Ich zerbreche an Fernbeziehung....

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von zerrissenzerrissen 09.11.10 - 12:01 Uhr

hallo ihr lieben,

ich denke ich brauche mal etwas mut zu gesprochen, von denen welche ebenso in einer Fernbeziehung leben oder lebten.
Mein neuer Freund lebt in 200km entfernung von mir, das ist ja nicht so extrem weit weg, aber hinzu kommen unsere verpflichtungen, meine kinder und arbeit, seine arbeit, werkstatt und umbau etc. dies alles erlaubt es im moment, das wir uns nur 1x die woche sehen. für mich ist das fast unerträglich und es belastet mich ungemein in meinem alltag. er sagt das es für ihn auch sehr schwer ist, sich aber gewisse dinge im moment nicht ändern lassen. er hat soviel um die ohren, ich weiß das auch, keinen abend ist er vor 22 uhr zu hause, dann telen oder skypen wir....
er fehlt mir so... ich komme mir wie 18, so wie ich mich anstelle, dabei sind wir 32 und 37 jahre.

bitte macht mir mal etwas mut und berichtet wir ihr das alles gemeistert habt!

DANKE

Beitrag von muggles 09.11.10 - 12:07 Uhr

Hallo,

wird sich die Situation in absehbarer Zeit denn aendern, d. h. haette er in Zukunft mehr Zeit?

Stoeren ihn die eingeschraenkten Treffen genauso wie Du oder kann er besser damit leben?

Wie lange seid Ihr schon zusammen?

Hast Du Hobbies, die Du regelmaessig ausuebst oder Freunde, die Du regelmaessig triffst? Wie sieht es diesbezueglich bei ihm aus?

Claudia

(die ihre ehemalige Fernbeziehung (seinerzeit 1200 km Entfernung) naechstes Jahr heiraten wird)

Beitrag von fernbeziehung 09.11.10 - 13:20 Uhr

Hallo,

ich lebe im Moment (noch eher frisch) auch in einer Fernbeziehung. Aber in einer extremen. Er USA, ich hier! 1x die Woche sehen, würde mir schon reichen, bei uns ist es nur alle paar Monate, für eine für mich immer viel zu kurze Zeit. Das nächste mal kommt er erst wiede mitte Januar. Sind jetzt noch 68 Tage... Ja ich zähle immer die Tage. Es ist auch sehr schwer zwischenzeitlich und wir haben auch schon via skype gemeinsam geweint aber wir sehen nicht nur die negativen Seiten an der Beziehung.
Jeder hat immer noch seine individuellen Freiheiten, ich und er können ein uneingeschränkten Alltag genießen, müssen uns für nix wirklich rechtfertigen, haben unseren eigenen Haushalt und dennoch wissen wir, das immer jemand irgendwie da ist. Auch wenn wir uns nicht im Arm halten können, tut es gut einfach nur zu reden, auch wenn es nur über Telefon oder Skype ist. Wir müssen da jetzt auch noch die nächsten 3 Jahre durch, da es berufsbedingt bei ihm nicht anders geht. Aber dann will er hierher kommen. Zu mir und meinen Kinder, die ich auch noch habe und alles noch ein bisschen schwieriger macht. Aber für mich ist einfach die Hoffnung der Zukunft mit ihm so groß, dass ich darum kämpfen will und er auch.
Ich glaube wir schaffen das und wir arbeiten jeden Tag daran. Aber absolute Vorraussetzung für eine funktionierende Fernbeziehung ist blindes Vertrauen! Und man darf sich von seiner Sehnsucht nicht zerfressen lassen. Da ich hier meine Arbeit habe, bin ich immer sehr gut abgelenkt, auch meine Kinder machen mir den Alltag ohne ihn leichter.

lg