2. Risikoschwangerschaft in Kauf nehmen?

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von korfu 09.11.10 - 10:37 Uhr

Hallo Zusammen,

ich bin gerade etwas verwirrt.
Der Wunsch nach einem 2. Kind ist da und als wir die Entscheidung getroffen haben, ging es mir richtig gut. Ich habe meine Spirale entfernen lassen und auf Anraten meiner Ärztin schonmal die Blutdrucktabletten umgestellt (Ich habe Bluthochdruck seit meinem 18. Lebensjahr).
Die Folge - mein Blutdruck ist erst einmal angestiegen und ich bekam plötzlich Angst.
Meine erste Schwangerschaft lief relativ gut bis auf das letzte Drittel.... der Blutdruck stieg und stieg, mir ging es schlechter, weil ich mir auch sehr viele Sorgen um mein Baby gemacht habe und letztendlich musste die Kleine auch per Kaiserschnitt geholt werden.

Nun sind die ganzen Gefühle/Sorgen aus der ersten Schwangerschaft wieder da und ich weiß absolut nicht , ob ich das nochmal riskieren soll. Dass der Blutdruck wieder steigt, ist fast vorprogrammiert.
Meine Tochter ist fast 4 Jahre alt und wünscht sich so sehr ein Geschwisterchen. Ich würde ihr den Wunsch gerne erfüllen, da ich mir auch noch ein Baby wünsche, aber sollte man nicht glücklich und froh darüber sein, ein gesundes Kind zu haben und lieber kein zweites Risiko eingehen?

War oder ist jemand von Euch vielleicht in derselben Situation und kann mir seine Gedanken mitteilen?

Ich freue mich über Eure Antworten.#danke

Beitrag von bohne87 09.11.10 - 10:45 Uhr

Ich bin oder war zwar nicht in solch einer Situation, aber ich bin Kinderkrankenschwester auf einer Früh- und Neugeborenen Intensivstation.

Natürlich ist das Risiko von Komplikationen da, aber die meisten Frühchen-Mütter sind gesunde Frauen, man kann nie sagen wie die SS am Ende ausgeht.

Die Entscheidung müsst ihr treffen, aber wenn ihr euch es wirklich so arg wünscht... wenn dein FA deine 1. SS begleitet hat weiß er ja bescheid und ihr könnt ggf. bei Problemen früh reagieren.

lg

Beitrag von feroza 09.11.10 - 11:00 Uhr

Ich bin Krankenschwester, habe zwar keine Hypertonie, aber für mich ist auch eine Risiko-SS vorprogrammiert (vernarbte GM, Alter usw, siehe VK) aber ich habe Vertrauen zu meinem FA, der kennt meine Krankengeschichte und er hat mir auch nicht von einer SS abgeraten, sondern begleitet mich und gibt Sicherheit mit Aufklärung...

Wenn es Dir mit Deiner FA ähnlich ergeht, sprich mit Ihr, vielleicht kann Sie in Zusammenarbeit mit Deinem HA sanft VOR einer SS medikamentös so umstellen, das es eine komplikationslose SS wird!

Verdränge jedenfalls nicht den KiWu, sondern kläre für DICH, ob Du physisch das aushälst, wenn Du es nämlich nicht weißt, gehst Du psychisch kaputt!

Beitrag von raevunge 09.11.10 - 12:31 Uhr

Meine 1. Schwangerschaft war zwar keine Risikoschwangerschaft, aber mein Kleiner war unterversorgt und ist ab der 25. SSW nicht mehr richtig gewachsen. Geschafft haben wir es bis 37+4, da kam er dann per Einleitung zur Welt. Aber bis dahin war es nicht so schön, mir ging es körperlich zwar super, aber dieses hin und her, müssen wir ihn holen oder nicht, das ging ganz schön an die Nerven #zitter Er musste dann auch noch auf die Intensiv, ist heute zwar top-gesund aber immer noch deutlich kleiner als seine Altersgenossen.

Mein FA hat damals gesagt, das könnte auch ein zweites Mal so laufen, es könnte aber auch genauso gut normal ablaufen. Wir üben jetzt mal ganz optimistisch für das zweite Kind #schein Habe aber trotzdem nachher noch mal einen Termin bei meinem FA und da wird das dann mal besprochen werden..

GLG #sonne