gibt aber viele Kinder, die aus Entwicklungsgründen eine Handlungsabfolge noch gar nicht erfassen können. Da hilft dann auch kein Üben und die Schulen nehmen schlicht keine Rücksicht darauf. Besonders an dieser Stelle ist der Lehrplan nicht auf die Erkenntnisse, die wir über Entwicklungspsychologie haben, abgestimmt.

Wie schwachsinnig ich das finde, brauche ich Dir, wenn Du selbst Lehrerin bist, nicht sagen.

Ansonsten braucht man bei der Bildgeschichte das, was man immer beim Texteschreiben braucht: viele, viele Wörter (d. h. einen guten Wortschatz), sichere Anwendung der Grammati,k und Übung.

Sehr schön, abgestimmt auf den Lehrplan, ist das hier:

http://www.amazon.de/Die-kleinen-Lerndrachen-%C3%9Cbungsheft-Aufsatz/dp/3129291849/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1289306030&sr=8-2

Gruß

Manavgat

Beitrag von gismomo 09.11.10 - 21:33 Uhr

Hallo Manavgat,

vielen Dank für deine Antwort. Ich finde es sehr interessant, dass viele Kinder eine Handlungsabfolge aus Entwicklungsgründen noch nicht erfassen können, und dass das Thema früher erst viel später im Lehrplan aufgetaucht ist. Wenn ich mich an meine eigene Grundschulzeit erinnere (und daran erinnere ich mich noch gut), kamen Bildergeschichten definitiv nicht vor, oder wenn, dann erst ganz am Ende.

Der "Witz" an der Sache ist, dass mein Sohn Ende der zweiten Klasse schon Harry Potter gelesen hat und Mitte der zweiten Klasse eine dreißigminütige Buchpräsentation gehalten hat, die mit 1+ bewertet wurde und die er noch einmal in der Parallelklasse halten durfte, weil die Lehrerin so begeistert davon war. Er ist sprachlich wirklich top, was Wortschatz, Grammatik und Rechtschreibung angeht - daran kann es also nicht liegen. Aber die Bildergeschichte, die er geschrieben hat, war meiner Meinung nach wirklich schlecht. Und ich kann mir das nicht anders erklären als dadurch, dass es nicht besprochen und geübt wurde (was ja auch Fakt ist, ich habe ja gesehen was in der Schule und als Hausaufgabe gemacht wurde, nämlich nahezu nichts). Stattdessen müssen die Kinder als Hausaufgabe stundenlang Texte abschreiben, was er hasst - ich mache es schon so, dass ich ihm die Texte diktiere, weil das schneller geht und weil er die Wörter nach ein Mal lesen sowieso richtig schreibt, er braucht sie nicht abzuschreiben, um sich das Schriftbild einzuprägen, und ich kann nicht verstehen, warum die Kinder wirklich stundenlang diese öden Schreibübungen machen müssen, anstelle dass sie mal richtig üben würden, Bildergeschichten zu schreiben.

Ich hab schon überlegt, ob ich die Lehrerin darauf anspreche, ob sie denn nicht Differenzierungsaufgaben anbieten könnte- für meinen Sohn macht es wirklich keinen Sinn, stundenlang abschreiben zu üben, dafür hat er Übungsbedarf, wenn es darum geht, Aufsätze zu schreiben.

Genauso blödsinnig ist der Lesevertrag, den alle Kinder unterschreiben mussten - ich bin so genervt davon, dass ich beschlossen habe, dass ich ihn weitgehend ignoriere und mein Sohn zwar jeden Tag brav aufschreibt, wie lang er gelesen hat (ich würde sie nie vor meinem Sohn kritisieren bzw. ihre Autorität in Frage stellen), aber mich nervt das gewaltig - mein Sohn ist ein Kind, dessen größtes Hobby Lesen ist, und auf einmal muss er so einen Satz unterschreiben: "Ich verspreche, dass ich jeden Tag lesen üben will." Das ist sowas von bescheuert. Jetzt muss ich auch noch darauf achten, dass er jeden Tag liest, mindestens fünf Minuten - dabei liest er im Normalfall jeden Tag eine Stunde, aber es gibt halt auch Tage, da sind wir komplett unterwegs, und ihm dann abends auch noch fünf Minuten lesen "aufzubrummen", nur damit er heute gelesen hat - da wird das Lesen ja zum Zwang und ist nichts "Natürliches" mehr. Und ich habe noch mal etwas mehr, an das ich jeden Tag denken muss, und das völlig grundlos, da wir null Probleme damit haben.

So was Bescheuertes, echt. Was bringt es mir, dass Differenzierung als Unterrichtsprinzip groß im Lehrplan verankert ist und alle Welt davon spricht, wie wichtig das in der Grundschule ist , wenn die Lehrerin das nicht umsetzt ... und es zudem durch die Auswahl der Übungsaufgaben auch noch schafft, den Kindern jeden Spaß am Fach und an der Sprache an sich kaputtzumachen.

So, ich fürchte, ich habe mich jetzt zum Meckern hinreißen lassen, aber ich bin wirklich sehr genervt von dieser "Kollegin", die sich so gar nicht in die Kinder einfühlen kann und die sogar auf dem Elternabend nur signalisiert, wie überfordert sie sich von allem fühlt.

lg
K.

Beitrag von schwangeramos 09.11.10 - 19:36 Uhr

Ja, es sind Grundschullehrer hier. Sogar welche, die gerade Deutsch in der 3. Klasse geben. Also mein Vorgehen ist so: In der zweiten Klasse haben wir bereits "Bildgeschichten" (also Geschichten zu einem Bild) anhand mehrerer Kriterien geübt.
Jetzt haben wir auch die Bildergeschichten zum Thema (die altbekannten Vater und Sohn-Geschichten). Folgende Kriterien liegen den Kindern vor und werden nach der Niederschrift von den Kindern auch überprüft und abgehakt (in einem zweiten Durchgang werden die von mir oder einer "Schülerschreibkonferenz" korrigierten Arbeiten noch einmal überarbeitet):
-spannende Überschrift
-Einleitung (wer, wo, wann, was - gib den Personen Namen)
-Hauptteil (was geschieht, was denken oder fühlen die Personen?)
-Höhepunkt (z.B eingeleitet durch : plötzlich oder auf einmal...)
-sinnvoller Schlusssatz
Außerdem haben wir eben noch sprachliche Kriterien festgelegt:
-Hast du den Witz in der Geschichte gefunden?
-Hast du schöne Wörter und viele Adjektive genutzt?
-Sprechen die Personen in deiner Geschichte?
-Hast du verschiedene Satzanfänge benutzt?
-Hast du in einer Zeitform geschrieben?
Anhand dieser Liste sollen die Kinder nun die Bildergeschichte schreiben.
Vielleicht kannst du beim Üben deinem Kind ja selbst Kriterien an die Hand geben, wir nennen das Ganze übrigens: Schreibtipps.
LG Julia

Beitrag von strandvejen 09.11.10 - 20:43 Uhr

Boah, also für eine dritte Klasse ist das ja schon eine ganze Menge...ist das nicht zu verwirrend???

Schade, dass die Fünftklässler, die zu uns kommen, das nicht oder nur in Ansätzen können...

LG
S

Beitrag von schwangeramos 09.11.10 - 21:08 Uhr

Das ist tatsächlich eine Menge. Es ist ein "Akademiker-Einzugsgebiet" und die Eltern unterstützen ihre Kinder und auch uns Lehrer nach Kräften.
LG Julia

Beitrag von gismomo 09.11.10 - 21:03 Uhr

Hallo Julia,

vielen Dank, das sind tolle Tipps, werde ich umsetzen. Meine Kollegin in der Realschule hat mir auch erzählt, dass eine sehr häufig verwendete Methode die Schülerschreibkonferenz ist. Leider hat die Lehrerin meines Sohnes wohl noch nichts davon gehört....

Ich habe nun auch mit der Mutter einer Klassenkameradin meines Sohnes gesprochen, die noch eine ältere Tochter hat - und sie hat mir erzählt, was damals in der Klasse ihrer Tochter alles gemacht wurde, um Bildergeschichten zu üben...das ist kein Vergleich dazu, wie das jetzt bei meinem Sohn abläuft. Mir tut es wirklich leid um die Kinder, die in der ersten und zweiten Klasse eine tolle Lehrerin hatten, und jetzt sehr frustriert und verunsichert sind. Wir hatten schon am Elternabend kein gutes Gefühl, was die jetztige Lehrerin angeht, da ihr alles zu viel war und sie sich nur bei uns beklagt hat, wie schlecht es ihr doch geht, weil alles nicht ihren Erwartungen entspricht (sie hat die Schule gewechselt und nicht die Fächer und Klassen bekommen, die sie sich gewünscht hat). Leider konnte sie auch kaum eine Frage der Eltern beantworten, da sie sich bei gar nichts auskannte und über nichts Bescheid wusste. Anstelle zu sagen, dass sie sich informieren wird und wir morgen eine schriftliche Info dazu erhalten, hat sie nur gemeckert wie schwer doch alles für sie ist. Oh Mann...!

Ich bin ja selber Lehrerin und ich kann es auf den Tod nicht leiden, wenn man als Lehrer keine klare Linie hat und überhaupt nicht weiß, was man will und wo man hin will, und kein klares Konzept erkennbar ist - und wenn man dann noch sehr hohe Anforderungen an die Kinder stellt, ohne selber ganz klar zu sagen, was man erwartet - das geht meiner Meinung nach überhaupt nicht. Die Kinder sind schon alle frustriert und lassen alles nur noch über sich ergehen - und das bei einer Klasse, die letztes Jahr supermotiviert und begeistert dabei war. Wenn die Lehrerin wenigstens fachlich top wäre, dann könnte ich ihre hohen Anforderungen noch nachvollziehen - aber sie hat wortwörtlich ins Heft meines Sohnes geschrieben, dass die Mehrzahl von "Schulranzen" "Schulränzen" sei. Da dreht sich mir echt der Magen rum, sie ist Deutschlehrerin... Und das war nicht der einzige grobe fachliche Fehler, der vorgekommen ist...

lg
K.

Beitrag von schwangeramos 09.11.10 - 21:13 Uhr

Ich bin auch die Letzte die auf Lehrer schimpft-als dreifache Mutter und Vollzeitlehrerin kenne ich die Probleme und den Stress nur zu gut. Und wenn man sich dann nicht wohl fühlt, weil man die falsche Klasse bekommen hat - okay. Aber das was du sagst finde ich, ist eben die Hauptsache: eine klare Linie fahren in den Anforderungen, die man stellt und den Kindern eine Transparenz darüber geben.
LG Julia

Beitrag von strandvejen 09.11.10 - 21:18 Uhr

Was? Vollzeit und 3 Kids?

Ich biete Vollzeit, 2 Kinder und 5 Korrekturen und bin schon platt wie n Groschen...

Bei 3 Kindern nicht auszudenken#schwitz

Beitrag von schwangeramos 09.11.10 - 21:41 Uhr

In dem Fall muss ich sagen: ja leider - hab ich mir nicht wirklich so aussuchen können (die Vollzeit).
Da mein Mann selbständig ist und sich die Zeit ein wenig einteilen kann, klappt es mit der Kinderbetreuung eigentlich ganz gut Nur - in der Zeit kann er eben auch kein Geld verdienen. Und nachmittags die eigenen Kinder, abends Unterrichtsvorbereitungen: ich fühle mich auch nicht nur vor den Ferien so:#gaehn oder so: #schwitz sondern täglich.
LG Julia

Beitrag von gismomo 09.11.10 - 21:50 Uhr

Hallo Julia,

es stimmt, ich finde auch, dass einen der Beruf ganz schön fordert. Es ist kein 0815-Beruf, und vor allem, wenn man selber (kleine) Kinder hat, kann es schon passieren, dass man nicht genügend Möglichkeiten hat, sich zu regenerieren und wieder in die Balance zu kommen.
Und ich würde auch nie behaupten, dass "meine" Schüler mich alle lieben - ich bin auch nur ein Mensch und sicherlich nicht immer so fair, gerecht und geduldig, wie ich es gern wäre.

Aber ich erwarte schon von einem Lehrer, dass er gewisse Basics einfach draufhat und sich auch daran hält, und ein wenig pädagogisches Feingefühl gehört auch dazu. Wenn ich nach zwei Wochen Unterricht das Heft einsammle und benote und das bei einer dritten Klasse, die ich gerade neu übernommen habe, und das, ohne den Kinder gesagt zu haben, auf was es mir bei der Heftführung ankommt - das ist einfach didaktisch und pädagogisch ungeschickt, um es sanft zu formulieren. Meinem Sohn war überhaupt nicht bewusst, wie die Note zustande kommt und was die Lehrerin von ihm erwartet. Wie sollte er auch - die ganzen zwei Jahre davor war das kein Thema gewesen, und nun wurde auf einmal etwas benotet, wovon er gar nicht wusste, wie er das hätte machen sollen. Das geht einfach nicht!

Außerdem finde ich, dass unser Beruf - so anstrengend und fordernd er ist - nicht schlecht bezahlt wird. Und für diese Bezahlung kann man auch erwarten, dass gute Arbeit geleistet wird. Ich halte auch nichts von Kollegenschelte, aber ich habe eine Kollegin, die nur jammert, wie schlecht es ihr geht, wie blöd die Schüler sind und wie furchtbar ihr Beruf ist. Ich kann es schon nicht mehr hören - keiner zwingt sie dazu, diesen Beruf auszuüben. Wenn alles so furchtbar ist, soll sie doch bitte aufhören und etwas anderes machen. Wenn sie aber weiterhin als Lehrerin tätig sein und ihr Gehalt einstreichen will, soll sie das bitte auch verantwortungsvoll und vernünftig tun und aufhören die ganze Zeit zu jammern.

Und diese Wehleidigkeit hab ich halt leider auch auf dem Elternabend bei der Grundschullehrerin gehört - und nicht nur ich, alle Eltern waren entsetzt davon, wie sie sich dargestellt hat. Im Übrigen waren die Fachlehrer durchweg sehr begeistert von der Klasse und haben die Kinder sehr gelobt, wie fit und interessiert und aufgeschlossen sie sind. Genauso war es auch die letzten zwei Jahre, die frühere Klassenlehrerin hat die Klasse sehr gemocht und sich auch dafür eingesetzt, dass sie die Klasse in der dritten und vierten Klasse weiterführen kann (was leider von der Schulleitung nicht genehmigt wurde, da generell nach der zweiten Klasse gewechselt wird). Also kann die Klasse so schlimm gar nicht sein, wie die Klassenlehrerin es empfindet - wenn sie die einzige von allen Lehrern ist, die mit der Klasse nicht klar kommt, und alle anderen die Klasse loben.

Mir tut es einfach leid für meinen Sohn, der immer sehr gern zur Schule gegangen ist, und der nun dieses "Leuchten" in den Augen verloren hat und diese Begeisterung, mit der er (nicht immer, aber sehr häufig) erzählt hat, was sie Tolles und Interessantes in der Schule gemacht haben. Schade!

lg
K.

Beitrag von strandvejen 09.11.10 - 20:39 Uhr

Hallo Kollegin#winke,
ich bin an einer Realschule tätig und Bildergeschichten sind bei uns auch ein beliebtes Thema in Kl. 5 und 6.

"Achtet auf Adjektive und wörtliche Rede"...das kann man an weiterführenden Schulen sagen, aber in der Grundschule???

Ich lasse z.B. die Bilder (als Vorübung) einzeln beschreiben, weil ja doch sehr viel (!!!) an Gestik/Mimik zu sehen ist . Oder ich lasse auch beschreiben, was z.B. zwischen dem 2. und dem 3. Bild passiert sein könnte. Eine beliebte Methode ist auch, die Bilder durcheinander auf einem Arbeitsblatt abzubilden und von den Schülern ordnen zu lassen ...Manchmal lasse ich auch Denk-/Sprechblasen zu den einzelnen Bildern anfertigen.....

Aber wie die das jetzt in der Grundschule regeln , keine Ahnung#schwitz

LG
S.



Beitrag von gismomo 09.11.10 - 21:05 Uhr

Hallo,

auch dir vielen Dank! Das mit dem "Zwischenschritt" finde ich super, ich glaube das ist einer der "Knackpunkte" bei meinem Sohn, da er zu sprunghaft erzählt und die Zwischenschritte fehlen, das ist ein toller Tipp!

lg
K.