BEL- KS- Traumgeburt

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von skyp 09.11.10 - 13:48 Uhr

Hallo :-)

Vor genau einer Woche um 11h56 wurde unsere Kleine per KS geboren. Hier der ausführliche Geburtsbericht.

Seit der 30 SSW lag meine Kleine in BEL. Zunächst mit dem Po nach unten. Im Einverständniss mit dem Arzt hatte ich entschieden es mit einer spontan Geburt zu versuchen doch 4 Wochen später sass die Kleine dann im Schneidersitz in meinem Bauch. Der Arzt war immer noch einverstanden dass ich es mit einer spontan Geburt versuche allerdings meinte er dass solche Geburten -also mit den Beinchen vorran- zu 60-70% mit einem not KS enden.
Kurz danach stellte sich heraus dass ich zu wenig FW hatte und es zu knapp bis zum ET werden wurde (ET wäre der 16.11 gewesen).
Also habe ich mich für ein KS entschieden da mir dass alles zu riskant war. Der Termin wurde auf den 5.11 gelegt.

Letzten Dienstag morgen, also am 2.11, ist mein Mann zur Arbeit gefahren. Ich habe ihm an der Wohnungstür einen Kuss gegeben und wollte mich gerade wieder ins Bett kuscheln als plötzlich die Fruchtblase gesprungen ist, natürlich im Schlafzimmer wo ich nichts zum aufwischen hatte. Also ab ins Bad wobei bei jedem Schritt etwas mehr ausgelaufen ist. Da ich im Moment ziemich verwirt war, habe ich den Computer eingeschaltet um zu wissen was ich nun tun muss. Aha, also ins KKH fahren, möglichst schnell da dass Köpfchen ja nicht im Becken liegt. Ich hab dann noch zur sicherheit im KKH angerufen um mir das bestätigen zu lassen. Als es mir endlich klar wurde dass die Kleine JETZT kommt habe ich meinen Mann angerufen. Er war zum glück noch nicht sehr weit und ich habe ihn gebeten direkt ins KKH zu kommen (wir haben kein Auto).

Danach bin ich kurz unter die Duche und habe meinen Koffer geschnappt...da ist mir eingefallen dass ich die Nummer vom Taxiunternehmen gar nicht habe. Also wieder an den Computer um ein Taxiunternehmen zu finden. Danach habe ich in meinen Geldbeutel geschaut: es blieben mir noch 1 euros und ein paar cents. Ich hab dann meinen Koffer die 3 Etagen runtergeschubst und bin erst man zum nächsten Geldautomat (zum Glück um die Ecke bei uns).
Danach hab ich dass Taxi angerufen: es kam sehr schnell und 10 Minuten danach war ich am KKH wo mein Mann auch schon auf mich wartete.

Als erstes wurde ich dann ans CTG angeschlossen. Wehen hatte ich noch keine also haben die ärzte entschieden erst noch einen not KS bei einer anderen Frau durchzuführen. Nach etwa einer halben Stunde ging es dann mit den Wehen los: direkt im 5 Minuten Abstand. Mein Mann fand den Wehenschreiber so lustig: er hat meine Wehe kommentiert so im Stil: « Oh Liebling, die gerade war ziemlich heftig, gell? » oder « Warum machst Du so eine Grimasse: dass war doch eher eine leichte Wehe ». Ich musste furchbar lachen aber gleichzeitig hätte ich im auch am liebsten eine geschmiert ;-).

Die Krankenschwestern die regelmässig nach uns schauten wurden immer nervöser, weil die Wehen immer schneller kamen. Dann endlich war es soweit: ich wurde in den OP Saal gebracht. Mir wurde ein PDA gelegt (tut uberhaupt nicht weh). Alles wurde mir genau erklärt: was gerade getan wird, was nun gleich kommt usw..... Dann durfte mein Mann zu mir und der Arzt kam. Keine 10 Minuten später, war die Kleine da und hat als erstes den Arzt angepinkelt! #rofl
Sie wurde mir kurz gezeigt: mein Mann und ich waren sehr gerührt und mussten heulen :-p. Mein Mann ist dann mit der Krankenschwester und der Kleinen in den Nebenraum. Ich wurde "zugeheftet" und musste 2 Stunden in den Aufwachsaal. Natürlich war ich sehr ungeduldig aber ich wusste ja dass die Kleine bei ihrem Papa war und ich habe mich sehr gefreut dass er diese paar Stunden (aus den 2 Stunden wurden 4 da ich ein wenig länger geblutet habe) zum kennenlernen hatte.

Dann endlich wurde ich in mein Zimmer gebracht und mein Mann und ich haben den Rest des Tages mit dem Bestaunen unserer tollen Tochter verbracht. Gegen Abend kam dann eine Schwester und hat mir beim anlegen der Kleinen geholfen: sie hat sofort kapiert wie man nuckel und es gab keinerlei Stillprobleme.

Ich durfte an diesem Tag noch nicht aufstehen. Am Nächsten hat man mir dan den Tropf abgemacht und ich durfte aufstehen. Mir wurde nicht schwindelig und hatte kaum Schmerzen (2 paracetamol 500 haben gelangt damit ich komplet schmerzfrei wurde). Der Schnitt war schon am verheilen und alles war bestens. Ab dem nächsten Tag war ich dann zum erstaunen der Schwestern und der ärtzte komplett schmerzfrei und bin schon durch die gegen gelaufen....erst langsam und dann ganz normal.

Da alles so perfekt war und ich keine Schmerzen hatte, die Narbe schön am verheilen usw...durfte ich schon am Samstag nach Hause (also 5 Tage nach dem KS). Natürlich muss ich mich ausruhen sonst schimpft die Nachsorge Hebamme mit mir. Aber mir geht es einfach super und der Kleine auch.

Abschliessend möchte ich noch sagen dass ich sehr angst vor einem KS hatte. Ich wollte alles nur dass nicht. Jetzt eine Woche später, würde ich alles nochmal genauso machen. Ich habe nicht dass Gefühl die Geburt meiner Tochter verpasst zu haben weil ich nicht « normal » entbunden habe. Im Gegenteil, ich freue mich riesig dass sie sozusagen "ihren" Tag ausgesucht hat.
Die Narbe ist schon jetzt kaum noch sichtbar: ganz hellrosa und flach. Gestern habe ich mich zum ersten mal gewogen: ich liege 3 Kg über meinem Startgewicht ;-)
Es war für mich eine totale Traumgeburt #verliebt

Beitrag von 30.11.10 09.11.10 - 16:23 Uhr

#pro Das glaube ich sowas nenne ich auch Traumgeburt