Brauche dringend Hilfe

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von DRINGEND!!! 09.11.10 - 14:33 Uhr

Hallo,

vorweg, ich schreibe hier schwarz. Bin aber schon Jahre hier als aktives Mitglied dabei. Es ist jedoch so "persönlich" das ich erstmal lieber so schreibe.

Kurz zu den Randdaten:

Ich habe eine Freundin/gute Bekannte.

Sie ist 27 Jahre alt, hat eine 5 Jahre alte Tochter. Sie geht arbeiten seit die Kleine 2 Jahre alt ist.

Wir kennen uns seit unsere Kinder (sind gleichalt) 6 Monate alt sind.

Sie wohnt seit 2 Jahren schräg über mir.

Soviel dazu, ich versuche kurz die wichtigsten Fakten zu nennen:

- Sie wurde von einem Mann schwanger, in den sie selbst unsterblich verliebt war
- Er wollte die Schwangerschaft nicht, sie trug ihr Kind aus.
- Kurze Zeit nach Bekanntwerden der Schwangerschaft reiste er zurück in seine Heimat (England)
- Sie gebahr das Kind, es war die ersten 6 Monate ein "Schreikind"
- Dann lernte ich Sie kennen.
- Wir hatten über ein Jahr lang sehr regelmäßigen Kontakt, als die Kinder etwa 2 wurden minimierte sich unser Kontakt, aufgrund von Unstimmigkeiten, ect. brach der Kontakt soweit ab, das man sich nur noch grüßte, die Kinder in die gleiche Kita gingen.

- Vor einem halben Jahr näherte man sich wieder an, redete.

- Dabei kam heraus, das sie bald in eine Kur gehen würde, BurnOut.
- Sie war überfordert im Job, schrie ihr Kind nur noch an, litt an Antriebslosigkeit, niemand war da der ihr das Kind mal abnahm usw.

- Im Kindergarten wurdee schon intensiv mit ihr gesprochen, da sich zusehens auch ihre Tochter veränderte, bzw man den Umfang zwischen ihr und ihrer Tochter beobachtete.

- Sie war dann also auf Kur, kam zurück (Sept.)
- Man dacht es ginge ihr besser, wir hatten wieder vermehrt Kontakt.
- Man ging spazieren, die Kinder spielten, ich wollte ihr einfach auch beistehen.

- Sie hatte noch immer ihren alten Job (auch jetzt noch), der sie gleich am 1. Tag nach der Kur wieder in eine Überforderung brachte (Kind anschreien, Tagesqablauf verquer)
- Es kam dazu das ihre Mutter ihre Tochter öfter betreute, sie konnte dann am WOchenende weggehen, was für sich machen.

Jetzt kommt der Punkt der mir arg Sorgen bereitet und ich weiß nicht so recht was ich noch machen kann.

- Seit 6 Wochen geht es rapide bergab mit ihr. Sie trinkt regelmäßig und viel am Abend, auch tagsüber (hier mal 1 Feierabendbier), abends mal 1-2 zum TV gucken.

- Am Wochenende schweift dies so aus, das sie volltrunken ist, 2-3 Tage.

-Vor 2 Wochen nun eskalierte das ganze.

Sie kam in einen recht "zwielichtigen" Freundeskreis vor einiger Zeit (Party machen, keine Verantwortung, Alkohol, Drogen), unter anderem mit einer sporadisch bekannten Mutter (24) aus der Kita.

Vor 2 Wochen dann schrieb ich ihr an einem Samstag wie es ihr geht, ob sich jobtechnisch was ergeben hat, und das ich helfe, wenn sie diese braucht.

Am Sonntag antwortete sie mir das sie die schlimmste Nacht ihres Lebens hinter sich habe und mit mir reden muss.

Heraus kam ,das sie mit besagten Leuten feiern war, übermäßig viel trank, fast zur Besinnungslosigkeit, zum krönenden Abschluss gab es Speed.

Das vertrug sie nicht, sie wurde per Notarzt in die Klinik gebracht.

Ich redete ihr ins Gewissen, bot ihr Hilfe an, zeigte ihr auf das sie eine Tochter hat, und und und.

Nun dann das letzte Wochenende.

Sie war wieder bei besagter "Freundin"... Mit ihrer Tochter.

Sie wollten sich einfach einen schönen abend machen, hieß es, die Kinder wollten zusammen übernachten.

Was sie mir dann in Tränen erzählte schockte mich einfach nur.

Aus der "harmlosen" Übernachtungsparty wurde was anderes.

Es waren zwei Männer eingeladen (Freunde der anderen), sie betranken sich, konsumierten Haschisch. Nebenan die Kinder die schliefen.

Irgendwann war die Freundin weg (keine Ahnung wo), meine Bekannte schlief ein, vor Drogeneinfluss, und wachte durch einen heftigen Schmerz auf....Der eine Typ versuchte sich an ihr zu vergehen.

Sie beschimpfte ihn, sie Typen gingen wohl, sie ging zu ihrer Tochter ins Bett. Am nächsten morgen erzählt sie es der Freundin. Diese beschwichtigt, wiegelt ab, SOWAS würde er nie tun. Bereit eine Telefonnummer oder Adresse zu geben ist sie nicht (hätte weder das eine noch das andere, von keinem).

Ich habe angeboten mit zum Arzt zu kommen, zur Polizei, als Stütze. Sie will nicht.

Sie meinte nun (und das in Kurzform) das sie den Kontakt zu der Person "etwaaaaas" einschränkt.

Vorhin dann habe ich sie per SMS gefragt wie es ihr geht.

Antwort:
Geht, habe mich gestern abend bekifft und getrunken (Kind nebenan). Mache heute Sushi, seit Sonntag die erste Mahlzeit.

Aus Ärger (weil ich wirklich alles versuche) schrieb ich: Rauch doch lieber noch einen Joint.

Dann meinte sie, dass sie lieber noch eine Line zieht.

Ich bin geplatzt und habe ihr gesagt sie solle die Augen aufmachen, ihr Kind betrachten, das sie ihrem Kind massiv schadet und auch sich selbst und es nur eine Frage der zeit ist bis es richtig knallt.


...Ich weiß nicht ob mir jemand Ratschläge geben kann, Ansatzpunkte.

Ich kenne mich damit niht aus und bin am Ende mit meinem Latein...ich trinke nicht, rauche nicht, habe noch nie Drogen konsumiert...kenne mich mit Abhängigkeitsverhalten nicht aus.

Am meisten schockt mich, dass sie behütet ist, Mutter und Vater da, liebevoll zum Enkelkind, sie hat immer ein anständiges Leben geführt, ordentlich, sauber, sehr auf ihre Tochter bedacht. Aber das nun?

Ich bin überfragt und weiß ehrlich nicht mehr was ich tun soll.

Beitrag von redrose123 09.11.10 - 14:40 Uhr

Ich bin sonst nicht die erste die das Schreit, sie hört nicht auf dich? Geh zum Jugendamt melde es, stell dir mal vor der Typ hätte sich an den Kindern vergriffen ? Schlimm genug das sie die sogenannte Freundin nicht in die Wüste schickt mein gott

Beitrag von DRINGEND!!! 09.11.10 - 14:44 Uhr

Genau da ist mein Punkt: Ist es schon so weit das ich wirklich nicht mehr helfen kann? Oder gibt es noch einen Ansatz wie ich das tun kann?

Ich weiß wie sehr es noch bergab gehen könnte, zumindest ahne ich es. Aber es ist einfach ein übler Schritt zum JA zu gehen. Versteh mich nicht falsch, ich will alles tun um zu helfen, zumindest aber will ich ihre Tochter schützen bzw sie sich vor sich selbst, denn ich glaube nicht, dass sie sich dessen was sie tut bewusst ist...

Beitrag von redrose123 09.11.10 - 14:51 Uhr

Geredet hast du, hilfe angeboten hast du, ich seh da keinen Weg mehr, wenn sie Ihr leben mit Drogen usw. Verbringen will lass sie, aber das Kind muss da raus, vieleicht wacht sie dann auf.....Genau deshalb muss das Kind da weg, deine Freundin bewegt sich in Kreisen ungeheurlich, und nimmt das Kind noch dahin mit. Und wenn ich dabei wäre würd ich die andere Mutter auch gleich mitmelden.....Ein aufwisch....

Beitrag von thea21 09.11.10 - 14:55 Uhr

Die andere Mutter ist übrigens (schwarz) Prostitutierte...

Habe ich am Sonntag erfahren!

Sie gibt (abgesehen von der regelmäßigen Feierei) ihr Kind an die Mutter um anschaffen zu gehen. Selbst aber sagt sie ihrer Mutter sie ginge kellnern.

Beitrag von redrose123 09.11.10 - 15:01 Uhr

Gut das ist ja egal was sie ausübt, finde ich, nur die Drogen machen mir Sorgen;-) Es gibt Prostituierte die Mütter sind und dies tun weil es gut Geld bringt, Ihnen spass macht (ist ja nicht jedem sein Ding aber gut). Aber Drogen exzesse und Kinder das passt gar nicht.....

Beitrag von thea21 09.11.10 - 15:02 Uhr

NEin, das meinte ich nicht. Damit meinte ich den Kreis der Bekannten und "Freunde" in denen sich diese Mutter schon bewegt und nun zwangsläufig auch meine Bekannte.

Beitrag von summer7708 09.11.10 - 14:46 Uhr

ich würde das ganze Ihren Eltern erzählen, die müssen dann ja einschreiten. Oder wirklich das Jugendamt obwohl ich finde ihre eltern sind erste anlaufstelle.

Beitrag von thea21 09.11.10 - 14:49 Uhr

Darin sehe ich ein Problem.

Ihre Eltern lieben ihr Enkelkind, zu ihrer Mutter allerdings gibt es seit längerem Spannungen die in letzter Zeit (wohl auch aufgrund der Vorfälle) immer mehr zunehmen.

Ich denke, sie würde sich einfach "lossagen" von ihren Eltern und gerade weitermachen wie bisher.

Denn mit: Wir nehmen deine Tochter nicht mehr, braucht man ja nicht zu drohen, da sie die Grenze ja schon 2 mal überschritt, indem dies unmittelbar in der Nähe der Tochter passierte.

Beitrag von simone_2403 09.11.10 - 15:27 Uhr

>>>Denn mit: Wir nehmen deine Tochter nicht mehr, braucht man ja nicht zu drohen, da sie die Grenze ja schon 2 mal überschritt, indem dies unmittelbar in der Nähe der Tochter passierte. <<<

Vieleicht zieht aber : Wir nehmen dir deine Tochter mit Hilfe des Jugendamtes weg,bis du dein Leben wieder auf der Reihe hast.

Ich muss nicht verstehen warum du hier überhaupt auch nur 1 Sekunde zögerst.Du weißt das ihr Kind indirekten Drogen und Alkoholpartys ausgesetzt ist und dir ist noch nicht in den Sinn gekommen das Jugendamt darüber zu informieren?

Beitrag von thea21 09.11.10 - 15:44 Uhr

Natürlich, von Beratungsstelle, über Eltern, über JA ist mir ALLES in den Sinn gekommen.

Nur wenn man damit nie zu tun hatte, selbst in einem völlig anderen Kreis verkehrt, und dann plötzlich damit konfrontiert wird, ist man hilflos.

Ich bin selbst so das ich sonst recht rational handle. Und das ist auch jetzt der Fall, das ich um das JA nicht umhin komme ist mir klar, es ist dennoch schwer für mich.

Mir tut meine Bekannte leid, weil ich den Verfall wirklich hautnah miterlebe...ebenso ängstigt mich das aber auch, vor allem wegen ihrer Tochter.

Das ich also auf jeden Fall handle, steht außer Frage.

Beitrag von simone_2403 09.11.10 - 15:49 Uhr

Ich kann dich im Grunde ja verstehen,du bist geschockt und dir schießen 1000 Gedanken durch den Kopf was richtig und was falsch ist.

EBen WEIL du den verfall hautnah mitbekommst und eben wegen der kleinen Maus solltest du wirklich keinen Tag länger zögern und ich ans Jugendamt wenden.Hast du die SmS gespeichert die sie dir schicket? Das Jugendamt muss schnell handeln denn ehrlich....mich gruselt es bei dem Gedanken WAS alles hätte passieren können in der NAcht in dem sie fast einer Vergewaltigung zum Opfer gefallen ist.Was wäre,wenn der Typ sich an den Kindern vergriffen hätte....nicht auszudenken und ehrlich....mir wird schlecht.

Das Kind muss als erstes aus diesem Umfeld herausgenommen werden und das schnell.

lg

Beitrag von thea21 09.11.10 - 17:23 Uhr

Ich habe den Kindernotdienst informiert. Alles geschildert, die haben Namen und Adresse aufgenommen und werden sich mit ihr in Verbindung setzen.

Mir ist echt schlecht ...

Beitrag von simone_2403 09.11.10 - 18:11 Uhr

Wär mir an deiner Stelle auch irgendwie aber ehrlich,es ist das einzig richtige was du jetzt getan hast.

Beitrag von thea21 09.11.10 - 18:12 Uhr

Jetzt heißt es einfach abwarten und hoffen das alles gut wird.

Ich weiß ja, dass es das richtige war, weil es nicht besser, sondern schlimmer wurde und keinerlei Hilfe angenommen oder verstanden wurde.

Schlimm ist es trotzdem.

Ich habe vermutlich wie ein Neandertaler alles erklärt am Telefon, aber die waren ziemlich verständnisvoll.

Beitrag von Dringlich 09.11.10 - 18:21 Uhr

Das Kind wird es dir irgendwann danken. Und du kannst wirklich stolz auf dich sein.

Beitrag von frandy 09.11.10 - 14:51 Uhr

tja in so einer Ähnlichen(!) Lage stecke ich auch gerade. Man sieht das Jemand eindeutig Hilfe braucht, sich aber total verweigert und abblockt.

Irgendwann kommt dann der Punkt wo man über diesen Jemand wegblicken und an die Kinder denken muss.

Wenn sie momentan nicht in der Lage ist, für sich und ihre Tochter zu sorgen, braucht sie proffessionelle Hilfe. Warum sie das alles macht, weiß sie vielleicht nicht mal selbst aber wenn deine Freundin unter Drogeneinfluss ihre Tochter versorgt (oder eben nicht mehr versorgt) ist das ohne wenn und aber ein Fall fürs Jugendamt!!!

Bitte nicht mehr lange warten!
#klee

Beitrag von thea21 09.11.10 - 14:53 Uhr

Bisher noch geht sie regelmäßig ihrer Arbeit nacht, kauft ein, sorgt sich um ihre Tochter.

Nur: Nehmen Alkohol und Drogen zu, sie ist genervt von allem, schreit viel, ist einfach nicht Herr der Dinge gerade.

Beitrag von redrose123 09.11.10 - 14:55 Uhr

...geht mit Tochter los und lässt sich im Nebenraum volllaufen und pumpt sich drogen ein.....

Was wenn mit den Kindernw as gewesen wäre? Wer hätte den was tun können?

Beitrag von thea21 09.11.10 - 14:57 Uhr

Du hast Recht, ich weiß.

Ich habe einfach die Angst, das ich mit dem informieren des Jugendamtes nur helfen will (sie wird wissen das dies von mir kommt, das soll aber nicht das Problem sein), aber dann alles geleugnet wird, denn ihr zuhause sieht einfac hgut aus, es ist sauber, dem kind geht es soweit gut, sie ist nicht unterversorgt, sie geht einer regelmäßigen Arbeit nach.

Was habe ich dann gekonnt, wenn das Problem DANN nicht selbst eingeräumt wird und so weiter läuft wie davor?

Beitrag von frandy 09.11.10 - 14:59 Uhr

frag doch einfach mal beim Jugendamt nach, wie die das machen würden. Oder wie du am besten helfen könntest.

oder du fragst mal bei einer professionellen Beratungsstelle.
(bke-beratung)

Beitrag von thea21 09.11.10 - 15:02 Uhr

Ist vielleicht die Beratung bei einer "Suchtstelle" erstmal besser, da die sich mit dem Verhalten von Süchtigen bzw. suchtgefährdeten auskennen und mir da erstmal ein wenig helfen können was ich am besten tun kann, wen informieren ect?

Beitrag von salem82 09.11.10 - 15:02 Uhr

Hi,

sorry aber in jeder Antwort die du bekommen hast, stand das du zum JA gehen sollst!

Aber dieses redest du dir immer schön und willst es nicht!

DU kannst ihr nun mal nicht mehr helfen.
Ich würde sagen sie hat eine Therapie dringend NÖTIG!!!

Stell dir mal vor, die Kinder wären wach geworden, wären nach nebenan gegangen und da würde noch Koks ect rum liegen, und die Kinder bedienen sich daran weil es ja so lecker nach Puderzucker aussieht #schock

Also nimm den Hörer in die Hand und ruf beim JA an!!!

Du kannst ihr nicht mehr helfen!!!!!!!!!!

Lg

Beitrag von thea21 09.11.10 - 15:04 Uhr

Ich weiß das du recht hast, man selbst denkt auch immer so, bis man selber in einer solchen Situation steckt und nur noch helfen will, nur will das es bergauf geht, der Person besser.

Beitrag von salem82 09.11.10 - 15:07 Uhr

Aber wenn du willst das es ihr besser geht, dann musst du beim JA anrufen, oder frag mal bei Pro Familia nach.
Aber du selber wirst es nicht schaffen ihr zu helfen, glaub mir.

Ihr sagen sie soll eine Entzugstherapie machen, anders kommt sie davon nicht los, und es wird weiter bergab gehen mit ihr, das steht zu 1000% fest!

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