UMFRAGE: Wem gehts ähnlich? Andere Eltern/ Freunde mit Kindern...

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von schokoholic 09.11.10 - 09:08 Uhr

Hallöchen,

das ist ein bißchen heikles Thema jetzt mal und klingt auch komisch,AAAABER.... #schein

...wir kennen irgendwie fast nur Leute mit Kindern,die "supernervig" sind, also die Kinder #nanana
Ob es neue,nette Bekannte sind oder liebe, alte Freunde, die Kinder benehmen sich zum Großteil unmöglich und die Eltern sagen nichts #augen
Und das stört mich natürlich besonders,wenn sie alle bei uns zu Gast sind..
Da werden Türen geknallt,zigmal hintereinander oder neue Spielzeuge mutwillig umhergeschmissen und die Eltern sagen einfach nichts-ich habe das Gefühl,die geben ihre Verantwortung als Gast an der Türe ab :-p
Natürlich sage ich dann auch mal was,aber mir ist es zu blöd,dauernd zu meckern.
Oder anderes Beispiel- die Kinder spielen im Garten und sind lehmverschmiert und da "muß" das Kind ständig ins Wohnzimmer laufen,um nach unserem Baby zu schauen und es dann mit schmutzigen Händen ins Gesicht zu fassen.. :-(
Das nervt einfach!
Genauso darf ein anderes 2-jähriges Kind dauernd quer durch Wohnzimmer laufen,mit Getränk (im Glas) und nicht nicht im Plastikbecher,den ich für die Kinder hingestellt hatte- nur weil es das wollte.
Wieder ein anderes Nachbarkind reißt mir die Tüte Gummibärchen aus der Hand und will sie mir nicht wiedergeben.
Und das Problem ist-all´diese Eltern sind liebe Menschen-die wohlerzogen sind und wirklich angenehm und wir wollen nicht auf sie verzichten #liebdrueck
Versteht mich nicht falsch-meine Kinder sind auch mal laut und nervig,aber dann sage ich was und gut ist..

Gehts Euch auch so?
Wie macht Ihr das?

Lg,Schoko

Beitrag von redrose123 09.11.10 - 09:12 Uhr

So extrem kenne ich es nicht, aber wie du selbst sagst deine Benehemne sich auch mal daneben. Und manches siehst du vieleicht auch nicht:-P

Lade sie nicht mehr geballt ein und gut ist ....

Beitrag von sandra7.12.75 09.11.10 - 09:16 Uhr

Hallo

Nur an manchen Tagen,dann habe ich aber schon beim aufstehen mit dem Stress zu kämpfen gehabt.#schock

Normalerweise kommen hier nur Liebe Leute.Auch die Kinder sind meistens nett.Ausnahmen gibt es immer mal wieder aber das ist glaub ich normal.

Im übrigen kann ich meine 3 Jüngeren immer zusammen bei Freunden parken und die Frau und ihr Lebensgefährte finden es immer Klasse wie unsere sich benehmen können #verliebt.Weil zuhause können die ganz anders sein.

lg

Beitrag von juniorette 09.11.10 - 09:27 Uhr

Hallo,

ich habe eigentlich nur ein nicht erzogenes Kind bei mir erlebt, aber wenigstens ist es nicht mit Essen oder Trinken durch die Gegend gelaufen und auch nicht mit schmutzigen Schuhen in mein Haus gekommen #cool
Die Mutter war übrigens auch sehr nett, hat aber eben auch nie was gesagt, wenn ihr Kind was angestellt hat.

Ansonsten kenne ich glücklicherweise nur wohlerzogene Kinder näher. Eltern, wo ich schon von weitem sehe, dass das Kind schlecht erzogen ist, will ich gar nicht näher kennen lernen.

"Wie macht Ihr das? "

Bei schmutzigen Schuhen in meiner Wohnung würde ich was sagen. Wenn ein Kind mit einem Getränk quer durch mein Wohnzimmer läuft, würde ich auch was sagen.

Bei mit schmutzigen Fingern mein Baby anfassen würde ich nichts sagen, außer mein Baby würde die Berührung an sich als störend empfinden und deswegen weinen.
Bei der Forderung nach einem Glas statt einem Plastikbecher würde ich erstmal nichts sagen. Würde dieses kaputt gehen, könnte ich mir allerdings den Kommentar "genau deswegen habe ich Plastikbecher hingestellt" nicht verkneifen.

Ganz allgemein ausgedrückt:
bei Sachen, die mich SEHR stören, sage ich was zu dem entsprechenden Kind oder auch zu deren Eltern.
Bei Sachen, die mich stören, mit denen ich aber noch leben kann, entscheide ich situationsabhängig, ob ich in irgendeiner Form eingreife oder nicht.

Grundsätzlich suche ich aber nicht großartig nach Kontakt zu Eltern, die ihre Kinder machen lassen, was sie wollen, ganz egal, wie reizend die Eltern sind. Da treffe ich mich lieber entsprechend seltener.

LG,
J.

Beitrag von mauskewitzki 09.11.10 - 09:32 Uhr

Hallo,

so extrem kenne ich das auch nicht. Meine sind übrigens auch manchmal echt wild #hicks

Bei uns ist es aber so, dass unsere Regeln für alle zählen. Heißt also, dass ich schon was sage, wenn die Freunde es nicht tun. Ich habe aber auch schon gelernt, dass man als Mutter super tollerant sein muss, denn jeder handhabt Erziehung nunmal anders.

Hatte auch schon eine Freundin meiner Tochter da, als die Mutter kam um sie abzuholen, wollte sie nicht mit. Was macht die Mutter? Geht heim und sagt mir ich soll ihrer Tochter dann heim schicken (sie darf alleine laufen). Toll, ist ja einfach die Verantwortung abzugeben und mich als "Buhmann" stehen zu lassen. Ist für mich aber nicht schlimm, wenn sie nicht konequent ist, ich bins :-p

Beitrag von dominiksmami 09.11.10 - 10:02 Uhr

Huhu,

das kenne ich so Gott sei dank nicht. Da würde ich wahnsinnig glaub ich.

lg

Andrea

Beitrag von sonne108 09.11.10 - 10:52 Uhr

Wir machen das nach dem Motto: Unsere Wohnung - unsere Regeln.

Das habe ich den entsprechenden Eltern so erklärt, und es waren alle einverstanden.

Z. B. waschen unsere Kinder nach dem Essen immer die Hände - die Besuchskinder auch (auch wenn sie es zu Hause nicht müssen). Gegessen und getrunken wird bei uns am Tisch. Schuhe werden draussen ausgezogen. Usw.

Wenn wir wo anders zu Besuch sind, achte ich darauf, dass meine Kinder unsere Regeln einhalten. Und die Gastgeber dürfen natürlich sagen, wenn sie irgendeine Regel haben, die wir einhalten sollen.

Wenn die Kinder allein bei uns zu Besuch sind, sorge ich dafür, dass die Regeln eingehalten werden. Wenn sie mehrmals dagegen verstossen, müssen sie halt heim gehen. Es kam aber noch nie so weit.

lg Sabine

Beitrag von nele27 09.11.10 - 10:53 Uhr

Hi,

hatte sowas ähnliches auch mal gepostet #schwitz Zum Glück sind es bei mir nicht fast alle, sondern nur Einzelfälle...

Ich glaube, auf Dauer hätte ich dann lieber weniger Kontakt zu den Leuten. Finde es auch für die eigenen Kinder immer schwierig, wenn andere alles dürfen und es dann so dermaßen auseinanderklaffe - zumindest habe ich hinterher Mühe, meinen Sohn, der das dann natürlich alles auch dürfen will, wieder "auf Linie" zu bringen :-)
Nur wenn mir die Eltern sehr wichtig wären, würde ich länger durchhalten und dann aber auch das Gespräch suchen.

Wenn das wirklich eine seeeeeehr enge Freundin von Dir ist, sprich doch mal nett und freundlich mit ihr drüber ohne sie anzugreifen! Vielleicht hat sie es noch gar nicht so bemerkt. Oder gedacht das stört nicht und ändert jetzt ihre Meinung.
Und wenn es sich eh mehr um Bekanntschaften handelt, die mal wegen der Kinder entstanden sind, dann würde ich den Kontakt auf ein Minimum beschränken bzw. eher auf den Spielplatz gehen, wenn die Kinder was zusammen machen wollen.

LG, Nele

Beitrag von asimbonanga 09.11.10 - 11:44 Uhr

Hallo,
wir haben noch relativ viele kleine Kinder im Freundeskreis und Verwandtschaft.
Es gibt deshalb zwei große Spielkisten, die ich dann hervorhole.Damit klappt es ganz gut ,die teilweise beeindruckende motorische Unruhe zu lenken.Leider sind mein Mann und ich hier nicht immer einer Meinung-er findet toben und Kissenschlachten in unserem Wohnzimmer nicht schlimm.Bis jetzt sind schon seine teuren Stereo-Boxen drauf gegangen und die Federung eines Hockers.#schein
Seit dem werden meine unmissverständlichen klaren Ansagen, was in meinem Haus geht und was nicht akzeptiert.


L.G.

Beitrag von leopoldina1971 09.11.10 - 12:03 Uhr

Würde ein Kind mehrmals das Baby mit lehmverschmierten Händen ins Gesicht fassen, bekäme es, falls die Mutter nicht reagiert, eine entsprechende Ansage von mir. Das Gleiche gilt für andere Situationen bzw. Handlungen der lieben Meute. Wenn keine oder nur unzureichende Ansage seitens der Mutter erfolgt, übernehme ich das; damit muss auch die Mutter leben können. Würde mein Kind, welches sich bei Dritten daneben benimmt zur Räson gebracht werden, muss und könnte ich auch damit leben.
Dies wäre ja in Kindergarten und Schule genauso.
Sind wir jedoch außerhalb unserer vier Wände mit Dritten zusammen, nehme ich allerdings nur auf mein Kind Einfluss. Außer ein Kind schlägt, kratzt, beißt, schmeißt, beleidigt usw.


LG

Beitrag von mamavonyannick 09.11.10 - 12:09 Uhr

Hallo,

ich weiß genau, was du meinst. Wir hatten das gerade am WE wieder. Freunde, 2 Kinder, bei uns schon seit ewigen Zeiten nicht mehr zu Besuch (ich weiß auch warum, es ist einfach nur stressig) haben sich bei uns zum Kaffeetrinken eingeladen.
Unsere Kindern können einfach nicht miteinander spielen. Es wird rumgeschrieen, gerannt, Treppe hoch, Treppe runter. Und das in einer Lautstärke, dass man sein eigenen Wort nicht versteht. Ermahnt wird zwar, aber während ich meinen Sohn zu einer Ruhepause auf meiner Couch verdonnere, rennt ihr Sohn weiter fröhlich kreischend durch die Botanik, bekommt hin und wieder ein "TOBI!" zu hören und zwängt sich schlussendlich doch noch mit auf die Couch, damit die Balgerei dort weiter gehen kann. Meine Ermahnung nimmt der Junge dabei genauso wenig wahr, wie die der Eltern. Er ist ja auch "gerade wieder in einer schwierigen Phase".#augen
Aber die Krönung: Die Mama gibt ihrem kleineren Sohn (noch nicht ganz 1 Jahr) Kakau aus der Tasse zu trinken und sieht zu, wie dieser aus seinem Mund auf unseren weißen teppich tropft (haben Parkett, aber unter dem Wohnzimmertisch liegt ein weißer Teppich, nicht teuer, aber eben weiß). Sie stellt also die Tasse zurück auf den Tisch, um die Tropfen auf meinem Teppich breit zu wischen, nur leider passt sie nicht auf, dass ihr Junior nach besagter Tasse greift und den Rest Kakau auch noch über tisch und Teppich verteilt. Ich hab gedacht ich muss platzen.
Wirklich einsichtig war sie nicht, schließlich kleckert Yannick ja auch mal bei ihr. Zu meiner verteidigung: Sie spricht von Zeiten, wo sie auf eigenen Wunsch meinen sohn mit aus der Kita genommen hat damit ihr Sohn und meiner sich miteinander beschäftigen#kratz Ich war da also nicht anwesend, denn bei mir gibts so ein Rumgesaue nicht. Inzwischen geht Yannick nicht mehr mit hin.
Ich war so froh, als die Vier nachher gegangen sind und hab mir - so leid es mir auch tut, denn eigenltich sind sie sehr nett und hilfsbereit - geschworen: Die kommen so schnell nicht in mein Haus mehr, denn erholsam oder angenehm war dieses Treffen nicht.

vg, m.

Beitrag von leopoldina1971 09.11.10 - 12:25 Uhr

<<Wirklich einsichtig war sie nicht, schließlich kleckert Yannick ja auch mal bei ihr.>>



#schock Und das bei Kakao auf weißem Teppich. Wie du mir, so ich dir?#schock


Das Unfassbare ist, auch in anderen Situationen würden diese Mamis wahrscheinlich auch eher uneinsichtig bzw. gar nicht reagieren.
Aber so stelle ich mir die Mütter vor, die eher einen antiautoritären bzw. gar keinen Erziehungsstil bevorzugen. #rofl
Ich kenne zwar solche Mütterexemplare, habe aber keinen näheren Kontakt. Die suchen meinen Kontakt bestimmt auch nicht. :-p

LG#winke
Ich wollte hier Niemanden persönlich angreifen! *grins* Bitte keine entsprechenden Kommentare der Gegenfraktion.

Beitrag von mamavonyannick 09.11.10 - 15:43 Uhr

"Kakao"#klatsch Oh man, so wird das geschrieben - natürlich! Ich fand die ganze Zeit, dass das bei mir bescheuert aussah.;-)

Wie gesagt, die Mama ist eine sehr liebe, der Papa eher eine "Schlafmütze"#schein, denn obwohl Erzieher von Beruf hält er sich zuhause schön zurück und läßt das Kind machen.#kratz

Beitrag von leopoldina1971 09.11.10 - 15:57 Uhr

Also ich fand "Kakau" schön!:-)

Beitrag von mamavonyannick 09.11.10 - 16:20 Uhr

#rofl


Ich kann das auch bei anderen Wörtern#schein#cool

Beitrag von nanny38 09.11.10 - 12:23 Uhr

Mensch dein Sohn ist 5 Jahre und ihr habt ein Baby. Dein Sohn sollte schon vernünftig sein und dein Baby kann ja noch nicht so viel anstellen.
Du solltest deine Kinder nicht mit einem 2 Jährigen vergleichen, der gerade in der Bock und Trotzphase ist.

Dein Sohn war bestimmt auch nicht anders, auch wenn es schon lange her ist und man es schon verdrängt hat.

Beitrag von schokoholic 09.11.10 - 19:30 Uhr

Nur mal so- EIN Besuchskind war 2 Jahre alt-die anderen Kinder sind alle zwischen 3,5-6 Jahre alt...
VG,Schoko

Beitrag von h-m 09.11.10 - 15:21 Uhr

Ist bei mir nicht so... Aber meine Freundinnen "von früher" habe auch (noch) keine Kinder. Die neueren Freund-/Bekanntschaften habe ich v.a. durch die Kita geschlossen, und das sind alles ganz gut erzogene Kinder. Klar spielen sie auch mal wilder, sind laut etc., aber alles im Rahmen!

Nur eines unserer Nachbarkinder ist so wie von Dir beschrieben. Aber dieses Mädchen lass ich nicht mehr zu uns. :-p Meine Tochter hat mit ihr auch nicht so viel zu tun, und wenn sie tatsächlich mal zusammen spielen, dann draußen auf dem Hof... Mit der Mutter liege ich auch nicht gerade auf einer Wellenlänge, von daher macht es auch nichts aus.

Beitrag von sonne_1975 09.11.10 - 20:03 Uhr

Ich kenne solche Kinder so gut wie nicht, bzw. solche Eltern. Klar, sie hören nicht immer, tut mein Sohn ja auch nicht. Aber die Eltern sind immer hinterher und nicht nur mit "Gerede".

Wenn ein Besuchskind etwas macht, was mir nicht passt, dann sage ich es, da habe ich kein Problem damit.

Genau so habe ich kein Problem damit, wenn eine anderen Mutter mein Kind ermahnt, weil es bei denen evtl. andere Regeln gelten. Viel schlimmer finde ich es, wenn die Mütter zwar was dagegen haben, aber nichts sagen. Soll ich hellsehen (z.B. springen auf der Couch, bei einigen ist es erlaubt, bei anderen nicht)?

Und dann überall sich auskotzen über schlimme Kinder.:-p

Gut, dass, was du beschrieben hast, ist eindeutig. Mit Schuhen wird hier nicht gelaufen, mit dreckigen Händen (sichtbar dreckig) nicht an das Baby ran und mit einem Glas wird auch nicht gelaufen, ist doch viel zu gefährlich für das Kind selbst, wenn es stolpert.

LG Alla

Beitrag von valentina.wien 09.11.10 - 21:55 Uhr

Ich muss sagen: ich kenne solche Eltern, wie jene die hier schreiben, kaum.

Erst heute: zwei Freunde meiner Tochter waren zu Besuch- zwei wilde Buben. Die Mütter und ich haben getratscht und die drei haben inzwischen Pölster im Wohnzimmer auf dem Boden verteilt und sind dann vom Fensterbrett auf die "Insel" gesprungen- laut schreiend.
Danach haben sie kreativ Spaghetti gegessen und dann haben sie im Kinderzimmer mit Papierkugeln "Schlacht" gespielt.

Mich stresst das echt nicht.
Kinder sind laut, machen Dreck und sind, gerade im Rudel, oft überdreht.

Gott sei Dank sind unsere befreundeten und bekannten Eltern so entspannt wie wir.

Beitrag von gismomo 10.11.10 - 08:01 Uhr

So seh ich das auch.

Wenn ich eine Wohnung wie aus "Schöner wohnen" wollte, würde ich mein Haus zum Museum erklären und meine Kinder jeden Nachmittag in irgendeinen Sport-, Musik- oder Frühenglischkurs stecken.

Meine Sofas haben einen abziehbaren und waschbaren Bezug (Ikea und BEMZ sei Dank), wir haben keinen Teppich im Wohnzimmer und dass die Stereoanlage kein Spielzeug ist ist für die Kinder selbstverständlich. Mit allem anderen darf gespielt werden. Selbstverständlich wird unser Sofa wahlweise zur Höhle oder zum Piratenschiff erklärt. Und selbstverständlich flüstern Piraten nicht "Hoho, Anker lichten - Angriff!" Selbstverständlich wird auf unserem uralten Esszimmertisch mit Wasserfarben gemalt, und selbstverständlich schimpfe ich nicht, wenn ein Vierjähriger dabei versehentlich das Wasserglas umwirft.

Neulich hat mal jemand gefragt, an was sich die Kinder wohl erinnern werden, wenn sie erwachsen sind. Und ich hoffe, dass sich meine Kinder genau an solche Situationen erinnern werden.

Streng bin ich nur, wenn jemand absichtlich etwas zerstört oder kaputt macht oder bewusst alles Zeugs herauszieht und im Zimmer verteilt. Seltsamerweise sind das aber häufig die Kinder, die zuhause fast gar nichts dürfen, während meine Kinder sich bei anderen sofort an die Regeln halten, die dort gelten. Und da erwarte ich schon, dass die Mutter die Regeln auch klar sagt: Woher sollen sonst meine Kinder (und ich!) wissen, dass die Kinder sich dort nicht hinter der Gardine verstecken und mit dem Sofa spielen dürfen - bei mir dürfen sie das nämlich, ich finde das nicht schlimm. Wir benutzen auch Gläser zum Trinken, weil ich finde, das gehört zur Esskultur dazu (die man auch erst lernen muss). Kaputtgegangen ist eigentlich noch nie etwas, da wir sehr robuste und standfeste Gläser haben und die Kinder beigebracht bekommen haben, wie man vorsichtig mit einem Glas umgeht.

Was ich dagegen gar nicht mag ist, wenn Kinder fies miteinander umgehen und andere auslachen oder respektlos behandeln und gemeine Sachen sagen. Da greife ich sofort ein, ganz egal, ob das ein Besuchskind ist oder nicht. DAS geht gar nicht. Interessanterweise erlebe ich bei einigen Bekannten jedoch, dass sie sehr strenge Regeln aufstellen, was ihre Wohnung und die Ordnung dort angeht, aber sehr entspannt sind, was den verbalen Umgang der Kinder miteinander angeht. Damit hab ich viel mehr Probleme als damit, dass Kinder laut sind, Dreck machen und miteinander auch mal völlig aufdrehen können.

lg
K.

Beitrag von valentina.wien 10.11.10 - 11:02 Uhr

Unterschreib ich alles!

Beitrag von xyz74 10.11.10 - 12:35 Uhr

Ich persönlich kann mit "Schöner Wohnen" sehr viel anfangen, da ich gern schön wohne und die Frechheit besitze einen Teil der Whg als meinen bzw. erwachsenen Bereich zu betrachten.
Bei uns darf gern getobt werden aber bitte nicht überall.

So wie ich es mir als Mutter immernoch herausnehme wie eine Frau auszusehen und nicht wie Mutti, so nehme ich es mir auch heraus gewisse Bereich als Tob- bzw. Spielfreizone zu betrachten, die ich einfach nur fürs Auge schön mache.

Beitrag von gismomo 10.11.10 - 14:17 Uhr

Hallo,

wenn du mich in die Ecke "unemanzipiertes Hausmütterchen, welches sich gerne für seine Kinder aufopfert" stecken willst, täuschst du dich gewaltig.

Ich kann nur einfach nachvollziehen, dass es für Kinder manchmal nichts Schöneres gibt, als aus Klopapier, Spüli und Wasser Kugeln zu formen, die nachher zum Schneemann zusammengeklebt und bemalt werden. Und wenn diese Kugeln dann halt ein paar Tage lang im Bad trocknen müssen - dann ist das halt so und ich kann damit leben.

Bei mir darf tatsächlich überall getobt und gespielt werden, solange z.B. im Büro alles an seinem Platz bleibt und gefragt wird, bevor etwas von dort genommen wird. Und solange nachher wieder aufgeräumt wird. Das Sofa geht nicht kaputt vom Piratenschiffspielen, es sieht nur unordentlich aus. Damit kann ich leben, und zwar tatsächlich jeden Tag.

Mein Wohnzimmer steht voller Kisten mit Kinderspielzeug, und auf dem Wohnzimmerboden steht jeden Tag ein Bauwerk oder eine aufgebaute Eisenbahnanlage. Damit kann ich wunderbar leben. Meistens wird abends aufgeräumt - wo ist das Problem? In zehn Jahren werde ich wieder ein Erwachsenenwohnzimmer haben, ohne Kisten voller Kindersachen, und dann ist das auch OK. Zu meinem Leben gehören Kinder dazu, und die sollen auch das spielen dürfen, was ihnen Spaß macht (solange sie nichts kaputt machen oder jemanden verletzen, aber davon geh ich mal aus).

Ich hab so wunderschöne Erinnerungen an meine Kindheit, die voll war mit Plätzchenbacktagen, Fingerfarbenmalen und Salzteigbasteln, Häuser bauen aus großen Schachteln, usw. Und ich kenne leider viele Mütter heute, denen der Aufwand und das Chaos, das dabei zwangsläufig für kurze Zeit entsteht, zu groß ist. Wie schade für die Kinder!

lg
K.

Beitrag von xyz74 10.11.10 - 20:21 Uhr

Wie Nele schon schrieb: Warum immer diese Schwarzweißmalerei?

Es gibt im Leben sehr viel mehr als Schwarz und WEiß.
Da gibt es ziemlich viele Graunuancen zwischen.

Warum meinst, dass eine Wohung, die Ecken enthält, die nicht zum Toben sind, bedeutet, dass keine Plätzchen gebacken werden oder mit Salzteig gebalstelt wird?
Warum muss es bei einigen ein Leben vor, mit und nach den Kindern geben?
Ich nehme mir heraus auch wenn Kinder im Haus einen Teil davon als Erwachsenenzone zu betrachten, die nicht voll mit Spielzeug ist.
Bei uns steht auch eine große Holztruhe im Wohnzimmer mit Kinderspielzeug und mein Sohn spielt auch dort. Find ich auch ok, aber das Sofa ist troztdem kein Trampolin. Dafür gibt es das Spielzimmer.
Sorry, aber so ganz kann ich die Zusammenhänge,die Du zu sehen scheint nicht nachvollziehen.

  • 1
  • 2