Nachdenklich....Zum Threat weiter unten darf man sowas sagen???

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Nachdenkliche 09.11.10 - 12:56 Uhr

Der Threat weiter unten ht mich nachdenklich gemacht. Wen man sowas schon nicht sagen darf wie sieht es dann damit aus,das man sein eigenes Kind eigentlich nicht mehr so mag????
Ich habe 4 Kinder gross gezogen, die Jüngste ist jetzt 18. Mein ältester Sohn ist 23 und er ist ein Typ Mensch würde ich ihm begegnen ich mochte ihn nicht :-(.
Es ist seine ganze Art. Er tut nichts schelchtes, aber er ist arrogant, überheblich und fühlt sich seit er studiert einfach wie etwas Besseres und das gibt er auch meinem Mann und mir zu spüren.
Meine älteste Tochter studiert auch und meine Jüngste geht nach ihrem FÖJ an die Uni aber keine von denen legt so ein Verhalten an den Tag.
Ich weis ich kriege sicher jetzt viel Kritik. Aber ich kann es nicht ändern, mein eigener Sohn ist mir unsymphatisch. Ich frage mich ob es noch anderen so geht????

Beitrag von klar gibt es das 09.11.10 - 13:02 Uhr

Hallo,

ich persöhnlich kennen gleich 2 Familien wo die Mütter mit ihrem Nachwuchs nichts zu tun haben wollen weil sie ebend Charakterlich arg aus der Bahn schlagen und ja, wären das meine Kinder könnte ich sie auch nicht leiden!

Ich verstehe solche Mütter schon im gewissen Maß!

LG

Beitrag von zeitblom 09.11.10 - 13:09 Uhr

Ich finde es nicht so ungewoehnlich...vor allem wenn ich daran denke, wieviele (erwachsene) Kinder ihre Eltern unsympatisch finden oder gar voellig ablehnen.
Und von Liebe, diesem Gefuehl, das den Brustkorb sprengen koennte, kann doch bei Elternliebe auch nicht die Rede sein. Man muesste ein anderes Wort dafuer erfinden; eines in dem die Eigenliebe deutlich mitschwingt...

Beitrag von schlechte Mutter? 09.11.10 - 13:15 Uhr

Ich kann das noch steigern :-(. Ich habe auch 3Kinder und ich mag meine Jüngste nicht, sie ist 3 :-(
Ich würde sie niemals schlagen oder es ihr zeigen! Jedes Kind bekommt von mir gleich viel Aufmerksamkeit und liebe, zumindest versuche ich das, bei 3Kindern nicht immer leicht :-)

Beitrag von sinastern 09.11.10 - 13:17 Uhr

was macht die kleine denn ? das du sie nicht so magst....sie hat ja noch keinen gefestigten charackter ?

Beitrag von schlechte Mutter? 09.11.10 - 13:20 Uhr

In unserer Familie geht es sehr fröhlich zu, wir spielen viel, unternehmen viel und lachen viel gemeinsam! Meine Jüngste war schon imemr nur weinerlich :-(
Dauert passt ihrwas nicht. Bsp wir gehen in den Zoo, alle freuen sich. Nur Madame zieht man wieder eine Schnute.

Beitrag von sinastern 09.11.10 - 13:35 Uhr

naja sie ist ja noch sehr klein ....legt sich bestimmt wieder...es gab mal so 4 jahre da hab ich meine mama gehasst und sie mochte mich auch nicht sonderlich...jetzt haben wir uns aber sehr lieb:-D

Beitrag von nele27 09.11.10 - 14:00 Uhr

Vielleicht spürt sie, dass sie nicht so akzepztiert wird wie sie ist und ist deswegen weinerlich?? #kratz

Hast Du die anderen beiden immer schon lieber gemocht oder lehnst Du Deine Jüngste erst seit Kurzem ab? SInd die Größeren Jungs?

LG, Nele

Beitrag von carrie23 09.11.10 - 20:41 Uhr

Und DESHALB magst du sie nicht?
Sorry aber nein dafür hab ich kein Verständnis und ein Kind in dem Alter kann sich auch noch nicht so entwickeln wie ein Kind des alters der TE.

Beitrag von badguy 09.11.10 - 13:20 Uhr

Wo ist das Problem? Wer sagt, dass man seine genetische Herkunft lieben muss? Wer legt das fest. Schau dich hier um, wie viele User/Userinnen hier mit ihren Eltern gebrochen haben? Mißbrauch, Gewalt, etc.
Ich kenne Menschen, die ihre Kinder schlagen und geschlagen haben, die sagen einem dreist. Ja, mach ich aber ich finde nicht, dass ich was falsch mache.
Man muss weder als Kinder seine Eltern lieben noch als Eltern seine Kinder. Das Gesetz gibt es nicht.

Beitrag von simone_2403 09.11.10 - 13:39 Uhr

Hallo

Ich frage mich warum du das deinem Sohn,der ja bereits erwachen ist,nicht direkt ins Gesicht sagst?

Egal wie alt er wird,er ist und bleibt dein Kind,du hast ihn aus der Kackwindel geholt,ihm die Tränen getrocknet und noch vieles mehr.

GEnau aus diesem grund,eben weil ich mein Kind liebe würde ich so ein Verhalten in keinem Fall tolerieren und ihm das stecken.

lg

Beitrag von metalmom 09.11.10 - 14:34 Uhr

Ist für mich etwas völlig anderes ob ich mein erwachsenes Kind mit seiner ausgebildeten Persönlichkeit, seiner Moral, seinen Ansichten nicht mehr sympathisch finde oder ob ich, wie im Beitrag weiter unten, mein Kind (Kinder definiere ich bis zur Pubertät) nicht leiden kann.
Denn wie man sein eigenes Kind nicht leiden kann, das kann ich nicht nachvollziehen. Dass es einem zeitweise auf den Sack gehen kann mit seinen Macken und Phasen - klar. Aber das man es grundsätzlich nicht leiden kann, finde ich unfassbar und traurig.
Oder auch wie man sich, in dem unwahrscheinlichen Fall, für eines von beiden entscheiden müsste: Mann oder Kind(er) für den Mann entscheideen würde. Würde ich niemals.
Meine Kinder sind mein Fleisch und Blut, meine Kinder sind bis zu einem gewissen Alter hilflos und von mir abhängig. Wie kann man sich gegen sie entscheiden?
Aber nun, da hat halt Jeder seine eigene Einstellung. Bei mir jedenfalls gehen meine Kinder über alles. Über das Leben meines Mannes, meiner Eltern, meiner Freunde und auch über mein eigenes Leben.
LG,
Sandra

Beitrag von lieber nicht 09.11.10 - 14:48 Uhr

Ich komme aus einem solchen Elternhaus:

Ich (w) habe noch eine jüngere Schwester. Egal, was ich machte, meine ELtern himmelten meine Schwester an und sagten das auch offen. Davor hatte ich noch einen Bruder, aber der starb, für meinen Vater der tragiste Verlust "das beste Kind ist tot".

Ich bin schon immer recht dicklich und bieder, meine Schwester wirklich hübsch, dafür bin ich wesentlich intelligenter. Meine Eltern schmückten sich schon gerne mit meinen Noten, aber wie es mir ging war ihnen völlig egal. O-Ton mein Vater "Du wirst ein Leben lang arbeiten müssen, die Kleine macht es schlauer, die angelt sich einen Arzt oder Rechtsanwalt und hat es dann gut".

Mit 16 habe ich die Kälte nicht mehr ertragen und bin daheim ausgezogen. Fünf Jahre lang hatte ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, d.h. ich bin einmal im Jahr kurz heimgefahren und wir haben sofort gestritten. Einmal stand ich 3 Stunden lang am 20km vom Heimatort entfernten Bahnhof, weil keiner Zeit hatte, mich abzuholen (es war Winter und eiskalt und sie wussten, ich komme mit dem Zug).

An der Uni lernte ich einen Medizinstudenten kennen, mit dem war ich 10 Jahre lliert, nicht, weil ich ihn wahnsinnig liebte, sondern nur, um meinen Eltern zu zeigen, dass ich das auch schaffe. :-( Ich hab mich immer total minderwertig gefühlt und hatte immer das Gefühl "wenn die Beziehung auseinandergeht, finde ich nie mehr jemand" - das war das Gefühl, das ich von zuhause bekommen habe "du bist es eh nicht wert". Ein Teil des Gefühls wird immer bleiben.

Wir verlobten uns (das war mir so wichtig, denn ich wollte eine Bestätigung, dass es einen auf der Welt gab, dem ich am wichtigsten war), er ging fremd und heiratete eine andere. Da hatte ich ewig lange Suizidgedanken und kam mir vor wie ein ungeliebtes Stück Dreck.

Irgendwann beschloss ich, alles hinter mir zu lassen und siehe da, ich traf einen netten Mann, bin heute beruflich erfolgreich und habe süße Kinder.

Meine Eltern finden mich nun gaaaaaaaaaaaaaaaaannnnz toll, weil es meine Schwester zwar zum Anwalt gebracht hat, aber der ist doppelt so alt wie sie und verheiratet. #schwitz . Der Stachel sitzt sehr tief.

Sehr schlimm ist aber, dass meine Eltern das nicht zugeben können, dass es so ist/war. Ständig sagen sie, es stimmt nicht, aber ich spürte genau, dass es so war. Unser Verhältnis ist sehr kalt, aber sie sind tolle Großeltern für die Kinder. Bei uns ist es so, dass ich zwar Mama und Papa zu ihnen sage, persönliche Dinge aber nicht besprochen werden - sie sind keine Eltern in dem Sinn.

LG

Beitrag von michback 09.11.10 - 15:05 Uhr

Hallo,

ich bin der Meinung so etwas geht sehr gut. Ich nehme als Beispiel mich und meine Mutter. Ich war als Nachzügler nach zwei Jungen das absolute Wunschkind.
Klar, meine Mutter liebt mich wie eine Mutter ihr Kind immer liebt, aber wir verstehen uns absolut nicht. Ich bin schon immer mit meiner Mutter angeeckt. Wir haben absolut grundverschiedene Ansichten egal um was es geht. Und wenn wir länger als zwei Tage aufeinander hocken, bekommen wir uns dermaßen in die Wolle, dass jeder um uns rum flüchtet. Ich wohne 300 km von meinen Eltern entfernt. Und ich weiß genau, meine Mutter freut sich wenn ich komme und sie freut sich auch wenn ich wieder fahre. Wir beide haben einen ähnlichen Charakter und der passt absolut nicht zusammen. Und ich finde dies nicht schlimm. Meine Mutter hat mir als Kind alles gegeben was ich brauchte um eine schöne und glückliche Kindheit zu haben. Dafür bin ich ihr über alles dankbar. Sie hat mir nie das Gefühl gegeben mich weniger zu lieben als meine Geschwister.
Wir reden oft darüber, dass wir nicht miteinander können. Wir haben keinen Streit, helfen uns gegenseitig wo wir können, vermeiden aber längere Zeit zusammen an einem Ort zu verbringen und es stört uns auch nicht wenn wir uns eine zeitlang nicht begegnen.
Warum sollte man sein Kind wenn es erwachsen ist nicht unsympathisch finden dürfen? Es gibt Menschen, die passen zusammen und andere eben nicht. Ich liebe meine Mutter weil es meine Mutter ist, meine Mutter liebt mich weil ich ihr Kind bin. Das hat aber nicht zu heißen, dass wir uns leiden können.

Beitrag von frieda05 09.11.10 - 15:06 Uhr

Du schreibst jedoch nicht, daß Du Deinen großen Sohn nicht lieben würdest.

Wetten, daß tust Du?

Lieben, heißt allerdings nicht, den Fehlern des anderen gegenüber blind zu sein. Im Gegenteil. Oftmals haben meine armen Kinder das Problem eine Mutter ihr eigen zu nennen, welche extrem kritisch und anspruchsvoll ist und damit auch nicht hinter den Berg hält.

Mich persönlich macht Liebe nicht blind.... - Dich vielleicht auch nicht?


GzG
Irmi

Beitrag von asimbonanga 09.11.10 - 15:41 Uhr

Welchen Fred meint die TE denn?

Beitrag von klar darf man 09.11.10 - 19:11 Uhr

Ich finde, das darf man sagen. Du bist auch kein Einzelfall. Meine Stieftochter wird m.M.n. von ihrer Mutter auch nicht geliebt, sondern sogar abgelehnt. Sie hat nie ein nettes, anerkennendes Wort für ihr Kind. Kann sie einfach nicht loben oder in irgendeiner Weise Rücksicht auf ihr Kind nehmen. Es geht nur und ausschließlich um ihr eigenes Wohl und das Kind stört eigentlich nur. Seitdem das Kind auf der Welt ist, wurde sie als Druckmittel gegen den Vater benutzt. Als sie sich dann entschied, bei dem Vater leben zu wollen, hat sich die Mutter komplett abgewendet. Sie meldet sich nie bei ihrem Kind und sehen will sie sie schon gar nicht. Sie schafft es nach Wochen an dem Kind wortlos vorbei zu gehen. Ob das was mit der berühmten Mutterliebe zu tun hat, wage ich anzuzweifeln.

Also nicht alle Mütter lieben ihre Kinder, genau wie nicht alle Väter. Darüber streitet aber kein Mensch und bezweifeln tut es gleich gar keiner.

Gefühle sind viel zu komplex, um sie verallgemeinern zu können.

Beitrag von wüstenblumenbeet 09.11.10 - 20:16 Uhr

Ich würde ihn schon auf sein Verhalten ansprechen. Vielleicht ist ihm sein Verhalten gar nicht so klar. Viele arrogante Leute sind zutiefst verunsichert. Vielleicht hat er ja am der Uni Komplexe, weil er aus einem Nichtakademiker-Haushalt stammt (wenn ich das richtig deute)?

Ich würde ihn auf keinen Fall abschreiben, sondern die Auseinandersetzung suchen. Das ist vielleicht auch oft das Problem in Familien, dass man die Dinge nicht so aussprechen mag und dann die Probleme unterschwellig vor sich hin gären, statt sich mal mit einem oder zwei Gewittern zu entladen.

Beitrag von asimbonanga 09.11.10 - 22:25 Uhr

Hallo,
das tut mir leid für dich, das dein Sohn dir unsympathisch ist.Aber das soll vorkommen-vielleicht lehrt ihn das Leben, das er mit Überheblichkeit auf Dauer nicht weiter kommt.
Es wird Andere sicherlich abstoßen, das er nicht zu seiner Herkunft steht.Aber er ist ja noch relativ jung.
Ich habe mir durch deinen Thread überlegt ,was meine Mutterliebe nachhaltig erschüttern könnte.Grausamkeit gegen Mensch und Tier---- und das Engagement in einer rechtsradikalen Partei fallen mir dazu spontan ein.

Ansonsten hoffe ich,das derartige Entwicklungen mir erspart bleiben.

L.G.

Beitrag von kenn ich 10.11.10 - 05:53 Uhr

Hallo Nachdenkliche,

das Gefühl kenn ich , mein Sohn ist 22, lebt noch mit mir zusammen- mehr oder weniger gut- eher weniger.

Oft denke ich mir : ich liebe meinen Sohn, aber ich kann ihn einfach nicht leiden.
Wenn der mein Partner wäre, hätte ich den schon drei mal vor die Tür gesetzt.

Du siehst, es geht nicht nur dir so

liebe Grüße

Beitrag von clautsches 10.11.10 - 23:18 Uhr

Hallo!

Meine Mama hat sich mit mir immer wesentlich besser verstanden als mit meinem Bruder. Die beiden konnten einfach überhaupt nicht miteinander, haben nur gestritten, die Chemie hat nicht gestimmt.
Mein Bruder ist dann mit 21 gestorben. Und noch heute macht sich meine Mutter Vorwürfe, dass es nicht besser geklappt hat. Und vor Allem: dass sie es versäumt hat, ihm während der ganzen Streits immer wieder zu sagen, dass sie ihn trotz allem LIEBT!

Also, ich finde:
Ja, man darf sowas sagen. Aber für den "Seelenfrieden" ist es am allerbesten, man REDET mit der betreffenden Person darüber!!

LG Claudi