Medikamentös abstillen: wie geht das und wer hat damit Erfahrung ?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von melanie-1979 09.11.10 - 17:56 Uhr

Hallo Mädels,

ich möchte nächsten Monat abstillen. Ich muss dazu sagen, dass ich dann 5 1/2 Monate gestillt bzw. Muttermilch abgepumpt habe und per Flasche zugefüttert, da meine Maus an der Brust nicht richtig saugt. D.h. ich pumpe alle 4 Std. und das 6 mal Tag - bin also immer an die "Melkmaschine" gebunden #schwitz Seit letzten Samstag bekommt meine Tochter ihre erste Beikost. Sie ißt schon super mit dem Löffel und liebt Frühkarotte über alles. Also das Abstillen sollte daher kein Problem sein. Nun fällt es mir dennoch schwer, mit der Milchpumpe die Milchmenge langsam zu reduzieren, da mir von Anfang an, immer die rechte Brust "Probleme" gemacht hat. Links läufts und wird schnell weich, rechts lange hart oder auch Milchstau-anfällig.
Hat jemand medikamentös abgestillt ? Wenn ja - wie geht das ? Nebenwirkungen ??

Bin über jede Erfahrung dankbar !!

#danke Melli mit Lara-Sophie

Beitrag von margarita73 09.11.10 - 18:03 Uhr

Hallo,

ich habe bei meinem Sohn mit Tabletten abgestillt. Die hatten enorme Nebenwirkungen (Kreislauf, Übelkeit, Depressionen) und es war auch einfach für uns beide nicht gut, so abrupt abzustillen. Ich an Deiner Stelle würde auf die Uhr gucken und jeden Tag 1-2min kürzer abpumpen. Die problematische Seite anwärmen und ausstreichen, wenn sie Dir weh tut und Pfefferminz- oder Salbeitee trinken. Ich habe gelesen, dass zu schnelles Abstillen auch seelische Probleme bei der Mutter machen kann. Ob das immer so ist, weiß ich nicht, aber ich würde es nicht mehr so machen, wenn nicht unbedingt nötig.

LG Sabine mit Lotte (5,5 Monate und bis auf die Mittagsmahlzeit gestillt)

Beitrag von gutgehts 09.11.10 - 19:16 Uhr

Hallo,

ich habe Abstilltabletten bekommen! Das Einzige, was ich als Nebenwirkung hatte, war, dass ich schnell müde geworden bin. Dann hat sich der Papa 3 1/2 Stunden um die Kleine gekümmert und dann ging es wieder! Da war Johanna gerade erst 3 1/2 Wochen alt!
Nicht bei jedem kommen heftige Nebenwirkungen vor, aber das kann man ja leider immer nicht vorher wissen. Hatte auch etwas Schiss, aber bei mir ging es leider nur so radikal..

Alles Gute
Lydia

Beitrag von kruemelchen-2307 09.11.10 - 18:19 Uhr

Ich kann dir nur abraten medikamentös abzustillen. Ich habe mit dem Medikament "Bromocriptin" abgestillt (kannst ja mal nach Erfahrungsberichten googlen....) und hatte mit heftigsten Nebenwirkungen zu kämpfen wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen usw. Ich würde an deiner Stelle nur noch austreichen, pumpen regt zu sehr an! Nach dem austreichen mit Kühlakkus oder Quarkwickel kühlen! Zusätzlich kannst du Salbeitee trinken, der reduziert die Milchmenge!
Oder du versucht es mit einem homöopathischen Präparat, da kann ich dir Phytolacca empfehlen. Aber lass die Tabletten weg, die sind echt heftig!

LG

Beitrag von melanie-1979 09.11.10 - 18:22 Uhr

Ich erwärme jedes mal schon die Brust mit einem Kirschkernkissen. Ohne geht mal gar nix und nur mit ausstreichen komm ich nicht weit. Da verhärtet sich die Brust im Nu und ich hab nen Milchstau #schwitz

Beitrag von lilly7686 09.11.10 - 18:27 Uhr

Hallo!

Wenn du abstillen willst, dann bitte sanft!
Die Tabletten haben 1. massive Nebenwirkungen und 2. wirken sie (wenn überhaupt) nur die ersten Tage nach der Geburt (wobei, schau mal ein paar Threads weiter... soviel zu Abstilltabletten).

Abstillen geht am Besten, wenn du die Brust kühlst.
Außerdem Milch ausstreifen.
4-6 Tassen Salbeitee pro Tag trinken (manchen hilft auch Pfefferminztee).
Einen engen BH tragen, die Brüste hochbinden.

Liebe Grüße!

Beitrag von bine1982 09.11.10 - 21:08 Uhr

Hi Melli,

ich habe mir aus der Apo Phytolacca D6 Globuli und Salbeitee geholt. Hatte überhaupt keine Nebenwirkung, da rein Homöopathisch. 5 Kügelchen bis zu 5 mal Täglich langsam unter der Zunge vergehen lassen. Salbeitee 3x täglich trinken.
Immer nur so viel Milch abpumpen, bis die Brust sich wieder weich anfühlt.
Falls du harte Stellen hast, zuerst einen warmen Wickel auf die Brust legen, massieren und dann abpumpen, nach dem abpumpen dann einen ganz ganz kalten Wickel auflegen (evtl. mit Eiswürfel).
Mit dieser Methode habe ich binnen 10 Tagen abgestillt, ganz ohne Probleme!

Bei Fragen, meld dich doch einfach bei mir.

Viel Erfolg!

Gruß Sabine

Beitrag von melanie-1979 10.11.10 - 10:18 Uhr

Prima, vielen Dank !! Meld mich, falls ich fragen hab #winke

Beitrag von sandra0779 09.11.10 - 23:13 Uhr

Ich wäre beinhae in der Psychiatrie gelandet, weil ich Abstilltabletten genommen habe, Bromocryptin oder auch Pravidel.
Ich würde dir auf jeden fall raten, sanft abzustillen, das ist für dich und dein Kind am besten.

Grüße
Sandra

Beitrag von espace 10.11.10 - 13:09 Uhr

Hallo,
ich habe bei beiden Kindern auch mit Abstilltablette abgestillt.
Beim ersten hatte ich Bromocriptin und hatte eine nacht mit Schwindel und Übelkeit zu kämpfen.
Beim zweiten Kind habe ich Dostinex genommen und hatte keine Nebenwirkungen. Hat zwar etwas länger gedauert (3 Tage), aber ich habe es besser vertragen als Bromocriptin.
Bei mir haben die ganzen Sachen wie Salbeitee und Phytolacca nix geholfen, die habe ich eh die gesamte Stillzeit benutzt, damit es halbwegs erträglich war und ich nicht von einem Milchstau in den nächsten gekommen bin. Gehöre zu den Extremproduzierern, alle 3 h >200ml pro Seite trotz 1,5l Salbeitee und Phyotlacca, das schafft einfach kein Kind und somit war die Abstilltablette die einzige Möglichkeit dem ganzen ein Ende zu bereiten.