Vorschule - Sprachheilschule

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von fehmarn 09.11.10 - 10:43 Uhr

Hallo,

weiß nicht so direkt ob das Thema hier reingehört aber da mein Sohn 4,5 Jahre noch im Kindergarten ist, denke ich das das Forum passt :-)

Ich hatte heute im Kindergarten das Elterngespräch bezgl. Vorschule. Mein Sohn ist super, er ist grob motorisch der hit, teamorientiert alles gut ABER ich sollte ihn doch bitte auf eine Sprachheilschule schicken weil er ja doch ziemlich schnell spricht. Und auf die rote Coach koennte er auch mal weil irgendwo her muss es ja kommen das er so schnell spricht und einige Buchstaben verschluckt. Er ist seit ca einem jahr beim logopäden, ja weil auch mir als superMAM aufgefallen ist das er buchstaben verschluckt...und seine logopäden ist mit ihm sehr zufrieden (alle anderen auch) nur diese Erzieherin nicht, sie meinte sie muss immer genau zuhören wenn er ihr was spannendes erzählt... Aber das kann sich doch mit Logo etc noch legen oder? Ich habe kein Problem damit meinen Sohn in eine Förderschule zu schicken, versteht das nicht falsch aber ich glaube nicht das er es muss. Wenn ich dieses Protokoll der Schule vorlege werden sie sich dann nachdem Bericht der EINEN Erzieherin richten?
Im übrigen findet sie es verwunderlich das er nicht basteln möchte. Ob ich das mit ihm zu hause nicht mache. Ganz ehrlich, nein wir basteln zu weihnachten und ostern, aber den rest toben wir über den spielplatz oder spielen, lesen etc. Muss doch nicht sein das jedes kind begeistert beim basteln sitzt oder??

Ich bin jetzt wirklich verwirrt muss ich mir den e schein beim jugendamt holen oder lass ich es erstmal alles auf mich zukommen?

hat jemand schon gleiche erfahrungen gemacht?

lg simone

P.S. Auch ich rede schnell wenn ich aufgeregt bin und habe es ohne logo, ergo etc zu was geschafft ;-=)

Beitrag von engelchen28 09.11.10 - 11:03 Uhr

stell ihn doch mal in so einer sprachheilschule vor und dann wirst du eine unabhängige fachmeinung bekommen, das kann nicht schaden.

was sagt denn der kinderarzt zu dem thema?

Beitrag von fehmarn 09.11.10 - 11:08 Uhr

der kinderarzt war noch nicht mal der meinung das er zum logopäden muss :-) Aber da habe ich mein veto eingelegt und recht bekommen :-)

Beitrag von soulcat1 09.11.10 - 11:27 Uhr

Hm.

Meine Tochter spricht auch sehr schnell. ICH spreche sehr sehr schnell - viele verstehen mich garnicht wenn ich was sage aber das war all die Jahre so nie ein Problem.

Dafür ist Dein Kleiner doch bei der Logo...

Lass Dich nicht verunsichern! Der Kindergarten ist nicht allwissend.
Ich hatte mal eine Situation in Kiga als meine Kleine 3 war. Da waren die Erzieherinnen der Meinung, sie würde schlecht sprechen und sie müsste zum Logopäden. Hab mich total verrückt gemacht und 10 Stunden durchgeboxt. Nach 2 Stunden war mir diese Logopädin zu blöd und wir sind nicht mehr dahin. Dem Kiga habe ich davon nichtserzählt und es dauert nicht lange, da wurde meine Kleine gelobt, wie toll sie sich doch entwickelt hätte! #augen

Dann zum Basteln.

Meine Tochter bastelt wie ein Weltmeister! Dafür spielt sie aber sonst überhaupt nichts!
Klar, draußen mitm Fahrrad, Roller etc. ABER Barbie? Mein Kleines Pony? Puppen??? Pf. Alles umsonst gekauft.
So haben Kinder eben ihre Vorlieben.

Mann kann vor der Einschulung bestimmen (als Elternteil) das der Kindergarten und die Schule KEINEN Kontakt halten dürfen! Ich musste letztes Jahr einen Schrieb unterschreiben, dass ich mit dem Kontakt Kiga-Schule einverstanden oder nicht einverstanden bin.

Eine Freundin hat Zwillinge. Die kamen auch bei de im August in die Schule (wie meine). Die Erzieherinnen im Kiga waren aber der Meinung, das eine der beiden Mädchen NICHT auf eine normale GS sondern auf die Förderschule gehen sollte.
Meine Freundin hat daraufhin den Kindergartenkontakt zur Schule untersagt und jetzt gehen beide Mädchen in die selbe Klasse unserer normalen Grundschule.

Lass Dir das nicht gefallen!
Lass Dir Nichts einreden!
Mach das, was DU für richtig hälst!!!

Und auch die Einschulungsuntersuchung ist total easy (wie die u9) als keine Bange.

Dein Kleiner wird auf eine ganz normale Grundschule gehen wenn DU das willst!

Gaaanz liebe Grüße #liebdrueck

Petra & Joelina (im Januar 7)

Beitrag von kati543 09.11.10 - 11:37 Uhr

So wie du es beschreibst, verstehe ich weder, was dein Kind in einer Sprachheilschule soll, noch warum es derzeit Logopädie bekommt. Aber vielleicht habe ich es nicht richtig verstanden oder du etwas unglücklich beschrieben.
Also ich schreibe mal von meinem Sohn - der soll auch in eine Sprachheilschule.
Er bekommt seit 1 Jahr Logopädie und hat es nun mittlerweile geschafft, dass er sprechen kann. Sein bester Freund heißt z.B. Florian - er sagt Su Jang. Ansonsten spricht er 3-4-Wort-Sätze aber ohne jede Grammatik und mit extrem ausgeprägter Dyslalie. In einer Sprachheilschule sind bei uns nicht die Kinder die mal einen Buchstaben verschlucken oder Buchstaben vertauschen, sondern Kinder, die sprachlich extrem hinterher sind.

Beitrag von rosalinde.x 09.11.10 - 11:51 Uhr

Hallo Simone,

ich nehme an, ihr habt noch fast 2 Jahre bis zur Einschulung Zeit. Solange kann sich dein Sohn doch "in Ruhe" - auch sprachlich - weiter entwickeln. Wenn er zum Logopäden geht, seid ihr doch auf dem richtigen Weg. Macht er dort Fortschritte?

Wie gut können ihn andere (Erwachsene, Kinder) verstehen? Was sagt die zweite Erzieherin? Ist nur ein genaues Zuhören erforderlich oder kann man ihn wirklich kaum verstehen (Außenstehende, Mütter verstehen ihre Kinder immer besser als andere)?

Ich würde abwarten, seine Sprachentwicklung beobachten und fördern. Ansonsten würde ich erst mal von einer "normalen" Schulvorbereitung ausgehen und dies auch so dem Kindergarten sagen. Vielleicht kann der Logopäde auch den Erzieherinnen ein paar Tipps zur Sprachförderung im Kindergartenalltag geben (z.B. geduldig zuhören, gezielt nicht Verstandenes nachfragen o.ä).

Wenn er in 1 bis 1 1/2 Jahren noch so spricht, dass es schwer ist, ihn zu verstehen, kannst du immer noch auf den Weg zur Sprachheilschule umschwenken. Im Zweifelsfall nimm vorher Kontakt zur Sprachheilschule auf und frage dort nach, wie das Aufnahmeverfahren abläuft bwz. bis wann hier eine Anmeldung erfolgen muss und welche Tests ggf. durchgeführt werden.

Liebe Grüße

Beitrag von doreen0908 11.11.10 - 12:01 Uhr

Hallo,
ich hoffe, ich bin mit meiner Antwort noch nicht zu spät, weil der Beitrag ja schon ein paar Tage alt ist. Ich wollte nur etwas dazu sagen. Viele Eltern haben Angst, ihre Kinder auf einer Sprachheilschule beschulen zu lassen, vielleicht aus Unwissenheit oder aus Angst vor dem Begriff "Förderschule". Ich arbeite als Lehrerin an einer Sprachheilschule. Wir arbeiten dort nach dem ganz normalen Grundschulplan und mit dem Ziel, die Kinder nach spätestens vier Jahren in einer "ganz normalen" Schule beschulen zu können. Der Vorteil in unserer Schule liegt jedoch darin, dass wir höchstens 12 Kinder in den einzelnen Klassen haben und Sonderpädagogen, die noch im Unterricht sprachheilwirksam auf die Kinder einwirken können und zusätzliche individuelle Förderstunden anbieten. So wird jedes Kind nach seinen Möglichkeiten gefördert. Das funktioniert in einer Grundschule, in der ca. 25 Kinder in der Klasse sind, einfach nicht so gut. Außerdem wird den Kindern in der Klasse viel Druck genommen und sie entgehen in der Regel dem Mobbing, weil um sie herum eben auch Kinder mit Sprachauffälligkeiten sind. Jeder ist für sich etwas besonderes und dennoch verbindet sie alle etwas gemeinsam. Ich würde dir also raten, nächstes Jahr, wenn sich das Problem immer noch zeigt, einfach mal Kontakt mit der nächstgelegenen Sprachheilschule aufzunehmen. Ich muss aber auch dazu sagen, dass sich gerade in dem Bereich momentan sehr viel umgestaltet, so dass es vielleicht sogar in zwei Jahren so sein kann, dass dann Sonderpädagogen auch an Grundschulen sind und dort ihre Förderstunden anbieten. Das kann jetzt noch keiner so genau abschätzen. Was mir jedoch wichtig war, zu sagen ist, einfach mutiger und aufgeschlossener zu sein in Bezug auf den Begriff "Fördern".
Liebe Grüße Doreen
(im Moment leider nicht vor der Klasse sondern mit zwei kleinen kranken Mädels zu Hause)

Beitrag von fehmarn 11.11.10 - 12:15 Uhr

Vielen dank für deine Antwort.
Ich gebe dir recht, man ist als Elternteil erstmal geschockt wenn man hört, Sprachheilschule etc.
Ich weiß das Leon was die Sprache angeht weiter gefördert werden muss und wir haben jetzt ende November einen Termin in der Vorschule meiner Wahl die Sprachförderung anbietet.
Glaube das Gespräch mit der Erzieherin hat mich auch endlich dazu gebracht in die Richtig Vorschule was zu tun, weil ich dachte immer noch naja ist ja noch zeit.... Mich hat es natürlich auch geärgert das sie meint das er nicht basteln möchte und das es nicht normal ist. Daür mag er backen ;-) Habe das Gefühl das im Kindergarten ein Kind was ein wenig durch den Raster fällt sofort auffällig ist und behandelt werden muss. Wir haben heute den Bericht der Logopäden bekommen für die Vorschule.. damit kann ich sehr gut umgehen :-)

Was mich natürlich auch noch "wütend" macht ist diese Erpressungsversuche, wenn ihr kind nicht bei uns in die Vorschule geht dann bekommt er auch keinen Hortplatz..aber das ist eine andere Baustelle die ich auch noch klären werde...

lg simone

p.s. die sich fragt ob sie schon vor der schwangerschaft die kinder hätte überall anmelden müssen.....