Na prima

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nichtdiemaus 09.11.10 - 15:15 Uhr

Ich komme gerade von der U7 - ich muss mit meinem Sohn zur Psychologischen Beratung gehen. Er sei verhaltensauffällig. Er null mitgemacht und als er sich unter Druck gesetzt gefühlt hat wurde er ganz schnell aggressiv. Er hat die Ärztin gebissen und hat mich gekniffen und geschlagen.
Mein Sohn ist, wenn er mit anderen Kindern spielt sehr sozial und absolut nicht gewaltätig. Auch mit Tieren geht er zart und liebevoll um. Diese Ausraster kommen nur, wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt. Leider hat man ja bei einer U- Untersuchung auch nicht 3 Stunden Zeit....

Ich bin so gut wie allein erziehend. Sein Papa kommt nur bei "schönem Wetter". Mein Sohn leidet unter diesem Zustand, aber ich kann ihm ja schlecht den Vater nehmen, oder? Dazu kommt noch, dass wir mit der Oma in einem Haus wohnt. Die Oma ist extrem dominant und streng. Sie setzt sowohl mich als auch meinem Sohn unter Druck. "Warum geht er noch nicht aufs Töpfchen", "Warum spricht er noch nicht fließend" "warum erziehst du dein Kind nicht besser", "Warum schläft er nicht durch?"....

Mal sehen, was die Beraterin mit am Montag sagt

LG Kerstin und Marc 23,5 Monate

Beitrag von lady79marmelade 09.11.10 - 15:19 Uhr

Ich würde es als Chance sehen. Als Chance für Deinen Sohn. Die Situation klingt sehr schade, vor allem, weil Du als Mutter dem ganzen hilflos ausgeliefert bist und mit anschauen musst, wie Dein Kind unter dem Vaterentzug leidet.

Ich wünsch Euch viel Glück bei der Beratung.

Beitrag von nichtdiemaus 09.11.10 - 15:23 Uhr

Danke - ich hoffe auch sehr, dass man ihm (uns) helfen kann.

Beitrag von dentatus77 09.11.10 - 15:32 Uhr

Hallo!
Was die Oma sagt, würd ich mal gerade abhaken, mit knapp 2 Jahren muss ein Kind noch nicht aufs Töpfchen gehen und auch noch nicht fließend sprechen (2-Wort-Sätze reichen völlig aus und sind für das Alter normal, wobei es auch Kinder gibt, die das noch nicht können).

Und ansonsten, wenn dein Sohn bei der Untersuchung auffällig war (die Sicht des KiA ist ja durchaus nicht unverständlich so wie du es schilderst), ist es schon richtig, dass der Arzt dich zum Psychologen schickt. Das ist ja auch eigentlich nichts schlechtes. Und wenn er sich sonst völlig anders verhält und nur nicht mit Druck umgehen kann, wird das ein Psychologe auch feststellen können. Und vielleicht kann ein Psychologe auch hilfreich sein, dein Sohn hat schließlich unter dem Verhalten seines Vaters und auch seiner Großmutter zu leiden. Das beeinflusst ein Kind, und vielleicht braucht er da tatsächlich Hilfe, die du ihm nicht geben kannst (musst du auch nicht, du leidest ja im Grunde mit).

Wart den Termin am Montag einfach ab, und Kopf hoch, so schlimm ist doch eine psychologische Beratung nun auch nicht.
Liebe Grüße!